Soldaten, die im Auftrag Deutschlands im Ausland tätig seien, dürften nicht mit staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen konfrontiert werden.
Franz Josef Jung legt seine Sicht eines Rechtsstaats vor. Er hätte auch gleich sagen können, wer im Dienste seines Landes mordet, der darf nicht belangt werden. Er sichert also noch zu, dass der deutsche Oberst Georg Klein sich nicht für [...]
Deutschland Radio strahlte eben gerade folgendes Interview mit dem Historiker und Buchautor Daniel Cil Brecher.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Es geht im Interview um die kürzlich bekannt gewordenen Bekenntnisse von israelischen Soldaten, die im Gaza-Krieg teilgenommen haben und entweder gegen eigene oder gegen Gewaltexzesse von Kameraden gegen Zivilisten ausgesagt haben. Leider noch nicht verschriftlicht, deshalb nur ein kleiner Ausschnitt daraus:
Herr Brecher, eigentlich decken sich die Berichte der Veteranen doch mit den Darstellungen auf palästinensischer Seite und Völkerrechtlern. Warum ist die Bevölkerung jetzt erst schockiert?
Brecher: Die israelische Bevölkerung geht davon aus, dass all das, was Palästinenser sagen erst einmal als Propaganda behandelt wird und mit einer Prise Salz genossen werden muss. Die Aufregung, die jetzt entstanden ist, geht auch darum, dass die israelischen Soldaten selbst das Nest beschmutzen. Das ist auch ein Teil der Debatte im Moment.
Tags: audio, dradio, Gaza, Gewalt, Haaretz, IDF, Israel, Israelis, Krieg, Militär, Mord, Palästinenser, Propaganda, Soldaten, Synagoge, Zivilisten
Ausland, Politik |
Kommentare (1)
Nach dem Libanonkrieg und dem Gazakrieg 2006 und ihren Opfern dauert der jetzige Krieg gerade mal 22 Tage an und es sind bereits mehr als 1000 Menschen gestorben – fast alle auf palästinensischer Seite. Daneben sind mehr als 4000 Menschen verletzt und eine noch unbezifferte Anzahl von Menschen – schon wieder – heimatlos und obdachlos. Dazu muss man sich vorstellen, dass dazu auch Menschen gehören, die ihre ursprüngliche mehrfache Vertreibung aus ihren Heimatdörfern innerhalb des heutigen Israels noch nicht vergessen haben. Wieder werden sie ihres Heimes, eines Anteils ihrer Verwandtschaft und Bekanntschaft beraubt.
Wenn die israelische Kriegswut sich ausgebombt hat und ein gewisses Maß an “Normalität” eingekehrt ist, wird man noch über die Verhandlungstische und den Nachrichten hinaus dieser Menschen gedenken? Wird die Welt wieder einer Abriegelung des Gaza-Streifens zusehen? Wird die Entmenschlichung und Entrechtung standhalten können?
Tags: 2006, dradio, europa, Frieden, Gaza, Gewalt, Hamas, Israel, Krieg, Libanon, Menschenrechte, Militär, Opfer, Palästina, Politik, Soldaten, terror, Terrorismus, Westen, Westjordanland, Zivilisten
Ausland, Politik, medien |
Kommentare (2)
- Feleknas Uca ist Abgeordnete im europäischen Parlament für die Linken aus Celle, Niedersachsen. Gemeinsam mit anderen europäischen Parlamentariern besuchte den Gaza-Streifen für zwei Stunden. Die Kinder lachen über die Raketen
Wir sind direkt in die Stadt Rafah im Gazastreifen gefahren. John Ding, der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks Unwra, hat unseren Konvoi begleitet. Wir waren gerade dabei, ein total zerstörtes Wohnviertel anzusehen, da schlug in etwa 1000 Meter Entfernung eine Rakete ein. Das war noch während der Feuerpause. Über unseren Köpfen machten die ganze Zeit israelische Kampfjets Kontrollflüge. Wir haben dann die Jungenschule von Rafah besucht, wo die Vereinten Nationen 1250 Zivilisten untergebracht haben und betreuen, darunter 400 Kinder.
- Auch die italienische Abgeordnete war dabei und schrieb den Artikel Two hours in hell
Tags: Abgeordnete, Angela Merkel, Ausland, Charlotte Knoblauch, Deutschland, Gaza, Hamas, Israel, Niedersachsen, Politik, Politiker, Völkerrecht, Zentralrat der Juden, Zivilisten
Politik, medien |
Kommentare (1)
Wenn ein Terrorist einen Zivilisten umbringt
und kein Massenmedium die Nachricht überträgt..
..ist der Terrorist dann ein Terrorist?
Die gängige Aussage unter Islamophoben ist, dass nicht jeder Muslim ein Terrorist sei, aber jeder Terrorist ein Muslim sei. Diese Aussage beruht aber im Allgemeinen auf die Weigerung westlicher Medien, die Definition von “Terrorismus” von der vorgegebenen Religiosität des Betroffenen unabhängig zu machen. Ein Nichtmuslimischer Terrorist ist halt “nur” ein Amokläufer, ein Mörder, hat keine für den Nachrichtenwert interessante Religion oder ist schlicht nicht vorhanden – die Nachricht wird nicht gebracht.
Ich warte einfach mal, bis diese vier israelischen (Staats-)Rabbis auf der europäischen Liste der Hassprediger landen.. Ok, meinen Atem werde ich dafür nicht anhalten.
“When a population living near a Jewish town sends bombs at the Jewish town with the purpose of killing and destroying Jewish lives there, it is permitted, according to Jewish Law, to fire shells and bombs at the firing sites, even if they are populated by civilians,” read a ruling issued by Rabbi Yaakov Yosef, Rabbi Dov Lior, Rabbi Shalom Dov Wolpe and Rabbi Meir Mazuz.