Interview mit Dr. Margret Johannsen im Deutschland Radio Kultur:
Es gibt eine starke Israel-Lobby in Washington. Er hat ein Riesenprogramm auch sonst und es ist gar nicht so sicher, ob er sich mit dieser Lobby anlegen wird, und gerade darum ist es so wichtig, dass die Europäer ihm im Grunde genommen zur Seite stehen und dass die Europäer ihrerseits klar machen, dass sie darauf bestehen, dass jede Politik, die zum Beispiel die Zwei-Staaten-Lösung unterminiert, nicht sein kann. Dazu gehört auf europäischer Seite zum Beispiel, dass Israel nicht erwarten darf, dass die Beziehungen der Europäischen Union zu Israel vertieft werden mit vielen ökonomischen Vorteilen für Israel, wenn Israel an dieser Politik festhält, die Zwei-Staaten-Lösung zu unterminieren. Man kann nicht sozusagen ein Assoziationsabkommen haben, in dem drinsteht, dass bestimmte Grundsätze zu wahren sind, um dann die Verletzung dieser Grundsätze ständig hinzunehmen.
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Wo war Obama eigentlich die letzten acht Jahre??
“Was die Vereinigten Staaten auszeichnet, und was auch Sie so auszeichnet, ist die Tatsache, dass wir unsere Werte und Ideale nicht nur dann aufrecht erhalten, wenn es leicht ist – sondern gerade auch dann, wenn es schwierig ist, wenn wir besorgt sind und uns bedroht fühlen.” ((an die Mitarbeiter der CIA gerichtet))
Die USA – und gerade die CIA – haben ja gerade bewiesen, dass sie diese Werte und Ideale relativ leicht fallen lassen.
Tags: Ausland, Bush, Folter, Klaus Kastan, recht, Tagesschau, torture, USA, Völkerrecht, Washington
Ausland, Politik, Sicherheit |
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Noch eine Übersetzung. Dies ist ein Artikel vom früheren US-Präsidenten Jimmy Carter, der vor allem ein wenig mehr Einblick hinter die Kulissen vor dem Waffenstillstand und kurz vor Ende des Waffenstillstands liefert. Erstveröffentlichung der englischen Version war in der Washington Post.
Ich weiß aus persönlicher Beteiligung, dass die verheerende Invasion des Gaza-Streifens durch Israel leicht hätte vermieden werden können.
Nachdem wir Sderot im letzten April besucht und den ernsthaften psychologischen Schaden gesehen hatten, der durch die dort einschlagenden Raketen verursacht wurde, haben meine Frau Rosalynn und ich den Beschuss aus dem Gazastreifen als unentschuldbar und terroristisch bezeichnet. Obwohl Opfer nur selten waren (drei Tote in sieben Jahren), war die Stadt durch die unvorhersehbaren Einschläge traumatisiert. Rund 3000 Einwohner sind zu anderen Kommunen umgezogen und die Straßen, Spielplätze und Einkaufszentren waren fast leer. Bürgermeister Eli Moyal versammelte eine Gruppe von Einwohnern in seinem Büro, um uns zu treffen und hat sich darüber beschwert, dass Israel die Raketen nicht gestoppt hat, weder durch Diplomatie, noch durch militärische Aktionen.
In der Kenntnis, dass wir bald Hamas-Anführer aus Gaza und Damascus sehen würden, versprachen wir Perspektiven auf einen Waffenstillstand zu erörtern. Vom ägyptischen Geheimdienstchef Omar Suleiman, der zwischen Israelis und der Hamas vermittelt hatte, lernten wir, dass eine grundsätzliche Differenz zwischen den beiden Seiten bestand. Die Hamas wollte einen allumfassenden Waffenstillstand in der Westbank, wie auch in Gaza, während die Israelis eine Diskussion über Gaza hinaus verweigerten.
Tags: Berichte, Frieden, Gaza, Hamas, Israel, Jimmy Carter, Krieg, Militär, omar suleiman, USA, Waffenstillstand, War, Washington
Ausland, Politik |
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Steve Clemons fasst mehrere Versagen in der Obama-Kampagne zusammen und warum Muslime abgeneigt sein könnten, ihn zu wählen:
- Im Juni wurden zwei muslimische Frauen mit Kopftuch davon abgehalten, sich in den für amerikanische Kandidaten üblichen Video-Hintergrund zu mischen.
The Washington-based Web site reported that Obama campaign volunteers said the women could not wear the hijabs behind the candidate, though they gave different reasons for the rule.
Tags: Barack Obama, Gaza, Hamas, Israel, Jerusalems, john mccain, muslime, Steve Clemons, USA, Wahlen, Washington
Ausland, Islam, Politik, medien |
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Siegfried Buschlüter ist bisher der Washington-Korrespondent des Deutschlandradios und hat in dieser Position nicht nur Nachrichten auf den Punkt gebracht, sondern auch – und das hat mir stets gut gefallen – Analysen fernab von Amerika-bashing oder Amerika-Huldigung geliefert. Heute verabschiedete er sich und hat ein Interview gegeben, in dem es auch um das Qualifizierende an der Arbeit eines Auslandskorrespondenten vor allem in Angesicht der Informationsflut, die man inzwischen per Internet erhalten kann:
Informationsbeschaffung war früher mal eine der wichtigsten Aufgaben des Journalisten, und im Zeitalter des Internets, Sie haben es erwähnt, ist das kein Problem mehr. Informationen gibt es in Hülle und Fülle. Um so wichtiger ist natürlich, dass man die Informationen checkt, dass man sie überprüft. Ein Beispiel. Wenn Sie bei Wikipedia auf der Internetadresse unter “Meredith Gardner” nachschauen, den alten Mann, den ich eben erwähnte, dann finden Sie den 20. August 2002 als seinen Todestag. Er starb am 9. August. Wenn Sie das nicht gegengecheckt hätten, hätten Sie gleich einen fundamentalen Fehler begangen. Die Informationsflut führt natürlich auch dazu, dass die journalistischen Produkte so etwas wie verwechselbar werden.
Ich bin bei weitem kein Dauer-Radiohörer allerdings wurde ich stets wenn ich den Namen Buschlüter oder dessen unverwechselbare Stimme gehört habe hellhörig. Deshalb geht hier ein Dank an Herrn Buschlüter für die feine Arbeit, die er geleistet hat und mein Mitgefühl mit seinem Nachfolger, der große Schuhe zu füllen hat!
In diesem Sinne Herr Buschlüter: Machen Sie es gut, ich werde Sie vermissen.