Al-Jazeera hat mit zwei US-Kongressabgeordneten gesprochen, die seit einem Jahr versuchen, die Not der Menschen im Gaza-Streifen zu lindern. Es sind die Abgeordneten Brian Baird und Keith Ellison, die leider bislang ohne Erfolg versucht haben, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen und die vollkommene Einseitigkeit der US-Politik aufzuweichen.
Der Abgeordnete Brian Baird hat sich entschieden, für die nächsten Wahlen in 2010 nicht anzutreten.
“We’ll know it when we see it,” said Richard Holbrooke, referencing the “Supreme Court test” of how to identify pornographic material.
“Wir werden es erkennen, wenn wir es sehen,” sagte Richard Holbrooke den oberste Gerichtshof zitierend, wie pornographisches Material zu identifizieren sei.
Das ist ja eine interessante Ansicht. Bei verschwimmenden Zielen, keiner Definition von Erfolg und Misserfolg und einer Vorgehensweise, die weit jenseits vom Annehmbaren ist, stellt dieser Satz eine Frechheit dar.
Wenn man keine Definition von Erfolg hat, kann man keine Strategie generieren, um dahin zu kommen. Entsprechend, wenn es keine andere Definition von Erfolg gibt außer einem warmen flauschigen Gefühl im kollektiven Regierungsbauch, dann haben wir keine Strategie in Afghanistan.
Wann hört ein altgewordenes Kind damit auf, auf einem Ameisenhaufen zu trampeln, wenn ihm keiner gesagt hat, das man das nicht tut? Dementsprechend ist der Satz “Einseitige Lösungen politischer Probleme haben in der israelischen Politik Tradition” zu verstehen: Mit Ameisen wird nicht über das Ende der Trampelaktion diskutiert; Jedes Ende ist ein einseitiges und findet statt, wenn das Kind des Mordens müde geworden ist.
Die Anzahl der ermordeten Ameisen beläuft sich inzwischen auf mehr als 1000, davon mehr als 750 Zivilisten, mehr als 150 zivile Polizisten, sieben medizinische Hilfskräfte und drei Journalisten. Kann man erwarten, dass die Eltern oder zumindest die Nachbarskinder dem Kind endlich mit klaren Worten erklären, dass man das nicht tut?
Noch eine Übersetzung. Dies ist ein Artikel vom früheren US-Präsidenten Jimmy Carter, der vor allem ein wenig mehr Einblick hinter die Kulissen vor dem Waffenstillstand und kurz vor Ende des Waffenstillstands liefert. Erstveröffentlichung der englischen Version war in der Washington Post.
Ich weiß aus persönlicher Beteiligung, dass die verheerende Invasion des Gaza-Streifens durch Israel leicht hätte vermieden werden können.
Nachdem wir Sderot im letzten April besucht und den ernsthaften psychologischen Schaden gesehen hatten, der durch die dort einschlagenden Raketen verursacht wurde, haben meine Frau Rosalynn und ich den Beschuss aus dem Gazastreifen als unentschuldbar und terroristisch bezeichnet. Obwohl Opfer nur selten waren (drei Tote in sieben Jahren), war die Stadt durch die unvorhersehbaren Einschläge traumatisiert. Rund 3000 Einwohner sind zu anderen Kommunen umgezogen und die Straßen, Spielplätze und Einkaufszentren waren fast leer. Bürgermeister Eli Moyal versammelte eine Gruppe von Einwohnern in seinem Büro, um uns zu treffen und hat sich darüber beschwert, dass Israel die Raketen nicht gestoppt hat, weder durch Diplomatie, noch durch militärische Aktionen.
In der Kenntnis, dass wir bald Hamas-Anführer aus Gaza und Damascus sehen würden, versprachen wir Perspektiven auf einen Waffenstillstand zu erörtern. Vom ägyptischen Geheimdienstchef Omar Suleiman, der zwischen Israelis und der Hamas vermittelt hatte, lernten wir, dass eine grundsätzliche Differenz zwischen den beiden Seiten bestand. Die Hamas wollte einen allumfassenden Waffenstillstand in der Westbank, wie auch in Gaza, während die Israelis eine Diskussion über Gaza hinaus verweigerten.
Ich versuche mich mal wieder an der Übersetzung eines Artikels. Der Originalartikel wurde von Amira Hass in Israel geschrieben und von Haaretz unter dem Titel “No humanitarian crisis in Gaza?” veröffentlicht. Den Tipp habe ich von der “Arab Woman Progressive Voice” bekommen, die weitere interessante Artikel hat.
Drei Stunden nachdem die IDF ihre Militäroperation im Gaza-Streifen begann, um etwa 22:30 Samstag nachmittag, schlug eine Granate oder Rakete im Haus von Hussein al-Awaidi und seinen Brüdern ein. Einundzwanzig Leute leben in diesem isolierten Haus, das in einem landwirtschaftlichem Gebiet des Gaza-Viertels Zeitoun liegt. Fünf dieser Leute wurden durch den Anschlag verletzt: Zwei Frauen in ihren Achtzigern (seine Mutter und seine Tante), sein 14-jähriger Sohn, seine 13-jährige Nichte und sein 10-jähriger Neffe.
Mein genereller Eindruck von der Veranstaltung der Demonstrantion in Hannover am Samstag war sehr gut. Das ganze hat rechtzeitig angefangen, auch wenn am Anfang nicht alle Demonstranten dabei waren. Das hatte den Vorteil, dass man nicht zu lange im kalten Winter stehen musste. Trotzdem blieb genügend Zeit für einige Aufnahmen.
Just a few days ago David over at Dialoginternational put the question out, if the Obama-election would put out the antiamericamism in Europe. He specially has a look at the European (German) left, which seems mostly high on Obamania ((everybody seems to have forgotten this term)). For starters he characterizes the current resentment of American policies rightly:
Yes, there has always been a current of anti-Americanism in Europe, but intensity over the past years had more to do with disastrous policies of the Bush administration than with some innate animosity towards America. Now that the Bush era has come to an end and Americans voted by a large margin for an African-American with progressive policies, will we find a more positive image of America in Germany – even among the German left?
Nachdem Kathrin nun das Buch durchgelesen hat und eine Rezension soweit abgearbeitet hat, darf ich mir das Buch “Warum tötest du, Zaid” von Jürgen Todenhöfer schnappen und habe die ersten paar Seiten gelesen. Noch bin ich mitten in der Geschichte vom jungen Iraker Zaid und wie ihn Herr Todenhöfer im Irak trifft und zum Interviewtwerden bewegt.
Der junge Zaid ist Widerstandskämpfer im Irak – und nicht Terrorist! Diese Unterscheidung ist eigentlich trivial, denn bei einer Besatzung wird es immer Freiheitskämpfer geben und daneben gibt es heutzutage politisch gesondert motivierte Terroristen, die im Falle des Iraks sogar zum größten Teil aus dem Ausland kommen. Es ist trotzdem beruhigend, dass der Author auch diesen Aspekt nicht unerwähnt lässt, da sich bei einigen Zeitgenossen der Eindruck erhärtet hat ((auf der Grundlage der gängigen Berichterstattung)), dass alle Gegner der US-Politik per se Terroristen sind.
The Daily Show erinnert US-Amerikaner wieder an den Irak.
Zitate:
You’re talking about Al-Qaida like it’s a brand!
Dann, die Bewerbungstipps zum Al-Qaida-Job:
Step Two, make you Interview an Interv-You. … Don’t be afraid to open up. Who are some of your favorite scapegoats. And don’t just say ‘the Jews’! That’s like saying your favorite hobby is reading.. Be specific: Sunnis, Shiites, Kite runners, people who just happen to be outside..
Spewing hate, a preference for a strong führer leader and ever calling for more military/police/guards/bombs as if they would solve everything – is there any difference between Rudy Giuliani’s concept of America and Fascism in its purest form?
Right-wingers in US, British and German politics have to deal with trouble ahead. While the ‘coalition of the willing’ was and seems to still be unable to win the hearts and minds of Arab people ((‘how could they win their hearts and minds, when they leave their hearts at one place and their minds at another.. (i think this is a quote by Volker Pispers) )), it seems their main foe, Iran, is doing quite a good job. The Iran had captured 15 british soldiers, which it said were sailing in it’s own territories. Two days ago, in a surprising move, the Iranian president Mahmoud Ahmadinejad had the 15 soldiers released. Now, it seems that Iran has reached the hearts and minds of many Westerners by doing that.
Let’s admit it. The USA is drifting and going mad while at it. One would think that in sight of the disaster that resulted from their attack on Iraq, they would pause and think for a second. But that’s not about to happen. While the world is puzzling over which of Iran or Syria would be the next target of another US-led invasion peace-bringing effort, the USA has started to openly attack Somalia in an effort to – as the US-Administration says – get rid of Al-Qaeda-Militants. ((it should be noted, that the ICU, whom the US accuses of harboring Terrorists at least doesn’t openly support Terrorism and denounces Ussama Bin-Laden’s Al-Qaeda and the Taliban, although Al-Qaeda Operative Al-Sawahiri was quoted as saying Somalia is the ‘next battleground’.))
For the US-Administration it seems to be clear, who is good and who is evil in this part of the world – or any other part really. More frightening is the aspect of non-negotiation that the US-Administration seems to have taken as a credo. Everyone opposing the US has to be a terrorist, who’s only goal is to destroy the “free world” and abandon freedom in general. And every single one of those has to die or he will pose a threat to the US.
Zu Anfang des Irakkriegs hat sich die US-Administration eine neue Art der medialen Kriegsführung ausgedacht, die darin besteht, Journalisten in die Armee einzubetten. Für die Reporter ist das die denkbar beste Möglichkeit zeitnah und vor allem relativ ungefährlich an brisante Informationen heranzukommen und sie dem gierigen Volk zuhause zu präsentieren.
Neben der Berichterstattung über den anhaltenden Krieg ist die Befragung einzelner Soldaten sicherlich ein Element des Medienwirkens gewesen, der Zuschauer angelockt hat – schließlich will sich jeder mit den Soldaten an der Front solidarisieren, wenn nicht gar identifizieren.