Ein Youtube-Video ruft dazu auf, dass man für eine Moschee in Hannover spenden soll. Genauer gesagt soll ein Gebäude in der Kornstr. 25 in der Nordstadt aufgekauft werden, um es als Gebetsräumlichkeiten für Muslime zu nutzen. Das Gebäude wird derzeit auch schon als Moschee benutzt und das Video wurde in den Räumlichkeiten gedreht. Der Aufruf kommt von Pierre Vogel, der vor Kurzem wohl einen Vortrag in der Moschee gehalten hat. 60.000 € – das ist der Restbetrag, der eingesammelt wird – sollen innerhalb von 14 Tagen zusammen kommen. Den Gesamtbetrag nennt Pierre Vogel nicht, allerdings habe ich gehört, dass sich dieser auf etwa 300.000 € beläuft ((Diese “Information” ist in keinster Weise fundiert. Bitte nicht weiterzitieren.)).
Als Grund, warum nun ausgerechnet dieser Moschee das rare Geld für gute Zwecke ((Man frage einfach mal bei den Hilfsorganisationen nach..)) zukommen soll, nennt Pierre Vogel im Video lediglich die Behauptung, dass ansonsten “evangelikale Christen” das Gebäude kaufen würden. Hier sind vier Gründe, warum man hoffen sollte, dass das Geld nicht zusammen kommen sollte und warum man selbst sein Geld nicht darin verschwenden sollte.
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Es ist wieder diese Zeit im Jahr gekommen. Wenn vernünftige Muslime ihren Haushalt langsam auf wenig voluminöse aber dafür zucker- und eiweißreiche Lebensmittel ändern, andere einfach nur Lebensmittel aufstocken, wenn einige sich körperlich durch vereinzelte Fastentage auf eine längere Fastenzeit vorbereiten, wieder andere sich mental durch Lektüre auf die Fragerei vorbereiten, wenn der Prediger den willigen Zuhörern einbläut, sie müssten jetzt wieder mehr beten, wenn Wochenenden für Einladungen bei Freunden und Familie verplant werden, wenn Essenspläne in Moscheen gemacht werden, dann weiß man: Im Hijri-Jahr befindet man sich im Monat Sha’aban und der Ramadan steht kurz bevor.
Dazu gehört die Anschaffung “fremder Imam”!
Diese Nachricht muss nicht kommentiert werden, deshalb übersetze ich sie einfach! Sie beweist, dass es an Ausreden, um Muslime fies zu behandeln nie mangeln wird.. Irgend etwas wird einem schon einfallen
Italien: Moscheen müssen Israel anerkennen
Italien könnte seine diskriminierenden Praktiken zu neuen Höhen bringen, indem es nach Richtlinien ruft, die Moscheevorstände verpflichten, Israel anzuerkennen oder zu kündigen.
Es muss etwas getan werden, sodass Moscheevorstände Israel anerkennen, sagte Europaminister Andrea Rochi.
Wir müssen diejenigen zwingen die Moscheen zu verlassen, die Israel nicht anerkennen, sagte er laut der Nachrichtenagentur Il Tempo.
Nach der kritischen Islamkonferenz in Köln findet dort auch die “Anti-Islam-Konferenz” statt. Dazu aufgerufen hat das rechtsradikale Pack “Pro-Köln” mit Unterstützung von “Pro-NRW” und anderen “Pro-”-Vereinen, die eigentlich nur ständig “anti” sind.
Durch diesen Aufruf wurden allerdings Gegenrufe induziert, die nun erfreulicher weise lauter weit stärker sind, als der eigentliche Aufruf. Das ist bestimmt nicht das, was die islamophoben Pro-Radikalinskis beabsichtigt hatten, allerdings bin ich ihnen trotzdem dankbar. Nicht zuletzt liefern sie genügend Stoff zum Ablachen.
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Gestern und heute fand die “Kritische Islamkonferenz 2008″ mit dem Titel “Aufklären statt verschleiern!” in Köln statt. Veranstalter war der “Zentralrat der Ex-Muslime e.V.” zusammen mit anderen Organisationen. Eine Abschlusserklärung, die schon vorher fertig sein musste, steht bereits online. Die darin verfassten Ansichten beinhalten keine Überraschungen:
Islam ist demnach – das scheinen die werten Damen und Herren durch langjährige Studie und entgegen ihrer eigenen Hypothesen bewiesen bekommen zu haben – “eine Politreligion mit Doppelgesicht, eine religiös überhöhte, vormoderne Vorschriftenlehre, die sämtliche gesellschaftlichen Bereiche zu regulieren beansprucht und die der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen entgegensteht”.
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Der Zentralrat der Juden hat indirekt den Rücktritt der Bundesentwicklungsministerin gefordert.
Zentralratsvize Dieter Graumann forderte die SPD auf, die Besetzung des Ministerpostens zu überdenken: «Angesichts der erfreulichen Solidarität in der Bundesregierung für die Verteidigungshaltung der israelischen Regierung, sollte der Parteivorsitzende der SPD, Ministerpräsident Kurt Beck sich überlegen, ob eine solche Entwicklungshilfeministerin im Namen der Sozialdemokraten noch tragbar ist.»
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Noch immer werden Muslime sowohl in Europa als auch in den USA als Fremde gesehen. Der Status der Migrantenreligion haftet dem Islam etwa in Deutschland an, wo die Mehrheit der Muslime türkischer Herkunft sind, aber eben nicht unbedingt im Ausland geboren und aufgewachsen sind. Erst letztens hat die hannoversche Landesbischöfin Frau Margot Käßmann im FR-Interview folgenden markanten Satz gebracht:
Wir sagen immer, bei uns ist Christus zu Hause und Allah zu Gast.
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Gerade bin ich (Gott sei Dank) wohl behalten zuhause angekommen. Ich versuche mich in einer schnellen Zusammenfassung des heutigen Teils der Tagung “Islam in den Medien”.
Update: Offensichtlich hat Henner Kirchner auch Zeit gefunden, über den heutigen Tag zu schreiben: Tagung in Loccum – „Islam in den Medien“
Das Programm sah vor, dass zunächst die Pressesprecher von drei islamischen Organisationen zu Worte kommen, um ihre Erfahrungen zu schildern und auf Probleme (aus ihrer Sicht) hinzudeuten. Danach durften einige Medienvertreter zu Worte kommen, um mögliche Probleme im Umgang mit “dem Islam” als Nachrichtenthema zu schildern und einige Randnoten zu geben. Zum Schluss sollte Dr. Schiffer einige Fragen aufwerfen, die sich aus medienanalytischer Sicht im Anschluss an den sog. Karikaturenstreits ergeben. Dieser letzte Punkt wurde auf Wunsch von einigen Teilnehmern nach hinten verschoben, um dem Eröffnungsspiel Deutschland – Costa Rica Platz zu geben.
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Ab heute und bis Sonntag findet eine Tagung zum Thema “Islam in den Medien – Für eine Kultur des Dialogs jenseits des Karikaturenstreits” in der evangelischen Akademie Loccum statt. Referenten sind u.a. Mounir Azzaoui vom Zentralrat der Muslime in Deutschland, Selma Öztürk für die Schura Niedersachsen e.V., Dr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung, Henner Kirchner von der Uni Gießen, sowie Christoph Schultheis vom Bildblog. Im Programm finden sich recht interessante Beiträge.
Da ich teilnehmen werde, werde ich höchstwahrscheinlich über das Wochenende nicht sehr viel schreiben können. Ich hoffe aber danach mit frischen Themen diesbezüglich wiederzukommen.
Appell der atomkritischen Ärzteorganisation ((Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges)) IPPNW auf ihrem internationalen Kongress “Zeitbombe Atomenergie. 20 Jahre Tschernobyl” vom 09. April 2006 an die Bundesregierung, die Fraktionen und die Abgeordneten des deutschen Bundestages zur Verhinderung eines Krieges gegen den Iran:
Wir sind im höchsten Maß beunruhigt über die Absicht der Vereinigten Staaten, gegen Iran einen Luftkrieg führen zu wollen, an dem auch die Bundesrepublik Deutschland direkt oder indirekt beteiligt sein wird. Viele Indizien untermauern unsere Befürchtung: Vor allem die Ablehnung des russischen Kompromissvorschlages durch die USA am 07. März, obwohl Irans Regierung diesem Vorschlag nach schwieriger interner Abstimmung zugestimmt hatte (s. Anlage). Der Artikel von Seymour Hersh in der Zeitschrift “The New Yorker” über die aktuellen Planungen der USA für ein Bombardement des Iran, einschließlich des Einsatzes von Atombomben, alarmiert uns zusätzlich.
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Transparency International im Clinch mit Weblogs
Die Geschichte ist bekannt, nur für diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: Die Bloggerin erhält eine Email von einer juristischen Vertretung der Organisation Transparency International, (lange) nachdem sie eine Darstellung über eine Entlassung bei Transparency International veröffentlicht hatte. Letztere behaupten, dass die Darstellung nicht den Tatsachen entspricht (eine Gegendarstellung ihrerseits sucht man vergeblich) und dass die Bloggerin gefälligst den Text verschwinden lassen sollte – und das bitte schön bis Sonntag (“damit auch ja kein Anwalt mehr eingeschaltet wird…”). Was hat das alles mit der Vogelgrippe zu tun? Read on my dear.
Gerade gefunden:
Regionalgruppentreffen Niedersachsen
Die Regionalgruppe [Transparency International] Niedersachsen lädt zu ihrem 4. Treffen ein für Freitag, 13. Januar 2006 in Hannover von 17 bis 19 Uhr im Hotel “Loccumer Hof”: Kurt-Schumacher-Straße 14/16 (Tel 0511 12640); Nähe Hbf; Raum: “Luthers Lesekemenate”; begrenzt Parkmöglichkeit nach tel. Vorklärung.
“All right, that’s it! No more Mr. Nice Gaius!” Doctor Gaius Baltar in der TV-Serie Battlestar Galactica
Oftmals beschweren sich Muslime und islamische Organisationen darüber, dass sie in Medien nur dann Aufmerksamkeit geniessen, wenn sie für negative Schlagzeilen ihren Kopf hinhalten müssen. Gute Nachrichten werden nicht aufgegriffen und schnell entsteht daraus der Vorwurf, dass “die Medien” Muslimen nicht gutgesinnt sind.
Zwei islamische Organisationen, die “Islamic Social Services Association, Inc” (ISSA) und “Women in Islam, Inc” haben mit der Unterstützung von fünf grossen amerikanischen und kanadischen islamischen Dachverbänden und Organisationen ein Informationsblatt für Moscheevereine herausgebracht, das darauf drängt, muslimischen Frauen den Zugang zur Arbeit in Moscheen nicht länger zu verweigern. [1,2] Dazu gehört auch die Möglichkeit, dass Frauen in führende Positionen oder Positionen mit besonderer Verantwortung gewählt werden können.
In letzter Zeit melden sich endlich vermehrt Muslime – seien es Privatpersonen oder Organisationen – zu Wort und geben ziemlich offen ihre Stellungnahmen ab. Leider nehmen das die meisten Medien immer noch nicht wahr, aber der Ansatz kann nur als gut bezeichnet werden.
Hohe Erwartungen werden an die islamischen Organisationen in Deutschland gestellt – von den verschiedensten Seiten! Die Organisationen, deren zukünftiges Handeln entscheidend sein wird für den längerfristigen Aufenthalt von Muslimen als Teil und ihrer Normalisierung in der deutschen Gesellschaft sind nun immer öfter gefragt.
Gestern fand das fünfzigjährige Jubiläum der Deutschen Muslim Liga e.V. in Hamburg statt. Zunächst einmal sollte man sich das auf der Zunge zergehen lassen: fünzigjähriges Jubiläum der Muslime in Deutschland! Wer also noch meint, Islam sei ein Fremdling im deutschen Raum, der weiss sicherlich nicht, wovon er spricht!