Das war ein schöner Abschluss meines heutigen Tages: Merkels Nichtantwort auf die berechtigte Frage eines niederländischen Journalisten:
“Frau Merkel, [...] Sie reden heute ziemlich viel über Geld, über Finanzen auch, der Bundesrepublik Deutschland und wollen Sie das Finanzministerium besetzen mit einer Person, der öffentlich beteuert hat im deutschen Bundestag, dass er einen Waffenhändler ‘nur’ einmal getroffen hat und dabei vergessen hat, dass auch noch 100.000 DM von ihm angenommen hat. Also, wie können Sie so eine Person als sehr kompetent schätzen, um [ihm] sozusagen die Finanzen dieses Landes [anzuvertrauen]?”
Update: Telefonat mit dem Reporter
Update: Der Reporter Rob Savelberg hat seine eigene Übersetzung gepostet und jetzt gibt es ein Interview mit ihm in der “Berliner Morgenpost”
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Fünfzehn Journalisten haben siebzehn Thesen zum Funktionieren von Journalismus im Medium Internet veröffentlicht. Hier sind sie zusammengefasst:
- Das Internet ist anders.
- Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.
- Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.
- Die Freiheit des Internet ist unantastbar.
- Das Internet ist der Sieg der Information.
- Das Internet
verändert verbessert den Journalismus.
- Das Netz verlangt Vernetzung.
- Links lohnen, Zitate zieren.
- Das Internet ist der neue Ort für den politischen Diskurs.
- Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit.
- Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information.
- Tradition ist kein Geschäftsmodell.
- Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.
- Das Internet kennt viele Währungen.
- Was im Netz ist, bleibt im Netz.
- Qualität bleibt die wichtigste Qualität.
- Alle für alle.
Jetzt, wo ich mehr drüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich einigen Aussagen – die sehr optimisitisch auf das Internet schauen – nicht ganz zustimmen würde…
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Dass nun auch in Deutschland über die Ethik der Nutzung von Twitter und Konsorten im Rahmen von offiziellen Anlässen und Parlamentssitzungen diskutiert wird, deutet wieder einmal auf eine zeitverschobene Übertragung diverser Diskurse aus den USA hin. Ich bin persönlich der Meinung, dass die Diskussion im Parlament nur wenig zu suchen hat und dass es kein großes Problem darstellt, wenn Menschen während, vor einer offiziellen Ankündigung oder ihr zuvor kommend die Ereignisse kommentieren (und ich bin absolut kein Twitter-Versteher!).