Too Much Cookies Network

DNA-asiatische Kindstöterin noch nicht gefasst

Mittwoch, 16. April 2008, 10:30 Uhr

Anders deutsch kommentiert den taz-artikel “Tätersuche in sprachlosen Communitys“. Ein herrlicher Artikel, der die Wirren und Ungereimtheiten vieler Medienberichte herausstellt. Da ist die Rede von DNA-Asiatinnen, Kindstöterinnen und deren obligatorische professionelle Vertreter - sofern sie Migranten sind, da diese eher zu Sprachlosigkeit neigen - und von der Schnittmenge zwischen “Muslimen” - die sich per se einer strengen Hierarchie unterordnen - und Asiaten, deren Töchter keine Freiräume haben. Lesebefehl!! Am besten laut vorlesen..

“Vielleicht konnte die Mutter des toten Babys kein Deutsch und hatte nie von einer Babyklappe gehört?“ (taz)

Das kann schon sein, dass sei kein Deutsch konnte. Es kann auch sein, dass sie nichts von einer Babyklappe wusste. So wie viele andere Frauen in Deutschland. Wie kommt es zu genau dieser Vermutung? Warum werden gerade Sprachschwierigkeiten als Grund für den Tod des Kindes ins Spiel gebracht?


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Killerspiele vs. Spielekiller - Teil 1

Donnerstag, 23. November 2006, 2:05 Uhr

Simulation einer Sabine-Christiansen-Show zum aktuellen Thema: Der Mörder von Emsdetten

Scholl-Latour: Wenn ich mich meiner zahlreichen Reisen nach Emsdetten entsinne, also, wissen Sie, Frau Christiansen, da kann ich nur sagen: Emsdetten - das ist überall!

Josef Kraus (schüttelt heftig den Kopf): Es ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, mehr Interesse am Mitmenschen zu praktizieren.

Scholl-Latour: Denunziant! Dilettant! Unkulturist!

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Presse und die Wirklichkeit

Dienstag, 3. Januar 2006, 2:47 Uhr

Allen Lesern möchte ich einen tollen Artikel von Ignaz Wrobel (alias Kurt Tucholsky) in der taz unter der Überschrift Presse und Realität empfehlen. Darin beschreibt er u.a. den Unterschied zwischen der Realität und dem, was wir in den Zeitungen lesen.

Es gibt in diesem Artikel so viele Rosinen, da weiss man nicht, welche man rauspicken sollte. Am liebsten würde ich den ganzen Artikel hier wiedergeben, aber das würde zuweit gehen..

Der Redakteur bekommt mit der Zeit den Größenwahn. Besonders der beschränkte, der nicht sieht, daß er nur Handwerkszeug Größerer, hinter ihm Stehender ist. Er hat im Laufe der Jahre gelernt, daß das, was er nicht drucken läßt, für Hunderttausende nicht existiert - daß das, was er den Leuten mit der Papageientaktik in die Köpfe lärmt, für sie im Mittelpunkt der Erde steht. Er wird also immer mehr auf die Wirkung als auf die Wirklichkeit sehen.

Der Leser vertraut der Presse blind, weil ihn seine Zeitung ja nicht über sein eigenes Wesen aufklärt und weil eine andre Einwirkung auf die Öffentlichkeit gegen die Presse nur sehr, sehr schwer ist. Die Wirkung auf den Leser wird in fast allen Fällen die gewünschte sein. Das Korrektiv mehrerer Zeitungen leisten sich außer den Fachleuten nur wenig Menschen - und so entsteht ein Weltbild, wie es entstehen soll, nicht, wie es ist.

Gehen. Lesen! [via pickings.de]


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Seit November 2004 berichtet 'Too Much Cookies Network' live und radikal aus der Parallelgesellschaft. Die Themenwahl ist willkürlich, der Sprachstil filigran und der Gegner unklar. Zum Netzwerk gehören weiterhin folgende Seiten: