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Christliches Verständnis

Freitag, 6. Juli 2007, 0:32 Uhr

Zwei kurze Kommentare:

Christliches Dialogverständnis

Solche Wortschöpfungen wie “Kuscheldialog” sind nicht nur flauschig-lustige Wortschöpfungen, sondern drücken mehr oder weniger gewunden aus, wie der christliche Partner den Dialog versteht: Nämlich als mehr oder weniger heftigen Vorhalt, dass der andere Partner eigentlich so denken und reden müsste wie mann selbst, wäre der andere nur endlich selbst zum rechten Christenmenschen geworden, statt immer noch - und wider besseres Wissen - Muslim oder Jude oder von mir aus auch Gummibärchen zu bleiben. Für Frauen gelten da übrigens gerade wegen des emanzipativen Gehalts christlicher Religion verschärfte Bedingungen, das nur nebenbei.


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Ronald Pofalla in denial

Montag, 20. November 2006, 18:05 Uhr

Es sind nun mehr als zwei Wochen seit meiner letzten Email den CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla vergangen und etwa ein Monat seit der ersten Email vergangen - und bisher habe ich keine Antwort erhalten, außer der, in der ein Mitarbeiter im Büro von Herrn Pofalla sich um das Thema des Briefs herumdrückt.

In der Zwischenzeit hat ein weiterer Blogger eine Email an Herrn Pofalla verfasst, von der ich aber nicht weiß, ob sie tatsächlich abgeschickt wurde. Am Telefon hat mir auf Nachfragen heute ein Sekretär von Herrn Pofalla mitgeteilt, dass sie die Anweisung hätten, keine “Brieffreundschaften” zu schließen ((was durchaus verständlich ist, auch wenn es ein Problem der parlamentarischen Demokratie nach Deutschland darstellt, aber das nur nebenbei)) und dass Herr Pofalla eine einmal abgegebene Aussage nicht so schnell revidiert. Ein direktes Gespräch mit dem Abgeordneten ist scheinbar nicht möglich. Übrig bleibt für mich nach der fehlenden Gesprächsbereitschaft der Eindruck, dass Herr Pofalla mit seiner Aussage in der “BILD am Sonntag” nur gegen eine Religionsgemeinschaft hetzen wollte - eben ein “moderner Dialog”! (Schade!)

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Meine Antwort an Herrn Pofalla

Donnerstag, 19. Oktober 2006, 4:36 Uhr

Sehr geehrter Herr Pofalla,

ich möchte mich zunächst einmal für Ihre Antwort bedanken, vor allem da ich mir vorstellen kann, wie wenig Zeit Sie als Abgeordneter im Bundestag haben, um nebenher Emails zu beantworten.

Weiterhin unterstütze ich den Gedanken - den eigenen Standpunkt zu vertreten - und glaube, dass nur so ein ernsthafter und fruchtbarer Dialog stattfinden kann. Wenn Sie als gläubiger Christ einen bestimmten Standpunkt aus dem Christentum (und aus der deutschen Kultur) ableiten, dann ist das nicht nur Ihr gutes Recht, sondern meines Erachtens auch eine gute Grundlage für ein Gespräch.

Gleichzeitig glaube ich, dass eine Lagerhaltung, wie sie in Ihren Aussagen erkennbar wird - hier die deutsch-christliche Leitkultur, dort die islamische Einwandererkultur - weder realistisch noch dialogfördernd ist. Das hängt einerseits damit zusammen, dass ein großer Teil der eingeborenen (oder abstämmigen) Deutschen eine Leitkultur, wie sie von der CDU im Allgemeinen vorgeschlagen wird, für sich ablehnen und viele eine Rückbesinnung auf christliche Werte nicht wollen (ganz ohne Bewertung meinerseits).

Dies ist eine Antwort auf die Email von Herrn Ronald Pofalla. weiterlesen..


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Antwort-Email von Ronald Pofalla

Donnerstag, 19. Oktober 2006, 2:54 Uhr

Ich hatte vor einigen Tagen eine Email an Herrn Pofalla (CDU-Generalsekretär) geschrieben, der hier einsehbar ist. Nun hat mich die Antwort erreicht, die ich wie versprochen an dieser Stelle gleichberechtigt veröffentliche:

Sehr geehrter Herr Abo-Namous,

vielen Dank für Ihre E-Mail, die ich mit Interesse gelesen habe.

„Der viel geforderte Dialog zwischen den Kulturen setzt zuerst den eigenen Standpunkt voraus – und den müssen wir wieder vertreten“, sagte der Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert Lammert, zur Forderung nach einer neuen Debatte über Leitkultur und Patriotismus. Genau dies habe ich versucht, mit meinem Beitrag deutlich zu machen.

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Religion und Gewalt; Offener Brief An Ronald Pofalla

Dienstag, 10. Oktober 2006, 1:09 Uhr

Sehr geehrter Generalsekretär Pofalla,

in verschiedenen Zeitungsberichten wird Ihr Beitrag in der “Bild am Sonntag” vom 1.10.2006 mit folgenden Worten zitiert:

Das Problem religiös motivierter Gewalt ist heute fast ausschließlich ein Problem des Islam.

Richtig wäre gewesen

Das Problem religiös motivierter Gewalt wird heute fast ausschließlich als ein Problem des Islams dargestellt.

Da ich nicht den Apologeten zu spielen vorhabe, möchte ich Ihnen zum Teil zustimmen: Ein Teil der Muslime ((eben der gewalttätige Teil)) muss lernen, mit der Gewalt umzugehen und sie zu zügeln und Konflikte diplomatischer zu lösen.

Aber daß “religiös motivierte” Gewalt fast ausschließlich ein Problem des Islams ist, kann man nicht so stehen lassen, wenn man sich die heutige Welt einmal unverfärbt anschaut. Ich werde Ihnen einige Vorfälle auflisten, deren Bewertung (mit dem selben Mass mit dem Sie die Probleme des Islams bewerten) dazu führen kann, dass man das selbe Gewaltproblem etwa beim Christentum sehen kann. Dies ist ohne Probleme auf andere Religionen anwendbar sowie auf areligiöse Gruppen.

Offener Brief an Herrn Ronald Pofalla weiterlesen…


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