Patrik Brinkmann liefert eine Karikatur der Pro-Bewegung…
Wollte nicht Patrik Brinkmann der Pro-Bewegung helfen? Sieht so Hilfe aus? Das ist doch lächerlich!
Wollte nicht Patrik Brinkmann der Pro-Bewegung helfen? Sieht so Hilfe aus? Das ist doch lächerlich!
Innenminister Uwe Schünemann bekräftigt im Landtag: Muslime sind selbst schuld, wenn sie verprügelt werden, da sie ja auch hätten “deutscher” sein können. Wenn sie sich aber dagegen entscheiden, dann kann man ihnen nicht mehr weiterhelfen! Dem pflichtet die Autorin Barbara Sichtermann bei, stellt aber klar: es liegt nicht am Islam, sondern an den ach-so rückständigen Muslimen! Wir müssen Rückständigkeit bekämpfen. Vorschlag zur Güte: Eine Inquisition gegen die Rückständigkeit!
Günter Wallraff hat sich wieder verkleidet – diesmal als Schwarzer maskiert – und war unterwegs. Während ich mir den Artikel bei der Zeit durchlas, dachte ich erst “cool!” und dann “eigentlich weiß ich das doch alles schon”. All das kann man bei jedem zweiten Migranten erfahren. Was macht die Erzählung von Günter Wallraff so viel [...]
Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden Stephan Kramer hat die Aussagen von Thilo Sarrazin ins richtige Licht gerückt, auch wenn das nur mit plakativen Vergleichen gemacht werden konnte. Er wird mit den folgenden Worten zitiert:
Ich habe den Eindruck, dass Herr Sarrazin mit seinen Äußerungen, mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler wirklich eine große Ehre macht, so wie er es formuliert … Er steht in geistiger Reihe mit den Herren.
Womit er recht hat, auch wenn er nun selbst angegangen wird!
Zwei HAZ-Artikel beschreiben einen Angriff rechtsextremer Schläger auf zwei “Farbige” (gemeint sind wohl dunkelhäutige, nicht irgendwie krankhaft bunte) in der Straßenbahn Hannovers am Freitag.
Zunächst pöbelten sie die beiden Mitreisenden an. Es entwickelte sich ein heftiger Streit, in dessen Verlauf einer der Männer einem Angreifer einen Kopfstoß versetzte. Daraufhin zog das Trio die Waffen hervor und jagte die beiden Opfer durch die Bahn. [...] Am Steintor sprangen sie aus der Bahn und flüchteten. Auch die Rechtsextremisten verließen die Linie 5, brüllten ausländerfeindliche Parolen und zeigten mit erhobenem Arm den sogenannten Hitlergruß. Die Polizei, die von Zeugen alarmiert worden war, nahm zwei der Täter in der Nähe der Haltestelle fest. Der dritte Mann konnte entkommen, ist aber namentlich bekannt.
Als linke Journalistin weiß Nicola Liebert: Sie ist genauso über jeden Zweifel des Rassismus erhaben wie die Grünen mit ihrer überhauptnichtrassistischen oder -sexistischen Reduktion einer schwarzen Frau auf ihre Sexualität. Ohnehin ist es nur dann “ganz und gar widerwärtig, wenn Ausländerhasser und Rechte im Allgemeinen Kopftuch und Burka als angeblich ostentativ religiöse Symbole für ihre Zwecke funktionalisieren”. Nein, Frau Liebert möchte lediglich Toleranz auch für sich einfordern, diese Toleranz “beinhaltet etwa, dass ich in einer Gesellschaft leben möchte, die das humanistische Grundprinzip der Gleichberechtigung anerkennt”.
Was heißt das genau?
Ramadan Mubarak. Ich wünsche allen einen gesegneten Ramadan. Mein Trick für extern-praktischen Teil des sommerliche Fastens: Prozessoren werden bei Überhitzung gestuft heruntergefahren, um eine weitere Hitzeansammlung zu vermeiden. Das können Menschen auch. Nehmt euch also ruhig Zeit mit dem Gehen, dem Tippen und vor allem dem Reden. Meiner Erfahrung nach beansprucht oftmals vor allem das Reden bei entsprechender Aufregung recht viel Energie und führt zudem zu Überhitzung. Also, einen Gang runterschalten und die Ruhe ausstrahlen ((ich weiß, im Auto müsste man für dieselbe Geschwindigkeit einen Gang hochschalten, um Ruhe auszustrahlen, aber das ignorieren wir mal…)) – das wird einem die Umwelt danken.
Die USA haben einen schwarzen Präsidenten, schwarze Gouverneure, Senatoren und Bürgermeister. Afroamerikaner müssen u.A. nicht mehr hinten in den Bussen sitzen und können dieselben WCs aufsuchen, wie die Weißen. Die Rassentrennung gibt es seit mehr als vierzig Jahren offiziell nicht mehr. Das gilt allerdings nicht für den Valley-Swimclub außerhalb von Philadelphia. Vor ein paar Tagen wurden alle schwarzen Kinder aus dem Schwimmbad geworfen – mit der Begründung: Diese Hautfarbe – so wörtlich – sollte im privaten Club nicht dominieren.

Claus Ludwig berichtet von einem weiteren misslungenen Versuch “Pro-Kölns”, eine populäre Demonstration gegen die Islamisierung Deutschlands, dem gutmenschlichen Miteinander, der Entweißefizierung der arischen Rasse oder irgend so etwas zu organisieren. Dieses ist ebenso wie die vorherigen zwei “Anti-Islam-Kongresse” ziemlich in die Hose gegangen. Knapp hundert bekannte Teilnehmer waren am Roncalliplatz in Köln anwesend und wurden durch diverse Aktivitäten der Gegendemonstranten gestört.
Die “Bürgerbewegung” hat nicht das Potenzial, die Bürger zu bewegen. Auf den Kundgebungen tummeln sich immer die gleichen 50 Anhänger von “Pro Köln”, manchmal ergänzt durch Leute von “Pro NRW” oder von den Verbündeten aus Belgien und Österreich. Dabei handelt es sich überwiegend um Rentner, dazu kommen einige jugendliche Möchtegern-Schlägertypen.
Eiken Bruhn kommentiert in der taz Bremen eine Erklärung der Bremer Muslime zum Mord an Marwa El-Sherbini und bedient mit einer offensichtlichen Falschzitierung der Erklärung islamfeindliche Rassisten. Gleichzeitig bestätigt er Vorurteile, die viele Muslime über “die Medien” haben..
Hilal Sezgin schreibt in der taz über das “Das reine deutsche Gewissen”..
Islamophobie ist kein Privatvergnügen scheinbar überempfindlicher Muslime, kein Privileg, das sie gegenüber der Mehrheitsgesellschaft ausspielen wollen. Genauso wenig wie die anderen “Ismen”: Der Vorwurf des Antisemitismus ist nicht etwa eine hinterhältige Waffe der Juden, sondern der Hinweis darauf, dass jemand anders die Waffe auf sie gerichtet hat. Frauen machen nicht auf berufliche Benachteiligungen aufmerksam, um den Kollegen die Stimmung zu verderben, sondern weil ihnen selbst die Stimmung am Arbeitsplatz bereits verdorben ist. Natürlich kann man alles missbrauchen. [...]
“BILD-Online” betitelt “Zerstört Israel noch diesen Sommer Irans Atomanlagen?”. Der Text liest sich wie ein Plädoyer für den Erstschlag – nur argumentativ auf der Ebene der Blöd-Zeitung halt.
Was plant der Irre von Teheran, Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad?
Denen, die nur die BILD-Zeitung lesen, müsste der Iran schon fast wie Nazi-Deutschland vorkommen.
Die rechtsextreme Gruppierung “Pro Hannover” hatte schon letztes Jahr einen “Tag der Freiheit” organisiert. Gekommen war dann keiner. Jedenfall stand auf dem Internetauftritt der Gruppe, dass nur Gruppenmitglieder anwesend waren. Auch dieses Jahr sind sie wieder am Planen und Veranstalten. Ort der Versammlung ist geheim und wird nur nach emailtechnischer Rücksprache verraten. Vielleicht melde ich mich ja einfach mal an, um zu schauen, wie sie darau reagieren.. Ich würde dann natürlich einen urdeutschen Namen wählen.. Andererseits wäre es sogar noch einfacher jemanden hinzuschicken, den ich kenne, der weder seinen Namen noch sein Aussehen verändern muss, um bei einer solchen Veranstaltung anwesend sein zu dürfen..
Nachdem die Demonstration der Rechtsextremen am 1. Mai gescheitert war, planen Rechtsextreme wieder eine Demonstration in Hannover und zwar am 12. September. Angemeldet hatte die Demonstraiton der Landesvorsitzende der NPD, Adolf Dammann, der mit etwa 300 Teilnehmern rechnet. Ein breites Bündnis in Hannover erwägt die Möglichkeit und Notwendigkeit einer Gegenveranstaltung.
Die heutige Artikelübersicht befasst sich mit historischen Themen, innerer Sicherheit und ihren Auswirkungen, Auslandspolitik und Rassismus. Ich möchte versuchen, jeden zweiten Tag eine solche Übersicht zu erstellen. Bei Interesse gerne auch kommentieren..
Ethnisches Profiling diene eher dazu, der Öffentlichkeit Aktivität vorzutäuschen, als Kriminalität angemessen zu bekämpfen oder vorzubeugen. So seien Attentäter, die im Juli 2005 in der Londoner U-Bahn 52 Menschen und sich selbst töteten, zwar vorher ins Visier des Geheimdienstes geraten, aber keiner weiteren Sicherheitsüberprüfung unterzogen worden.
heise.de. Ob sich Herr Schünemann so etwas durchliest??
Es war schon eine schöne Veranstaltung, die hier in Hannover durchgeführt wurde. Am Freitag, den 1. Mai haben sich zwischen 15.000 und 20.000 Menschen auf dem Klagesmarkt versammelt, um neben den alljährlichen Demonstrationen und Kundgebungen gegen wirtschaftliche Ausbeutung und für stärkere Arbeitnehmerrechte auch gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu kämpfen. Verschiedenste Organisationen von den Gewerkschaften, über Migrantenorganisationen, Kirchen, Stadtverwaltung, Stadtteilvertretungen, politischen Parteien, Hochschulen, (teils spontanen) Künstlervereinigungen usw. usf. nahmen am “Fest der Demokratie” teil.
Es war sehr gut, dass man nicht nur auf das Verbot oder die Einengung der Demonstration hingearbeitet hat, sondern sich inhaltlich damit auseinandergesetzt hat und durch das demonstrative Zusammensein gezeigt hat, wer “das Volk” ist und wer sich in der Minderheit befindet – ein Eigenschaft, die sich der rechte Rand – durch eine verständliche Selbst-Ghettoisierung ((verständlich ist die Ghettoisierung vor allem rückwärts: rassistisches Gedankengut kann nur dann aufrecht erhalten werden, wenn man es wie eine Monokultur pflegt)) – oftmals zuschreibt. Dass sich dabei beispielsweise lokale pro-palästinensische und pro-israelische Organisationen auf einen gemeinsamen Aufruf einigen konnten stößt Radikalen – Namen werden aus Angst vor Klagen nicht genannt – durchaus negativ auf, ist aber im Zentrum des Anliegens: Der Aufruf gegen Rassismus besitzt eine breite Konsensfähigkeit – und das ist gut so.
Wolfgang Günter Lerch schreibt in der FAZ-Glosse am 24.4. dass der neue israelische Außenminister Avigdor Lieberman “etwas von einem Elefanten im Porzellanladen” an sich hätte. Ihn markierten “grobe Sprüche” und Körpersprache mit einer “gewissen Aggressivität”. Den Assuan-Staudamm zu bombardieren, wenn Ägypten “angreifen” sollte, hatte Lieberman einmal vorgeschlagen.
Allerdings weicht diese Grobheit einer gewissen Pragmatik, wie Lerch feststellt, indem er auf das Treffen von Avigdor Lieberman mit dem ägyptischen Geheimdienstchef Suleiman (der vollständige Namen dieses ominösen wichtigen Menschens bleibt uns vorenthalten, warum? Ist er so geheim, dass noch nicht einmal jemand seinen vollständigen Namen kennt?) hindeutet.
Israel war mit Kanada der erste Staat der resolut angekündigt hatte, die Rassismus-Konferenz in Durban zu boykottieren. Dass sie trotzdem ein gewichtiges Auftreten bei der Konferenz an den Tag legen, ist schon sehr erstaunlich. MuzzleWatch berichtet von der Konferenz:
Turns out Israel is here in full force at Durban II. Earlier today I told you about the range of Israeli-government-narrative-only events being held in UN buildings, while Palestinian NGOs have been banned from holding side-events. (The transparent excuse is that the side-events can not be region specific, only issue specific. The real story is the UN simply folded to pressure.)
“Hab’ ich dich erwischt”, dachte sich der Diskussionsteilnehmer mit dem bezeichnenden Namen “Aha”, als er darauf stieß, dass ich auf meiner Seite auf die Seiten der IGMG verlinke ((für diejenigen, die den Link nicht sehen, er befindet sich unten rechts zusammen mit den Links auf andere Seiten von muslimischen Vereinen und Medien, der Campus Cultur Seite, dem Link zur Holocaust-Chronologie, einem Link zu Blender und einem zur alten “Mysterious Cities of Gold”-Webseite)).
Diejenigen, die in diesem Blog gegen Kelek hetzen, unterstützen offen extremistische muslimische Organisationen. Dies gilt nicht “nur” wie bereits dargelegt für Raida Chabib.
Dies gilt auch für den Diskussionsteilnehmer Omar Abo-Namous.
Auch auf seinem Blog findet sich ein Link zu der extremistischen, verfassungsfeindlichen Milli Görüs und anderen offen verfassungsfeindlichen Organisationen.
Die beiden Menschenrechtsorganisationen die palästinensische Al-Haq und die israelische B’Tselem erhalten am 13. März gemeinsam den niederländischen Menschenrechtspreis “Geuzenpenning” der “Stiftung Geuzen-Widerstand 40-45″. Möglicherweise wird allerdings der Vertreter der Al-Haq – Shawan Jabarin – nicht anwesend sein können, weil ihm derzeit noch die Ausreise durch Israel verwehrt wird.