Rob Savelberg hat mir einige Links auf Artikel und Videos geschickt, die als Reaktion zu seiner Frage an die Bundeskanzlerin Angela Merkel erschienen sind. Inzwischen wurde das Video auf youtube mehr als 600.000 Mal aufgerufen, obwohl es daneben auch repliziert wurde. Diverse Videoantworten sind dort zu sehen, unter Anderem ein Radio-Interview bei M94.5:
Fünfzehn Journalisten haben siebzehn Thesen zum Funktionieren von Journalismus im Medium Internet veröffentlicht. Hier sind sie zusammengefasst:
Das Internet ist anders.
Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.
Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.
Die Freiheit des Internet ist unantastbar.
Das Internet ist der Sieg der Information.
Das Internet verändert verbessert den Journalismus.
Das Netz verlangt Vernetzung.
Links lohnen, Zitate zieren.
Das Internet ist der neue Ort für den politischen Diskurs.
Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit.
Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information.
Tradition ist kein Geschäftsmodell.
Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.
Das Internet kennt viele Währungen.
Was im Netz ist, bleibt im Netz.
Qualität bleibt die wichtigste Qualität.
Alle für alle.
Jetzt, wo ich mehr drüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich einigen Aussagen – die sehr optimisitisch auf das Internet schauen – nicht ganz zustimmen würde…
How shocked was I to see, that the guy, who famously modified an Obama picture on a Times-magazine into the Batman-foe “The Joker” played by the late Heath Ledger is in fact a direct cousin of mine. Though i never met him in person i know his mother very well. The picture of Joker-Obama was made popular by some yet-unknown guy who captioned it with “socialism”, retouched some background out and hung it all over Los Angeles. Yesterday the story about the origin of the image broke in the Los Angeles Times.
Es ist immer wieder interessant, frische Nachrichten über Muslime zu suchen. Natürlich geht es nur selten um wirkliche Muslime. Die primitive nach Stichworten wie “Muslime” oder “Islam” ergibt meist Artikel, die Muslime als nützliches Objekt der integrierenden Berichterstattung betrachten. So auch hier. Die Siegener Zeitung berichtet:
Ein grausamer Fall von Tierquälerei hat sich in der Nacht zum Samstag auf einer Weide in Weitefeld abgespielt: Unbekannte haben einem Lamm beide Ohren und den Schwanz abgetrennt und das Tier auf der Wiese in einer Blutlache liegenlassen.
Eiken Bruhn kommentiert in der taz Bremen eine Erklärung der Bremer Muslime zum Mord an Marwa El-Sherbini und bedient mit einer offensichtlichen Falschzitierung der Erklärung islamfeindliche Rassisten. Gleichzeitig bestätigt er Vorurteile, die viele Muslime über “die Medien” haben..
Die Broschüre habe ich zwar nicht aufgefangen, allerdings das Dementi:
Unbekannte haben einen Flyer gedruckt und in Umlauf gebracht, der über einen angeblichen Masterstudiengang “Military Studies” an der Leibniz Universität Hannover informiert. Die Broschüre ist in Aufbau und Layout ähnlich wie die Studiengangs-Info-Flyer der Universität gestaltet und offenbar weit über Hannover hinaus verteilt worden. Den Studiengang “Military Studies” gibt es an der Leibniz Universität Hannover nicht. Die Leibniz Universität stellt Strafanzeige gegen Unbekannt und Antrag auf Strafverfolgung.
WASHINGTON, DC – Laut eines alarmierenden neuen Berichts des Verteidigungsministeriums, das ziviles, militärisches und kalendarisches Beweismaterial vereint, könnte der Iran weniger als neun Jahre vom Jahr 2018 entfernt sein. “Jeden Tag kommen sie einen Tag weiter,” sagte Verteidigungsminister Robert Gates während einer Pressekonferenz des Weißen Hauses am Dienstag. “Bei ihrer gegenwärtigen Geschwindigkeit werden sie 2018 zur selben Zeit erreichen wie die Vereinigten Staaten – und in Anbetracht ihrer geographischen Position zur internationalen Datumsgrenze, möglicherweise sogar früher.” Der Bericht empfiehlt, dass sich die USA in internationales kriegerisches Gehabe, waghalsige Politik und letztendlich einer überwältigenden Serie nuklearer Angriffe üben sollte, um Iran davon abzuhalten, diesen Meilenstein zu erreichen.
Nach Aussagen des Bruders des irakischen Journalisten Muntadhar al-Zaidi hat dieser bereits eine gebrochene Hand, eine gebrochene Rippe und leidet unter internem Bluten und einer Verletzung des Auges, nachdem er bei der Pressekonferenz offenbar von Sicherheitsbeamten und Kollegen geschlagen, getreten und an den Haaren gezerrt wurde. Ein Video im Guardian verdeutlicht vor allem die Behandlung des Journalisten nach seinem handgreiflichen Einsatz. Dazu gehört z.B., dass irakische Sicherheitsmänner die Abschaltung jeglicher Kameras gefordert hatten. Das Video aus den hinteren Reihen des Raumes zeigt, wie ein Mann Muntadhar al-Zaidi tritt, während andere Männer ihn an den Haaren aus dem Raum zerren. Ein Englisch sprechender Mann drückt seine Verwunderung lautmalerisch über die Behandlung aus.
Ja, auch ich habe das Video aus dem Irak gesehen, in dem George W. Bush mit einem Paar Schuhen des Reporters Muntadar al-Zaidi beworfen wird. Ich denke, dass es eine sehr effektive Art und Weise war, seiner Meinung Freiheit zu verschaffen und dem Propaganda-Geschwafel Bushs eine realistische Perspektive zu verleihen. Da Bush selbst stets darauf vertraut, dass erst die Geschichtsbücher über sein Handeln urteilen werden, hoffe ich nun, dass wenigstens dieses Ereignis in die Geschichtsbücher als inoffizielles Urteil einfließen wird – es sei denn es ergeht einmal ein richtiges Urteil über die Verbrechen Bushs.
Interessant an der Berichterstattung über den Vorfall finde ich persönlich die explizite Kennzeichnung der Tat als “arabisch”. Den Reigen fing – so glaube ich doch – die BBC an:
Showing the soles of shoes to someone is a sign of contempt in Arab culture.
Die taz hat heute einen ausführlichen Artikel zu unserem Flitterwochenbesuch in Hamwiede veröffentlicht. Neben vielen bekannten Dingen hat die Reporterin Astrid Geisler auch viel neues aufdecken können. Einmal finde ich die Reaktionen der Dorfbewohner interessant:
In Hamwiede weiß heute jeder von dem bizarren Fehlalarm – aber niemand will etwas damit zu tun haben. Unwirsch reagiert die Ortsvorsteherin auf das Thema. Sie könne dazu nichts sagen, erklärt Anita Oswald am Telefon. Dann redet sie doch. Sei es nicht merkwürdig, dass die Polizei einen solchen Einsatz starte? “Da muss es doch eigentlich Gründe geben!” Und warum, fragt sie, macht das Ehepaar um diese Sache nun so einen Wind? Wieso muss es die Geschichte obendrein auf seltsamen Seiten im Internet breittreten? “Haben Sie sich das mal angeschaut?”, fragt sie. “Da ist allein der Name der Internetseite so lang, dass sie das DIN-A4-Blatt querlegen müssen.” Sie würde an deren Stelle nicht gegen die Polizei klagen, sagt Anita Oswald. “Wenn man still ist, fährt man besser.”
Die armen Aleviten! Bis vor einigen Tagen waren sie die “guten” Muslime und galten gemeinhin als tolerant, friedliebend, demokratiekompatibel und vor allen Dingen nicht verschleiert!! All das im starken Kontrast zu den orthodoxen – oder eher fundamentalistischen – Muslimen, die sich durch den Islamrat, den Zentralrat, der VIKZ und der DITIB vertreten ließen – den “bösen” Muslimen halt!
Jetzt wurden sie in einer Folge der Sendung “Tatort” negativ dargestellt und haben nach anfänglichen Protesten und Versuchen, die Ausstrahlung der Sendung zu verhindern und haben inzwischen Strafanzeige “wegen Volksverhetzung” erstattet. In einer Pressemitteilung wenden sie sich an die “deutsche Öffentlichkeit” in der Hoffnung als “gute Muslime” einen Bonus ausspielen zu können.
Dies ist ein Post, um vor allem eines klarzustellen: Ich habe bisher noch nie über Karen Gaucke geschrieben und hier gibt es nichts über die arme vermisste Frau oder ihr Kleinkind zu finden.
Gestern vormittag hatte mich eine Dame vom Tagesspiegel angerufen und mich auf dem Anrufbeantworter dazu gedrängt, sie doch bitte schnellstens zurückzurufen. Als ich dann angerufen habe, meinte sie, dass sie – zusammen mit anderen Kollegen – auf der Suche nach Spuren im Internet seien, die Karen Gaucke hinterlassen haben könnte. Karen Gaucke wird seit dem 15.6.2006 zusammen mit ihrer sieben Monate alten Tochter Clara vermisst. Derzeit wird gegen den Vater der kleinen Tochter ermittelt. Er wird verdächtigt, die beiden umgebracht und ihre Leichen versteckt zu haben. Dieser bestreitet die Tat.
Aus einem mir unerklärlichen Grund habe ich heute die Neue Presse statt der Hannoverschen Allgemeine bekommen. Da ich nur ein Test-Abo “fahre”, werde ich es ihnen verzeihen, aber wenn mir noch einmal dieses Klopapier von Zeitung in den Briefkasten kommt, werde ich — ich werde freundlich nachfragen, was ich den Menschen von madsack getan habe, [...]
Was ist die erste Frage, die einem einfällt wenn eine Glaubensgemeinschaft eine Gebetsstätte errichten möchte oder umziehen will? Herrn Conrad von Meding von der HAZ fällt offensichtlich nichts besseres ein, als zu fragen, wie gefährlich diese Moschee sein könnte und wieviele dagegen bereits protestiert haben, dass in ihrer Nähe eine Moschee gebaut wird.
In seinem Artikel vom 11.04.2006 mit dem Titel “Muslimische Gemeinde errichtet Moschee in der List” gibt uns Herr von Meding folgende Informationen:
Die muslimische Ummah-Gemeinde (400 “Kopf”) errichtet eine Moschee in den Räumlichkeiten eines alten Schlossereigebäudes in der List
Die Gemeinde ist “streng” orthodox
Die Gemeinde hatte früher eine Moschee in der Kornstrasse, die sie an das “Islamische Familienzentrum” “abgab”, als sie umzog.
Die Geschichte ist bekannt, nur für diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: Die Bloggerin erhält eine Email von einer juristischen Vertretung der Organisation Transparency International, (lange) nachdem sie eine Darstellung über eine Entlassung bei Transparency International veröffentlicht hatte. Letztere behaupten, dass die Darstellung nicht den Tatsachen entspricht (eine Gegendarstellung ihrerseits sucht man vergeblich) und dass die Bloggerin gefälligst den Text verschwinden lassen sollte – und das bitte schön bis Sonntag (“damit auch ja kein Anwalt mehr eingeschaltet wird…”). Was hat das alles mit der Vogelgrippe zu tun? Read on my dear.
Ilan Halimi war ein jüdisch-französischer Mann, der am 21. Januar diesen Jahres in einer Pariser Vorstadt gekidnappt wurde. Die Gruppe, die anfangs ein Lösegeld von 450.000 € einfordern wollte und Ilan dafür drei Wochen lang gefoltert hat, nennt sich “die Barbaren”. Am 13. Februar wurde er in einem elenden Zustand in der Nähe einer Bahnlinie in den Vororten Paris’ vorgefunden. Auf dem Weg zum Krankenhaus ist Ilan Halimi an den Folgen der Verbrennungen und weiteren Wunden gestorben.
Gestern sind mehrere Zehntausend Menschen ohne grössere Reden durch Paris marschiert in Erinnerung an Ilan Halimi und als Protest gegen antisemitische und rassistische Übergriffe. Initiiert wurde die Demonstration von einem jüdischen Verein in Paris, teilgenommen haben aber französische Politiker (von denen einige bis vor kurzem einen antisemitischen Hintergrund der Tat ausgeschlossen hatten) und Vertreter jüdischer, christlicher und muslimischer Gemeinden. Die Organisatoren schätzen die Teilnahme bei 100.000 Menschen.
Leider wollten einige die Demonstration benutzen, um widerum antiislamische Stimmung anzuheizen, was angesichts der Verschiedenen Ethnien der Mitglieder der “Barbaren” eine konstruierte Frontbildung darstellt. Jean-Marie Le Pen von der extremrechten “National Front Party” wurde explizit von der Demonstration ausgeladen, nachdem u.a. die Eltern von Ilan nicht in einer Demo mit ihm gehen wollten. Jewssansfrontier hat den Ha’aretz-Artikel noch zitiert, bevor er geändert wurde: Ilan Halimi’s family boycotts “anti-racist” demo:
Leserbrief von Michael Muhammad Abduh Pfaff zum Artikel “Die Neuerfindung des Islam” von Bassam Tibi im tagesspiegel
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bedaure, dass Sie mit dem Artikel von Herrn Professor Tibi vom 19.02.06 ein Dokument verletzter Eitelkeit als Beitrag zur Integrationsdebatte verstehen.
Der Schöpfer des “Leitkultur“ Begriffes beklagt, dass er keine Anerkennung dafür erhält, dass er und nicht Huntington der wahre Entdecker des “Krieges der Kulturen“ ist. Er beklagt, dass er als „Prophet im eigenen Lande“ nichts gilt.
Sein offensichtliches Selbstmitleid verstellt ihm jedoch den objektiven Blick auf die Tatsachen. Und Tatsache ist: Tibi irrt!
Jyllands-Posten – Verfechter der freien Meinungsäusserung soll nicht nur abgelehnt haben, eine Karikatur des Propheten Jesus abzudrucken, sich dagegen bereit erklärt haben, Holocaust-Karikaturen abzudrucken nachdem sie denunzierende Karikaturen des Propheten Muhammad abgedruckt haben (nein erstellen liessen und beides gibt bereits ein präzises Bild von der guten Zeitung wieder), sondern sie – wir erinnern uns: Meinungsfreiheitskämpfer – soll sich 1984 an einem Protest beteiligt haben, der einer sexistischen Darstellung des Propheten Jesus galt. [via politischinkompetent]
In den neusten Nachrichten: gestern abend wurden vier Menschen ermordet.. Was hat die Überschrift mit dem Text zu tun? Garnichts! Aber genausowenig hat die Überschrift “Kampf für Frauenrechte” heute in der HAZ mit dem Text des Artikels zu tun. Darin geht es nämlich um den von Dick Cheney angeschossenen Jäger. Also, was ist nun schiefgelaufen? Hat jemand einen Titel stehenlassen? Oder ist die Vermischung so gemeint? Schliesslich ist es recht schwierig Dick Cheney (ob nun durch den Schuss oder im Allgemeinen) zu unterstellen, für Frauenrechte einzutreten…