Mittwoch, 2. Januar 2008, 11:03 Uhr
Die taz hat heute einen ausführlichen Artikel zu unserem Flitterwochenbesuch in Hamwiede veröffentlicht. Neben vielen bekannten Dingen hat die Reporterin Astrid Geisler auch viel neues aufdecken können. Einmal finde ich die Reaktionen der Dorfbewohner interessant:
In Hamwiede weiß heute jeder von dem bizarren Fehlalarm - aber niemand will etwas damit zu tun haben. Unwirsch reagiert die Ortsvorsteherin auf das Thema. Sie könne dazu nichts sagen, erklärt Anita Oswald am Telefon. Dann redet sie doch. Sei es nicht merkwürdig, dass die Polizei einen solchen Einsatz starte? “Da muss es doch eigentlich Gründe geben!” Und warum, fragt sie, macht das Ehepaar um diese Sache nun so einen Wind? Wieso muss es die Geschichte obendrein auf seltsamen Seiten im Internet breittreten? “Haben Sie sich das mal angeschaut?”, fragt sie. “Da ist allein der Name der Internetseite so lang, dass sie das DIN-A4-Blatt querlegen müssen.” Sie würde an deren Stelle nicht gegen die Polizei klagen, sagt Anita Oswald. “Wenn man still ist, fährt man besser.”
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Freitag, 28. Dezember 2007, 23:58 Uhr
Die armen Aleviten! Bis vor einigen Tagen waren sie die “guten” Muslime und galten gemeinhin als tolerant, friedliebend, demokratiekompatibel und vor allen Dingen nicht verschleiert!! All das im starken Kontrast zu den orthodoxen - oder eher fundamentalistischen - Muslimen, die sich durch den Islamrat, den Zentralrat, der VIKZ und der DITIB vertreten ließen - den “bösen” Muslimen halt!
Jetzt wurden sie in einer Folge der Sendung “Tatort” negativ dargestellt und haben nach anfänglichen Protesten und Versuchen, die Ausstrahlung der Sendung zu verhindern und haben inzwischen Strafanzeige “wegen Volksverhetzung” erstattet. In einer Pressemitteilung wenden sie sich an die “deutsche Öffentlichkeit” in der Hoffnung als “gute Muslime” einen Bonus ausspielen zu können.
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Freitag, 4. August 2006, 11:56 Uhr
Dies ist ein Post, um vor allem eines klarzustellen: Ich habe bisher noch nie über Karen Gaucke geschrieben und hier gibt es nichts über die arme vermisste Frau oder ihr Kleinkind zu finden.
Gestern vormittag hatte mich eine Dame vom Tagesspiegel angerufen und mich auf dem Anrufbeantworter dazu gedrängt, sie doch bitte schnellstens zurückzurufen. Als ich dann angerufen habe, meinte sie, dass sie - zusammen mit anderen Kollegen - auf der Suche nach Spuren im Internet seien, die Karen Gaucke hinterlassen haben könnte. Karen Gaucke wird seit dem 15.6.2006 zusammen mit ihrer sieben Monate alten Tochter Clara vermisst. Derzeit wird gegen den Vater der kleinen Tochter ermittelt. Er wird verdächtigt, die beiden umgebracht und ihre Leichen versteckt zu haben. Dieser bestreitet die Tat.
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Mittwoch, 26. April 2006, 1:18 Uhr
Aus einem mir unerklärlichen Grund habe ich heute die Neue Presse statt der Hannoverschen Allgemeine bekommen. Da ich nur ein Test-Abo “fahre”, werde ich es ihnen verzeihen, aber wenn mir noch einmal dieses Klopapier von Zeitung in den Briefkasten kommt, werde ich — ich werde freundlich nachfragen, was ich den Menschen von madsack getan habe, [...]
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Donnerstag, 13. April 2006, 3:25 Uhr
Was ist die erste Frage, die einem einfällt wenn eine Glaubensgemeinschaft eine Gebetsstätte errichten möchte oder umziehen will? Herrn Conrad von Meding von der HAZ fällt offensichtlich nichts besseres ein, als zu fragen, wie gefährlich diese Moschee sein könnte und wieviele dagegen bereits protestiert haben, dass in ihrer Nähe eine Moschee gebaut wird.
In seinem Artikel vom 11.04.2006 mit dem Titel “Muslimische Gemeinde errichtet Moschee in der List” gibt uns Herr von Meding folgende Informationen:
- Die muslimische Ummah-Gemeinde (400 “Kopf”) errichtet eine Moschee in den Räumlichkeiten eines alten Schlossereigebäudes in der List
- Die Gemeinde ist “streng” orthodox
- Die Gemeinde hatte früher eine Moschee in der Kornstrasse, die sie an das “Islamische Familienzentrum” “abgab”, als sie umzog.
Mehr nicht!
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Dienstag, 28. März 2006, 20:36 Uhr
Transparency International im Clinch mit Weblogs
Die Geschichte ist bekannt, nur für diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: Die Bloggerin erhält eine Email von einer juristischen Vertretung der Organisation Transparency International, (lange) nachdem sie eine Darstellung über eine Entlassung bei Transparency International veröffentlicht hatte. Letztere behaupten, dass die Darstellung nicht den Tatsachen entspricht (eine Gegendarstellung ihrerseits sucht man vergeblich) und dass die Bloggerin gefälligst den Text verschwinden lassen sollte - und das bitte schön bis Sonntag (”damit auch ja kein Anwalt mehr eingeschaltet wird…”). Was hat das alles mit der Vogelgrippe zu tun? Read on my dear.
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Montag, 27. Februar 2006, 21:11 Uhr
Ilan Halimi war ein jüdisch-französischer Mann, der am 21. Januar diesen Jahres in einer Pariser Vorstadt gekidnappt wurde. Die Gruppe, die anfangs ein Lösegeld von 450.000 € einfordern wollte und Ilan dafür drei Wochen lang gefoltert hat, nennt sich “die Barbaren”. Am 13. Februar wurde er in einem elenden Zustand in der Nähe einer Bahnlinie in den Vororten Paris’ vorgefunden. Auf dem Weg zum Krankenhaus ist Ilan Halimi an den Folgen der Verbrennungen und weiteren Wunden gestorben.
Gestern sind mehrere Zehntausend Menschen ohne grössere Reden durch Paris marschiert in Erinnerung an Ilan Halimi und als Protest gegen antisemitische und rassistische Übergriffe. Initiiert wurde die Demonstration von einem jüdischen Verein in Paris, teilgenommen haben aber französische Politiker (von denen einige bis vor kurzem einen antisemitischen Hintergrund der Tat ausgeschlossen hatten) und Vertreter jüdischer, christlicher und muslimischer Gemeinden. Die Organisatoren schätzen die Teilnahme bei 100.000 Menschen.
Leider wollten einige die Demonstration benutzen, um widerum antiislamische Stimmung anzuheizen, was angesichts der Verschiedenen Ethnien der Mitglieder der “Barbaren” eine konstruierte Frontbildung darstellt. Jean-Marie Le Pen von der extremrechten “National Front Party” wurde explizit von der Demonstration ausgeladen, nachdem u.a. die Eltern von Ilan nicht in einer Demo mit ihm gehen wollten. Jewssansfrontier hat den Ha’aretz-Artikel noch zitiert, bevor er geändert wurde: Ilan Halimi’s family boycotts “anti-racist” demo:
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Donnerstag, 23. Februar 2006, 1:35 Uhr
Leserbrief von Michael Muhammad Abduh Pfaff zum Artikel “Die Neuerfindung des Islam” von Bassam Tibi im tagesspiegel
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bedaure, dass Sie mit dem Artikel von Herrn Professor Tibi vom 19.02.06 ein Dokument verletzter Eitelkeit als Beitrag zur Integrationsdebatte verstehen.
Der Schöpfer des “Leitkultur“ Begriffes beklagt, dass er keine Anerkennung dafür erhält, dass er und nicht Huntington der wahre Entdecker des “Krieges der Kulturen“ ist. Er beklagt, dass er als „Prophet im eigenen Lande“ nichts gilt.
Sein offensichtliches Selbstmitleid verstellt ihm jedoch den objektiven Blick auf die Tatsachen. Und Tatsache ist: Tibi irrt!
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Dienstag, 14. Februar 2006, 1:23 Uhr
Jyllands-Posten - Verfechter der freien Meinungsäusserung soll nicht nur abgelehnt haben, eine Karikatur des Propheten Jesus abzudrucken, sich dagegen bereit erklärt haben, Holocaust-Karikaturen abzudrucken nachdem sie denunzierende Karikaturen des Propheten Muhammad abgedruckt haben (nein erstellen liessen und beides gibt bereits ein präzises Bild von der guten Zeitung wieder), sondern sie - wir erinnern uns: Meinungsfreiheitskämpfer - soll sich 1984 an einem Protest beteiligt haben, der einer sexistischen Darstellung des Propheten Jesus galt. [via politischinkompetent]
Unterdessen ist der Schaden bereits angerichtet, die öffentliche Meinung wurde durch sensationsgeilen und manipulativen Medien bereits geformt. Da hilft das oft wiederholte und gelebte Dementi nicht mehr!
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Montag, 13. Februar 2006, 18:54 Uhr
In den neusten Nachrichten: gestern abend wurden vier Menschen ermordet.. Was hat die Überschrift mit dem Text zu tun? Garnichts! Aber genausowenig hat die Überschrift “Kampf für Frauenrechte” heute in der HAZ mit dem Text des Artikels zu tun. Darin geht es nämlich um den von Dick Cheney angeschossenen Jäger. Also, was ist nun schiefgelaufen? Hat jemand einen Titel stehenlassen? Oder ist die Vermischung so gemeint? Schliesslich ist es recht schwierig Dick Cheney (ob nun durch den Schuss oder im Allgemeinen) zu unterstellen, für Frauenrechte einzutreten…
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