Freitag, 21. März 2008, 17:56 Uhr
Gerade habe ich ein interessantes Interview auf Deutschland Radio Funk gehört, das mit Kardinal Paul Josef Cordes geführt worden ist. Darin geht es einerseits um die späte Antwort des Vatikans auf die Tibet-Schlachtungen, andererseits wird eine Änderung in der Karfreitagsfürbitte des Papstes angesprochen, gegen die der Zentralrat der Juden protestiert haben soll:
Kardinal Cordes, ich möchte mit Ihnen noch einen Blick auf das kommende Osterwochenende richten und auf den Streit, der sich rankt um die neu formulierte Karfreitagsfürbitte von Papst Benedikt XVI. Darin heißt es, man bitte für die Juden, damit Gott sie erleuchte und sie Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Korn, sprach gegenüber der “Frankfurter Rundschau” von einem Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten. Verstehen Sie die Kritik?
Seine Antwort hierauf ist m.E. höchst merkwürdig…
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Kommentare (2)
Category: Politik, medien
Tags: Judentum, Karfreitagsfürbitte, Katholische Kirche, Kirche, Ostern, Papst, paul josef cordes, Predigt, Religion, Vatikan, Zentralrat_der_Juden
Mittwoch, 26. Dezember 2007, 2:19 Uhr
Vor einem Monat hatte die Sendung “Fakt” über einen Polizeieinsatz in Bayern berichtet, bei dem ein Haus einer Familie durchsucht, der Vater verhört und die Mutter von den Kindern getrennt wurde. Der Grund für die Durchsuchung waren Schmierereien auf dem Haus des Papstes und - so nimmt der Beschuldigte an - ein Gespräch in einer Arztpraxis, in dem er sich negativ über den Papstbesuch geäußert hatte. Der Aufmarsch der Polizisten war in keinem Fall angemessen, auch wenn man alles, was dem Mann vorgeworfen wurde berücksichtigt.
Nun wollte ich wissen, was aus dem Fall geworden ist und stieß über das Politblog auf eine Reaktion aus dem Altöttinger Wochenblatt, in der der Autor - Mike Schmitzer - den Fall relativiert und dem ARD vorwirft, schlecht recherchiert zu haben..
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Dienstag, 27. November 2007, 10:19 Uhr
In was für einem Staat leben wir? — In einem sicheren..
Einsatzleiter beim Einsatz im Ferienhaus in Hamwiede
Die Sendung “Fakt” berichtet über einen Fall, bei dem die bayerische Polizei die Wohnung der Familie Lindner gestürmt hat, den Vater zum Verhör mitgenommen, ihn dort komplett ‘erkennungsdienstlich aufgenommen’ hat und die Kinder von ihrer Mutter getrennt und befragt hat. Der Grund?
Im idyllischen Nachbarort Marktl am Inn steht das Geburtshaus des Papstes. Böse Menschen haben es zwei Tage zuvor, unmittelbar vor dem Papstbesuch, mit blauer Farbe bespritzt. Die Polizei verdächtigt Siegfried Lindner dieser Untat.
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Montag, 25. September 2006, 13:52 Uhr
Ein weiterer Kommentar zur Papst-Rede, diesmal von Uri Avnery, der mir die Veröffentlichung seines Kommentars erlaubt hat.
Since the days when Roman Emperors threw Christians to the lions, the relations between the emperors and the heads of the church have undergone many changes.
Constantine the Great, who became Emperor in the year 306 - exactly 1700 years ago - encouraged the practice of Christianity in the empire, which included Palestine. Centuries later, the church split into an Eastern (Orthodox) and a Western (Catholic) part. In the West, the Bishop of Rome, who acquired the title of Pope, demanded that the Emperor accept his superiority.
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Donnerstag, 21. September 2006, 10:55 Uhr
Das Schlagloch von Hilal Sezgin
An den dänischen Karikaturen konnte ich mich nur mäßig stoßen, weil sie vom Inhalt her ja eher laienhaft waren; die Äußerungen Benedikts XVI. aber halte ich für auf so bezeichnende Art islamophob, dass sie mit einer Entschuldigung kaum ungeschehen zu machen wären.
Keine Frage: Lächerlich ist es, deswegen beleidigt und fäustereckend durch die Straßen zu laufen. Auch mag es durchaus sein, dass manche muslimischen Kritiker des Papstwortes nur eigene strategische Interessen im Auge haben oder eine aggressive Stimmung schüren wollen; auch hatten sicher viele der schnellsten Kritiker die Rede gar nicht selbst gelesen. Haben aber die Kritiker jener Kritiker sie gelesen - und zwar komplett?
Hilal Sezgin bestätigt im Kommentar “Stolzes Vorurteil” meine eigene Einschätzung, dass der Papst sehr wohl die Einstellung teilt, der Islam seo eine zurückgebliebene Ideologie. Sie bricht islamophobe Einstellungen sehr schön in ihre Bestandteile auf..
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