Posts tagged: Palästina

Neue Artikel: 24. February 2010

authorOmar | 24. Februar 2010

Neue Artikel für den 24. February 2010:

Custom Feed: An Interview with Emma Tarlo, Author of Visibly Muslim, Krawattenkrieger Guttenberg und Sarkozy, Das ist so. Tut mir leid., Newsweek Top Ten Conspiracies: Muslim Spy Interns

Der Freiheitsmarsch auf Gaza beginnt

authorOmar | 23. Dezember 2009

Vor fast einem Jahr hat Israel den Gaza-Streifen angegriffen. Insgesamt wurden 1400 Palästinenser und 13 Israelis getötet. An die Asymmetrie der Opfer hat man sich bereits gewöhnt, nur mit der Brutalität und Schonungs- und Rücksichtslosigkeit des israelischen Militärs hat man nur wenig gerechnet. Heute sind israelische Offizielle natürlich willkommene Staatsgäste. Auch wenn ein britisches Gericht einen Haftbefehl gegen die frühere israelische Außenministerin Tzipi Livni ausgestellt hatte, die Politik des Landes hat schnell bekräftigt, dass es problemlos die Unabhängigkeit des Gerichts und der Rechtstaatlichkeit des eigenen Landes opfern würde, um Kriegsverbrecher zu schützen. Medial spielen Palästinenser nur eine marginale Rolle Tatsächlich ist der Gaza-Streifen – und das Westjordanland – nur wenig interessant, solange Palästinenser in keinen allzu großen Zahlen sterben und sie sich nicht mittels Raketenangriffen zu “Wort” melden.

Rückschlag im Nahost-Friedensprozess

authorOmar | 12. November 2009

Flüchtlinge – direkt neben ihrem eigenen Zuhause

authorOmar | 1. August 2009

Shraga Elam hat eine Übersetzung eines israelischen Poeten und Lehrer des alten Testaments veröffentlicht. In ihr beklagt dieser die Vertreibung der ursprünglichen palästinensischen Bevölkerung des Dorfes Ein-Hod, das heute zu einem “authentischen” Dorf – ohne dessen Bewohner konvertiert wurde.

“BILD” ruft zum Krieg gegen den Iran auf

authorOmar | 20. Juli 2009

GEFAHR! Iranische Anlagen. Lass mal bomben! Blödzeitung am Werk

“BILD-Online” betitelt “Zerstört Israel noch diesen Sommer Irans Atomanlagen?”. Der Text liest sich wie ein Plädoyer für den Erstschlag – nur argumentativ auf der Ebene der Blöd-Zeitung halt.

Was plant der Irre von Teheran, Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad?

Denen, die nur die BILD-Zeitung lesen, müsste der Iran schon fast wie Nazi-Deutschland vorkommen.

Ein Bush im Schafspelz

authorOmar | 7. Juni 2009

Ich stimme Ali Abunimah nicht in allen aufgeführten Punkten zu, finde aber seine Kritikpunkte an der Rede Obamas in Kairo sehr gut geeignet für eine Diskussion. Eine Übersetzung des Kommentars “A Bush in sheep’s clothing” von Ali Abunimah. Diese Übersetzung der Rede Obamas ist größtenteils dem bei der Süddeutschen veröffentlichten Version entnommen.

Wenn man erst einmal die mujamalat – der höfliche Austausch zwischen Gast und Gastgeber – abzieht, deutet die Substanz der Rede des Präsidenten Obama in Kairo darauf, dass es voraussichtlich wenig wahre Veränderungen in der US-Politik geben wird. Es ist nicht nötig, Obamas Intentionen zu erraten – er mag gänzlich aufrichtig sein und ich glaube er ist es. Es sind seine Analysen und Vorschläge, die zu den meisten Teilen eine fehlerhafte amerikanische Politik aufrecht erhalten.

Artikelübersicht für den 3.6.2009

authorOmar | 3. Juni 2009

214056 Stunden nach dem Ende des Titeljahres eines im Jahre 1949 erschienen Romans erscheint diese Artikelübersicht. Sie handelt von Medien, dem Nahen Osten, Rassismusbekämpfung und Muslimen..

Artikelübersicht für den 2.6.2009

authorOmar | 2. Juni 2009

Die heutige Artikelübersicht befasst sich mit historischen Themen, innerer Sicherheit und ihren Auswirkungen, Auslandspolitik und Rassismus. Ich möchte versuchen, jeden zweiten Tag eine solche Übersicht zu erstellen. Bei Interesse gerne auch kommentieren..

Margret Johannsen: Druck auf Israel muss aus Europa kommen

authorOmar | 5. Mai 2009

Interview mit Dr. Margret Johannsen im Deutschland Radio Kultur:

Es gibt eine starke Israel-Lobby in Washington. Er hat ein Riesenprogramm auch sonst und es ist gar nicht so sicher, ob er sich mit dieser Lobby anlegen wird, und gerade darum ist es so wichtig, dass die Europäer ihm im Grunde genommen zur Seite stehen und dass die Europäer ihrerseits klar machen, dass sie darauf bestehen, dass jede Politik, die zum Beispiel die Zwei-Staaten-Lösung unterminiert, nicht sein kann. Dazu gehört auf europäischer Seite zum Beispiel, dass Israel nicht erwarten darf, dass die Beziehungen der Europäischen Union zu Israel vertieft werden mit vielen ökonomischen Vorteilen für Israel, wenn Israel an dieser Politik festhält, die Zwei-Staaten-Lösung zu unterminieren. Man kann nicht sozusagen ein Assoziationsabkommen haben, in dem drinsteht, dass bestimmte Grundsätze zu wahren sind, um dann die Verletzung dieser Grundsätze ständig hinzunehmen.

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Sieben jüdische Kinder – eine interne Perspektive auf Israels Geschichte

authorOmar | 29. April 2009

Gestern erst habe ich dieses Stück im Guardian gesehen. “Seven jewish children” spielt die Geschichte Israels aus der Perspektive jüdischer Eltern nach, die sich fragen, was sie ihren Kindern erzählen sollen. Geschrieben wurde das Stück von Caryl Churchill, die dazu aufruft, das Spiel nachzuspielen und nachzusprechen. Genial gemacht!

Rassismus hat mit Grobheit nichts zu tun

authorOmar | 28. April 2009

Wolfgang Günter Lerch schreibt in der FAZ-Glosse am 24.4. dass der neue israelische Außenminister Avigdor Lieberman “etwas von einem Elefanten im Porzellanladen” an sich hätte. Ihn markierten “grobe Sprüche” und Körpersprache mit einer “gewissen Aggressivität”. Den Assuan-Staudamm zu bombardieren, wenn Ägypten “angreifen” sollte, hatte Lieberman einmal vorgeschlagen.

Allerdings weicht diese Grobheit einer gewissen Pragmatik, wie Lerch feststellt, indem er auf das Treffen von Avigdor Lieberman mit dem ägyptischen Geheimdienstchef Suleiman (der vollständige Namen dieses ominösen wichtigen Menschens bleibt uns vorenthalten, warum? Ist er so geheim, dass noch nicht einmal jemand seinen vollständigen Namen kennt?) hindeutet.

Ivesa Lübben: Perspektiven palästinensischer Politik

authorOmar | 4. März 2009

Die Palästina-Initiative Hannover lädt zum 16. März ab 19:00 im Raschplatzpavillon wieder zum monatlichen Treffen ein. Diesmal wird Frau Ivesa Lübben über die Perspektiven palästinensischer Politik nach dem Gaza-Krieg referieren. Eine sehr gute Gelegenheit, an unabhängige Informationen zum Gaza-Krieg und seinen Hintergründen zu kommen!

Artikel für den 23. Februar 2009

authorOmar | 24. Februar 2009

Leider bin ich derzeit zu beschäftigt, um komplette Artikel selbst zu schreiben. Trotzdem möchte ich einige Artikelempfehlungen loswerden.

Inland:

Sich als Exotin in den jungengeprägten Klassen des Binger Stefan George Gymnasiums zu behaupten, das würde kein Zuckerschlecken. Das wusste die Familie. Doch das katholische Mädchengymnasium nebenan nahm das Mädchen mit Kopftuch und Spitzennoten nicht auf. “Inzwischen hat sich aber die zweite Wahl als Glücksgriff erwiesen.” Mit stänkernden Jungs hat Nada keine Probleme.

Irak:

Mit Erschrecken und Entsetzen lese ich in letzter Zeit Artikel über den Zustand im Irak. Sie beschreiben fast alle eine zerrüttete Gesellschaft, die vor allem von Rechtlosigkeit regiert wird. Der neuste Artikel behandelt das Thema Witwen. Dass die irakische Regierung innerhalb der “grünen Zone” als Antwort auf die Verbreitung des Bettel-Phänomens nur die Inhaftierung der Bettelnden hat, ist mehr als nur tragisch. Dass daneben die USA nicht zu stattlichen Reparationszahlungen zu zwingen ist, ist ein weiteres Unrecht, das man den Witwen antut.. Wer zählt schon..

Among Iraqi women aged 15 to 80, 1 in 11 are estimated to be widows, though officials admit that figure is hardly more than a guess, given the continuing violence and the displacement of millions of people. A United Nations report estimated that during the height of sectarian violence here in 2006, 90 to 100 women were widowed each day.

In large cities like Baghdad, the presence of war widows is difficult to ignore. Cloaked in black abayas, they wade through columns of cars idling at security checkpoints, asking for money or food. They wait in line outside mosques for free blankets, or sift through mounds of garbage piled along the street. Some live with their children in public parks or inside gas station restrooms.

Officials at social service agencies tell of widows coerced into “temporary marriages” — relationships sanctioned by Shiite tradition, often based on sex, which can last from an hour to years — to get financial help from government, religious or tribal leaders.

Israel – Palästina:

Der Krieg im Gaza-Streifen geht weiter. Eine Zusammenfassung der Ereignisse hält der wöchentliche Bericht vom Palestinian Centre for Human Rights bereit. Wenn man schon dort ist, sollte man sich auch den zusammenfassenden Bericht für den Gaza-Krieg.

Ansonsten sind die Verhandlungen bislang ergebnislos.. Die Regierung im Gaza-Streifen bietet dagegen einen langfristigen (1,5 Jahre) Waffenstillstand gegen die Aufhebung der Belagerung. Die Freilassung des Soldaten Gilad Shalit stellen sie gegen die Freilassung einiger palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen in Aussicht. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Haltung des israelischen Unterhändlers in Ägypten, der nun deswegen auch abgesetzt wurde:

Israel kritisiert nun Amnesty International, da dieses die Dinge beim Namen nennt:

In a report released today, Amnesty International listed the weapons used and called for an immediate arms embargo on Israel and all Palestinian armed groups. It called on the US president, Barack Obama, to suspend military aid to Israel.

Amnesty said Israel’s armed forces carried out “direct attacks on civilians and civilian objects in Gaza, and attacks which were disproportionate or indiscriminate”.

Israel scheint den demographischen Kampf nicht nur durch – teils grausame – Tötung, sondern auch durch vermehrte “richtige” Geburten gewinnen zu wollen. Tut mir leid für den Link auf eine nationalistische Seite..

Good news for Jewish demographics in Israel: the latest statistics released by the Central Bureau of Statistics shows a rising birth rate in the Jewish sector. However, Jewish family sizes are still smaller than those in the Arab population.

Guantanamo:

Hier ist besonders der neu entlassene Guantanamo-Häftling zu erwähnen, der nach eigenen Aussagen auch in Marokko gefoltert wurde. Es wird interessant sein zu erfahren, welche Versprechen er unterschreiben musste, um aus dem Gefängnis freizukommen.

Ein ganzes Volk ist verrückt geworden

authorOmar | 24. Januar 2009

“Das ist ein schreckliches Gefühl der Einsamkeit. Ein ganzes Volk ist verrückt geworden. Man kann schreien, aber keiner hört zu.”

Ein Volk, das darauf getrimmt wird, einem zerstörerischen Krieg zuzujubeln, der das Sterben aus der Ferne beobachtet, das Leiden der Menschen aber nicht sieht. Das Bild von der israelischen Politik zeigt sich selten so deutlich und so grausam, wie wenn es Krieg führt. Aus dem Libanonkrieg haben die Kriegstreiber in Israel nur gelernt, den Krieg besser zu verkaufen und die Gegenstimmen und Proteste besser zu unterdrücken. Dazu zählen die zwei Parteien, die nun nicht zu den Wahlen zugelassen werden sollen, weil sie sich gegen den Krieg ausgesprochen hatten. Es gehört aber auch dies dazu:

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Ivesa Lübben – Warum der Waffenstillstand scheitern musste

authorOmar | 21. Januar 2009

Der folgende Artikel ist von der Politologin Ivesa Lübben und basiert auf einer fundierten politikwissenschaftlichen Recherche der Ereignisse und Hintergründe, die zum Gaza-Krieg führten – ein Diskussionsbeitrag, der nachdrücklich zum Lesen empfohlen wird. Der Text ist in mehrere Seiten unterteilt, kann aber auch auf einer Seite betrachtet werden.

Im ersten Abschnitt wird die Dämonisierung der Hamas untersucht, dann wird auf die Frage der Verantwortung für den Raketenbeschuss eingegangen. Frau Lübben beschreibt dann grob die Lage im Gaza-Streifen unter der Blockade. Kernpunkt des Aufsatzes ist Aufzählung die Vergehen des Waffenstillstands und warum dieser zum Scheitern verurteilt war, um dann auf die tatsächlichen Ereignisse seit der Verkündung des Waffenstillstands detailliert einzugehen. Besondere Aufmerksamkeit kommt dem ‘Zwischenfall’ am 5. November 2008 zu. Schließlich endet der Artikel in der generellen Fragestellung sowohl nach der Bereitschaft der Hamas zur Friedensschließung, wie auch nach den Konsequenzen des Gaza-Kriegs für den nahen Osten.

‘Business as usual’ in Gaza?

authorOmar | 18. Januar 2009

Nach dem Libanonkrieg und dem Gazakrieg 2006 und ihren Opfern dauert der jetzige Krieg gerade mal 22 Tage an und es sind bereits mehr als 1000 Menschen gestorben – fast alle auf palästinensischer Seite. Daneben sind mehr als 4000 Menschen verletzt und eine noch unbezifferte Anzahl von Menschen – schon wieder – heimatlos und obdachlos. Dazu muss man sich vorstellen, dass dazu auch Menschen gehören, die ihre ursprüngliche mehrfache Vertreibung aus ihren Heimatdörfern innerhalb des heutigen Israels noch nicht vergessen haben. Wieder werden sie ihres Heimes, eines Anteils ihrer Verwandtschaft und Bekanntschaft beraubt.

Wenn die israelische Kriegswut sich ausgebombt hat und ein gewisses Maß an “Normalität” eingekehrt ist, wird man noch über die Verhandlungstische und den Nachrichten hinaus dieser Menschen gedenken? Wird die Welt wieder einer Abriegelung des Gaza-Streifens zusehen? Wird die Entmenschlichung und Entrechtung standhalten können?

Ilan Pappe – Israels Botschaft

authorOmar | 17. Januar 2009

Ilan Pappe is Vorsitzender des Geschichtsabteilung an der Universität von Exeter und Co-Direktor des Exeter Zentrums für Ethno-politische Studien. Die ethnische Säuberung Palästinas erschien in 2007. Der Artikel erschien in englischer Sprache im London Review of Books.

‘Gaza ist das Problem,’ sagte der damalige Premierminister Israels Levy Eshkol im Juni 1967. ‘Ich war dort in 1956 und sah giftige Schlangen die Straße entlang gehend. Wir sollten einigen von ihnen in die Sinai-Halbinsel umsiedeln und hoffentlich werden die anderen emigrieren.’ Eshkol hatte das Schicksal des kürzlich besetzten Territoriums: Er und sein Kabinett wollten den Gaza-Streifen haben, aber nicht die Menschen, die darin lebten.

Leonard Goldmann – Faschismus auf Israelisch

authorOmar | 15. Januar 2009

Nachdem er die Hamas mit der NSDAP verglichen hatte, weil – erstaunliche Übereinstimmung ahead – diese auch demokratisch gewählt wurde, sagte er dann das hier:

Die Hamas ist demokratisch gewählt. Die Palis hatten 15 Jahre Zeit verschiedenste Road Maps mit zu gehen, ein zu halten. Sie hätten gemeinsam den Weg der zwei Staaten Lösung gehen können. Die zivile Bevölkerung war gewarnt, doch jetzt sind alle überrascht. Ich glaube fest daran das die israelische Heeresleitung exakt dass tun wird was seit 1945 aus der Mode gekommen ist. Man wird dem palästinensischen Terrorismus das Rück rat brechen! Derart extrem, das nichts mehr übrig bleibt mit dem man Widerstand leisten könnte. Am Ende wird man zwar nur palästinensische Zivilisten treffen, die nur durch hören, sagen von der HAMAS wissen, doch steht dann der Weg endlich frei für ein freies, demokratisches Palästina. Die Geschichte wird es Israel danken…
hxxp://www.leonard-goldmann.de/gesellschaft/warum-richtig-ist-was-israel-tut/comment-page-1/

Demonstration gegen den Krieg am 17.1. in Hannover

authorOmar | 14. Januar 2009

Am Samstag, den 17.1. gibt es wie versprochen wieder eine Demonstration gegen den Krieg in Gaza. Treffpunkt ist um 14:30 wieder am Opernplatz. Hier der Ankündigungstext der Veranstalter:

Wir wollen keine Mittäter sein!

Seit mehr als zwei Wochen hält das Morden in Gaza an. Stündlich verlieren Menschen ihr Leben. Bis heute tötete Israel 264 Kinder unter 15 Jahren. 1456 Kinder wurden unheilbar verletzt. Der 9-jährige Mohamad verlor neben seinem Arm auch sein Augenlicht dank der von Israel eingesetzten und international geächteten Phosphor-Bomben.

Kriegsbefürworter: Der “ständige” Raketenbeschuss

authorOmar | 13. Januar 2009

Der Raketenbeschuss von Sderot und Ashkelon aus dem Gaza-Streifen müsse aufhören. Dies wird als Voraussetzung genannt, um die israelische Kriegsmaschinerie zum Stillstand zu bringen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier gingen so weit, der Hamas die alleinige Schuld am Ausbruch der Bombardierung zu geben. Nach deren Version hat die Hamas – im Gegensatz zu Israel – den Waffenstillstand nicht beachtet. Gerne werden dabei “Tausende” Raketen seit 2000 und 21 Tote auf israelischer Seite seit dem militärischen Abzug aus Gaza 2006 zitiert. Zuletzt sagte Außenminister a.D. Joschka Fischer in einem “ZEIT”-Interview zum chronologischen Ablauf der Eskalation:

Hamas hat den Waffenstillstand für beendet erklärt und den Beschuss Südisraels mit Raketen wieder aufgenommen. Das sind Tatsachen, über die ein internationaler Konsens besteht.

Was würde ein Staat tun, wenn er täglich von seinem Nachbarstaat bombardiert wird? Diese Frage wird gerne von denen gestellt, die glauben machen wollen, dass in Gaza ein unabhängiger Staat mit allen damit verbundenen Rechten existiert, die damit auch eine Legitimation für die massenhaften Morde Israels gefunden zu haben scheinen.

Es lohnt sich also, die Frage zu stellen, inwiefern die Prämisse dieser Legitimation stimmt: Was hat es also mit dem Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen auf sich?