Donnerstag, 29. Juni 2006, 3:57 Uhr
Etwa 24 Stunden nach dem Anfang der Invasion des Gaza-Streifens warte ich immer noch auf den Augenblick, an dem ich nicht mehr so sprachlos bin. Deshalb versuche ich für mich und für andere einige Reaktionen anderer festzuhalten in der Hoffnung, dass es einfacher wird, sich früher oder später einen Reim aus der Invasion zu machen. Ich musste natürlich eine Auswahl treffen derjenigen Kommentare, die ich hier vorstelle.
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Category: Ausland, medien
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Sonntag, 25. Juni 2006, 4:08 Uhr
Der Gemässigte: Olmert: Israeli lives worth more than Palestinian ones:
Ehud Olmert, the Israeli Prime Minister, expressed “deep regret” for army operations that have killed 14 Palestinian civilians in Gaza in just nine days but said the lives of Israeli citizens threatened by Qassam attacks were “even more important”.
The deaths in three separate missile attacks overshadowed Mr Olmert’s first meeting with the Palestinian President, Mahmoud Abbas, since taking office, as grieving relatives gathered here to mourn the two latest civilian victims, Fatima Ahmed, a 37-year-old pregnant mother of two small children, and her brother Zakaria, 45.
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Samstag, 6. Mai 2006, 2:39 Uhr
René Bräunlich und Thomas Nitzschke - die beiden deutschen Ingenieure, die im Irak gefangengenommen wurden, wurden freigelassen und haben sich geäussert.
Bräunlich beschrieb die Entführer als “Moslems mit großem Engagement”. Sie hätten fünfmal am Tag gebetet. “Sie haben uns, soweit es ging, über das Gute im Islam erzählt und oft im Koran gelesen. Aber fanatisch waren [...]
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Mittwoch, 26. April 2006, 1:18 Uhr
Aus einem mir unerklärlichen Grund habe ich heute die Neue Presse statt der Hannoverschen Allgemeine bekommen. Da ich nur ein Test-Abo “fahre”, werde ich es ihnen verzeihen, aber wenn mir noch einmal dieses Klopapier von Zeitung in den Briefkasten kommt, werde ich — ich werde freundlich nachfragen, was ich den Menschen von madsack getan habe, [...]
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Category: Hannover, Inland, medien
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Sonntag, 19. März 2006, 13:31 Uhr
Seit nun mehr als 40 Tagen hat Israel die einzige Handelsgrenze zum Gaza-Streifen geschlossen, im Versuch die Bewohner für die Wahl einer politischen Vertretung zu bestrafen. Laila El-Haddad, die Bloggerin hinter “Raising Yousuf: A diary of a mother under occupation”, beschreibt die Situation im Artikel Bread runs out in face of Israeli closure wie folgt:
Walking around Gaza today, one would have thought there was a war looming (well, I guess we are in a perpetual state of low-intensity war, but still). Most bakeries throughout the city were closed by mid-afternoon, with the only remaining ones jam-packed with customers, lines extending out to the streets till late at night.
The reason: flour stocks have officially run out in Gaza due to a 44-day and going-strong Israeli-imposed closure of the only commerical crossing for goods and humanitarian supplies.
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Montag, 13. März 2006, 0:09 Uhr
Neuerdings scheint es verboten in Deutschland über die Besatzung des Iraks zu sprechen. Oder wie soll man folgende Nachricht interpretieren??
Berliner LKA erteilt Redeverbot für irakische Besatzungsgegner:
Am Nachmittag des 11. März wurde der “Internationale Freundschafts- und Solidaritätsverein” in der Berliner Silbersteinstraße von einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei umstellt. Hintergrund dieser massiven Drohgebärde war die geplante Veranstaltung mit Awni Al Kalemji von der Irakischen Patriotischen Allianz.
Gegenüber der vor Ort anwesenden Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke erklärten zwei Beamte des Landeskriminalamtes, dass sie Awni Al Kalemji ein Schriftstück übergeben wollen, das ihn zwingt, öffentlich nicht aufzutreten und keine öffentlichen Reden zu halten - andernfalls müsste er festgenommen werden. Das heißt, Awni Al Kalemji wäre überhaupt keine Gelegenheit gegeben gewesen, gegen dieses “Schriftstück” rechtlichen Widerspruch einzulegen, da es ihm erst wenige Minuten vor Veranstaltungsbeginn übergäben worden wäre.
Hinzu kommt, dass sich die beiden Beamten gegenüber der Bundestagsabgeordneten anfänglich als Mitarbeiter einer “Gewerbeaufsicht ausgaben. Damit wurden vorsätzlich falsche Tatsachen vorgespielt. Mehr noch: Die Beamten weigerten sich sowohl, Ulla Jelpke den Grund ihres Einsatzes zu nennen, als auch, den Namen des Einsatzleiters zu nennen.
Freie Meinungsäusserung? Ja, aber nur wenn es darum geht, gegen Muslime zu hetzen.
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Donnerstag, 16. Februar 2006, 13:41 Uhr
[Original bei freace.de]
Wie beispielsweise der österreichische ORF am Mittwoch berichtete, sind auch als Geiseln genommene Kinder von US-Soldaten im Irak “üblicherweise” gefoltert worden, um Angehörige “zum reden” zu bringen.
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Freitag, 3. Februar 2006, 20:24 Uhr
Dun Dun Dun DuDuDun DuDuDun, Duuun Duun Duuuun, Dun DuDun Dun DuDuun,
Es ist zu befürchten, daß der Konflikt sich nun auf dem Gleis befindet, auf das die US-Regierung ihn schon seit drei Jahren zu schieben versucht. Sollte sich bewahrheiten, daß auch Rußland darauf setzt, den Iran durch Bildung einer möglichst breiten internationalen Front in die Knie zu zwingen, stehen die Chancen für eine politische Einigung sehr schlecht, auch wenn die Führung in Teheran diesen Weg immer noch ausdrücklich offen hält. Auf der anderen Seite haben iranische Politiker angekündigt, daß die Einschaltung des UNO-Sicherheitsrats, mit welcher Formulierung auch immer, als Zäsur angesehen würde. Iran würde in diesem Fall, einem Parlamentsbeschluß vom vorigen Jahr folgend, alle freiwilligen Zugeständnisse zurückziehen. Angefangen bei der Wiederaufnahme der seit November 2003 unterbrochenen Arbeiten an der Urananreicherung.
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Dienstag, 24. Januar 2006, 2:12 Uhr
Jacques Chirac und Angela Merkel hören sich scheinbar gerne gegenseitig mit den Säbeln rasseln. Während Frau Merkel noch mit politischen Waffen rasselt, schwingt Chirac die grossen Bomben und droht mit Atomschlägen. Frau Merkels Antwort: “Würd’ ja auch gerne!“
Das Interessante ist folgendes: Warum bedrohen wir den Iran? Bedroht er uns? Will er uns angreifen? Hat er uns schon angegriffen? Will er irgendwen angreifen?
Frau Merkel fordert, dass eine “abgestimmte Vorgehensweise” dazu dienen soll, dass “eine breite Mehrheit” gegen den Iran im Gouverneursrates der Internationalen Atomenergiebehörde entsteht. Aber warum muss sich der Iran irgendwem beugen? Fakt ist, dass der Iran vollkommen berechtigt ist, atomare Energie zu nutzen und in einem geschlossenen Kreis zu produzieren. Was der Iran laut Atomwaffensperrvertrag nicht darf, ist die Nutzung (Besitz?) von Atomwaffen! Ob wir dem Iran glauben mögen, dass er sich an den Vertrag hält oder nicht, ist zunächst einmal vollkommen ohne Belang, denn wir würden unsere Nutzung der Atomenergie auch nicht aufgeben wollen, nur weil der Iran uns nicht vertraut (genügend Grund hätte er inzwischen ja).
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Donnerstag, 19. Januar 2006, 0:44 Uhr
Unter der Überschrift “Gedanken zum Iran-Krieg” beschreibt Professor Georg Meggle in einem Artikel auf Telepolis den anstehenden Irankrieg sehr ausführlich. Er beschreibt zwar die Gründe für die USA und Israel, Iran anzugreifen, es wird aber nicht klar, warum wir - Deutschland - uns an einem solchen Angriffskrieg beteiligen müssen. Auch Professor Mohssen Massarrat von der Universität Osnabrück hat eine Analyse zum Irankrieg bei der AG Friedensforschung an der Uni Kassel veröffentlicht.
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Category: Ausland, medien
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