Neue Artikel: 17. March 2010
Neue Artikel für den 17. March 2010:
Custom Feed: Wichtig, verdammt wichtig!, Gymnasien setzen Klassen nach Herkunft und Religion zusammen
Neue Artikel für den 17. March 2010:
Custom Feed: Wichtig, verdammt wichtig!, Gymnasien setzen Klassen nach Herkunft und Religion zusammen
Neue Artikel für den 11. March 2010:
Custom Feed: Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen
Neue Artikel für den 3. February 2010:
Custom Feed: French Council of the Muslim Faith calls for action against Islamophobia, Kelek: “Sie wird wieder aufflammen”, Die kleinen Freuden des Lebens, Wasserglas gestürmt, Das Känguruh, Israel wants to deport East Jerusalem resident for spending years in U.S – Haaretz, Israeli media goes after New Israel Fund: “responsible for Goldstone Report”, Israel behindert Arbeit internationaler Hilfsorganisationen [...]
Neue Artikel für den 26. January 2010:
Custom Feed: A Space Exodus, Israelis protest over ‘fascist’ Jerusalem settlements, Israel verweigert NGO-Mitarbeitern ein Arbeitsvisum, The Poor White Women: Yasmin Alibhai-Brown on White Female Converts, Schlusslicht Deutschland – Muslime fühlen sich nicht akzeptiert, censorship, Islamophobia, the whole 9 yards, Wir können alles. Außer Englisch., Linke Gewalt, rechte Gewalt, Flaschmeldung, The first Palestinian on the moon
Professor Alexander Schuller hat einen sehr wirren Kommentar im DeutschlandRadio abgegeben. Den Schlußsatz könnte man gar als ein Plädoyer für einen ‘Gottesstaat’ (oder zumindest für eine Theokratie) verstehen, würde er sich damit nicht hinter einem Zitat verstecken:
Der Soziologe Eric Voegelin meinte, uns fehle die Einheit von Glaube, Gedächtnis und Politik. Man darf diesen verlorenen Schatz ruhig Transzendenz nennen.
Aber das eigentliche Problem ist die Weiterverbreitung der Mär vom Intolleranten Muslim. Anbei eine Email, die ich der Dradio-Redaktion geschickt habe:
Neue Artikel für den 13. January 2010:
Custom Feed: Ayla, Alis Tochter, Ein Kommentar zum Kommentar: Ein Islam für die Zukunft – oder: nur ein toter Islam ist ein guter Islam
Vor zwei Tagen hatte ich Herrn Dr. Aydin Findikçi eine Email als Antwort auf seinen in der “Welt Online” veröffentlichten Gastbeitrag “Veraltete Koran-Auslegung bremst die Integration”. Gestern (6.1.2010) hatte er mir eine nette Antwortemail geschickt, die allerdings wenig mit meiner Kritik zu tun hatte. Hier ist sie unzensiert…
Dr. Aydin Findikçi hat einen Gastbeitrag mit dem Titel “Veraltete Koran-Auslegung bremst die Integration” bei der “Welt Online” geschrieben, den diese mit “mit einem falschen Islamverständnis in Deutschland aufräumen” bewirbt. Der Kommentarbereich unter dem Artikel ist inzwischen – wie so oft bei Welt-Artikeln, die auch nur entfernt etwas mit Islam zu tun zu haben vorgeben [...]
Innenminister Uwe Schünemann bekräftigt im Landtag: Muslime sind selbst schuld, wenn sie verprügelt werden, da sie ja auch hätten “deutscher” sein können. Wenn sie sich aber dagegen entscheiden, dann kann man ihnen nicht mehr weiterhelfen! Dem pflichtet die Autorin Barbara Sichtermann bei, stellt aber klar: es liegt nicht am Islam, sondern an den ach-so rückständigen Muslimen! Wir müssen Rückständigkeit bekämpfen. Vorschlag zur Güte: Eine Inquisition gegen die Rückständigkeit!
Die Praxis der diskriminierenden Personenkontrollen vor Moscheen könnte möglicherweise bald der Vergangenheit angehören. Die Fraktion der Grünen im Niedersächsischen Landtag hat einen Antrag zur Änderung des Niedersächsischen Gesetzes eingereicht. § 12, Satz 6 des Nds. SOG soll darin abgeschafft werden. Am 2. Dezember findet eine Anhörung hierzu statt. Die Anhörung ist öffentlich und es stehen einige Besucherplätze frei. Ich denke, dass es schön wäre, wenn auch Muslime teilnehmen würden.
Die HAZ vom Samstag und mehrere Bekannte berichten wieder, dass die Polizei am letzten Freitag im Rahmen der verdachtsunabhängigen Personenkontrollen in Hannover um die Salahuttin-Moschee alle ein- und ausgehenden Personen kontrolliert haben. In dem nicht online zu findenden Artikel der HAZ steht:
Insgesamt überprüften die Beamten 58 Personen und sechs Fahrzeuge. Seit 2003 kontrolliert die Polizei zum Freitagsgebet Moscheebesucher und lässt sich deren Pässe zeigen.
Die üblichen Gruppierungen rund um Pierre Vogel verschicken wieder Emails, nachdem die Schamfrist nach ihrem Debakel um den Fall der fünffachen Mutter Natalie Bracht scheinbar abgelaufen ist. Diesmal geht es um den Prozess des Mörders von Marwa El-Sherbini, der in der letzten Woche anlief und wohl bis Mitte diesen Monats zuende gebracht wird. In der Email wird zur Massenversammlung vor dem Gericht in Dresden aufgerufen, was ich zum Anlass nehme, mal Beweggründe zu hinterfragen.
Dieser Artikel ist im Original im Englischen auf huffingtonpost.com erschienen. Dean Obeidallah ist seit dem 11. September ein Comedian, der in den USA aufgewachsen ist.
Nicht nur sind Muslime auf dem Vormarsch, sie möchten sogar Amerika ((lies: Deutschland, Frankreich, Europa …)) übernehmen! Zumindest ist es das, was vier republikanische Abgeordnete Kongressabgeordnete heute behauptet haben.
Beileid ist meist nutzlos. Es kommt zu spät und stellt nichts wieder her, was bereits verändert wurde. Aber zumindest drückt es Empathie aus. Ich möchte deshalb der Familie von Hanna H. mein Beileid ausdrücken – ganz besonders ihren drei Kindern. Inzwischen wurde ihr tatverdächtiger Ehemann gefasst, der sich scheinbar über den Brüsseler Flughafen ins Ausland absetzen wollte.
Hanna H. und ihr Ehemann lebten bis Juni diesen Jahres in der gemeinsamen Wohnung in Köln Bilderstöckchen. Er soll gewalttätig gewesen sein und wurde deshalb von der Polizei für 10 Tage aus der Wohnung verbannt. Anschließend hat Hanna H eine einstweilige Verfügung erwirkt, die ihm verbietet sich ihr weniger als 200 Meter zu nähern. Vor einem Monat (im September 2009) soll zum ersten Mal dagegen verstoßen haben und seine Ehefrau angegriffen haben. Das berichten auch Nachbarn des Opfers. Ob dies der Polizei gemeldet wurde, ist nicht ersichtlich. Am 13.10.2009 soll er sie zum zweiten Mal zwischen Wohnung und angrenzendem Spielplatz angegriffen haben. Dabei hat er sie mit einem Messer so erheblich verletzt, dass sie im Krankenhaus ihren Blutungen erlag.
Ein beachtenswerter offener Brief des Rats muslimischer Studierender und Akademiker an die nordrheinwestfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter bezüglich der Äußerungen des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts Münster Michael Bertrams. Bertrams hatte anlässlich des Jubiläums der “Barmer Erklärung” einen Vortrag gehalten, in dem es um das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen ging. Dabei reduzierte er die Religionsfreiheit weitestgehend auf die Freiheit christlich erzogen zu werden. Muslime sollte man nun nicht unbedingt alle abschießen, allerdings wären sie als gleichberechtigte Partner innerhalb des Staates nicht hinnehmbar und sollten auch – qua ihrer offensichtlichen Verfassungsfeindlichkeit – nicht als Beamten arbeiten.
Begründungen oder gar Beweise für dafür, dass Muslime seiner Meinung nach nicht verfassungskonform agieren könnten liefert er nicht. Den Muslimen selbst kann man ja nicht glauben, deshalb ist ein Dialog und eine Diskussion darüber unwichtig. Michael Bertrams macht es sich um einiges einfacher: “Die Stichworte ‘Scharia’ und ‘islamischer Gottesstaat’ mögen hier genügen.” Wow! So viel Fachwissen habe ich ja nicht erwartet. Hut ab. Der hinreichende Beweis für die These ist gegeben. Keine weiteren Fragen.
Anbei noch der Brief des Rats muslimischer Studierender und Akademiker. Den Brief gibt es auch im pdf-Format.
NDR Info hat einen neuen Beitrag zu Moscheekontrollen in Niedersachsen ausgestrahlt. Am besten kommt heraus, wie Innenminister Schünemann mit seinen Beschwichtigungsversuchen lügt, dass sich die Balken biegen (Migazin hat die Geschichte intensiv mitverfolgt). Hier der Beitrag zum Nachhören:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Ich komme leider in letzter Zeit nicht dazu, das Blog zu befüllen. Aber das zumindest sollte ich noch machen: Morgen Heute ist neben dem Tag der deutschen Einheit auch traditionell der Tag der offenen Moscheen, ein Tag, an dem Moscheen Deutschlands ihre Tore für Besucher öffnen und zum Dialog einladen. Der KRM hat dieses Jahr zu diesem Anlass und zum Anlass des 60-jährigen Bestehens der Bundesrepublik einen neuen Flyer mit dem Titel “Moscheen – ein fester Teil der Gesellschaft” entworfen, der recht schön ist.
In Hannover hat sich bereits die Projektgruppe “offene Moscheen” etabliert, die jeden ersten Freitag im Monat eine Moscheeführung in einer der Hannoverschen Moscheen durchführt. Ausnahmsweise wurde die Moscheeführung des Oktobers auf Samstag, den 3. Oktober verschoben. Die Gruppe bietet Moscheeführungen, Vorträge und Diskussionen in drei Moscheen in der Stadtmitte an.
Es öffnen natürlich noch weitere Moscheen in Hannover ihre Pforten. Eine Auflistung ist wiederum auf offenemoscheen.de zu finden.
Der Bürgermeister von Clarksville Johnny Piper hatte eine dieser hysterischen Emails weitergeleitet, in der zu einem Protest gegen die angeblich neu von Barack Obama eingeführten Briefmarken aufgerufen wurde. Die Briefmarken – die bereits seit 2001 mehrmals aufgelegt wurden – erinnern an die beiden muslimischen Feste. Auf den Postmarken ist in arabischer Kalligraphie “Eid Mubarak” aufgedruckt – der Wunsch eines “gesegneten Festes” also. Piper hatte angemerkt, dass er die Email als reine Information weitergeleitet hatte. Seine Rechtfertigung liest sich indes recht interessant:
Ramadan Mubarak. Ich wünsche allen einen gesegneten Ramadan. Mein Trick für extern-praktischen Teil des sommerliche Fastens: Prozessoren werden bei Überhitzung gestuft heruntergefahren, um eine weitere Hitzeansammlung zu vermeiden. Das können Menschen auch. Nehmt euch also ruhig Zeit mit dem Gehen, dem Tippen und vor allem dem Reden. Meiner Erfahrung nach beansprucht oftmals vor allem das Reden bei entsprechender Aufregung recht viel Energie und führt zudem zu Überhitzung. Also, einen Gang runterschalten und die Ruhe ausstrahlen ((ich weiß, im Auto müsste man für dieselbe Geschwindigkeit einen Gang hochschalten, um Ruhe auszustrahlen, aber das ignorieren wir mal…)) – das wird einem die Umwelt danken.

Claus Ludwig berichtet von einem weiteren misslungenen Versuch “Pro-Kölns”, eine populäre Demonstration gegen die Islamisierung Deutschlands, dem gutmenschlichen Miteinander, der Entweißefizierung der arischen Rasse oder irgend so etwas zu organisieren. Dieses ist ebenso wie die vorherigen zwei “Anti-Islam-Kongresse” ziemlich in die Hose gegangen. Knapp hundert bekannte Teilnehmer waren am Roncalliplatz in Köln anwesend und wurden durch diverse Aktivitäten der Gegendemonstranten gestört.
Die “Bürgerbewegung” hat nicht das Potenzial, die Bürger zu bewegen. Auf den Kundgebungen tummeln sich immer die gleichen 50 Anhänger von “Pro Köln”, manchmal ergänzt durch Leute von “Pro NRW” oder von den Verbündeten aus Belgien und Österreich. Dabei handelt es sich überwiegend um Rentner, dazu kommen einige jugendliche Möchtegern-Schlägertypen.