in der ZDF-Mediathek findet sich neuerdings ein Video aus der Sendung ZDF aspekte vom Freitag, den 30.10.2009. Unter dem Titel “Schändliches Schweigen” geht darin eine Frau Anna Bernard angeblich auf “den Fall” der ermordeten Marwa El-Sherbini ein. Wie sie das tut wäre sehr witzig, wenn es denn nicht so traurig gewesen wäre. Erst die Ansage:
Am 1. Juli wurde eine junge Ägypterin im Landgericht Dresden von einem Russlanddeutschen mit 16 Messerstichen ermordet. Danach wurde die Frage gestellt, ob es in Deutschland ein unterschwelliges rassistisches Klima gibt. Diese Frage stellte man sich natürlich auch in der islamischen Welt – vor Allem in Ägypten. Diese Woche hat nun der Prozess gegen den 28-jährigen Angeklagten begonnen – der tobt im Gerichtssaal, schweigt aber in der Sache.
Das nehmen sich scheinbar die Macher dieses Programms zum Motto: Schweigen in der Sache! Aber eins nach dem Anderen. Mit welchen Mitteln des hohen Journalismus möchte die Reporterin nun an den Fall herantreten. Wie wird sie “den Fall Marwa El-Sherbini” behandeln?
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In der taz bringt es Karim El-Gawhary auf den Punkt:
Bei der Berichterstattung rund um den Prozess, der am Montag in Dresden beginnt, könnte es darum gehen, wie eine antiislamische Stimmung in Deutschland, angeheizt von vielen Schreibtischtätern, dem Mörder Alex W. zugearbeitet hat. Stattdessen aber dreht sich alles um die Sicherheitsvorkehrungen im Prozess: die 200, das Gericht schützenden, Polizisten und das extra angebrachte Panzerglas, die den Prozess vor muslimischen Racheaktionen schützen soll.
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Heute jährt sich der Terrorfahnder-Einsatz in Hamwiede zum zweiten Mal, mit dem die Kriminalpolizei Walsrode unsere Flitterwoche am 25.10.2007 unterbrochen hatte. Nachlesen lässt sich das ganze im Detail bei Kathrin. Vor etwa einem Jahr hatte ich alles Neuere soweit zusammengefasst. Im letzten Jahr ging es den Gerichten – und der Polizeidirektion – darum, uns mit [...]
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Ein beachtenswerter offener Brief des Rats muslimischer Studierender und Akademiker an die nordrheinwestfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter bezüglich der Äußerungen des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts Münster Michael Bertrams. Bertrams hatte anlässlich des Jubiläums der “Barmer Erklärung” einen Vortrag gehalten, in dem es um das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen ging. Dabei reduzierte er die Religionsfreiheit weitestgehend auf die Freiheit christlich erzogen zu werden. Muslime sollte man nun nicht unbedingt alle abschießen, allerdings wären sie als gleichberechtigte Partner innerhalb des Staates nicht hinnehmbar und sollten auch – qua ihrer offensichtlichen Verfassungsfeindlichkeit – nicht als Beamten arbeiten.
Begründungen oder gar Beweise für dafür, dass Muslime seiner Meinung nach nicht verfassungskonform agieren könnten liefert er nicht. Den Muslimen selbst kann man ja nicht glauben, deshalb ist ein Dialog und eine Diskussion darüber unwichtig. Michael Bertrams macht es sich um einiges einfacher: “Die Stichworte ‘Scharia’ und ‘islamischer Gottesstaat’ mögen hier genügen.” Wow! So viel Fachwissen habe ich ja nicht erwartet. Hut ab. Der hinreichende Beweis für die These ist gegeben. Keine weiteren Fragen.
Anbei noch der Brief des Rats muslimischer Studierender und Akademiker. Den Brief gibt es auch im pdf-Format.
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NDR Info hat einen neuen Beitrag zu Moscheekontrollen in Niedersachsen ausgestrahlt. Am besten kommt heraus, wie Innenminister Schünemann mit seinen Beschwichtigungsversuchen lügt, dass sich die Balken biegen (Migazin hat die Geschichte intensiv mitverfolgt). Hier der Beitrag zum Nachhören:
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Ich komme leider in letzter Zeit nicht dazu, das Blog zu befüllen. Aber das zumindest sollte ich noch machen: Morgen Heute ist neben dem Tag der deutschen Einheit auch traditionell der Tag der offenen Moscheen, ein Tag, an dem Moscheen Deutschlands ihre Tore für Besucher öffnen und zum Dialog einladen. Der KRM hat dieses Jahr zu diesem Anlass und zum Anlass des 60-jährigen Bestehens der Bundesrepublik einen neuen Flyer mit dem Titel “Moscheen – ein fester Teil der Gesellschaft” entworfen, der recht schön ist.
In Hannover hat sich bereits die Projektgruppe “offene Moscheen” etabliert, die jeden ersten Freitag im Monat eine Moscheeführung in einer der Hannoverschen Moscheen durchführt. Ausnahmsweise wurde die Moscheeführung des Oktobers auf Samstag, den 3. Oktober verschoben. Die Gruppe bietet Moscheeführungen, Vorträge und Diskussionen in drei Moscheen in der Stadtmitte an.
Es öffnen natürlich noch weitere Moscheen in Hannover ihre Pforten. Eine Auflistung ist wiederum auf offenemoscheen.de zu finden.
In der zweiten Woche des diesjährigen Ramadans gehts es in den Wochenblogs um den Tagesablauf im Ramadan.
Teilgenommen haben Taner, Tekays, Bilal und Canaan. Meinen eigenen kurzen Beitrag habe ich an die Zusammenfassung angehängt, ebenso wie eine Frage einer Lehrerin, die ich gerne weiter diskutieren würde.
Ich habe den langen Artikel auf der Internetseite “katholischer Nachrichten” zuende gelesen, um diese Titel-Frage beantwortet zu bekommen. Allen anderen erspare ich den Artikel:
Besonders strenggläubige Moslems weigern sich während des Fastenmonats sogar, den eigenen Speichel zu schlucken.
Das führt zu einer zusätzlichen Schwächung der Fastenden, besonders am Nachmittag. Das Ausspucken des Speichels bewirkt außerdem eine beachtliche Verschmutzung der Böden.
Dass ich in keinem mehrheitlich muslimischen Land eine solche Verschmutzung des Bodens gemerkt habe und auch in Deutschland – etwa vor Moscheen oder anderen Zentren muslimischen Lebens – keine solche Verschmutzung zu sehen ist oder zumindest keine, die an die Böden von Bushaltestellen reicht, wird wohl an mir liegen. Die Autoren wissen es bestimmt besser.
Wieder Amerikas meistgesuchte Karikaturist zu einem internationalen Wettbewerb der Muslimische-Frauen-Hasser:

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Die erste Ramadanwoche ist bereits vorbei – man mag es kaum glauben, dass es so schnell ging. Und so hat Kübra gestern bereits die Zusammenfassung des ersten Themas unserer Ramadan-Wochenblogs online gestellt. Es haben zwar nur vier Blogger teilgenommen – Meryem, Bilal, Taner und Tekays – aber die Beiträge sind dafür umso schöner.
Als linke Journalistin weiß Nicola Liebert: Sie ist genauso über jeden Zweifel des Rassismus erhaben wie die Grünen mit ihrer überhauptnichtrassistischen oder -sexistischen Reduktion einer schwarzen Frau auf ihre Sexualität. Ohnehin ist es nur dann “ganz und gar widerwärtig, wenn Ausländerhasser und Rechte im Allgemeinen Kopftuch und Burka als angeblich ostentativ religiöse Symbole für ihre Zwecke funktionalisieren”. Nein, Frau Liebert möchte lediglich Toleranz auch für sich einfordern, diese Toleranz “beinhaltet etwa, dass ich in einer Gesellschaft leben möchte, die das humanistische Grundprinzip der Gleichberechtigung anerkennt”.
Was heißt das genau?
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Ramadan Mubarak. Ich wünsche allen einen gesegneten Ramadan. Mein Trick für extern-praktischen Teil des sommerliche Fastens: Prozessoren werden bei Überhitzung gestuft heruntergefahren, um eine weitere Hitzeansammlung zu vermeiden. Das können Menschen auch. Nehmt euch also ruhig Zeit mit dem Gehen, dem Tippen und vor allem dem Reden. Meiner Erfahrung nach beansprucht oftmals vor allem das Reden bei entsprechender Aufregung recht viel Energie und führt zudem zu Überhitzung. Also, einen Gang runterschalten und die Ruhe ausstrahlen ((ich weiß, im Auto müsste man für dieselbe Geschwindigkeit einen Gang hochschalten, um Ruhe auszustrahlen, aber das ignorieren wir mal…)) – das wird einem die Umwelt danken.
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Kathrin und Silvia haben eine sehr detaillierte Rezension zum Comic-Buch “Burka” von Eva Schwingenheuer geschrieben. Sehr lesenswert sind dabei auch die Analysen der Aussagen von Schwingheuer in Interviews zum Buch. Daneben bieten auch die (dringend nötigen) Ausführungen zu kolonialen Hintergründen der Auseinandersetzung um das muslimische Kopftuch viele interessante Informationen. Lesebefehl!
Eiken Bruhn kommentiert in der taz Bremen eine Erklärung der Bremer Muslime zum Mord an Marwa El-Sherbini und bedient mit einer offensichtlichen Falschzitierung der Erklärung islamfeindliche Rassisten. Gleichzeitig bestätigt er Vorurteile, die viele Muslime über “die Medien” haben..
Tags: Bremen, Deutschland, diskriminierung, Dresden, Gewalt, Goebbels, Hetze, internet, Islam, Islamfeindlichkeit, islamophobie, Marwa El-Sherbini, medien, meinungsfreiheit, Mord, Muslim, muslime, Necla_Kelek, presse, Ralph Giordano, Rassismus, Seyran Ates, taz
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Bis heute warte ich noch auf einen kritischen Bericht über die Razzia am Wochenende im Bremer “Kultur- und Familienverein”. Google news spuckt nicht viel aus. Da gibt es eine kurze Notiz in der taz und einen inhaltsgleichen Artikel in der NWZ. Der ausführlichste Artikel ist weiterhin der Artikel bei radiobremen. “BILD online” ‘berichtet’ auch über den Fall – unter der Überschrift “Wie gefährlich ist die Bremer Islam-Gruppe?”. Daneben gibt es zwei Pressemitteilung der Polizei Bremen – eine vor dem Zugriff und eine zum Ende des Zugriffs.
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Gestern hat die Bremer Polizei eine Großrazzia in den Räumlichkeiten eines muslimischen Vereins – dem “Kultur- und Familienverein” – durchgeführt. “Etwa 180 Polizisten” haben die Räume durchsucht und die sich darin befindlichen 54 Menschen erkennungsdienstlich behandelt. Und der Anlass für diese Durchsuchung:
Zu der heute vorgenommenen “Personen-Großkontrolle” in den Vereinsräumlichkeiten, hat sich die Polizei Bremen entschlossen, nachdem Informationen über einen zu diesem Wochenende deutlich gesteigerten Besucherstrom verschiedener Personen aus dem In- und Ausland erlangt wurden.
Ein “Ansturm” aus wahrscheinlich weit weniger als 50 Personen aus dem näheren Ausland – Dänemark, Holland, Österreich und Frankreich – führt also zwangsweise zu einer “Personen-Großkontrolle”??
Vor einigen Tagen hat Necla Kelek ihr “Urteil” zur Causa Navid Kermani gefällt. So unwichtig ihre Meinung auch sein mag und so unbeholfen stets ihre Versuche der Meinungsäußerung auch immer erscheinen mögen, irgendeine Zeitung druckt sie schon ab. Und wenn es nicht die FAZ ist, dann zumindest die “Welt”. Wieder einmal merkt man an den Äußerungen Keleks, dass sie nicht verstanden hat, worum es geht.
Ein Youtube-Video ruft dazu auf, dass man für eine Moschee in Hannover spenden soll. Genauer gesagt soll ein Gebäude in der Kornstr. 25 in der Nordstadt aufgekauft werden, um es als Gebetsräumlichkeiten für Muslime zu nutzen. Das Gebäude wird derzeit auch schon als Moschee benutzt und das Video wurde in den Räumlichkeiten gedreht. Der Aufruf kommt von Pierre Vogel, der vor Kurzem wohl einen Vortrag in der Moschee gehalten hat. 60.000 € – das ist der Restbetrag, der eingesammelt wird – sollen innerhalb von 14 Tagen zusammen kommen. Den Gesamtbetrag nennt Pierre Vogel nicht, allerdings habe ich gehört, dass sich dieser auf etwa 300.000 € beläuft ((Diese “Information” ist in keinster Weise fundiert. Bitte nicht weiterzitieren.)).
Als Grund, warum nun ausgerechnet dieser Moschee das rare Geld für gute Zwecke ((Man frage einfach mal bei den Hilfsorganisationen nach..)) zukommen soll, nennt Pierre Vogel im Video lediglich die Behauptung, dass ansonsten “evangelikale Christen” das Gebäude kaufen würden. Hier sind vier Gründe, warum man hoffen sollte, dass das Geld nicht zusammen kommen sollte und warum man selbst sein Geld nicht darin verschwenden sollte.
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Vor etwas mehr als einer Woche war Ayaan Hirsi Ali (eigentlich: Magan) in Hannover und hat in der Cumberlandschen Galerie über die “Gefahren des Islam” referiert. Meinen Kommentar zur äußerst unkritischen Berichterstattung habe ich auf der Kommentarseite der haz veröffentichen lassen.
Der folgende Bericht hat mich dann noch von einem Bekannten erreicht, der selbst bei dem Vortrag anwesend war:
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