Samstag, 22. März 2008, 20:08 Uhr
In der Nacht zum Samstag gab es laut der Polizeiinspektion Rotenburg einen Anschlag auf einen muslimischen Gebetsraum in Sittensen.
Vermutlich rechtsgerichtete Täter haben in der Nacht zum Ostersamstag mit Molotow-Cocktails versucht, den Gebetsraum der Islamischen Gemeinschaft in Sittensen in Brand zu setzen. Der Brand beschädigte Mobiliar im Wert von einigen tausend Euro, verlöschte aber von allein. An den Fensterscheiben wurden Klebezettel mit rechtsgerichtetem Inhalt gefunden. Intensive Ermittlungen führten die Rotenburger Polizei inzwischen zu einem 18-jährigen Tatverdächtigen aus Sittensen.
Der Anschlag soll etwa um halb drei morgens stattgefunden haben, wie ein Anwohner aussagt. Außer einem Sachschaden von rund 10.000 € ist kein Personenschaden entstanden.
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Sonntag, 23. Dezember 2007, 22:09 Uhr
In der taz vom 21.12.2007 fordert Lale Akgün, dass der Innenminister nicht mehr mit “islamischen Exoten” spricht, sondern mit der “liberalen Mehrheit” der Muslime. Letztere sei nicht in der Islamkonferenz vertreten, da dort nur “autoritärislamische Stimmen und [] antiislamische Stimmen” zu finden sind - zu Letzteren zählt sie Seyran Ates und Necla Kelek.
Aber auch islamkritische Stimmen wie Seyran Ates oder Necla Kelek sind dort vertreten.
Das ist doch genau das Problem. Innenminister Schäuble nimmt die autoritärislamischen Stimmen und die antiislamischen Stimmen. Er redet im Grunde genommen nur mit den Exoten. Aber die liberale Normalität wird dort nicht abgebildet.
Necla Kelek hatte ja früher sich selbst als Vertreterin der sog. “schweigenden Mehrheit” dargestellt…
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Sonntag, 30. September 2007, 11:04 Uhr
Ich gehöre nun endlich der aussterbenden Gruppe der Diplinge an. Das war auch der Grund, warum ich im letzten Monat mich so wenig um mein Blog gekümmert habe. Damit gehen sieben Jahre meines Lebens zu Ende, die ich an oder quasi-an der Uni Hannover verbracht habe. Sie waren lang, aber gleichzeitig schön und ich kann jedem nur diese Uni - die ja inzwischen “Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover” heißt - und den Studiengang Maschinenbau empfehlen.
Es gibt weiß Gott genügend Themen, die ich hatte aufgreifen wollen …
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Sonntag, 19. August 2007, 13:58 Uhr
Angefangen hatte Ralph Giordanos öffentliche Kritik an den Moscheebau in Köln, als er in einer TV-Diskussion den Dialogbeauftragten der DITIB und die Stadt Köln aufrief, den Moscheebau zu stoppen. Damals hatte er das mit der fehlgeschlagenen Integration begründet und hinzugefügt, dass seine Ästhetik durch Kopftuch tragende Frauen gestört wäre, die seiner Meinung nach wie “menschliche Pinguine” aussähen. Inzwischen hat sich seine Begründung in einem offenen Brief an Herrn Alboga ausgeweitet und er spricht von dem Moscheebau in der derzeit geplanten Größe als “Kriegerklärung” an die Umwelt. Welche Reaktionen dieser Umwelt auf diese Kriegserklärung seiner Meinung nach gerechtfertigt sind, das hat er denn doch nicht ausgeführt..
Mit dem offenen Brief antwortet Giordano auf die Einladung von Seiten der DITIB - diese ablehnend!! - zu einem Gespräch. Die DITIB reagierte dementsprechend verdutzt, denn nun dürfte auch ihnen klar geworden sein, dass es Herrn Giordano um öffentliche Aufmerksamkeit, weniger um einen Diskurs!
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Samstag, 11. August 2007, 4:18 Uhr
In der Serie “Moscheestreit” in Hannover ist das nun der vierte Artikel. Für einen genaueren Einblick in die Problematik, die sich um den Moscheeverein in Hannover rankt, sei hier nochmals auf die Artikel “Demokratische Moscheen“, Verantwortlichkeit in Moscheen“, “Streitschlichtung? Doch nicht so…” verwiesen.
Ich hoffte mit jedem Artikel, dass der Streit sich endlich legt, entweder dadurch, dass eine einvernehmliche Lösung zwischen den beiden Konfliktparteien gefunden wird oder dadurch, dass sich eine der beiden Parteien oder gleich beide aus schierer Peinlichkeit zurückziehen. Dies ist bis heute nicht passiert und wie es aussieht, wird das nicht mehr vor der Gerichtsverhandlung passieren. Was nach dem Sieg einer Partei nach der Gerichtsverhandlung passieren wird? Eins nach dem anderen..
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Montag, 18. Juni 2007, 8:41 Uhr
Necla Kelek hatte in der FAZ vom 5.6. den Artikel “Das Minarett ist ein Herrschaftssymbol”, in dem sie dem Bau der Moschee unter anderem dadurch entgegenzustehen versucht, in dem sie verdeutlicht, dass in der Moschee nicht nur gebetet, sondern auch Alltägliches (Veranstaltungen, Unterricht etc.) stattfinden könnten. Daneben versucht sie sich auch noch als Architekturkritikerin…
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Mittwoch, 24. Januar 2007, 6:50 Uhr
Seit einigen Tagen scheint eine Fernsehausstrahlung in Groß-Britannien für Unmut zu sorgen. Channel 4 hat eine Zeit lang, einen undercover-reporter in britische Moscheen geschickt und dort Predigten und Vorträge aufzeichnen lassen. In der Sendung “Dispatches - Undercover Mosque” wird das Ergebnis vorgestellt.
A Dispatches reporter attends mosques run by organisations whose public faces are presented as moderate and finds preachers condemning integration into British society, condemning democracy and praising the Taliban for killing British soldiers.
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Sonntag, 13. August 2006, 18:25 Uhr
Anfang des Monats hat die HAZ einen Artikel über die neugebaute Moschee in Göttingen veröffentlicht, die im Herbst offiziell eröffnet werden soll. Die Moschee ist eine der wenigen in Deutschland, die von aussen als solche erkennbar ist - mit Kuppel und zwei Minaretten! Innen sollen Kaligraphien die Wände der 400m2 Fläche des dreistöckigen Gebäudes verzieren. Alles in allem eine recht imposante Baustelle.
Die Moschee hat eine Kuppel und zwei Minarette, innen drei Stockwerke und ein knappes Dutzend Räume auf insgesamt 400 Quadratmetern. Die bunten Kacheln und der große Kronleuchter wurden in der Türkei hergestellt. Türkische Kalligraphen fertigten die aufwendigen Wand- und Deckenzeichnungen an. 750 000 Euro kostet der Moschee-Bau. Das Geld stammt aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen sowie aus dem Verkauf eines alten Gebetsraumes am Rande des Industriegebietes, erläutert Sahbaz. Die restliche Bausumme wurde über Kredite finanziert.
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Freitag, 11. August 2006, 8:06 Uhr
Nach dem angeblich “geplanten Massenmord” in Flugzeugen zwischen Grossbritannien und den USA wird nach den fünf verbliebenen Attentätern gesucht. Gleichwohl wird jetzt schon wieder von “islamistischem Terror” gesprochen und es werden in absehbarer Zeit wieder die Forderungen an die muslimischen Communities und Imame gestellt, doch endlich gegen diesen Terrorismus vorzugehen.
Tatsächlich haben auch Imame und Moscheevereine im Allgemeinen eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, die sie nicht zur Genüge ernstnehmen, allerdings fragt sich, wieweit muslimische Vereine alleine diese Verantwortung zu übernehmen haben. Letztendlich trägt die britische (und deutsche?) Aussenpolitik, die nicht einmal ansatzweise Gerechtigkeit zeigt, dazu bei, dass solche Leute frustriert werden und glauben, durch ihre Aktionen irgendwen rächen zu können.
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Donnerstag, 13. April 2006, 3:25 Uhr
Was ist die erste Frage, die einem einfällt wenn eine Glaubensgemeinschaft eine Gebetsstätte errichten möchte oder umziehen will? Herrn Conrad von Meding von der HAZ fällt offensichtlich nichts besseres ein, als zu fragen, wie gefährlich diese Moschee sein könnte und wieviele dagegen bereits protestiert haben, dass in ihrer Nähe eine Moschee gebaut wird.
In seinem Artikel vom 11.04.2006 mit dem Titel “Muslimische Gemeinde errichtet Moschee in der List” gibt uns Herr von Meding folgende Informationen:
- Die muslimische Ummah-Gemeinde (400 “Kopf”) errichtet eine Moschee in den Räumlichkeiten eines alten Schlossereigebäudes in der List
- Die Gemeinde ist “streng” orthodox
- Die Gemeinde hatte früher eine Moschee in der Kornstrasse, die sie an das “Islamische Familienzentrum” “abgab”, als sie umzog.
Mehr nicht!
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