Posts tagged: Krieg

Ein mörderischer Freitagmorgen in Kabul

authorOmar | 26. Februar 2010

Dieser Bericht ging heute morgen von Belal El-Mogaddedi aus Kabul, Afghanistan ein.

Wie weit können sich einige Menschen von der grossartigen Botschaft des Islam entfernen und dennoch behaupten für seine Botschaft einzutreten?

Heute morgen bin ich gegen 06 Uhr 30 durch eine gewaltige Explosion, deren Druckwelle die Fensterscheiben meines Schlafzimmers in Tausend Stücke zerbrechen liess, aus dem Schlaf gerissen worden. Wie sich kurze Zeit später bestätigt, handelt es sich bei der Explosion nicht, wie zunächst von mir vermutet, um eine Boden-Boden Rakete, sondern um eine Autobombe, die 200 Meter von meinem Aufenthaltsort im Kabuler Stadtteil Schar-i-Nau gezündet worden ist. Anschlagsziel ist das beliebte Kabuler Einkaufszentrum “Safi Landmark” gewesen, in dem sich neben zahlreichen Boutiquen und Restaurants, im obersten Stockwerk ein, auch von Ausländern gern aufgesuchtes Hotel befindet, das dem Besucher eine wundervolle Aussicht auf die Hauptstadt Afghanistans bietet.

Neue Artikel: 24. February 2010

authorOmar | 24. Februar 2010

Neue Artikel für den 24. February 2010:

Custom Feed: An Interview with Emma Tarlo, Author of Visibly Muslim, Krawattenkrieger Guttenberg und Sarkozy, Das ist so. Tut mir leid., Newsweek Top Ten Conspiracies: Muslim Spy Interns

Neue Artikel:

authorOmar | 4. Januar 2010

Neue Artikel für den 4. January 2010:

Planet: On the Map: Liberation Won’t Be Gained On Behalf of ‘Others’, Muhammed Horsts erster Terroranschlag, 28 Kilometer Apartheidstraße, Gute Gründe den Jemen nieder zu bomben, Ma’ale Adumim: Annexation and the Architecture of Apartheid, A Palestinian corrects the New York Review of Books, Erased wiped off the map – the movie, Die FDP und die Nacktscanner

Kennen Sie den ‘Gaza Freiheitsmarsch’? Wahrscheinlich nicht.

authorOmar | 30. Dezember 2009

Stephen M. Walt ist US-Professor für internationale Beziehungen an der Harvard University. Diesen Text veröffentlichte er im Englischen auf seinem Blog bei foreignpolicy.com.

Wußten Sie, dass der Gaza-Freiheitsmarsch — eine Gruppe von mehr als 1300 Friedensaktivisten aus 43 Staaten — derzeit, zum Jahrestag des brutalen israelischen Angriffs, der vor einem Jahr mehr als 1000 Menschen umbrachte, gegen die fortgesetzte Blockade des Gaza-Streifens protestieren? (Es gibt ein unabhängiges Bestreben, Hilfslieferungen unter der Schirmherrschaft der Gruppe Viva Palestina nach Gaza zu bekommen)

Der Freiheitsmarsch auf Gaza beginnt

authorOmar | 23. Dezember 2009

Vor fast einem Jahr hat Israel den Gaza-Streifen angegriffen. Insgesamt wurden 1400 Palästinenser und 13 Israelis getötet. An die Asymmetrie der Opfer hat man sich bereits gewöhnt, nur mit der Brutalität und Schonungs- und Rücksichtslosigkeit des israelischen Militärs hat man nur wenig gerechnet. Heute sind israelische Offizielle natürlich willkommene Staatsgäste. Auch wenn ein britisches Gericht einen Haftbefehl gegen die frühere israelische Außenministerin Tzipi Livni ausgestellt hatte, die Politik des Landes hat schnell bekräftigt, dass es problemlos die Unabhängigkeit des Gerichts und der Rechtstaatlichkeit des eigenen Landes opfern würde, um Kriegsverbrecher zu schützen. Medial spielen Palästinenser nur eine marginale Rolle Tatsächlich ist der Gaza-Streifen – und das Westjordanland – nur wenig interessant, solange Palästinenser in keinen allzu großen Zahlen sterben und sie sich nicht mittels Raketenangriffen zu “Wort” melden.

The Bride Who Crawled Through a Tunnel

authorOmar | 30. Oktober 2009

Wozu die Tunnel zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten alles gut sind, verdeutlicht ein neuer Artikel bei Spiegel Online, in dem es um eine Braut geht, die durch einen Tunnel zu ihrem Mann kriecht. Sie kommt aus dem Westjordanland und er ist im Gaza-Streifen. Die Gefahren, die mit dem Tunnelschmuggel verbunden sind, hängen nicht nur aber [...]

CDU Kaltenweide. Politische Korrektheit, anyone?

authorOmar | 13. Oktober 2009

HAZ: CDU distanziert sich von Seite

Der CDU-Stadtverband bezieht deutlich Stellung zu dem Internetauftritt, den bis vor Kurzem der Kaltenweider Ortsverband ins weltweite Netz gestellt hat, bis Seiten auf Drängen des CDU-Kreisverbandes gelöscht wurden.

Welche Seiten wurden wohl der CDU zu peinlich??

Khalil Bendib – International Hate-The-Muslim-Woman Contest

authorOmar | 2. September 2009

Wieder Amerikas meistgesuchte Karikaturist zu einem internationalen Wettbewerb der Muslimische-Frauen-Hasser:

At the international Hate-Muslim-Woman Contest

Afghanistan – Democracy accomplished!

authorOmar | 22. August 2009

Hurra. In Afghanistan herrscht Demokratie! Von einer Wahlbeteiligung von 40 bis 50 Prozent ist die Rede – immerhin! Die Besatzer und Heilsbringer des Landes feiern sich selbst. Die Wahlgegner und Anschlagsandroher konnten fast die Hälfte der Wähler nicht davon abhalten, wählen zu gehen. Die Wahlkämpfer hierzulande übertreffen sich gegenseitig in der Hervorhebung dieses grandiosen Ereignisses, das auf der von uns für Afghanistan gezeichneten Geschichte einen weiteren Abschnitt markiert.

Wer profitiert von israelischer Besatzung?

authorOmar | 14. August 2009

Die Seite “Who Profits” setzt sich mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen rund um die israelische Besatzung des Westjordanlands auseinander. Ein Video hat nun TheRealNews veröffentlicht, das einige Beispiele von kommerzieller Verflechtung mit illegitim Besatzungspraktiken aber auch einige Erfolge der Boykott-Aufrufe aufzeigt. Sehr empfehlenswert!

via

Wie sieht Erfolg in Afghanistan aus?

authorOmar |

“We’ll know it when we see it,” said Richard Holbrooke, referencing the “Supreme Court test” of how to identify pornographic material.

“Wir werden es erkennen, wenn wir es sehen,” sagte Richard Holbrooke den oberste Gerichtshof zitierend, wie pornographisches Material zu identifizieren sei.

Das ist ja eine interessante Ansicht. Bei verschwimmenden Zielen, keiner Definition von Erfolg und Misserfolg und einer Vorgehensweise, die weit jenseits vom Annehmbaren ist, stellt dieser Satz eine Frechheit dar.

Wenn man keine Definition von Erfolg hat, kann man keine Strategie generieren, um dahin zu kommen. Entsprechend, wenn es keine andere Definition von Erfolg gibt außer einem warmen flauschigen Gefühl im kollektiven Regierungsbauch, dann haben wir keine Strategie in Afghanistan.

Israels Eskalation im Gaza-Streifen und dem Westjordanland

authorOmar | 2. August 2009

Davon werden wir nichts hören. Wann wir wieder von den Palästinensern hören werden, ist wenn sie wieder anfangen sollten Raketen auf Israel zu schießen. Das Nachfolgende ist nur eine schnelle Auswahl an alltäglichen Erfahrungen, die Palästinenser sowohl im Westjordanland, als auch im Gaza-Streifen erdulden müssen, währen die Weltgemeinschaft mit der rassistischen israelischen Regierung verhandelt. Wie immer bieten die wöchentlichen Berichte des “Palestinian Centre for Human Rights” detailliertere Informationen.

“BILD” ruft zum Krieg gegen den Iran auf

authorOmar | 20. Juli 2009

GEFAHR! Iranische Anlagen. Lass mal bomben! Blödzeitung am Werk

“BILD-Online” betitelt “Zerstört Israel noch diesen Sommer Irans Atomanlagen?”. Der Text liest sich wie ein Plädoyer für den Erstschlag – nur argumentativ auf der Ebene der Blöd-Zeitung halt.

Was plant der Irre von Teheran, Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad?

Denen, die nur die BILD-Zeitung lesen, müsste der Iran schon fast wie Nazi-Deutschland vorkommen.

Sieben jüdische Kinder – eine interne Perspektive auf Israels Geschichte

authorOmar | 29. April 2009

Gestern erst habe ich dieses Stück im Guardian gesehen. “Seven jewish children” spielt die Geschichte Israels aus der Perspektive jüdischer Eltern nach, die sich fragen, was sie ihren Kindern erzählen sollen. Geschrieben wurde das Stück von Caryl Churchill, die dazu aufruft, das Spiel nachzuspielen und nachzusprechen. Genial gemacht!

Eilmeldung: Iran weniger als 10 Jahre von 2018 entfernt

authorOmar | 16. April 2009

WASHINGTON, DC – Laut eines alarmierenden neuen Berichts des Verteidigungsministeriums, das ziviles, militärisches und kalendarisches Beweismaterial vereint, könnte der Iran weniger als neun Jahre vom Jahr 2018 entfernt sein. “Jeden Tag kommen sie einen Tag weiter,” sagte Verteidigungsminister Robert Gates während einer Pressekonferenz des Weißen Hauses am Dienstag. “Bei ihrer gegenwärtigen Geschwindigkeit werden sie 2018 zur selben Zeit erreichen wie die Vereinigten Staaten – und in Anbetracht ihrer geographischen Position zur internationalen Datumsgrenze, möglicherweise sogar früher.” Der Bericht empfiehlt, dass sich die USA in internationales kriegerisches Gehabe, waghalsige Politik und letztendlich einer überwältigenden Serie nuklearer Angriffe üben sollte, um Iran davon abzuhalten, diesen Meilenstein zu erreichen.

Immer wieder gut: the Onion.

Ayaan Hirsi Ali in Hannover: “Gefahren des Islams”

authorOmar | 1. April 2009

Vor etwas mehr als einer Woche war Ayaan Hirsi Ali (eigentlich: Magan) in Hannover und hat in der Cumberlandschen Galerie über die “Gefahren des Islam” referiert. Meinen Kommentar zur äußerst unkritischen Berichterstattung habe ich auf der Kommentarseite der haz veröffentichen lassen.

Der folgende Bericht hat mich dann noch von einem Bekannten erreicht, der selbst bei dem Vortrag anwesend war:

Gewalt gegen Zivilisten im Gaza-Krieg

authorOmar | 21. März 2009

Deutschland Radio strahlte eben gerade folgendes Interview mit dem Historiker und Buchautor Daniel Cil Brecher.

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Es geht im Interview um die kürzlich bekannt gewordenen Bekenntnisse von israelischen Soldaten, die im Gaza-Krieg teilgenommen haben und entweder gegen eigene oder gegen Gewaltexzesse von Kameraden gegen Zivilisten ausgesagt haben. Leider noch nicht verschriftlicht, deshalb nur ein kleiner Ausschnitt daraus:

Herr Brecher, eigentlich decken sich die Berichte der Veteranen doch mit den Darstellungen auf palästinensischer Seite und Völkerrechtlern. Warum ist die Bevölkerung jetzt erst schockiert?

Brecher: Die israelische Bevölkerung geht davon aus, dass all das, was Palästinenser sagen erst einmal als Propaganda behandelt wird und mit einer Prise Salz genossen werden muss. Die Aufregung, die jetzt entstanden ist, geht auch darum, dass die israelischen Soldaten selbst das Nest beschmutzen. Das ist auch ein Teil der Debatte im Moment.

“Es geht nicht darum, Schuld zu sprechen..”

authorOmar | 3. März 2009

Ein interessantes Interview hat das Deutschland Radio mit Matthias Jochheim von der Hilfsorganisation “Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges” geführt. Es ging darin vor allem um die dem Gaza-Streifen auf der sog. “Geberkonferenz” zugesagten Hilfsmittel. Zunächst bekräftigt Herr Jochheim, dass alle Geld-Zusagen an die Palästinenser sinnlos sind, wenn nicht die Blockade des Gaza-Streifens aufgehoben oder zumindest gelockert wird. Diese liegt allerdings in israelischer Hand und daran müsste man arbeiten.

Der Moderator Christopher Ricke aber gibt in zwei aufeinander folgenden Fragen der Hamas die Schuld für die Blockade. Zunächst führt Herr Ricke aus, die Hamas wäre eine Terrororganisation und hätte mit “ihren Raketen” zum Militärschlag provoziert. “Die Hamas hätte gewonnen”, wenn die Blockade jetzt aufgehoben würde. Herr Jochheim erklärt die Situation und stellt die Illegitimität des Angriffs Israels auf die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen dar, worauf hin Herr Ricke seine Anschuldigung an die Hamas wiederholt, sie würde die eigene Bevölkerung zur Geisel nehmen und sich hinter sie verstecken, wodurch erst die israelischen Raketen die Zivilbevölkerung träfen. Da der Moderator gegen Informationen resistent schien, war die Antwort von Herrn Jochheim sehr gut:

Artikel für den 23. Februar 2009

authorOmar | 24. Februar 2009

Leider bin ich derzeit zu beschäftigt, um komplette Artikel selbst zu schreiben. Trotzdem möchte ich einige Artikelempfehlungen loswerden.

Inland:

Sich als Exotin in den jungengeprägten Klassen des Binger Stefan George Gymnasiums zu behaupten, das würde kein Zuckerschlecken. Das wusste die Familie. Doch das katholische Mädchengymnasium nebenan nahm das Mädchen mit Kopftuch und Spitzennoten nicht auf. “Inzwischen hat sich aber die zweite Wahl als Glücksgriff erwiesen.” Mit stänkernden Jungs hat Nada keine Probleme.

Irak:

Mit Erschrecken und Entsetzen lese ich in letzter Zeit Artikel über den Zustand im Irak. Sie beschreiben fast alle eine zerrüttete Gesellschaft, die vor allem von Rechtlosigkeit regiert wird. Der neuste Artikel behandelt das Thema Witwen. Dass die irakische Regierung innerhalb der “grünen Zone” als Antwort auf die Verbreitung des Bettel-Phänomens nur die Inhaftierung der Bettelnden hat, ist mehr als nur tragisch. Dass daneben die USA nicht zu stattlichen Reparationszahlungen zu zwingen ist, ist ein weiteres Unrecht, das man den Witwen antut.. Wer zählt schon..

Among Iraqi women aged 15 to 80, 1 in 11 are estimated to be widows, though officials admit that figure is hardly more than a guess, given the continuing violence and the displacement of millions of people. A United Nations report estimated that during the height of sectarian violence here in 2006, 90 to 100 women were widowed each day.

In large cities like Baghdad, the presence of war widows is difficult to ignore. Cloaked in black abayas, they wade through columns of cars idling at security checkpoints, asking for money or food. They wait in line outside mosques for free blankets, or sift through mounds of garbage piled along the street. Some live with their children in public parks or inside gas station restrooms.

Officials at social service agencies tell of widows coerced into “temporary marriages” — relationships sanctioned by Shiite tradition, often based on sex, which can last from an hour to years — to get financial help from government, religious or tribal leaders.

Israel – Palästina:

Der Krieg im Gaza-Streifen geht weiter. Eine Zusammenfassung der Ereignisse hält der wöchentliche Bericht vom Palestinian Centre for Human Rights bereit. Wenn man schon dort ist, sollte man sich auch den zusammenfassenden Bericht für den Gaza-Krieg.

Ansonsten sind die Verhandlungen bislang ergebnislos.. Die Regierung im Gaza-Streifen bietet dagegen einen langfristigen (1,5 Jahre) Waffenstillstand gegen die Aufhebung der Belagerung. Die Freilassung des Soldaten Gilad Shalit stellen sie gegen die Freilassung einiger palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen in Aussicht. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Haltung des israelischen Unterhändlers in Ägypten, der nun deswegen auch abgesetzt wurde:

Israel kritisiert nun Amnesty International, da dieses die Dinge beim Namen nennt:

In a report released today, Amnesty International listed the weapons used and called for an immediate arms embargo on Israel and all Palestinian armed groups. It called on the US president, Barack Obama, to suspend military aid to Israel.

Amnesty said Israel’s armed forces carried out “direct attacks on civilians and civilian objects in Gaza, and attacks which were disproportionate or indiscriminate”.

Israel scheint den demographischen Kampf nicht nur durch – teils grausame – Tötung, sondern auch durch vermehrte “richtige” Geburten gewinnen zu wollen. Tut mir leid für den Link auf eine nationalistische Seite..

Good news for Jewish demographics in Israel: the latest statistics released by the Central Bureau of Statistics shows a rising birth rate in the Jewish sector. However, Jewish family sizes are still smaller than those in the Arab population.

Guantanamo:

Hier ist besonders der neu entlassene Guantanamo-Häftling zu erwähnen, der nach eigenen Aussagen auch in Marokko gefoltert wurde. Es wird interessant sein zu erfahren, welche Versprechen er unterschreiben musste, um aus dem Gefängnis freizukommen.

Kinder kehren in Gaza zu ihren Schulen zurück

authorOmar | 5. Februar 2009

Noch ein kleiner Einblick in das Zurückfinden der Menschen in Gaza in den Alltag: UNICEF berichtet über die Rückkehr der Schulkinder zu “ihren” Schulen im Gazastreifen.