Posts tagged: kopftuch

Pierre Vogel: Versammlung der Umma! Wirklich?

authorOmar | 3. November 2009

Die üblichen Gruppierungen rund um Pierre Vogel verschicken wieder Emails, nachdem die Schamfrist nach ihrem Debakel um den Fall der fünffachen Mutter Natalie Bracht scheinbar abgelaufen ist. Diesmal geht es um den Prozess des Mörders von Marwa El-Sherbini, der in der letzten Woche anlief und wohl bis Mitte diesen Monats zuende gebracht wird. In der Email wird zur Massenversammlung vor dem Gericht in Dresden aufgerufen, was ich zum Anlass nehme, mal Beweggründe zu hinterfragen.

Aktham Suliman – Imam Sarrazin

authorOmar | 24. Oktober 2009

Ein interessanter Artikel von Aktham Suliman:

Ja, wir fühlen uns zu Obst und Gemüse hingezogen! Nur, uns fragt ja keiner. Viele fragen sich stattdessen: Wo sind die Araber und Türken der Hauptstadt? Wo bleiben die Reaktionen in Berlin? Die Sarrazinisten denken vermutlich sowieso, wir sind alle gerade damit beschäftigt, “neue kleine Kopftuchmädchen” zu produzieren. Die Mädchen kommen übrigens ohne Kopftuch zur Welt. Genauso wie andere Mädchen ihre Miniröcke tragen sie die Kopftücher erst später.

Aber solche Erklärungen bringen auch nichts. Es ist wie der Versuch, einem radikalen Imam zu erklären: Der Westen produziert nicht ständig neue kleine Bikinimädchen. Die kommen nackt zur Welt. “Eben!”, würde der Imam entgegnen, “FKK schon in der Wiege. Scham und Schande über die Ungläubigen!” Und dann würde der Imam noch etwas murmeln über die Schweinegrippe als Strafe für alle …

Michael Bertrams: Offener Brief des Rats muslimischer Studierender und Akademiker

authorOmar | 15. Oktober 2009

Ein beachtenswerter offener Brief des Rats muslimischer Studierender und Akademiker an die nordrheinwestfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter bezüglich der Äußerungen des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts Münster Michael Bertrams. Bertrams hatte anlässlich des Jubiläums der “Barmer Erklärung” einen Vortrag gehalten, in dem es um das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen ging. Dabei reduzierte er die Religionsfreiheit weitestgehend auf die Freiheit christlich erzogen zu werden. Muslime sollte man nun nicht unbedingt alle abschießen, allerdings wären sie als gleichberechtigte Partner innerhalb des Staates nicht hinnehmbar und sollten auch – qua ihrer offensichtlichen Verfassungsfeindlichkeit – nicht als Beamten arbeiten.

Begründungen oder gar Beweise für dafür, dass Muslime seiner Meinung nach nicht verfassungskonform agieren könnten liefert er nicht. Den Muslimen selbst kann man ja nicht glauben, deshalb ist ein Dialog und eine Diskussion darüber unwichtig. Michael Bertrams macht es sich um einiges einfacher: “Die Stichworte ‘Scharia’ und ‘islamischer Gottesstaat’ mögen hier genügen.” Wow! So viel Fachwissen habe ich ja nicht erwartet. Hut ab. Der hinreichende Beweis für die These ist gegeben. Keine weiteren Fragen.

Anbei noch der Brief des Rats muslimischer Studierender und Akademiker. Den Brief gibt es auch im pdf-Format.

Khalil Bendib – International Hate-The-Muslim-Woman Contest

authorOmar | 2. September 2009

Wieder Amerikas meistgesuchte Karikaturist zu einem internationalen Wettbewerb der Muslimische-Frauen-Hasser:

At the international Hate-Muslim-Woman Contest

Nicola Liebert: Wut über Dialog im eigenen Kopf

authorOmar | 21. August 2009

Als linke Journalistin weiß Nicola Liebert: Sie ist genauso über jeden Zweifel des Rassismus erhaben wie die Grünen mit ihrer überhauptnichtrassistischen oder -sexistischen Reduktion einer schwarzen Frau auf ihre Sexualität. Ohnehin ist es nur dann “ganz und gar widerwärtig, wenn Ausländerhasser und Rechte im Allgemeinen Kopftuch und Burka als angeblich ostentativ religiöse Symbole für ihre Zwecke funktionalisieren”. Nein, Frau Liebert möchte lediglich Toleranz auch für sich einfordern, diese Toleranz “beinhaltet etwa, dass ich in einer Gesellschaft leben möchte, die das humanistische Grundprinzip der Gleichberechtigung anerkennt”.

Was heißt das genau?

Ein etwas anderes Dankschreiben

authorOmar | 17. August 2009

Gastbeitrag

Der Ritus des “Arbain”, das arabische Wort für die Zahl Vierzig, schafft auch Raum dafür, dass die Hinterbliebenen denjenigen ihren Dank aussprechen können, die sie in der schweren Zeit unterstützt und Beistand geleistet haben.

Diesem Gedankengang folgend ist dieses Dankschreiben entworfen worden, denn der Mord in einem Dresdener Gerichtssaal, dem eine junge muslimische Frau zum Opfer gefallen ist, ist nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel in Deutschland eingeschlagen; er ist nicht in einem gesellschaftlichen Vakuum entstanden. Dieses Verbrechen ist das Resultat eines wachsenden Ressentiments gegenüber von Muslimen in diesem Land, das in den unterschiedlichsten Ausprägungen Teil des alltäglichen Lebens geworden ist.

Rezension zu “Burka” von Eva Schwingheuer

authorOmar | 12. August 2009

Kathrin und Silvia haben eine sehr detaillierte Rezension zum Comic-Buch “Burka” von Eva Schwingenheuer geschrieben. Sehr lesenswert sind dabei auch die Analysen der Aussagen von Schwingheuer in Interviews zum Buch. Daneben bieten auch die (dringend nötigen) Ausführungen zu kolonialen Hintergründen der Auseinandersetzung um das muslimische Kopftuch viele interessante Informationen. Lesebefehl!

Mord an Marwa El-Sherbini: Migranten sind schuld?

authorOmar | 19. Juli 2009

Man kann nicht mehr behaupten, dass in Deutschland nicht über den Mord an Marwa El-Sherbini gesprochen wird. Tatsächlich wird recht viel gesprochen. Aus der vollständigen Denial-Phase (Nichtwahrhabenwollen) scheint man langsam herauszuwachsen ((mit den Phasen sind die von Elisabeth Kübler-Ross definierten fünf Phasen des Sterbens)), allerdings stellt sich derzeit eine komische Mischung aus Anger (Zorn/Wut) und Denial ein. Jedenfalls wird derzeit von einigen Kommentatoren der Vorwurf der Islamfeindlichkeit in Deutschland mit Schärfe zurückgewiesen. Stattdessen sind mal wieder die Migranten schuld – was ein Glück also, dass Alex W. Migrant ist! Eine Diskussion über die Integration dieser ist in Deutschland weit mehr willkommen, als eine Diskussion über strukturelle Fremdenfeindlichkeit oder Islamfeindlichkeit in der deutschen Gesellschaft.

Artikelübersicht für den 2.6.2009

authorOmar | 2. Juni 2009

Die heutige Artikelübersicht befasst sich mit historischen Themen, innerer Sicherheit und ihren Auswirkungen, Auslandspolitik und Rassismus. Ich möchte versuchen, jeden zweiten Tag eine solche Übersicht zu erstellen. Bei Interesse gerne auch kommentieren..

Aha! Necla Kelek rechtfertigt Rassismus

authorOmar | 18. März 2009

“Hab’ ich dich erwischt”, dachte sich der Diskussionsteilnehmer mit dem bezeichnenden Namen “Aha”, als er darauf stieß, dass ich auf meiner Seite auf die Seiten der IGMG verlinke ((für diejenigen, die den Link nicht sehen, er befindet sich unten rechts zusammen mit den Links auf andere Seiten von muslimischen Vereinen und Medien, der Campus Cultur Seite, dem Link zur Holocaust-Chronologie, einem Link zu Blender und einem zur alten “Mysterious Cities of Gold”-Webseite)).

Diejenigen, die in diesem Blog gegen Kelek hetzen, unterstützen offen extremistische muslimische Organisationen. Dies gilt nicht “nur” wie bereits dargelegt für Raida Chabib.

Dies gilt auch für den Diskussionsteilnehmer Omar Abo-Namous.

Auch auf seinem Blog findet sich ein Link zu der extremistischen, verfassungsfeindlichen Milli Görüs und anderen offen verfassungsfeindlichen Organisationen.

Artikel für den 23. Februar 2009

authorOmar | 24. Februar 2009

Leider bin ich derzeit zu beschäftigt, um komplette Artikel selbst zu schreiben. Trotzdem möchte ich einige Artikelempfehlungen loswerden.

Inland:

Sich als Exotin in den jungengeprägten Klassen des Binger Stefan George Gymnasiums zu behaupten, das würde kein Zuckerschlecken. Das wusste die Familie. Doch das katholische Mädchengymnasium nebenan nahm das Mädchen mit Kopftuch und Spitzennoten nicht auf. “Inzwischen hat sich aber die zweite Wahl als Glücksgriff erwiesen.” Mit stänkernden Jungs hat Nada keine Probleme.

Irak:

Mit Erschrecken und Entsetzen lese ich in letzter Zeit Artikel über den Zustand im Irak. Sie beschreiben fast alle eine zerrüttete Gesellschaft, die vor allem von Rechtlosigkeit regiert wird. Der neuste Artikel behandelt das Thema Witwen. Dass die irakische Regierung innerhalb der “grünen Zone” als Antwort auf die Verbreitung des Bettel-Phänomens nur die Inhaftierung der Bettelnden hat, ist mehr als nur tragisch. Dass daneben die USA nicht zu stattlichen Reparationszahlungen zu zwingen ist, ist ein weiteres Unrecht, das man den Witwen antut.. Wer zählt schon..

Among Iraqi women aged 15 to 80, 1 in 11 are estimated to be widows, though officials admit that figure is hardly more than a guess, given the continuing violence and the displacement of millions of people. A United Nations report estimated that during the height of sectarian violence here in 2006, 90 to 100 women were widowed each day.

In large cities like Baghdad, the presence of war widows is difficult to ignore. Cloaked in black abayas, they wade through columns of cars idling at security checkpoints, asking for money or food. They wait in line outside mosques for free blankets, or sift through mounds of garbage piled along the street. Some live with their children in public parks or inside gas station restrooms.

Officials at social service agencies tell of widows coerced into “temporary marriages” — relationships sanctioned by Shiite tradition, often based on sex, which can last from an hour to years — to get financial help from government, religious or tribal leaders.

Israel – Palästina:

Der Krieg im Gaza-Streifen geht weiter. Eine Zusammenfassung der Ereignisse hält der wöchentliche Bericht vom Palestinian Centre for Human Rights bereit. Wenn man schon dort ist, sollte man sich auch den zusammenfassenden Bericht für den Gaza-Krieg.

Ansonsten sind die Verhandlungen bislang ergebnislos.. Die Regierung im Gaza-Streifen bietet dagegen einen langfristigen (1,5 Jahre) Waffenstillstand gegen die Aufhebung der Belagerung. Die Freilassung des Soldaten Gilad Shalit stellen sie gegen die Freilassung einiger palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen in Aussicht. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Haltung des israelischen Unterhändlers in Ägypten, der nun deswegen auch abgesetzt wurde:

Israel kritisiert nun Amnesty International, da dieses die Dinge beim Namen nennt:

In a report released today, Amnesty International listed the weapons used and called for an immediate arms embargo on Israel and all Palestinian armed groups. It called on the US president, Barack Obama, to suspend military aid to Israel.

Amnesty said Israel’s armed forces carried out “direct attacks on civilians and civilian objects in Gaza, and attacks which were disproportionate or indiscriminate”.

Israel scheint den demographischen Kampf nicht nur durch – teils grausame – Tötung, sondern auch durch vermehrte “richtige” Geburten gewinnen zu wollen. Tut mir leid für den Link auf eine nationalistische Seite..

Good news for Jewish demographics in Israel: the latest statistics released by the Central Bureau of Statistics shows a rising birth rate in the Jewish sector. However, Jewish family sizes are still smaller than those in the Arab population.

Guantanamo:

Hier ist besonders der neu entlassene Guantanamo-Häftling zu erwähnen, der nach eigenen Aussagen auch in Marokko gefoltert wurde. Es wird interessant sein zu erfahren, welche Versprechen er unterschreiben musste, um aus dem Gefängnis freizukommen.

Lutz Taubert: Was Kreuz und Kopftuch unterscheidet

authorOmar | 22. Juni 2008

Lutz Taubert schreibt im bayerischen Sonntagsblatt über den Unterschied zwischen Kreuz und Kopftuch. Aufhänger ist der Landesparteitagsbeschluss der Grünen in Bayern, alle religiösen Symbole aus den Schulen zu bannen. Die Grünen hätten in einem zweiten Schritt die Kruzifixe über den Klassenzimmertüren wieder ausgenommen.

Herr Tauber plädiert für die strikte Unterscheidung zwischen religiösen Symbolen: Die Gleichbehandlung der Religionen (die nach Meinung von Herrn Tauber “in Ordnung” sei) bedeutet noch nicht die Gleichbehandlung ihrer Symbole.

Aleviten, Sunniten, ein Rechtsstaat und Inzest

authorOmar | 28. Dezember 2007

Die armen Aleviten! Bis vor einigen Tagen waren sie die “guten” Muslime und galten gemeinhin als tolerant, friedliebend, demokratiekompatibel und vor allen Dingen nicht verschleiert!! All das im starken Kontrast zu den orthodoxen – oder eher fundamentalistischen – Muslimen, die sich durch den Islamrat, den Zentralrat, der VIKZ und der DITIB vertreten ließen – den “bösen” Muslimen halt!

Jetzt wurden sie in einer Folge der Sendung “Tatort” negativ dargestellt und haben nach anfänglichen Protesten und Versuchen, die Ausstrahlung der Sendung zu verhindern und haben inzwischen Strafanzeige “wegen Volksverhetzung” erstattet. In einer Pressemitteilung wenden sie sich an die “deutsche Öffentlichkeit” in der Hoffnung als “gute Muslime” einen Bonus ausspielen zu können.

Bayerische Taliban

authorOmar | 16. Januar 2007

Das bayerische Verfassungsgericht hat bekanntlich bestätigt, dass das Kopftuchverbot in Bayern verfassungskonform ist.

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Das Kopftuch kommt runter – sind wir noch zu retten? – Teil 3

authorOmar | 5. Juli 2006

Ich hatte bereits geschrieben, dass wir uns möglicherweise Sorgen machen sollten, dass der neue deutsche Patriotismus (gegen den ich eigentlich nichts habe!) in einer Zeit kommt, in der wir ganz schön Anti sind. Ein Großteil der Feindlichkeit, die in der deutschen Gesellschaft brodelt richtet sich gegen muslimische Mitbürger. Ob es helfen wird, dass diese auf der selben Wellenlänge sind, was den Stolz auf Deutschland angeht, kann man zumindest bezweifeln. Leider identifizieren wir uns zu oft mit dem, was wir nicht sein wollen, statt auf das, was wir haben, stolz zu sein. Das Kopftuch dürfte eines der herausragendsten “Das-will-ich-nicht”-Zeichen sein:

Als ich die Straße entlanglief, kam mir eine etwa 50-jährige, in ein bayrisches Dirndl gehüllte Dame entgegen. Ich vernahm ein unverständliches Nuscheln aus ihrer Richtung, als sie dann schließlich an mir vorbeizog verkündete sie lauthals und mit einem diktatorischen Unterton: “[...]Und das Kopftuch kommt runter !!”.

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Alles Burka oder was?

authorOmar | 13. Mai 2006

Die NRW-Lehrerin, Frauenbeauftragte und stellvertretende Vorsitzende des ZMDs Maryam Brigitte Weiß hat einen Kommentar zur Burka-Debatte aus Bonn geschrieben. Sehr lesenswert.

Der Zentralrat der Muslime war von Anfang an an einer vorsichtigen Entschärfung der Situation in Bonn interessiert und hat viele Gespräche zur Sache geführt. Natürlich haben sie ein Recht, in der Öffentlichkeit außerhalb der Schule den Niqab zu tragen. Aber in der Schule sollte von ihrer Seite aus Rücksicht genommen werden aus den oben genannten Gründen. Der Niqab ist kein notwendiger Bestandteil der islamischen Kleidung. Das Streben nach Wissen allerdings schon. Deshalb wäre der empfehlenswerte Weg der Mitte in diesem Fall der Besuch der Schule mit einem Kopftuch und entsprechender Kleidung.

Frauenfreundliche Moscheen und Gemeindehäuser

authorOmar | 2. Juli 2005

Zwei islamische Organisationen, die “Islamic Social Services Association, Inc” (ISSA) und “Women in Islam, Inc” haben mit der Unterstützung von fünf grossen amerikanischen und kanadischen islamischen Dachverbänden und Organisationen ein Informationsblatt für Moscheevereine herausgebracht, das darauf drängt, muslimischen Frauen den Zugang zur Arbeit in Moscheen nicht länger zu verweigern. [1,2] Dazu gehört auch die Möglichkeit, dass Frauen in führende Positionen oder Positionen mit besonderer Verantwortung gewählt werden können.

Noch mehr Demokratieverständnis

authorOmar | 27. Februar 2005

Die “Kopftuch-Amnestie” in der Türkei scheint denjenigen den Wind aus den Segeln zu nehmen, die sich in ihrer Argumentation um das Kopftuchverbot in Deutschland und Europa stets auf das in der Türkei geltende Kopftuchverbot berufen haben. Dabei bedienen sich die Kritiker dieser Amnesty schon komischer Argumente.