Too Much Cookies Network

Das “Problem der Juden”

Freitag, 21. März 2008, 17:56 Uhr

Gerade habe ich ein interessantes Interview auf Deutschland Radio Funk gehört, das mit Kardinal Paul Josef Cordes geführt worden ist. Darin geht es einerseits um die späte Antwort des Vatikans auf die Tibet-Schlachtungen, andererseits wird eine Änderung in der Karfreitagsfürbitte des Papstes angesprochen, gegen die der Zentralrat der Juden protestiert haben soll:

Kardinal Cordes, ich möchte mit Ihnen noch einen Blick auf das kommende Osterwochenende richten und auf den Streit, der sich rankt um die neu formulierte Karfreitagsfürbitte von Papst Benedikt XVI. Darin heißt es, man bitte für die Juden, damit Gott sie erleuchte und sie Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Korn, sprach gegenüber der “Frankfurter Rundschau” von einem Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten. Verstehen Sie die Kritik?

Seine Antwort hierauf ist m.E. höchst merkwürdig…


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Rowan Williams und Scharia - religiöse und säkulare Gerichte

Freitag, 14. März 2008, 10:19 Uhr

Vor etwa einem Monat hat der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, laut Medienmeldungen gefordert, “die Scharia in bestimmten Fällen in Großbritannien anzuwenden”. Und genauso wie zu erwarten ist, dass sich so einige Muslime über Karikaturen aufregen würden, die vorgeben, den Propheten Muhammad (saws) darzustellen, war abzusehen, dass die Worte Rowan Williams Entrüstungswellen nach sich ziehen würden. ((Vielleicht ein besserer Vergleich: Die Regensburger Rede des Oberhauptes der katholischen Kirche, die die wenigsten Muslime gelesen hatten, die sich lauthals darüber aufgeregt hatten - denn dies trifft auch für die meisten Kritiker Williams zu..))

Das Thema ist so groß, dass ich mehrere Artikel darüber schreiben werde, in der Hoffnung ein wenig mehr Licht in dieses Thema zu bringen. Die wenigsten Menschen scheinen die Rede des Erzbischofs gelesen zu haben und die meisten Medien scheinen sie misverstanden zu haben. Deshalb fange ich mit einer Bestandaufnahme dessen an, was in der Rede zum Thema gesagt wurde.


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Christliches Verständnis

Freitag, 6. Juli 2007, 0:32 Uhr

Zwei kurze Kommentare:

Christliches Dialogverständnis

Solche Wortschöpfungen wie “Kuscheldialog” sind nicht nur flauschig-lustige Wortschöpfungen, sondern drücken mehr oder weniger gewunden aus, wie der christliche Partner den Dialog versteht: Nämlich als mehr oder weniger heftigen Vorhalt, dass der andere Partner eigentlich so denken und reden müsste wie mann selbst, wäre der andere nur endlich selbst zum rechten Christenmenschen geworden, statt immer noch - und wider besseres Wissen - Muslim oder Jude oder von mir aus auch Gummibärchen zu bleiben. Für Frauen gelten da übrigens gerade wegen des emanzipativen Gehalts christlicher Religion verschärfte Bedingungen, das nur nebenbei.


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Seit November 2004 berichtet 'Too Much Cookies Network' live und radikal aus der Parallelgesellschaft. Die Themenwahl ist willkürlich, der Sprachstil filigran und der Gegner unklar. Zum Netzwerk gehören weiterhin folgende Seiten: