Montag, 18. Februar 2008, 22:17 Uhr
Der Artikel “Die türkischen Bildungsbürger in der FAZ stellt - wahrscheinlich eher unbeabsichtigt dar - wie dämlich die Diskussion und die Berichterstattung in Deutschland ist. Die Forderung des türkischen Premiers Erdogan beim Besuch in Deutschland nach mehr (?) ‘türkischen’ Schulen wird zum Anlass genommen, den Augenschein auf von türkischen Migranten betriebene Bildungseinrichtung zu richten. Der offensichtliche Zweck der Einrichtungen (Nachhilfeunterricht oder Privatschulen) rückt aber weit in den Hintergrund, wenn Medien die Chance haben, über Islamismus und Unterwanderung zu sprechen. Gerne nehmen sie dazu den Dienst von “selbst ausweisbaren Islamkennern” in Anspruch.
Im Besagten Artikel spielen diese Rolle der libanesisch-christliche Islamwissenschaftler Ralph Ghadban und die ewig nach der Islamisierung suchende Journalistin Claudia Dantschke. Ralph Ghadban sieht in wahrer “schuldig auch wenn unschuldig”-Manier in der Denunziation des Terrorismus durch den Begründer des Bildungsnetzwerks Fethullah Gülen einen klaren und unmisverständlichen Versuch der Unterwanderung - nein, sogar der Eroberung…
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Kommentare (2)
Category: Bildung, Inland, Islam, medien
Tags: Bildung, Claudia Dantschke, FAZ, integration, Islam, Islamisierung, islamwissenschaftler, Mannheim, medien, Migranten, Ralph Ghadban, Unterwanderung
Mittwoch, 27. September 2006, 21:25 Uhr
Noch ein Leserbrief zum Feuilleton-Artikel in der FAZ “Der Islam will die Welteroberung” von Egon Flaig. Diesesmal von Professor em. Stefan Wild von der Universität Bonn. Unbedingt lesenwert.
Das von Egon Flaig aufgemachte Schwarzbuch des Islams bietet ein verzerrtes Einheitsbild von Gewalt, Grausamkeit und Unterdrückung.
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Sonntag, 11. Juni 2006, 2:28 Uhr
Wieder ein inhaltsbeladener Tag an der Tagung in der evangelischen Akademie Loccum vorbei. Heute waren zum Teil mehr Eingaben aus dem Publikum und ausserdem weitere tiefgreifendere Vorträge zur Verbindung (und dessen Verbesserung) zwischen dem “Islam” und Medien.
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Mittwoch, 18. Januar 2006, 22:46 Uhr
Gastbeitrag von M. Belal El-Mogaddedi
Der sogenannte „Gesprächsleitfaden für die Einbürgerung“, den die Landesregierung in Baden-Württemberg einbürgerungswilligen Muslimen in Form eines Fragebogen zur Vorlage macht, hat unter Muslimen aber auch Nicht-Muslimen Widerspruch hervorgerufen. Die Verfasser des Gesprächsleitfadens behaupten, dass es sich bei diesem Dokument nicht um ein Papier handelt, das Muslime tendenziell diskriminiert. Dennoch wird man auch bei einer oberflächlichen Auseinandersetzung mit dem Dokument schnell feststellen, dass den Fragen eine höchst eingeschränkte Wahrnehmung vor allem des muslimischen Lebens, nicht nur in Deutschland (!), zugrunde liegt.
Der Fragebogen ist fragwürdig, weil er offensichtliche Fragen aufwirft:
Ist dieser Leitfaden ein Dokument, dem konzeptionell ein rassistisches, diffamierendes und fremdenfeindliches Gedankengut und Weltbild zugrunde liegt?
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Kommentar (1)
Category: Datenschutz, Inland, Islam
Tags: Bananenrepublik, Belal-El-Mogaddedi, Datenschutz, demokratie, gesinnung, Inland, Islam, islamwissenschaftler, muslime
Freitag, 11. November 2005, 15:57 Uhr
Gastbeitrag von freace.de
Es ist erst wenige Wochen her, daß der deutsche Muslim Yavuz Özoguz von der SWR-Mainz-Sendung “Report Mainz” in die Nähe des Mörders des Niederländers Theo van Gogh gerückt wurde.
Da dies keineswegs das erste Mal war, daß Özoguz in die Schußlinie der Medien geriet und in den Berichten auch nie vergessen wurde zu erwähnen, daß er Angestellter der Bremer Universität war, sah er sich nun gezwungen, seinen Arbeitsplatz von sich aus zu kündigen, um nach eigener Aussage “den Schaden an dem Institut zu vermindern”. Özoguz berichtete, daß er seinerseits aufgrund der Ausstrahlung der Sendung zahlreiche Drohungen gegen ihn und seine Familie erhalten hat.
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Montag, 24. Oktober 2005, 2:55 Uhr
Herr Hans-Peter Raddatz wird mit dem Tode bedroht. So das “Urteil” der “Report Mainz” zu einem Forumsbeitrag beim “Muslim-Markt”. Zugegeben, der Text ist für einen normalen 21.-Jahrhundert-Deutschen nicht verständlich. Auf der anderen Seite geht man ja davon aus, dass Herr Raddatz Orientalist ist und somit ein wenig mehr Ahnung von der Materie hat, oder??
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Montag, 4. April 2005, 23:24 Uhr
Auf qantara.de sind mir drei Artikel aufgefallen, die allesamt sprachliche Probleme zum Vorschein bringen. Entweder das oder aber die Brücke wird als vom Berg ins Tal führend verstanden!
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Donnerstag, 31. März 2005, 1:43 Uhr
Einen Aspekt der Reportagen zu Amina Wadud, habe ich versäumt anzusprechen: Es wird davon ausgegangen, dass Amina Wadud für die muslimischen Frauen spricht und dass es keine weiblichen Stimmen im Islam gäbe. Sie selbst fordert, dass mehr Frauen bei der “Reformierung” des Islams mitmachen sollen. Dass Frauen im Islam - sowohl auf theologischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene - gut vertreten sind, braucht man nicht dadurch zu beweisen, dass ein sehr grosser Teil der überlieferungen des Propheten erst durch seine Ehefrauen an uns herangetragen wurden. Auch heute gibt es zahlreiche weibliche islamische Gelehrte, die mitdiskutieren und auch antworten. Ein Beispiel ist auf islamonline.net abgedruckt worden, das ich auf die Schnelle zu übersetzen versucht habe. An manchen Stellen klingt der Text ein wenig stelzig, das bitte ich zu verzeihen - ich bin nicht der beste übersetzer! Hier also der Text von Frau Yasmin Mogahed (Mitglied bei “Ask About Islam” und wohnhaft in Wisconsin, USA):
“Was wir so häufig vergessen ist, daß Gott Frauen geehrt hat, indem er ihnen Wert bezogen auf einen Gott - nicht auf Männer gab. Aber, da der westliche Feminismus Gott von der Szene löscht, gibt es keinen Standard ausser Männer. Infolgedessen wird die westliche Feministin gezwungen, ihren Wert in Bezug auf einen Mann zu finden. Und damit hat sie eine fehlerhafte Annahme gemacht. Sie hat angenommen, daß Mann die Messrichtlinie darstellt, und folglich kann eine Frau nie ein volles menschliches Wesen sein, bis sie wie ein Mann - dem Standard - wird.
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