Posts tagged: islamophobie

Warum Barino unglaubwürdig ist

authorOmar | 30. August 2008

Habe mir gerade die WDR-Dokumentation “Koran im Kopf II - Barinos Ausstieg” angeschaut, in der es wieder um den Protagonisten einer früheren Dokumentation geht, in der Barino zuerst zum Islam konvertierte, um nun mit der neuen Sendung zum koptisch-orthodoxen Christentum zu konvertieren. Ich hätte sehr viel anzuprangern, allerdings möchte ich mit meinem ersten Beitrag zu dieser Debatte einen Emailaustausch offenlegen, den ich letztes Jahr nach der ersten Sendung mit Barino hatte. Ich hatte die WDR-Redaktion gebeten, Barino meine Emailadresse mit der Bitte um Kontakt zu geben. Sie waren dann so offen, mir seine Emailadresse zu geben.

Was sich anschloss war ein Emailaustausch, in dem ich abzuschätzen versuchte, was Barino wirklich wollte und mit welcher Argumentation er aufwartete. Ich muss zugeben, dass ich auch nachprüfen wollte, ob er wahrheitsgemäß zitiert wurde. Das hat er zu meiner Bestürzung fast alles soweit bestätigt. Hier also der Emailaustausch in Reinform. Ich habe Persönliches rausgelöscht (auch seine Emailadresse), um der Privatsphäre gerecht zu werden. Trotzdem ist der Austausch über den Monat, in dem wir diskutiert hatten erstaunlich lang geworden.

Dulden wir die Islamisierung Europas?

authorOmar | 28. August 2008

Herr Udo Ulfkotte scheint ein neues Buch geschrieben zu haben mit dem Titel “SOS Abendland – Die schleichende Islamisierung Europas”. Das Buch soll am 1.9.2008 (rechtzeitig zum Ramadanbeginn (was die Islamisierung Europas in ganz besonders erschreckender Deutlichkeit zeigt ;-) ) ) veröffentlicht werden. Die Online-”Werbefläche mit Redaktion” welt.de hat ihm netter weise genügend Werbefläche gegeben, die er zur freien Verfügung hat, während sie meinen Kommentar gelöscht haben..

Die Muslime waren’s!

authorOmar | 4. Juli 2008

Es ist sooo interessant, wie schnell Muslime als Feind- und Schuldbild herhalten. Die Geschichte geht so: Da war ein Mann (21 Jahre alt) aus dem Städtchen Hemer in der Nähe von Dortmund, der hat ein Mädchen (16 Jahre alt) über das weltumspannende Internet kennen gelernt. Sie haben sich dann getroffen und Geschlechtsverkehr betrieben. Dabei hat der Mann das Mädchen gefilmt und danach von ihr gefordert, dass sie als Prostituierte für ihn Geld verdienen geht, sonst gibt er den Film heraus und zeigt ihn u.A. ihren Eltern. Das Mädchen, das sich bereits in den Mann verliebt haben soll willigte erst einmal ein, als es noch darum ging, “nur wenig” “anschaffen” zu gehen. Das Geld hat sie mehrheitlich ihrem “Freund” ((nicht im Sinne des “Freund und Helfers”)) gegeben, der es angeblich einem Gläubiger zurückgeben musste. Nebenbei hat er sie ab und an mal geschlagen, um sie zu motivieren “gefügig” zu machen.

Wieder Ärger mit cdu-politik.de

authorOmar | 30. Juni 2008

Das Blog, das sich als “Basis der CDU” betrachtet und darstellt, hat wieder einmal meine Aufmerksam auf sich gezogen (siehe hier und hier). Diesmal hat der Autor “Rainer Wulf” ein Problem damit, dass einer muslimischen Referendarin in Bremen kraft Gerichtsurteil das Tragen ihres Kopftuchs nicht verboten werden kann, da dies eines Ausbildungsverbots entspräche. Er schreibt dazu:

Diese Argumentation des Gercihtes ist jedoch schwer nachvollziehbar. Es geht auch im Fall der Referendarin darum, ob das muslimische Kopftuch Das Kopftuch ist - unabhängig von den Intentionen und Überzeugungen der Trägerin - eine politische Aussage. Es steht unter anderen schon per se für eine Diskriminierung von Frauen.

Lutz Taubert: Was Kreuz und Kopftuch unterscheidet

authorOmar | 22. Juni 2008

Lutz Taubert schreibt im bayerischen Sonntagsblatt über den Unterschied zwischen Kreuz und Kopftuch. Aufhänger ist der Landesparteitagsbeschluss der Grünen in Bayern, alle religiösen Symbole aus den Schulen zu bannen. Die Grünen hätten in einem zweiten Schritt die Kruzifixe über den Klassenzimmertüren wieder ausgenommen.

Herr Tauber plädiert für die strikte Unterscheidung zwischen religiösen Symbolen: Die Gleichbehandlung der Religionen (die nach Meinung von Herrn Tauber “in Ordnung” sei) bedeutet noch nicht die Gleichbehandlung ihrer Symbole.

Nein zu “Nein zur Islamisierung –Nein zur Kölner Großmoschee”

authorOmar | 19. Juni 2008

Anti Islam Konferenz in Köln

Nach der kritischen Islamkonferenz in Köln findet dort auch die “Anti-Islam-Konferenz” statt. Dazu aufgerufen hat das rechtsradikale Pack “Pro-Köln” mit Unterstützung von “Pro-NRW” und anderen “Pro-”-Vereinen, die eigentlich nur ständig “anti” sind.

Durch diesen Aufruf wurden allerdings Gegenrufe induziert, die nun erfreulicher weise lauter weit stärker sind, als der eigentliche Aufruf. Das ist bestimmt nicht das, was die islamophoben Pro-Radikalinskis beabsichtigt hatten, allerdings bin ich ihnen trotzdem dankbar. Nicht zuletzt liefern sie genügend Stoff zum Ablachen.

Kritische Islamkonferenz - die Abschlußerklärung

authorOmar | 1. Juni 2008

Gestern und heute fand die “Kritische Islamkonferenz 2008″ mit dem Titel “Aufklären statt verschleiern!” in Köln statt. Veranstalter war der “Zentralrat der Ex-Muslime e.V.” zusammen mit anderen Organisationen. Eine Abschlusserklärung, die schon vorher fertig sein musste, steht bereits online. Die darin verfassten Ansichten beinhalten keine Überraschungen:

Islam ist demnach - das scheinen die werten Damen und Herren durch langjährige Studie und entgegen ihrer eigenen Hypothesen bewiesen bekommen zu haben - “eine Politreligion mit Doppelgesicht, eine religiös überhöhte, vormoderne Vorschriftenlehre, die sämtliche gesellschaftlichen Bereiche zu regulieren beansprucht und die der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen entgegensteht”.

Entenpfanne Islamisierung

authorOmar | 7. April 2008

Schon wieder eine dieser Meldungen, die als halbgare Ente bei einem Boulevardblatt anfängt, die Runde durch die Blogosphäre macht, um dann als “exklusiver Bericht” sowohl bei den aktensammelnden Islamisierungsspürnasen als auch bei den praktisch Irren von nebenan ((komischer weise machen sie meinen Recherchen zufolge just in diesem Fall eine Ausnahme..)) zu landen und schließlich dem copy-and-paste Meister als weiterer Fall eines dramatischen Kniefalls vor dem Islam zu dienen. Diesmal hat sich sogar relativ schnell herausgestellt, dass es eine Ente war. Auf eine Korrektur ihrer Fehler würde ich nicht wetten wollen.. Hier also der Bericht, wie er von vielen islamophoben Bloggern mehrfach kopiert ((kopiert = zur Wahrheit gemacht)) wurde:

Die Tagesschau auf Wilders’ Kursen

authorOmar | 29. März 2008

Es ist schon erstaunlich, zu welchem Schluß der SWR-Korrespondent Peter Heilbrunner kommt, als er die Veröffentlichung des Films “Fitna” von Geert Wilders einzuschätzen versucht:

Und was lehrt uns das? Wir müssen gelassener werden im Umgang mit Islam-Kritik. Meinungsfreiheit ist eine der größten Errungenschaften der freien Welt und die sollten wir nicht übervorsichtig opfern aus Angst vor erbosten Reaktionen. Mit Selbstzensur jedenfalls stellen wir das Licht unser westlichen Tradition unter den Scheffel - einen Dialog der Kulturen muss man offen führen können und ohne vorauseilenden Gehorsam.

Dabei hat er bei der Analyse schon die richtigen Stichwörter genannt, nur der Schluß passt einfach nicht dazu! Er fängt an, indem er diagnostiziert, der Inhalt des Films gerate “nach dem Wirbel im Vorfeld” in die Nebensächlichkeit. Der Film sei unter “normalen Umständen” aus unterschiedlichen Gründen keiner Erwähnung wert..

Brandstiftung in islamischem Gebetsraum in Sittensen

authorOmar | 22. März 2008

In der Nacht zum Samstag gab es laut der Polizeiinspektion Rotenburg einen Anschlag auf einen muslimischen Gebetsraum in Sittensen.

Vermutlich rechtsgerichtete Täter haben in der Nacht zum Ostersamstag mit Molotow-Cocktails versucht, den Gebetsraum der Islamischen Gemeinschaft in Sittensen in Brand zu setzen. Der Brand beschädigte Mobiliar im Wert von einigen tausend Euro, verlöschte aber von allein. An den Fensterscheiben wurden Klebezettel mit rechtsgerichtetem Inhalt gefunden. Intensive Ermittlungen führten die Rotenburger Polizei inzwischen zu einem 18-jährigen Tatverdächtigen aus Sittensen.

Der Anschlag soll etwa um halb drei morgens stattgefunden haben, wie ein Anwohner aussagt. Außer einem Sachschaden von rund 10.000 € ist kein Personenschaden entstanden.