Mittwoch, 16. April 2008, 23:18 Uhr
Paul-Hermann Gruner - Künstler und gelernter Politikwissenschaftler - bemängelt im Deutschland Radio Feuilleton die politische Korrektheit ((man ist heute niemand, wenn man nicht zumindest einmal gegen die ach-so-schreckliche politische Korrektheit gewettert hat)), die in der deutschen Politik grassieren soll. Dabei vermischt er Äpfel mit Fleischklössen (c) und glaubt am Ende noch, einen moralischen Standpunkt zu verteidigen.
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Montag, 18. Februar 2008, 22:17 Uhr
Der Artikel “Die türkischen Bildungsbürger in der FAZ stellt - wahrscheinlich eher unbeabsichtigt dar - wie dämlich die Diskussion und die Berichterstattung in Deutschland ist. Die Forderung des türkischen Premiers Erdogan beim Besuch in Deutschland nach mehr (?) ‘türkischen’ Schulen wird zum Anlass genommen, den Augenschein auf von türkischen Migranten betriebene Bildungseinrichtung zu richten. Der offensichtliche Zweck der Einrichtungen (Nachhilfeunterricht oder Privatschulen) rückt aber weit in den Hintergrund, wenn Medien die Chance haben, über Islamismus und Unterwanderung zu sprechen. Gerne nehmen sie dazu den Dienst von “selbst ausweisbaren Islamkennern” in Anspruch.
Im Besagten Artikel spielen diese Rolle der libanesisch-christliche Islamwissenschaftler Ralph Ghadban und die ewig nach der Islamisierung suchende Journalistin Claudia Dantschke. Ralph Ghadban sieht in wahrer “schuldig auch wenn unschuldig”-Manier in der Denunziation des Terrorismus durch den Begründer des Bildungsnetzwerks Fethullah Gülen einen klaren und unmisverständlichen Versuch der Unterwanderung - nein, sogar der Eroberung…
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Samstag, 5. Januar 2008, 23:02 Uhr
Da erlaub ich mir doch den Blick nach rechts und im Zuge meiner Recherchen, die zum Schluss haben sollten, welcher Partei ich mein Kreuz am 27. Januar schenken sollte, versuche ich mehr über die CDU zu erfahren. Das Blog CDU-Politik berichtet aus der CDU-Basis. Ich denke mir, bestimmt sind dies vernünftige Menschen, die nicht so wie Koch, Bosbach und Pofalla sind. Weit verfehlt!
Armin Laschet
Ein Autor echauffiert sich im CDU-Politik Blog unter dem Titel “Der Wandelnde Austrittsgrund” darüber, dass Armin Laschet seinem Parteikollegen Koch “in den Rücken fällt”. Laschet gibt in einem Spiegel-Interview zu denken, dass Jugendgewalt keine ethnische Frage wäre und dass die überhitzte Debatte über schnellere Abschiebungen und härtere Strafen nicht sehr sachdienlich ist…
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Sonntag, 23. Dezember 2007, 22:09 Uhr
In der taz vom 21.12.2007 fordert Lale Akgün, dass der Innenminister nicht mehr mit “islamischen Exoten” spricht, sondern mit der “liberalen Mehrheit” der Muslime. Letztere sei nicht in der Islamkonferenz vertreten, da dort nur “autoritärislamische Stimmen und [] antiislamische Stimmen” zu finden sind - zu Letzteren zählt sie Seyran Ates und Necla Kelek.
Aber auch islamkritische Stimmen wie Seyran Ates oder Necla Kelek sind dort vertreten.
Das ist doch genau das Problem. Innenminister Schäuble nimmt die autoritärislamischen Stimmen und die antiislamischen Stimmen. Er redet im Grunde genommen nur mit den Exoten. Aber die liberale Normalität wird dort nicht abgebildet.
Necla Kelek hatte ja früher sich selbst als Vertreterin der sog. “schweigenden Mehrheit” dargestellt…
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Freitag, 7. Dezember 2007, 10:24 Uhr
“Andes deutsch” beschäftigt sich mit dem taz-Interview mit Seyran Ates und stimmt ihr in der folgenden Aussage zu:
Diese verantwortungslose Multikulti-Heile-Welt-Propaganda beinhaltet auch eine Form von Rassismus. Denn diese Leute wollen, dass meine Leute, die aus der Türkei kommen, nicht hier ankommen. … Multikultis grenzen uns auch aus. …
Aber für den Multikulti hat der Migrant immer einen geringeren Intelligenzquotienten als ein Deutscher. Sie schauen sich unsere Entwicklung an wie in einem Zoo. Nach dem Motto: Mal gucken, wie der anatolische Bauer sich entwickelt. …
Aber ich muss auch in der Schublade bleiben, ich darf mich nicht entwickeln, ich muss die Ausländerin bleiben, ich bin immer die Exotin.
Ich hab mir also das Interview durchgelesen und mein erster Eindruck hat sich nur verstärkt: Die Aussagen, die Frau Ates hier trifft, fussen meines Erachtens auf einen sehr tief sitzenden Minderwertigkeitskomplex…
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Dienstag, 13. November 2007, 17:13 Uhr
Tagesschau.de berichtet, dass der deutsch-türkische Rapper Muhabbet ((Wenn ich die Rücktransformation aus dem Türkischen richtig hinbekomme, bedeutet sein Name “Liebe” (Mahabba)..)) den Mord am Extremisten und Filmemacher Theo Van Gogh gutgeheißen hat. Hier in Textform:
Die Filmemacherin Esther Schapira bekam für ihre Dokumentation “Der Tag, an dem Theo Van Gogh ermordet wurde” einen Preis. Bei der Verleihung der Auszeichnung soll auch Sänger Muhabbet Gast gewesen sein. Zur Filmemacherin soll er bezüglich Theo Van Gogh gesagt haben, dass Van Gogh hat Glück gehabt habe. Muhabbet hätte ihn zuvor in einen Keller sperren und foltern wollen. Er habe Glück gehabt, dass er so schnell gestorben sei.

Während Muhabbet also angeblich den durch jemand anderen begangenen Mord im Nachhinein gutheißt und sich wünscht, er hätte vorher noch den Ermordeten zu Folterzwecken “haben” können, hatte unser Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor nicht allzu langer Zeit behauptet, er würde auch in Zukunft einen Menschen wie Murat Kurnaz im Foltergefängnis auf Guantanamo lassen. Haben sich da zwei ebenbürtige Folterfetischisten gefunden??
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Samstag, 5. Mai 2007, 11:36 Uhr
Gestern fand bekanntlich die zweite Sitzung der deutschen Islamkonferenz statt. Ich habe inzwischen das Gefühl, dass sich die muslimischen Verbände keinen Gefallen tun, indem sie auf die Islamkonferenz setzen. Die Islamkonferenz ist nämlich immer mehr eine Migrantenkonferenz! Ich würde vorschlagen, dass der neu gegründete Koordinationsrat ab jetzt lediglich einen türkischen Azubi zur Konferenz schickt und stattdessen darauf setzt, dass ein direktes Gespräch zu den Themen, die die Muslime interessieren zwischen ihnen und den Bundesministerien stattfindet. Die Konferenz im großen Stil, zu der das Innenministerium nach Belieben einlädt, scheint nur eine Zeitverschwendung zu sein..
Hier noch eine Auflistung von Kommentaren, Interviews und Artikeln zum Thema:
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Sonntag, 21. Januar 2007, 6:00 Uhr
Ich muss vorerst ausdrücklich sagen, dass diese Nachricht vom niederländischen Außenministerium geleugnet wurde. Der Minister in Frage soll falsch interpretiert worden sein. Aber was ist schon eine Nachricht wert, wenn sie nicht von offiziellen Kreisen geleugnet wurde?
Der Nachricht zufolge soll der niederländische Außenminister in einem Interview in einer brasilianischen Zeitung gesagt haben, dass Muslimen ein Toleranzgen fehle. Anders gesagt: Muslime hätten andere Gene als Holländer, die ihrerseits tolerant wären.
“We always have been a tolerant country, and we still are. You have to look at the facts: 10 percent of our population comes from Muslim countries. They have gone on to become Dutch citizens, but they have different genes from ours. They are less tolerant,” Bot said in the interview published Wednesday.
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Montag, 10. Juli 2006, 21:25 Uhr
MPACUK hat eine Umfrage unter den britischen Moscheen durchgeführt, die darauf abzielt, Anstrengungen dieser Moscheen, gegen Extrimismus vorzugehen, zu dokumentieren. Das Ergebnis ist leider ernüchternd. Folgende Fragen wurden den Moscheevorständen oder Predigern (/Vorbetern) gestellt:
- Wurden Sie oder Ihre Gemeinde seit dem 7.7.(2005) mit Islamophobie konfrontiert?
- Sprechen Sie über Extremismus in Ihrer Freitagspredigt?
- Halten Sie Ihre Freitagspredigt auf Englisch?
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Freitag, 16. Juni 2006, 2:58 Uhr
Noch immer werden Muslime sowohl in Europa als auch in den USA als Fremde gesehen. Der Status der Migrantenreligion haftet dem Islam etwa in Deutschland an, wo die Mehrheit der Muslime türkischer Herkunft sind, aber eben nicht unbedingt im Ausland geboren und aufgewachsen sind. Erst letztens hat die hannoversche Landesbischöfin Frau Margot Käßmann im FR-Interview folgenden markanten Satz gebracht:
Wir sagen immer, bei uns ist Christus zu Hause und Allah zu Gast.
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