Wolfgang Günter Lerch schreibt in der FAZ-Glosse am 24.4. dass der neue israelische Außenminister Avigdor Lieberman “etwas von einem Elefanten im Porzellanladen” an sich hätte. Ihn markierten “grobe Sprüche” und Körpersprache mit einer “gewissen Aggressivität”. Den Assuan-Staudamm zu bombardieren, wenn Ägypten “angreifen” sollte, hatte Lieberman einmal vorgeschlagen.
Allerdings weicht diese Grobheit einer gewissen Pragmatik, wie Lerch feststellt, indem er auf das Treffen von Avigdor Lieberman mit dem ägyptischen Geheimdienstchef Suleiman (der vollständige Namen dieses ominösen wichtigen Menschens bleibt uns vorenthalten, warum? Ist er so geheim, dass noch nicht einmal jemand seinen vollständigen Namen kennt?) hindeutet.
Ich warte seit heute morgen darauf, dass eine der vielen Medienmeldungen den Anschlag als terroristischen Anschlag bezeichnet – aber Fehlanzeige.
Angefangen hat es mit der haz von heute morgen (09:06). Die schrieb nur von zwei “Busexplosionen”, bei denen “mindestens drei Menschen” getötet und mehrere verletzt wurden. Die Anschläge hätten sich nur einige Stunden von einander getrennt ereignet. Von “Sabotageakten” ist die Rede. Genaueres wüsste man nicht.
Nachdem Kathrin nun das Buch durchgelesen hat und eine Rezension soweit abgearbeitet hat, darf ich mir das Buch “Warum tötest du, Zaid” von Jürgen Todenhöfer schnappen und habe die ersten paar Seiten gelesen. Noch bin ich mitten in der Geschichte vom jungen Iraker Zaid und wie ihn Herr Todenhöfer im Irak trifft und zum Interviewtwerden bewegt.
Der junge Zaid ist Widerstandskämpfer im Irak – und nicht Terrorist! Diese Unterscheidung ist eigentlich trivial, denn bei einer Besatzung wird es immer Freiheitskämpfer geben und daneben gibt es heutzutage politisch gesondert motivierte Terroristen, die im Falle des Iraks sogar zum größten Teil aus dem Ausland kommen. Es ist trotzdem beruhigend, dass der Author auch diesen Aspekt nicht unerwähnt lässt, da sich bei einigen Zeitgenossen der Eindruck erhärtet hat ((auf der Grundlage der gängigen Berichterstattung)), dass alle Gegner der US-Politik per se Terroristen sind.
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Der Artikel “Die türkischen Bildungsbürger in der FAZ stellt – wahrscheinlich eher unbeabsichtigt dar – wie dämlich die Diskussion und die Berichterstattung in Deutschland ist. Die Forderung des türkischen Premiers Erdogan beim Besuch in Deutschland nach mehr (?) ‘türkischen’ Schulen wird zum Anlass genommen, den Augenschein auf von türkischen Migranten betriebene Bildungseinrichtung zu richten. Der offensichtliche Zweck der Einrichtungen (Nachhilfeunterricht oder Privatschulen) rückt aber weit in den Hintergrund, wenn Medien die Chance haben, über Islamismus und Unterwanderung zu sprechen. Gerne nehmen sie dazu den Dienst von “selbst ausweisbaren Islamkennern” in Anspruch.
Im Besagten Artikel spielen diese Rolle der libanesisch-christliche Islamwissenschaftler Ralph Ghadban und die ewig nach der Islamisierung suchende Journalistin Claudia Dantschke. Ralph Ghadban sieht in wahrer “schuldig auch wenn unschuldig”-Manier in der Denunziation des Terrorismus durch den Begründer des Bildungsnetzwerks Fethullah Gülen einen klaren und unmisverständlichen Versuch der Unterwanderung – nein, sogar der Eroberung…
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Dies ist ein Leserbrief von Belal El-Mogaddedi zum Feuilleton-Artikel in der FAZ vom 16.09.2006 “Der Islam will die Welteroberung” von Egon Flaig. Der Artikel ist nicht kostenlos online einsehbar. Ich hoffe aber, dass die Grundaussage des Textes sowohl durch die Überschrift, als auch durch die Kritik, die Herr Al-Mogaddedi äussert klar wird..
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach der Lektüre des Artikels von Herrn Flaig ist man geneigt den folgenden Satz aus Goethes Mephisto „Mit Sturm ist da nichts einzunehmen; Wir müssen uns zur List bequemen “, zu adaptieren, und das Wort „List“ durch das Wort “Lüge“ zu ersetzen.
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Jahresrückblicke sind eine feine Sache, vor allem wenn sie Licht auf die Zukunft werfen. In der FAZ kommentiert Kabarettist Matthias Deutschmann das Jahr 2005 und gibt einen Ausblick auf 2006.
Allein der Wahlkampfauftakt, die unechte Vertrauensfrage – das war großes Schmierentheater unter Beteiligung aller Verfassungsorgane! Unvergessen die große Notstandsrede des Bundespräsidenten: Wir sind zu alt, wir haben zu wenig Kinder. Wir haben keine Wahl. Wir müssen wählen!
und
Sonst noch was? Ach ja, Wolfgang Schäuble ist wieder mal Innenminister und denkt daran, die Bundeswehr bei Länderspielen einzusetzen. Oder einzuwechseln? Wovon träumt der Mann? Krisenspezialkräfte Deutschlands kämpfen sich ins Endspiel? So könnten wir es schaffen! Nur so! 2006 kann kom-men! Die Welt zu Gast bei Wahnsinnigen. Das wird ein Fest!