Too Much Cookies Network

Die Rolle von Moscheen

Montag, 10. Juli 2006, 21:25 Uhr

MPACUK hat eine Umfrage unter den britischen Moscheen durchgeführt, die darauf abzielt, Anstrengungen dieser Moscheen, gegen Extrimismus vorzugehen, zu dokumentieren. Das Ergebnis ist leider ernüchternd. Folgende Fragen wurden den Moscheevorständen oder Predigern (/Vorbetern) gestellt:

  • Wurden Sie oder Ihre Gemeinde seit dem 7.7.(2005) mit Islamophobie konfrontiert?
  • Sprechen Sie über Extremismus in Ihrer Freitagspredigt?
  • Halten Sie Ihre Freitagspredigt auf Englisch?

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Patriotische Muslime

Freitag, 16. Juni 2006, 2:58 Uhr

Noch immer werden Muslime sowohl in Europa als auch in den USA als Fremde gesehen. Der Status der Migrantenreligion haftet dem Islam etwa in Deutschland an, wo die Mehrheit der Muslime türkischer Herkunft sind, aber eben nicht unbedingt im Ausland geboren und aufgewachsen sind. Erst letztens hat die hannoversche Landesbischöfin Frau Margot Käßmann im FR-Interview folgenden markanten Satz gebracht:

Wir sagen immer, bei uns ist Christus zu Hause und Allah zu Gast.

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“Islam in den Medien” in Loccum

Freitag, 9. Juni 2006, 11:01 Uhr

Ab heute und bis Sonntag findet eine Tagung zum Thema “Islam in den Medien - Für eine Kultur des Dialogs jenseits des Karikaturenstreits” in der evangelischen Akademie Loccum statt. Referenten sind u.a. Mounir Azzaoui vom Zentralrat der Muslime in Deutschland, Selma Öztürk für die Schura Niedersachsen e.V., Dr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung, Henner Kirchner von der Uni Gießen, sowie Christoph Schultheis vom Bildblog. Im Programm finden sich recht interessante Beiträge.

Da ich teilnehmen werde, werde ich höchstwahrscheinlich über das Wochenende nicht sehr viel schreiben können. Ich hoffe aber danach mit frischen Themen diesbezüglich wiederzukommen.


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Alles Burka oder was?

Samstag, 13. Mai 2006, 6:57 Uhr

Die NRW-Lehrerin, Frauenbeauftragte und stellvertretende Vorsitzende des ZMDs Maryam Brigitte Weiß hat einen Kommentar zur Burka-Debatte aus Bonn geschrieben. Sehr lesenswert.

Der Zentralrat der Muslime war von Anfang an an einer vorsichtigen Entschärfung der Situation in Bonn interessiert und hat viele Gespräche zur Sache geführt. Natürlich haben sie ein Recht, in der Öffentlichkeit außerhalb der Schule den Niqab zu tragen. Aber in der Schule sollte von ihrer Seite aus Rücksicht genommen werden aus den oben genannten Gründen. Der Niqab ist kein notwendiger Bestandteil der islamischen Kleidung. Das Streben nach Wissen allerdings schon. Deshalb wäre der empfehlenswerte Weg der Mitte in diesem Fall der Besuch der Schule mit einem Kopftuch und entsprechender Kleidung.


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Muslimbruder?

Samstag, 6. Mai 2006, 3:03 Uhr

Ich habe nicht vergessen, dass mir der Vorwurf anhängt, ich hätte “Bezüge zur Muslimbrüderschaft”. Ich hatte nur leider die letzte Woche keine Zeit, mich damit zu beschäftigen. Habe heute beim Innenministerium angerufen und nachgefragt und die Dame im Sekretariat wusste nicht weiter also hat sie mich gebeten, das ganze schriftlich an die private Sekretärin des Ministers Herrn Schünemann zu schicken.

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Condi Rice wird ausgeladen

Freitag, 31. März 2006, 0:58 Uhr

Dr. Condoleezza Rice wurde wieder ausgeladen, nachdem eine Moschee in Blackburn, England sie eingeladen hatte, sich ein Bild von der Moschee zu machen. Rice will not visit mosque:
The Committee at Masjid Al Hidayah Mosque on Millham Street, Blackburn, in conjunction with Muslim Scholars from Blackburn and Preston, have withdrawn their invitation to Rice to visit [...]


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Feindbildliberalismus

Mittwoch, 29. März 2006, 17:07 Uhr

Sehr lesenswerter Artikel über die ‘Liberalisierung’ der Union. Die These (die ich unterstütze): Die Union nimmt eine immer liberalere Einstellung ein, um sich von Muslimen abzusetzen. Das passiert, wenn man sich nur über ein Feindbild (”das bin ich nicht!”) definiert - die eigenen Werte gehen flöten.. oder man verstrickt sich in Widersprüchen!

Die Muslim-Paranoia der Union:

Seit den 68ern hat nichts die Union stärker liberalisiert als die Muslime.” So sprach diese Woche Ali Kizilkaya, der Vorsitzende des Islamrats. Recht hat er. Die Christdemokraten misten derzeit ihre letzten konservativen Reste aus, ja, sie erleben eine kleine Kulturrevolution, einen Liberalisierungsschub aus antiislamischem Geiste.


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Necla Kelek kann nichts dafür

Freitag, 17. März 2006, 10:09 Uhr

Wer wundert sich da? Frau Kelek bedient wieder einmal mit ihrem neuen Buch ein bestimmtes Klientel. Aus der Unkultur

Kelek erklärt Probleme einer sozialen Schicht für typisch muslimisch. Wenn sie dazu immer wieder versichert, daß niemandem die Verantwortung für das eigene Leben abgenommen werden kann, entläßt sie die Politik aus der Verantwortung. Deshalb hat sie hier so viele Freunde. »Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten«, spottet der Tempelherr in Lessings »Nathan der Weise«.

Man sollte nun aber nicht in erster Linie die Autorin angreifen, erklärte der Migrationsforscher Werner Schiffauer während der Diskussion am Mittwoch, sondern die hiesige Öffentlichkeit. Die Deutschen nämlich hätten nur auf jemanden wie Kelek gewartet, der all das bestätigt, was sie schon immer über Muslime gedacht haben.


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keine anderen Ideen?

Samstag, 11. März 2006, 9:39 Uhr

Die rechtsextreme Dänische Volkspartei (DVP) möchte Muslime provozieren und plant Anzeigen “bis zur Grenze des Erlaubten”. Diese Grenze widerum werden sie höchstwahrscheinlich selbst bestimmen. Es sei vorweg schon mal gewarnt: Das Recht auf freie Meinungsäusserung und das Presserecht lassen sich einfach nicht von rechtsextremen verteidigen!

Über die mögliche Verletzung religiöser Gefühle von Moslems durch die geplante Anzeigenkampagne sagte Espersen: “Mich interessieren die Gefühle von Leuten nicht. Was vielleicht deine Gefühle verletzt, berührt meine nicht.”

Hoffen wir, dass Muslime diesmal insgesamt reifer reagieren. Offensichtlich fällt den rechtsextremen nichts mehr ein, eigene Inhalte bringen ist ‘out’.

Ausserdem ein empfehlenswerter Artikel bei Dialog International: Honoring Hate: Leon De Winter Receives Medal in Berlin.


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Die Neuerfindung des Kulturalismus

Donnerstag, 23. Februar 2006, 1:35 Uhr

Leserbrief von Michael Muhammad Abduh Pfaff zum Artikel “Die Neuerfindung des Islam” von Bassam Tibi im tagesspiegel

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bedaure, dass Sie mit dem Artikel von Herrn Professor Tibi vom 19.02.06 ein Dokument verletzter Eitelkeit als Beitrag zur Integrationsdebatte verstehen.

Der Schöpfer des “Leitkultur“ Begriffes beklagt, dass er keine Anerkennung dafür erhält, dass er und nicht Huntington der wahre Entdecker des “Krieges der Kulturen“ ist. Er beklagt, dass er als „Prophet im eigenen Lande“ nichts gilt.

Sein offensichtliches Selbstmitleid verstellt ihm jedoch den objektiven Blick auf die Tatsachen. Und Tatsache ist: Tibi irrt!


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Seit November 2004 berichtet 'Too Much Cookies Network' live und radikal aus der Parallelgesellschaft. Die Themenwahl ist willkürlich, der Sprachstil filigran und der Gegner unklar. Zum Netzwerk gehören weiterhin folgende Seiten: