Too Much Cookies Network

Rowan Williams und Scharia - Medienübertragung “unvermeidlich”

Samstag, 15. März 2008, 23:04 Uhr

Vor etwa einem Monat hat der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, laut Medienmeldungengefordert, “die Scharia in bestimmten Fällen in Großbritannien anzuwenden”. Und genauso wie zu erwarten ist, dass sich so einige Muslime über Karikaturen aufregen würden, die vorgeben, den Propheten Muhammad (saws) darzustellen, war abzusehen, dass die Worte Rowan Williams Entrüstungswellen nach sich ziehen würden.

Im ersten Artikel habe ich versucht, den Inhalt der Rede wiederzugeben. Der Erzbischof veröffentlicht seine Reden auf seiner eigenen Internetseite und ist recht offen im Umgang mit Medien. Er wurde noch am selben Tag nach der Rede von BBC Radio 4 zum Thema interviewt. Irgend etwas scheint trotzdem schief gelaufen zu sein, an der Art, wie die Medien die Meldung übertragen haben. In diesem Artikel soll es um den Transport des Inhalts der Rede des Erzbischofs gehen.


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Rowan Williams und Scharia - religiöse und säkulare Gerichte

Freitag, 14. März 2008, 10:19 Uhr

Vor etwa einem Monat hat der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, laut Medienmeldungen gefordert, “die Scharia in bestimmten Fällen in Großbritannien anzuwenden”. Und genauso wie zu erwarten ist, dass sich so einige Muslime über Karikaturen aufregen würden, die vorgeben, den Propheten Muhammad (saws) darzustellen, war abzusehen, dass die Worte Rowan Williams Entrüstungswellen nach sich ziehen würden. ((Vielleicht ein besserer Vergleich: Die Regensburger Rede des Oberhauptes der katholischen Kirche, die die wenigsten Muslime gelesen hatten, die sich lauthals darüber aufgeregt hatten - denn dies trifft auch für die meisten Kritiker Williams zu..))

Das Thema ist so groß, dass ich mehrere Artikel darüber schreiben werde, in der Hoffnung ein wenig mehr Licht in dieses Thema zu bringen. Die wenigsten Menschen scheinen die Rede des Erzbischofs gelesen zu haben und die meisten Medien scheinen sie misverstanden zu haben. Deshalb fange ich mit einer Bestandaufnahme dessen an, was in der Rede zum Thema gesagt wurde.


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Artikel des Tages

Samstag, 9. Februar 2008, 1:17 Uhr

  • Eine Rezension des Buchs “Die Geschichte der Israeli und der Palästinenser” von Noah Flug und Martin Schäuble: Arnold Hottinger, Ungestellte Fragen und verschwiegene Fakten:

    Niemand spricht in dem Buch von den Landenteignungen (die von den Palästinensern Landraub genannt werden) oder von den Strassensperren, die bewirkt haben, dass die gesamte palästinensische Wirtschaft zusammenbrach und die Palästinenser Hunger leiden. Die illegalen jüdischen Siedlungen und ihre bewaffneten und gewalttätigen Bewohner kommen so wenig zu Wort wie der Verlauf der Sperrmauer. Dies sind für die Palästinenser heute drängende Themen. Sie sprechen davon und klagen darüber – aber nicht auf den Seiten dieses Buchs, das von einem deutschen Journalisten und einem Israeli verfasst wurde. Um beiden Seiten gerecht zu werden, hätte an dem Buch auch ein Palästinenser mitwirken müssen, der in der Lage ist, die Erfahrungen seines Volks zu vermitteln.


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