Samstag, 29. März 2008, 7:36 Uhr
Es ist schon erstaunlich, zu welchem Schluß der SWR-Korrespondent Peter Heilbrunner kommt, als er die Veröffentlichung des Films “Fitna” von Geert Wilders einzuschätzen versucht:
Und was lehrt uns das? Wir müssen gelassener werden im Umgang mit Islam-Kritik. Meinungsfreiheit ist eine der größten Errungenschaften der freien Welt und die sollten wir nicht übervorsichtig opfern aus Angst vor erbosten Reaktionen. Mit Selbstzensur jedenfalls stellen wir das Licht unser westlichen Tradition unter den Scheffel - einen Dialog der Kulturen muss man offen führen können und ohne vorauseilenden Gehorsam.
Dabei hat er bei der Analyse schon die richtigen Stichwörter genannt, nur der Schluß passt einfach nicht dazu! Er fängt an, indem er diagnostiziert, der Inhalt des Films gerate “nach dem Wirbel im Vorfeld” in die Nebensächlichkeit. Der Film sei unter “normalen Umständen” aus unterschiedlichen Gründen keiner Erwähnung wert..
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Samstag, 11. März 2006, 9:39 Uhr
Die rechtsextreme Dänische Volkspartei (DVP) möchte Muslime provozieren und plant Anzeigen “bis zur Grenze des Erlaubten”. Diese Grenze widerum werden sie höchstwahrscheinlich selbst bestimmen. Es sei vorweg schon mal gewarnt: Das Recht auf freie Meinungsäusserung und das Presserecht lassen sich einfach nicht von rechtsextremen verteidigen!
Über die mögliche Verletzung religiöser Gefühle von Moslems durch die geplante Anzeigenkampagne sagte Espersen: “Mich interessieren die Gefühle von Leuten nicht. Was vielleicht deine Gefühle verletzt, berührt meine nicht.”
Hoffen wir, dass Muslime diesmal insgesamt reifer reagieren. Offensichtlich fällt den rechtsextremen nichts mehr ein, eigene Inhalte bringen ist ‘out’.
Ausserdem ein empfehlenswerter Artikel bei Dialog International: Honoring Hate: Leon De Winter Receives Medal in Berlin.
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Freitag, 17. Februar 2006, 0:22 Uhr
Ich möchte auf die Schnelle auf ein paar Artikel aufmerksam machen, die zum sogenannten Karikaturenstreit veröffentlicht wurden.
In “The Right to Be Offended” argumentiert Gary Younge, dass die Zeitung Jyllands-Posten die Verantwortung für die von ihr ausgegangene Beleidigung zu übernehmen hat.
The right to offend must come with at least one consequent right and one subsequent responsibility. People must have the right to be offended, and those bold enough to knowingly cause offense should be bold enough to weather the consequences, so long as the aggrieved respond within the law. Muslims were in effect being vilified twice–once through the original cartoons and then again for having the gall to protest them. Such logic recalls the words of the late South African black nationalist Steve Biko: “Not only are whites kicking us; they are telling us how to react to being kicked.”
[...]
When it comes to freedom of speech, the liberal/left should not sacrifice its values one inch to those who seek censorship on religious grounds. But the right to freedom of speech equates to neither an obligation to offend nor a duty to be insensitive. If our commitment to free speech is important, our belief in antiracism should be no less so.
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Dienstag, 14. Februar 2006, 1:23 Uhr
Jyllands-Posten - Verfechter der freien Meinungsäusserung soll nicht nur abgelehnt haben, eine Karikatur des Propheten Jesus abzudrucken, sich dagegen bereit erklärt haben, Holocaust-Karikaturen abzudrucken nachdem sie denunzierende Karikaturen des Propheten Muhammad abgedruckt haben (nein erstellen liessen und beides gibt bereits ein präzises Bild von der guten Zeitung wieder), sondern sie - wir erinnern uns: Meinungsfreiheitskämpfer - soll sich 1984 an einem Protest beteiligt haben, der einer sexistischen Darstellung des Propheten Jesus galt. [via politischinkompetent]
Unterdessen ist der Schaden bereits angerichtet, die öffentliche Meinung wurde durch sensationsgeilen und manipulativen Medien bereits geformt. Da hilft das oft wiederholte und gelebte Dementi nicht mehr!
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Dienstag, 7. Februar 2006, 3:21 Uhr
Gastbeitrag von M.Belal El-Mogaddedi
„Satire ist die Kunst, einem anderen so auf den Fuß zu treten, dass er es merkt, aber nicht aufschreit.“
Helmut Qualtinger
Das Ausmaß, dass die Auseinandersetzung um die Veröffentlichung der sogenannten „Mohammed-Karikaturen“ angenommen hat, ausgelöst durch die rechtsgerichtete dänische Zeitung „Jyllands Posten“ und andere Zeitungen des ach so vernunftverklärten Europas, und die gewalttätigen Reaktionen muslimischer Demonstranten auf diese Karikaturen in vielen muslimischen Ländern der Welt, belegt wieder einmal, dass der Mensch in seinem Dasein immer noch an dem Ausleben seiner eigenen Kurzsichtigkeit den größten Gefallen findet.
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Donnerstag, 2. Februar 2006, 23:58 Uhr
Als ich mich heute nach der Uni durch meine Emails durchforstete, fiel mir eine Email mit dem Titel “Projekt „Den Islam einbürgern“” auf. Darin lädt mich ein gewisser Bodo L. zum Dialog auf und zwar zum Thema “Den Islam einbürgern”! Anbei der komplette Text seiner Email und meine Antwort.
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Dienstag, 31. Januar 2006, 9:01 Uhr
In mehreren vorwiegend muslimischen Ländern werden in letzter Zeit - und nach der Veröffentlichung der den Islam und den Propheten Muhammad (as) entstellenden Karikaturen in der dänischen Bild-Zeitung “Jyllands-Posten” - dänische Produkte boykottiert. Dem ging ein Protest voraus, den die Mitgliedsstaaten der OIC gegenüber der dänischen Regierung ausdrückten. Allein das half nicht, denn diese sieht offensichtlich die Karikaturen als ein Teil der Presse- oder Meinungsfreiheit und verweist darauf, dass Muslime notfalls zum nächsten Richter rennen dürfen.
Nun, da viele Muslime dänische Produkte boykottieren - jetzt geht es ans Geld - scheint das die Eu-Kommission zu interessieren und keiner will was von “Freiheit” wissen - nicht die Freiheit der Beleidiger (namentlich die der dänischen Zeitung, sondern die der muslimischen Käufer!
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