Neue Artikel: 22. February 2010
Neue Artikel für den 22. February 2010:
Custom Feed: Norman Finkelstein’s German Tour cancelled under Pressure, Echte christliche Nächstenliebe, Die Gefühle der Gesellschaft, Die Ethnisierung sozialer Probleme
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Innenminister Uwe Schünemann bekräftigt im Landtag: Muslime sind selbst schuld, wenn sie verprügelt werden, da sie ja auch hätten “deutscher” sein können. Wenn sie sich aber dagegen entscheiden, dann kann man ihnen nicht mehr weiterhelfen! Dem pflichtet die Autorin Barbara Sichtermann bei, stellt aber klar: es liegt nicht am Islam, sondern an den ach-so rückständigen Muslimen! Wir müssen Rückständigkeit bekämpfen. Vorschlag zur Güte: Eine Inquisition gegen die Rückständigkeit!
Die Palästina-Initiative Hannover lädt zum 16. März ab 19:00 im Raschplatzpavillon wieder zum monatlichen Treffen ein. Diesmal wird Frau Ivesa Lübben über die Perspektiven palästinensischer Politik nach dem Gaza-Krieg referieren. Eine sehr gute Gelegenheit, an unabhängige Informationen zum Gaza-Krieg und seinen Hintergründen zu kommen!
Man kann das sarkastische Lächeln erahnen, das Canan Topçu auf dem Gesicht hatte, als sie unter der Überschrift “Alles Einzelfälle” die folgenden Worte schrieb:
Selten sind sich die muslimischen Verbände so einig wie beim Thema Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen. Es könne sich nur um Einzelfälle handeln, erklären ihre Sprecher unisono. Judenfeindlichkeit sei mit dem Islam nicht vereinbar; ein gläubiger Moslem könne kein Antisemit sein. Einig ist man sich auch, dass Antisemitismus als “gesamtgesellschaftliches Phänomen” betrachtet werden müsse.
Dann zitiert sie vier muslimische Vertreter – Erol Pürlü, Ali Kizilkaya, Bekir Alboga und Oguz Üçüncü – , die ((wenn die Zitate denn nicht aus einem größeren Zusammenhang gerissen sind)) die beschriebene Apologetik bestätigen. Statt mit Vorschlägen für die Verbesserung einer gemeinhin als schlecht bekannten Situation zu dienen, verlieren sich die Funktionäre in Sprachhülsen und Abschiebung der Verantwortung. Dabei wird lediglich gefordert, dass die Moscheeverbände eine Analyse zulassen, hinhören, wenn Probleme festgestellt werden und Verantwortung übernehmen bei der Lösungsfindung.
Ich plädiere ja eh’ dafür, dass schon in jüngsten Jahren neben den menschlichen Fremdsprachen auch Programmiersprachen beigebracht werden. Dass es machbar ist, beweist ein 9-jähriger singaporischer Schüler, der in der vierten Klasse bereits sechs Programmiersprachen versteht und bereits 20 Programmierprojekte hinter sich hat. Vornehmlich scheint er für den IPhone zu programmieren:
Lim, who is in fourth grade, writes applications for Apple’s popular iPhone. His latest, a painting program called Doodle Kids, has been downloaded over 4,000 times from Apple’s iTunes store in two weeks, the New Paper reported on Thursday.
The program lets iPhone users draw with their fingers by touching the iPhone’s touch screen and then clear the screen by shaking the phone.
“I wrote the program for my younger sisters, who like to draw,” Lim said. His sisters are aged 3 and 5.
Noch ein kleiner Einblick in das Zurückfinden der Menschen in Gaza in den Alltag: UNICEF berichtet über die Rückkehr der Schulkinder zu “ihren” Schulen im Gazastreifen.
Seit dem 1. August 2002 ist der Schutz der Tiere an prominenter Stelle im Grundgesetz festgehalten. In Art. 20a steht nun:
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.
Viel hat das dem Tierschutz nicht gebracht..
Ich hatte bereits zu Anfang der Auseinandersetzung um die Professur von Prof. Kalisch einen Beitrag verfasst, der meine Meinung gut wiedergibt. Um es kurz zu fassen: ich sehe Herrn Kalisch nur blubbern. Er rezipiert eine bestimmte religionskritische Richtung und gibt sie unreflektiert wieder, ohne ihr eigene Gedankengänge, geschweige denn eigens erarbeitete Materialien beizusteuern. Ich hatte mich nicht so sehr um die Inhalte seines Glaubens gekümmert, weil mich diese reichlich wenig interessiert ((dies hat sich mit meinem letzten Kommentar durchaus geändert, dies aber vor allem, da Herr Kalisch selbst seinen persönlichen Glauben in die Öffentlichkeit trägt)). Zwei Punkte interessieren mich persönlich am meisten:
Im Cicero darf man zwar kommentieren, aber der Kommentar erscheint offenbar an keiner Stelle und er wird auch nicht beantwortet.. Deshalb veröffentliche ich hier einen Kommentar, den ich letztens bei einem Interview des Cicero-Journalisten Alexander Görlach mit Prof. Kalisch verfasst hatte.
Ein Streit ist nun offen zwischen dem Koordinationsrat der Muslime in Deutschland und dem Professor für “Religion des Islam” Muhammad Kalisch entbrannt. Der Koordinationsrat verkündete am Freitag, dass sie die Zusammenarbeit mit dem “Centrum für religiöse Studien” nicht fortführen werden und zog seine Empfehlung zum Lehramtsstudium am “Lehrstuhl für Religion des Islams” zurück. Die Begründung fiel zunächst knapp aus: Der Grund liege in der “erheblichen Diskrepanz zwischen den Grundsätzen der islamischen Lehre und veröffentlichten Positionen des Leiters des CRS in Münster”.
Da versuchte ein 14-jähriger Schüler in Berlin während der Schulzeit sein Gebet zu verrichten. Die Schulleitung wollte ihm diesen Luxus mit der Begründung untersagen, er verletze mit seinem “demonstrativen” Gebet die Neutralitätspflicht der Schule und bekam nun vom Verwaltungsgericht einen Tritt in den werten Hintern:
Das Gericht urteilte, dass der Schüler sich auf die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit berufen könne. Dieses Recht erstrecke sich auf die Freiheit, den Glauben zu bekunden.
Der Artikel “Die türkischen Bildungsbürger in der FAZ stellt – wahrscheinlich eher unbeabsichtigt dar – wie dämlich die Diskussion und die Berichterstattung in Deutschland ist. Die Forderung des türkischen Premiers Erdogan beim Besuch in Deutschland nach mehr (?) ‘türkischen’ Schulen wird zum Anlass genommen, den Augenschein auf von türkischen Migranten betriebene Bildungseinrichtung zu richten. Der offensichtliche Zweck der Einrichtungen (Nachhilfeunterricht oder Privatschulen) rückt aber weit in den Hintergrund, wenn Medien die Chance haben, über Islamismus und Unterwanderung zu sprechen. Gerne nehmen sie dazu den Dienst von “selbst ausweisbaren Islamkennern” in Anspruch.
Im Besagten Artikel spielen diese Rolle der libanesisch-christliche Islamwissenschaftler Ralph Ghadban und die ewig nach der Islamisierung suchende Journalistin Claudia Dantschke. Ralph Ghadban sieht in wahrer “schuldig auch wenn unschuldig”-Manier in der Denunziation des Terrorismus durch den Begründer des Bildungsnetzwerks Fethullah Gülen einen klaren und unmisverständlichen Versuch der Unterwanderung – nein, sogar der Eroberung…
Die Dokumentation ist zwar sehr interessant, aber ich muss mich manchmal fragen, ob (deutsche) Medien überhaupt jemals etwas von Graustufen oder Differenzierung gehört haben. Scheinbar kann es nur entweder die Möglichkeit geben, dass das Kopftuch ein Symbol der Unterdrückung der Frau ist oder eben grundsätzlich sie dazu befähigt, besser zu sein.. Werdet endlich erwachsen!
Gestern fand bekanntlich die zweite Sitzung der deutschen Islamkonferenz statt. Ich habe inzwischen das Gefühl, dass sich die muslimischen Verbände keinen Gefallen tun, indem sie auf die Islamkonferenz setzen. Die Islamkonferenz ist nämlich immer mehr eine Migrantenkonferenz! Ich würde vorschlagen, dass der neu gegründete Koordinationsrat ab jetzt lediglich einen türkischen Azubi zur Konferenz schickt und stattdessen darauf setzt, dass ein direktes Gespräch zu den Themen, die die Muslime interessieren zwischen ihnen und den Bundesministerien stattfindet. Die Konferenz im großen Stil, zu der das Innenministerium nach Belieben einlädt, scheint nur eine Zeitverschwendung zu sein..
Hier noch eine Auflistung von Kommentaren, Interviews und Artikeln zum Thema:
Eben gerade im Deutschland Radio gehört: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat festgestellt, dass dem Bund bis 2011 Neunzigmilliarden Euro mehr in die Tasche fallen wird als erwartet. Für Bund und Länder ergeben sich sogar 200 Milliarden Euro Mehreinnahmen! Wohin nur damit?
Landesinnenminister Uwe Schünemann hat es scheinbar darauf angelegt, seinem Kollegen in Bayern in nichts nachzustehen – besonders was die Errichtung eines Polizeistaats angeht! Nachdem vor ein paar Tagen die Ludwig-Maximilians-Universität in München ihre Mitarbeiter aufgefordert hatte, “islamistische Studenten und Kollegen unverzüglich zu melden” und der dortige Innenminister Günther Beckstein diese Aufforderung auch noch gut hieß, wird das ganze auch in Niedersachsen nachgespielt.
In der HAZ vom Freitag heißt es dazu:
Weil es den begründeten Verdacht gibt, dass gewaltbereite Islamisten auch an niedersächsischen Hochschulen studieren, hat die Landesregierung jetzt eine Koordinierungsgruppe eingerichtet, die die strategischen Möglichkeiten zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus verbessern soll. Unter der Federführung des Innenministeriums arbeiten das Wissenschafts- und das Kultusministerium zusammen. Konkret geht es darum, dass die Universitäten und Fachhochschulen motiviert werden, den Sicherheitsbehörden verdächtige Beobachtungen zu melden.
Tja, Melantrys hat es bereits per email angemerkt, yigg.de spinnt (bzw. sie stellen ihre Server um) und deshalb funktionierte der Button “yigg-it” nicht. Dafür kam aber für jeden dieser hübschen Kästchen eine Aufforderung zur Eingabe eines (nicht weiter spezifizierte) Benutzernamens und eines Passworts. Ich muss schon sagen, das ist eine große Enttäuschung, denn wenn sie [...]
Ich:
Kann ich mich nächstes Semester beurlauben lassen und darin meine Diplomarbeit abgeben, wenn ich sie dieses Semester noch anmelde (und dadurch um die 720,- € Studiengebühren sparen)?
Prüfungsamt-Frau:
Nein! Sie müssen auch bei der Abgabe der Diplomarbeit ordnungsgemäß immatrikuliert sein. Eine Ausnahme tritt ein, wenn Sie die Arbeit vor dem 30. April abgeben, dann können sie die Studiengebühren wieder einfordern.
Ich (bereits nachdenkend, wo ich noch bis nächste Woche 700+€ herbekommen soll):
oh.
Ich habe eben gerade etwa 3 Tonnen Wäsche gewaschen. Naja, ich hab die Wäsche machen lassen.. eigentlich habe ich sie nur in zwei Haufen geteilt, und nacheinander in die Waschmaschine und dann in den Trockner gestopft, ein paar Bedieneinheiten bedient und sie später wieder rausgeholt. Aber genau das ist doch das Beängstigende: Könnte ich auch die Wäsche waschen ohne automatische Waschmaschine und Trockner??
Nun gut, die Wäsche waschen, wir wahrscheinlich noch gehen. Schließlich gehört dazu lediglich ein wenig Seife, warmes Wasser und sehr viel Arbeit. Es kann also nur an der eigenen Faulheit scheitern. Aber was ist mit anderen technischen Einrichtungen, die wir täglich benutzen?
In einem sehr unterhaltsamen und gleichzeitig informativen Lehrfilm mit dem Titel “Unsere Freiheit stirbt ganz langsam” werden einige der besten Argumente gegen die zunehmende Überwachung dargestellt. Ich habe davon ein mirror erstellt, das sich hier findet:
Paul und die schöne neue Welt der Überwachung
Erstellt wurde der interaktive Film von Johannes Widmer im Rahmen einer Bachelor-Abschlussarbeit. Mehr kann man auf gulli.com nachlesen. Anschauen lohnt sich. Falls der Mirror nicht funktionieren sollte, kann man auch die anderen Mirrors auf yigg.de ausprobieren.