Too Much Cookies Network

Rowan Williams und Scharia - Medienübertragung “unvermeidlich”

Samstag, 15. März 2008, 23:04 Uhr

Vor etwa einem Monat hat der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, laut Medienmeldungengefordert, “die Scharia in bestimmten Fällen in Großbritannien anzuwenden”. Und genauso wie zu erwarten ist, dass sich so einige Muslime über Karikaturen aufregen würden, die vorgeben, den Propheten Muhammad (saws) darzustellen, war abzusehen, dass die Worte Rowan Williams Entrüstungswellen nach sich ziehen würden.

Im ersten Artikel habe ich versucht, den Inhalt der Rede wiederzugeben. Der Erzbischof veröffentlicht seine Reden auf seiner eigenen Internetseite und ist recht offen im Umgang mit Medien. Er wurde noch am selben Tag nach der Rede von BBC Radio 4 zum Thema interviewt. Irgend etwas scheint trotzdem schief gelaufen zu sein, an der Art, wie die Medien die Meldung übertragen haben. In diesem Artikel soll es um den Transport des Inhalts der Rede des Erzbischofs gehen.


weiterlesen...

Ein Dorn weniger - wikileaks

Mittwoch, 20. Februar 2008, 12:54 Uhr

BBC berichtet, dass das kalifornische Gericht dem Hoster der Seite wikileaks.org - dynadot - angeordnet hat, die Seite offline zu nehmen, nachdem eine Schweizer Bank das Gericht angerufen hat.

Die Schweizer Bank Julius Baer hatte vor Gericht geklagt, da auf der Seite wikileaks.org Dokumente zu finden waren, die Geldwäsche- und Steuerhinterziehungsaktivitäten betreffen. Per Gerichtsbeschluss darf der Hoster den Domainnamen noch nicht einmal zum Umzug freigeben. Außerdem sollen Zugangsdaten zur Seite offen gelegt werden, wahrscheinlich um den Autor der Artikel zu identifizieren. Auf heise steht dazu:

Vorausgegangen war ein Rechtsstreit mit der Niederlassung des Schweizer Bankhauses Julius Baer auf den Cayman Islands. Wikileaks hatte im Januar mehrere hundert Dokumente veröffentlicht, die Steuerhinterziehung und Geldwäsche in dem Bankhaus belegen sollen. Darunter sind interne Schreiben, Korrespondenz und Kalkulationen. Die Wikileaks-Aktivisten geben an, dass sie die Daten an die entsprechenden Steuerbehörden weitergeleitet haben, damit die weitere Recherchen anstellen – meldet aber auch selbst Zweifel an der Korrektheit der Daten an. Die Wikileaks-Betreiber beschränken sich nicht auf die Veröffentlichung der Dokumente, sondern versuchen, kollektiv die Richtigkeit der Angaben zu überprüfen und durch weitere Informationen zu ergänzen.


weiterlesen...

About

Seit November 2004 berichtet 'Too Much Cookies Network' live und radikal aus der Parallelgesellschaft. Die Themenwahl ist willkürlich, der Sprachstil filigran und der Gegner unklar. Zum Netzwerk gehören weiterhin folgende Seiten: