Posts tagged: Ausland

Der Freiheitsmarsch auf Gaza beginnt

authorOmar | 23. Dezember 2009

Vor fast einem Jahr hat Israel den Gaza-Streifen angegriffen. Insgesamt wurden 1400 Palästinenser und 13 Israelis getötet. An die Asymmetrie der Opfer hat man sich bereits gewöhnt, nur mit der Brutalität und Schonungs- und Rücksichtslosigkeit des israelischen Militärs hat man nur wenig gerechnet. Heute sind israelische Offizielle natürlich willkommene Staatsgäste. Auch wenn ein britisches Gericht einen Haftbefehl gegen die frühere israelische Außenministerin Tzipi Livni ausgestellt hatte, die Politik des Landes hat schnell bekräftigt, dass es problemlos die Unabhängigkeit des Gerichts und der Rechtstaatlichkeit des eigenen Landes opfern würde, um Kriegsverbrecher zu schützen. Medial spielen Palästinenser nur eine marginale Rolle Tatsächlich ist der Gaza-Streifen – und das Westjordanland – nur wenig interessant, solange Palästinenser in keinen allzu großen Zahlen sterben und sie sich nicht mittels Raketenangriffen zu “Wort” melden.

Wie bitte? Jung zieht sich und Klein aus der Affäre.

authorOmar | 29. Oktober 2009

Soldaten, die im Auftrag Deutschlands im Ausland tätig seien, dürften nicht mit staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen konfrontiert werden.
Franz Josef Jung legt seine Sicht eines Rechtsstaats vor. Er hätte auch gleich sagen können, wer im Dienste seines Landes mordet, der darf nicht belangt werden. Er sichert also noch zu, dass der deutsche Oberst Georg Klein sich nicht für [...]

Palästinenser und Juden erzählen sich ihre Lebensgeschichten

authorOmar | 10. September 2009

Sehr gute Idee! In Hannover haben sich Juden und Palästinenser getroffen und haben exemplarisch Geschichten der jeweils anderen sich angehört. Die Palästinensische Gemeinde und die Jüdische Gemeinde haben das gemeinsam organisiert und scheinbar hat es auch ganz gut geklappt. Die HAZ hat darüber berichtet und ich hoffe, es findet öfters statt.

Afghanistan – Democracy accomplished!

authorOmar | 22. August 2009

Hurra. In Afghanistan herrscht Demokratie! Von einer Wahlbeteiligung von 40 bis 50 Prozent ist die Rede – immerhin! Die Besatzer und Heilsbringer des Landes feiern sich selbst. Die Wahlgegner und Anschlagsandroher konnten fast die Hälfte der Wähler nicht davon abhalten, wählen zu gehen. Die Wahlkämpfer hierzulande übertreffen sich gegenseitig in der Hervorhebung dieses grandiosen Ereignisses, das auf der von uns für Afghanistan gezeichneten Geschichte einen weiteren Abschnitt markiert.

Firas Alkhatib – German media reacts

authorOmar | 20. August 2009

The story about Firas is reaching German language media – and apparently, some facts are lost in translation or in the improvisation attempts of German newspapers..

Brüno – Lügner haben ein breites dämliches Grinsen

authorOmar | 2. August 2009

Da sitzt also der Schauspieler Sacha Baron Cohen und erklärt dem Show-Host David Letterman in der US-amerikanischen Sendung “Late Show with David Letterman”, wie schwierig und gefährlich es für ihn war, an einen “echten” Terroristen heranzukommen und diesen zu interviewen. Die CIA hatten sie gefragt, genauso wie den Produzenten davon überzeugt, einen “echten” Terroristen zu nehmen, statt eines Schauspielers. Nach langer Suche soll er sich mit Ayman Abu Aita, dem mutmaßlichen Terroristen, und seinem Bodyguard an einem geheimen Ort getroffen haben. Sein eigens dafür engagierter Bodyguard soll die beiden auf Waffen durchsucht haben. Alles sehr dramatisch!

Problematisch ist nur: Weder ist Ayman Abu Aita ein Terrorist, noch war er schwer zu finden – er besitzt einen Lebensmittelladen und seine Telefonnummer ist im örtlichen Verzeichnis auffindbar, zwei Anrufe reichten dem Team von Sky News, um ihn zu finden – und vor allem trafen sie sich an einem sehr öffentlichen Ort, nämlich im “Everest Hotel” in der Nähe von Betlehem nur wenige Meter von einem israelischen Checkpoint entfernt, wo die Film-Crew von Bruno eine Etage des Hotels gemietet hatte. Er ist öfters unterwegs – auch im Ausland. Zudem ist Aita – anders als der Film Bruno offenbar glauben macht – nicht Muslim, sondern Christ.

Artikelübersicht für den 3.6.2009

authorOmar | 3. Juni 2009

214056 Stunden nach dem Ende des Titeljahres eines im Jahre 1949 erschienen Romans erscheint diese Artikelübersicht. Sie handelt von Medien, dem Nahen Osten, Rassismusbekämpfung und Muslimen..

Artikelübersicht für den 2.6.2009

authorOmar | 2. Juni 2009

Die heutige Artikelübersicht befasst sich mit historischen Themen, innerer Sicherheit und ihren Auswirkungen, Auslandspolitik und Rassismus. Ich möchte versuchen, jeden zweiten Tag eine solche Übersicht zu erstellen. Bei Interesse gerne auch kommentieren..

Gefolterte Gedächtnisse in den USA?

authorOmar | 21. April 2009

Wo war Obama eigentlich die letzten acht Jahre??

“Was die Vereinigten Staaten auszeichnet, und was auch Sie so auszeichnet, ist die Tatsache, dass wir unsere Werte und Ideale nicht nur dann aufrecht erhalten, wenn es leicht ist – sondern gerade auch dann, wenn es schwierig ist, wenn wir besorgt sind und uns bedroht fühlen.” ((an die Mitarbeiter der CIA gerichtet))

Die USA – und gerade die CIA – haben ja gerade bewiesen, dass sie diese Werte und Ideale relativ leicht fallen lassen.

Areligiöse Terroristen

authorOmar | 10. März 2009

Die Beobachtung zur Berichterstattung über den Anschlag in Antrim in der Nähe der nordirischen Stadt Belfast kann ich nur reiterieren:

Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich europäische Medien über Terroranschläge berichten, je nachdem ob sie von Christen oder von Muslimen ausgeführt werden. Hier wird nicht über Christentum und Gewalt debattiert. Der Konflikt wird als politischer Konflikt diskutiert.

“moderate” arabische Staaten

authorOmar | 27. Januar 2009

Ich bin – Gott sei Dank – nicht der einzige, dem der eigenartige Gebrauch der Zuweisung “moderat” im Zusammenhang mit arabischen Staaten auffällt. Es folgt einem Muster, das man nicht mit den Handlungen der jeweiligen Staaten – auch nicht im Vergleich mit den anderen Staaten – erklären kann. Hier ein Auszug aus einer Aussage des israelischen Analytikers ((sprich: Propagandist)) Meir Javedanfar:

Ebenso unterstützt der Iran die Hamas, um seinen Stand gegenüber Ägypten und anderen moderaten arabischen Staaten zu verbessern.

Allein die Aussage “Ägypten und andere moderate arabische Staaten” ist eine Vergewaltigung des Begriffs “moderat”…

Ivesa Lübben – Warum der Waffenstillstand scheitern musste

authorOmar | 21. Januar 2009

Der folgende Artikel ist von der Politologin Ivesa Lübben und basiert auf einer fundierten politikwissenschaftlichen Recherche der Ereignisse und Hintergründe, die zum Gaza-Krieg führten – ein Diskussionsbeitrag, der nachdrücklich zum Lesen empfohlen wird. Der Text ist in mehrere Seiten unterteilt, kann aber auch auf einer Seite betrachtet werden.

Im ersten Abschnitt wird die Dämonisierung der Hamas untersucht, dann wird auf die Frage der Verantwortung für den Raketenbeschuss eingegangen. Frau Lübben beschreibt dann grob die Lage im Gaza-Streifen unter der Blockade. Kernpunkt des Aufsatzes ist Aufzählung die Vergehen des Waffenstillstands und warum dieser zum Scheitern verurteilt war, um dann auf die tatsächlichen Ereignisse seit der Verkündung des Waffenstillstands detailliert einzugehen. Besondere Aufmerksamkeit kommt dem ‘Zwischenfall’ am 5. November 2008 zu. Schließlich endet der Artikel in der generellen Fragestellung sowohl nach der Bereitschaft der Hamas zur Friedensschließung, wie auch nach den Konsequenzen des Gaza-Kriegs für den nahen Osten.

Wann wird Israel mit dem Massaker in Gaza aufhören?

authorOmar | 17. Januar 2009

Wann hört ein altgewordenes Kind damit auf, auf einem Ameisenhaufen zu trampeln, wenn ihm keiner gesagt hat, das man das nicht tut? Dementsprechend ist der Satz “Einseitige Lösungen politischer Probleme haben in der israelischen Politik Tradition” zu verstehen: Mit Ameisen wird nicht über das Ende der Trampelaktion diskutiert; Jedes Ende ist ein einseitiges und findet statt, wenn das Kind des Mordens müde geworden ist.

Die Anzahl der ermordeten Ameisen beläuft sich inzwischen auf mehr als 1000, davon mehr als 750 Zivilisten, mehr als 150 zivile Polizisten, sieben medizinische Hilfskräfte und drei Journalisten. Kann man erwarten, dass die Eltern oder zumindest die Nachbarskinder dem Kind endlich mit klaren Worten erklären, dass man das nicht tut?

Artikel zum Gaza-Krieg 14.01.2009

authorOmar | 15. Januar 2009

  • Feleknas Uca ist Abgeordnete im europäischen Parlament für die Linken aus Celle, Niedersachsen. Gemeinsam mit anderen europäischen Parlamentariern besuchte den Gaza-Streifen für zwei Stunden. Die Kinder lachen über die Raketen

    Wir sind direkt in die Stadt Rafah im Gazastreifen gefahren. John Ding, der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks Unwra, hat unseren Konvoi begleitet. Wir waren gerade dabei, ein total zerstörtes Wohnviertel anzusehen, da schlug in etwa 1000 Meter Entfernung eine Rakete ein. Das war noch während der Feuerpause. Über unseren Köpfen machten die ganze Zeit israelische Kampfjets Kontrollflüge. Wir haben dann die Jungenschule von Rafah besucht, wo die Vereinten Nationen 1250 Zivilisten untergebracht haben und betreuen, darunter 400 Kinder.

  • Auch die italienische Abgeordnete war dabei und schrieb den Artikel Two hours in hell

Artikel zum Gaza-Krieg 07.01.2009

authorOmar | 8. Januar 2009

  • Michael Lüders: “Hamas militärisch nicht zu schlagen”

    Eine dauerhafte Befriedung wird nur auf der Grundlage einer politischen Friedenslösung möglich sein. Dies schließt ein, dass die Palästinenser ihre Gewalt gegenüber Israel einstellen. Umgekehrt wird Israel klar benennen müssen, innerhalb welcher Grenzen es gewillt ist, einen unabhängigen, lebensfähigen palästinensischen Staat an seiner Seite entstehen zu lassen. Der neue Staat kann letztlich nur aus den von Israel besetzten Gebieten bestehen: dem Gazastreifen und dem Westjordanland mit Ostjerusalem als Hauptstadt.

    Das Problem besteht darin, dass der israelische Siedlungskolonialismus im Westjordanland jeden unabhängigen palästinensischen Staat zur Illusion werden lässt. Die Siedler kontrollieren mittlerweile rund 50 Prozent des Westjordanlandes. Es gibt schlichtweg keinen Raum mehr für einen palästinensischen Staat. Die israelische Regierung ist nicht zu grundlegenden territorialen Zugeständnissen an die Palästinenser bereit. Das gilt sowohl für die derzeitige Kadima-Regierung, als auch für eine mögliche Likud-Regierung nach der kommenden Wahl.

Richard C. Schneider: Israel will Waffenstillstand diktieren

authorOmar | 5. Januar 2009

Diesen Videobericht von Richard C. Schneider möchte ich den Lesern empfehlen. Grundaussage ist die, dass Israels Zielsetzung die ist, der Hamas “eine Lehre zu erteilen”, um dann die Bedingungen für einen nachfolgenden Waffenstillstand diktieren zu können. Herr Schneider spricht das alles sehr sachlich aus, allerdings braucht es nicht viel Sachverstand, um die tatsächliche Vorgehensweise Israels auszumachen.

Eine Tasse Blut gefällig, Frau Merkel?

authorOmar | 1. Januar 2009

Bundeskanzlerin Merkel,

ich schreibe Ihnen am Anfang dieses neuen Jahres und möchte Ihnen aus diesem Anlass etwas schenken, was Sie sicherlich nicht haben wollen, was Sie aber aufgrund Ihrer Aussagen in den letzten paar Tagen mit großer Sicherheit verdient haben.

Frau Merkel, für Ihr Engagement für die Fortsetzung des Krieges im Gaza-Streifen und dafür, dass Sie dem menschlichen Drang nach Gerechtigkeit und Erhalt des menschlichen Lebens zum wiederholten Male widerstanden haben, schenke ich Ihnen eine Tasse palästinensischen Bluts – mögen Sie sich dadurch Ihrer Schuld bewusster werden.

Aktive Arbeitsvermeidung auf USA-Dienstreise?

authorOmar | 21. August 2008

Dass auf Dienstreisen nicht immer der Dienst im Vordergrund steht, ist relativ gängig. Dass sich allerdings eine Delegation deutscher Abgeordneter weitgehend nicht von “inhaltlichen Terminen” von der Freizeit ablenken lassen will, dann muss man sich natürlich schon fragen, ob sie nicht besser beraten wären, die Reise auf eigene Kosten zu veranstalten.

Rolf Schütte, the German consul general in San Francisco, wrote to the foreign ministry in Berlin to express his outrage. [...] Schütte wrote that the behaviour of the bundestag’s health committee members during a visit to the US and Canada in May ranged from “inappropriate to bloody-minded”. He euphemistically referred to the visit as a “trip of a special nature”, which the MPs had requested should leave plenty of room for a combination of “theatre and concert events, and shopping – especially shoe shopping”.

Liest man den Spiegel-Artikel, dann geht man davon aus, dass sich die Abgeordneten in Kalifornien einen Urlaub gegönnt haben – und dies ist noch nicht einmal sehr unwahrscheinlich.

Filistina 2008 in Hannover

authorOmar | 10. Juni 2008

Gestern ist der Hauptteil der Filistina 2008 in Hannover zu Ende gegangen. Ich konnte nur an zwei Tagen dabei sein, hätte aber gerne an mehr Veranstaltungen teilgenommen. Ich möchte hier einige Gedanken festhalten, um vielleicht später darauf zurückzukommen.

Warum tötest du, Zaid? – erste Eindrücke

authorOmar | 25. März 2008

Nachdem Kathrin nun das Buch durchgelesen hat und eine Rezension soweit abgearbeitet hat, darf ich mir das Buch “Warum tötest du, Zaid” von Jürgen Todenhöfer schnappen und habe die ersten paar Seiten gelesen. Noch bin ich mitten in der Geschichte vom jungen Iraker Zaid und wie ihn Herr Todenhöfer im Irak trifft und zum Interviewtwerden bewegt.

Der junge Zaid ist Widerstandskämpfer im Irak – und nicht Terrorist! Diese Unterscheidung ist eigentlich trivial, denn bei einer Besatzung wird es immer Freiheitskämpfer geben und daneben gibt es heutzutage politisch gesondert motivierte Terroristen, die im Falle des Iraks sogar zum größten Teil aus dem Ausland kommen. Es ist trotzdem beruhigend, dass der Author auch diesen Aspekt nicht unerwähnt lässt, da sich bei einigen Zeitgenossen der Eindruck erhärtet hat ((auf der Grundlage der gängigen Berichterstattung)), dass alle Gegner der US-Politik per se Terroristen sind.