Dienstag, 25. März 2008, 0:11 Uhr
Nachdem Kathrin nun das Buch durchgelesen hat und eine Rezension soweit abgearbeitet hat, darf ich mir das Buch “Warum tötest du, Zaid” von Jürgen Todenhöfer schnappen und habe die ersten paar Seiten gelesen. Noch bin ich mitten in der Geschichte vom jungen Iraker Zaid und wie ihn Herr Todenhöfer im Irak trifft und zum Interviewtwerden bewegt.
Der junge Zaid ist Widerstandskämpfer im Irak - und nicht Terrorist! Diese Unterscheidung ist eigentlich trivial, denn bei einer Besatzung wird es immer Freiheitskämpfer geben und daneben gibt es heutzutage politisch gesondert motivierte Terroristen, die im Falle des Iraks sogar zum größten Teil aus dem Ausland kommen. Es ist trotzdem beruhigend, dass der Author auch diesen Aspekt nicht unerwähnt lässt, da sich bei einigen Zeitgenossen der Eindruck erhärtet hat ((auf der Grundlage der gängigen Berichterstattung)), dass alle Gegner der US-Politik per se Terroristen sind.
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Sonntag, 30. September 2007, 11:04 Uhr
Ich gehöre nun endlich der aussterbenden Gruppe der Diplinge an. Das war auch der Grund, warum ich im letzten Monat mich so wenig um mein Blog gekümmert habe. Damit gehen sieben Jahre meines Lebens zu Ende, die ich an oder quasi-an der Uni Hannover verbracht habe. Sie waren lang, aber gleichzeitig schön und ich kann jedem nur diese Uni - die ja inzwischen “Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover” heißt - und den Studiengang Maschinenbau empfehlen.
Es gibt weiß Gott genügend Themen, die ich hatte aufgreifen wollen …
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Mittwoch, 29. August 2007, 11:03 Uhr
Noone spits on the grave of a dead man, never mind whatever he did in his lifetime. Equally the members of the Bush administration are taking the leave before they get thrown out of office. In the light of the resignation of attorney general Alberto Gonzales one should hope, they don’t get away that easily.
It’s one thing to admit a wrong-doing and resigning because of it, but it’s a totally different thing to resign having done so much bad and then get away without even having to apologize and - one has to think - get a nice out-of-office gift from one of the firms, you’ve been forcefully supporting the past few years in office..
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Donnerstag, 16. August 2007, 19:01 Uhr
Ein interessantes Interview mit Ruper Neudeck, dem Leiter der Hilfsorganisation “Grünhelme”. Der wichtigste seiner Aussagen ist sicherlich dieser hier:
Das heißt, wir schaffen nicht Sicherheit dadurch, dass wir mehr Soldaten dort hinschicken
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Montag, 13. August 2007, 19:24 Uhr
Eben gerade gab es im Deutschland Funk eine Diskussionsrunde im Journal am Vormittag zum Thema “Irak, Afghanistan, Pakistan - Ist der Anti-Terrorkampf gescheitert?”. Eingeladen wurden Rolf Clement (Sicherheitsexperte Deutschlandfunk), Michael Lüders (Publizist und Nahost-Experte) und Rolf Mützenich (SPD-MdB, Mitglied im Auswärtigen Auschuss). Die Stimmung schwankte zwischen teilweise fehlendem Idealismus und auf der anderen Seite Resignation in Blick auf die derzeitigen Ergebnisse der Kämpfe. Vor allem die Anrufer waren - soweit ich das mithören konnte - gegen die Kämpfe und gegen weitere Interventionen von “Westmächten”.
Leider gibt es keine Aufzeichnung der Sendung bei Deutschlandradio zum herunterladen, allerdings konnte ich Teile der Sendung selbst aufnehmen.
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Montag, 13. August 2007, 11:53 Uhr

Rabenhorst hat einiges an Literatur zum “NSA-darf-alles”-Gesetz gesammelt.
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Sonntag, 5. August 2007, 9:25 Uhr
Der US-Kongress hat der Vorlage aus dem weißen Haus zugestimmt, nach der dem NSA vorübergehend für sechs Monate das Abhören von Telefongesprächen und das Lesen von Emails, die aus den USA mit dem Ausland geführt werden.
Das Gesetz erlaubt es Geheimdienstmitarbeitern, Telefongespräche oder E- Mails im und Ausland, die über US-Kommunikationssysteme laufen, ohne vorherige gerichtliche Genehmigung abzuhören. Die Regelung soll nach einem halben Jahr auslaufen und muss dann erneut die Zustimmung im Kongress bekommen.
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Samstag, 4. August 2007, 2:25 Uhr
Siegfried Buschlüter ist bisher der Washington-Korrespondent des Deutschlandradios und hat in dieser Position nicht nur Nachrichten auf den Punkt gebracht, sondern auch - und das hat mir stets gut gefallen - Analysen fernab von Amerika-bashing oder Amerika-Huldigung geliefert. Heute verabschiedete er sich und hat ein Interview gegeben, in dem es auch um das Qualifizierende an der Arbeit eines Auslandskorrespondenten vor allem in Angesicht der Informationsflut, die man inzwischen per Internet erhalten kann:
Informationsbeschaffung war früher mal eine der wichtigsten Aufgaben des Journalisten, und im Zeitalter des Internets, Sie haben es erwähnt, ist das kein Problem mehr. Informationen gibt es in Hülle und Fülle. Um so wichtiger ist natürlich, dass man die Informationen checkt, dass man sie überprüft. Ein Beispiel. Wenn Sie bei Wikipedia auf der Internetadresse unter “Meredith Gardner” nachschauen, den alten Mann, den ich eben erwähnte, dann finden Sie den 20. August 2002 als seinen Todestag. Er starb am 9. August. Wenn Sie das nicht gegengecheckt hätten, hätten Sie gleich einen fundamentalen Fehler begangen. Die Informationsflut führt natürlich auch dazu, dass die journalistischen Produkte so etwas wie verwechselbar werden.
Ich bin bei weitem kein Dauer-Radiohörer allerdings wurde ich stets wenn ich den Namen Buschlüter oder dessen unverwechselbare Stimme gehört habe hellhörig. Deshalb geht hier ein Dank an Herrn Buschlüter für die feine Arbeit, die er geleistet hat und mein Mitgefühl mit seinem Nachfolger, der große Schuhe zu füllen hat!
In diesem Sinne Herr Buschlüter: Machen Sie es gut, ich werde Sie vermissen.
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Freitag, 3. August 2007, 12:27 Uhr
Nur auf die Schnelle: interessantes Interview mit Hans Leyendecker, der als Redakteur der Süddeutschen Zeitung arbeitet zum Verfahren gegen die 17 Journalisten wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat:
Heckmann: Das heißt, Sie würden sagen, dass da Befugnisse auch überschritten worden sind?
Leyendecker: Nein, nach dem Gesetz kann man das so machen. Man kann sagen, da ist eine Unterlage, die wird als vertraulich angegeben, die kommt dann in so einen Kanon rein, und wenn daraus dann zitiert wird, ist das ein Gesetzesverstoß. Nur: Darüber diskutieren wir in Deutschland seit 20 Jahren und eigentlich sind sich alle in der Justiz einig, dass am Ende dieses Weges nichts stehen wird. Es gibt die Diskussion, dass dieser Paragraph weg muss. Dazu hat sich das Bundesverfassungsgericht nicht entschlossen, es hat sich auf den Bereich der Durchsuchung beschlossen, die ja auch Journalisten am wehesten tut, dass die Durchsuchungen nicht stattfinden dürfen, nur um an den Haupttäter zu kommen. Also, man hat sich da aus einem Art bürokratischer Akt an diesen Paragraphen erinnert. Das ist kein richtiger Anschlag auf die Pressefreiheit, das fände ich nun auch überzogen, aber es ist sehr lästig.
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Dienstag, 26. Juni 2007, 22:54 Uhr
Es ist kaum zu glauben, aber mich hatte gestern eine Journalistin Mitarbeiterin von RTL angerufen und sie wollte meine Aussage als Betreiber von “Islam in Hannover” zum Fall Marco W. erfahren. Nach meinem anfänglichen Bestürzen darüber, dass ich - in Deutschland lebender Nichttürke, der auch ansonsten wenig Beziehungen zur Türkei hat - mich zum Fall eines in der Türkei inhaftierten deutschen Urlaubers, der von einer britischen Mutter angezeigt wurde, äußern soll, führte sie aus, dass sie eine Reportage über die unterschiedlichen “kulturellen” Werte vorbereiten - ich nehme an, hier geht es um unterschiedliche Werte zwischen Muslimen und Christen/Atheisten/Europäern..
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