Malte - stramm gestanden - Lehming meint im Kommentar des Tagesspiegels urteilen zu können:
[D]erart ausgewogen, äquidistant und romantisch ging es nicht zu, als heute die Leichen von zwei unschuldigen Israelis gegen fünf quietschlebendige Verbrecher der islamistischen Hisbollah ausgetauscht wurden.
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Gestern ist der Hauptteil der Filistina 2008 in Hannover zu Ende gegangen. Ich konnte nur an zwei Tagen dabei sein, hätte aber gerne an mehr Veranstaltungen teilgenommen. Ich möchte hier einige Gedanken festhalten, um vielleicht später darauf zurückzukommen.
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Gewalt - egal von welcher Seite - führt zu keiner Lösung der offenen Fragen.
Das soll Angela Merkel zu den derzeitigen Ermordungen in Tibet durch die chinesische Regierung gesagt haben.
Eine ganz andere Meinung zu Gewalt scheint sie im Bezug auf Israel zu haben. Nicht nur, dass sie ((zusammen mit anderen Staatsregierungen)) die Bombardierung Gazas und des Libanons und das Töten Hunderter letztes Jahr billigend in Kauf genommen hat, auch heute noch schweigt sie sich zur neuerlichen Gewalt aus und bekräftigt die “deutsche Verantwortung” Israel gegenüber.
Tickt sie noch richtig?
Umso interessanter ist es, Stimmen zu hören, die einen kritischen Umgang mit Israel fordern:
Zum Stand der israelisch-palästinensischen Beziehungen
Evelyn Hecht-Galinski wehrt sich im HNA-Interview gegen den Vorwurf, antisemitisch zu sein
Wie war die Reaktion des Zentralrats?
Hecht-Galinski: Wie der Zentralrat das gerne macht: Die Kritik wurde abgeschmettert. Dabei muss man Freunde kritisieren dürfen. Was im Gazastreifen und Westjordanland passiert, muss angeprangert werden.
Hat man Ihnen vorgeworfen, antisemitisch zu sein?
Hecht-Galinski: Ja. Das kam auch aus dem Zentralrat. Dagegen wehre ich mich entschieden. Salomon Korn, der Vizepräsident des Zentralrats, hat mich als nützliche Hofjüdin bezeichnet und mir jüdischen Selbsthass vorgeworfen. Es geht also inzwischen ins Persönliche, aber das kann ich ertragen. Die Diskussion um Israels Politik und die Haltung des Zentralrats dazu hätte man schon lange führen müssen. Ich bin froh, das jetzt angestoßen zu haben.
Nebenbei: Weiss jemand aus Hannover, ob man hier irgendwo die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (hna) kaufen kann?
Heute wollen Libanesen und Internationale einen friedlichen Marsch Richtung Süden planen, um humanitäre Hilfe in den von Israel eingeschlossenen Süden zu bringen und klarzustellen, dass auch der Süden Libanons zu Libanon gehört. Am 19. August soll dann der tatsächliche Marsch in den Süden erfolgen.
On August 12, at 7 am, Lebanese from throughout the country and international supporters who have come to Lebanon to express solidarity will gather in Martyr’s Square in Beirut to form a civilian convoy to the south of Lebanon. Hundreds of Lebanese and international civilians will express their solidarity with the inhabitants of the heavily destroyed south who have been bravely withstanding the assault of the Israeli military. This campaign is endorsed by more than 200 Lebanese and international organizations. This growing coalition of national and international non-governmental organizations hereby launches a campaign of civil resistance for the purpose of challenging the cruel and ruthless use of massive military force by Israel, the regional superpower, upon the people of Lebanon.
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Im Interview in Sky News legt George Galloway dar, wie viele Medien (und Sky erst recht) den israelischen Angriff auf den Libanon misrepräsentieren und dabei der israelischen Seite implizit das Recht zubilligen, Hunderte von Zivilisten umzubringen und Libanon (oder den Gazastreifen) zu bombardieren. Ich versuche ausgehend von seinen Ausführungen (er ist recht konzentriert) einige Punkte festzuhalten:
- Widerrechtlich entführte Soldaten
- Iranische Waffen
- Terroristen
- Partielle Blindheit
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Dear Members of the Security Council,
I urge you to demand that Israel agrees to an immediate and unconditional ceasefire that has been persistently demanded by Lebanon and Palestine.
Israel blatantly has no limits in exercising its inhumanity and criminal acts of war against Palestinian and Lebanese civilians.
Sanctions should be imposed on Israel for its daily savage strikes on Palestine and its invasion of Lebanon that far exceed Saddam Hussain’s 1990 military operations in Kuwait. Israeli leaders should be charged with war crimes.
It is heartbreaking for decent people to watch on the news the desperation, grief and trauma that Palestinian and Lebanese families suffer. We look to the Security Council to fulfil the conditions of the United Nations Charter forthwith in relation to protecting the peoples of Palestine and Lebanon.
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Der Teufelskreis der Gewalt geht weiter. Heute, jedoch, möchte ich eine kleine Geschichte mit Schauplatz Qana 1 und Qana 2 erzählen, die in Annahar (liban. Tageszeitung) veröffentlicht wurde.
Fida’a, ein Mädchen aus Qana war gerade acht Jahre, als die erste Katastrophe über Qana hereinbrach. Sie überlebte das Massaker, verlor aber ihre Mutter und vier Geschwister. Jetzt nach Qana 2 ist Fida’a verschwunden. Niemand weiß, ob sie aus Qana weggegangen oder immer noch dort ist.
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Libanon verliert immer mehr Kinder, während die, die am Leben sind, auf ein Wunder warten, vielleicht ähnlich dem, das Jesus in dem unglücklichen Kana vollbrachte. Die angebliche 48-stündige Aussetzung der Luftangriffe ging letzte Nacht zu Ende und jetzt erwarten wir weiteres Töten.
Wir bedauern, dass wir euch mit so schrecklichen Nachrichten strapazieren, aber wir wissen auch, dass ihr uns begleitet auf diesem “Trail of Tears” (Zug der Tränen / Marsch der 1000 Meilen). Diejenigen, die diese Geschichte nicht kennen, können sie auf der gleichnamigen Webseite nachlesen. Sie ereignete sich vor vielen Jahren in Amerika…
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