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Susanne Osthoff ist nicht Deutschland

Freitag, 30. Dezember 2005, 11:42 Uhr

Netter Kommentar von Elke Heidenreich in der FAZ:

Liebe Susanne Osthoff, Deutschland ist böse auf Sie! Sie sind nicht dankbar genug und auch noch so störrisch, sich im Irak wohler zu fühlen als in Bayern, wo Sie, das stimmt allerdings, Ihre kleidsamen Kopftücher wohl nicht tragen dürften. Und dann geben Sie auch noch zuerst Al Dschazira ein Interview und nicht dem ZDF!

Was Sie nicht wissen: Wir sind im Moment alle sehr Deutschland, und Sie wollen nun einfach Irak sein, wer soll das verstehen? Wenn schon vermutlich Geld für Sie bezahlt wurde, dann hat Deutschland das Recht, Sie mit Mutter unterm Baum, mit Schwester bei Kerner, mit Außenminister bei Christiansen, als Mensch des Jahres bei Jauch und allein in dreistündiger Sondersendung bei Beckmann zu sehen, immer demütig und dankbar, Tränen wären schön. Das alles haben Sie verweigert, und das tut guten Deutschen richtig weh. Das kommt davon, wenn man Frauen zuviel eigenen Willen läßt, nicht wahr? Wahrscheinlich würden Sie nicht mal einen Orden annehmen für alles, was Sie im Irak geleistet haben, aber wahrscheinlich kriegen Sie auch gar keinen. Den kriegt man nur, wenn man nicht anders ist. Anders ist immer ganz schlecht.

Ich bin übrigens auch nicht Deutschland, ich bin einfach nur

Ihre Elke Heidenreich

In der Zwischenzeit müssen wir uns um unseren Ex-Staatssekretär kümmern, auch wenn er selbst das sicher nicht fordern würde…


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Keine Folteraussagen in Grossbritannien?

Freitag, 30. Dezember 2005, 11:34 Uhr

Die britische Regierung hatte relativ schnell ausgeschlossen, dass Gross-Britannien foltert oder Folterung zulässt. Deshalb ist es nicht sehr überraschend, dass sie folgende Dokumente nicht gerne in der Öffentlichkeit sehen wollen:

USA/Usbekistan: Förderung von Terrorismus

Craig Murray war der britische Botschafter in Usbekistan bis seine Beschwerden und Proteste gegen den Gebrauch von Folteraussagen zuviel wurden für Jack Straw und dem Aussenministerium, die ihn erfolglos zu denunzieren suchten und - erfolgreich - aus dem Amt brachten.


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Beschäftigte am Unternehmen beteiligen

Donnerstag, 29. Dezember 2005, 5:31 Uhr

Bundespräsident Horst Köhler hat vorgeschlagen, Arbeitnehmer an den Chancen und Risiken des Unternehmens zu beteiligen. Arbeitgeber haben das begrüßt - die Gewerkschaften waren sich nicht einig.

Auch wenn ich das Prinzip befürworte, muss man sich vor Augen führen, dass in dem Falle jeder Arbeitnehmer sein eigener schlimmster Feind wäre, denn um den Gewinn eines Unternehmens zu steigern gilt immer noch das Rezept der Auswanderung. Dies bedeutet aber, dass er seinen Job verliert (oder mit auswandern muss (und weniger Gehalt bekommt)). Die Arbeitgeber werden schon nichts gegen diese Idee haben (praktisch wird in diesem Fall vom festen Gehalt auf die Beteiligung umgelegt werden), denn das bedeutet für sie weniger Risiken (das Risiko wird zu einem grossen Teil von den Arbeitnehmern getragen) und motivierte Arbeitnehmer. Einen Schutz vor Kündigung wird das allerdings nicht mit sich bringen.

Trotzdem, gespannt bin ich, wie sich das weiterentwickelt..


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Sport ist (Frauen-)mord?

Donnerstag, 29. Dezember 2005, 5:02 Uhr

Aquacool - eine jordanische Bloggerin - hat mit ihrem Artikel “Wanna Talk religion?!” den Nagel mit dem dicksten Hammer auf den fettesten Kopf getroffen! Es geht darum, dass das Bildungsministerium in Saudi-Arabien eine Anfrage von Mädchenschulen abgelehnt hat, Sportunterricht für Mädchen einzuführen - mit der Bitte, die Medien sollen doch bitte religiöse, “literarische” (keine Ahnung, also bitte nicht fragen…) und nationale Verantwortung respektieren - die offenbar die saudische Regierung wohl schützt??

Von der nationalen und “literarischen” Verantwortung habe ich keine Ahnung. Aber genauso wie Aquacool frage ich mich, bis wann die saudische Regierung ihr eigenartiges Verhalten - vor allem in Bezug auf Frauen - mit dem Islam rechtfertigen will?

When are they going to have the courage to admit that they’re using religion to apply rules they –personally- believe are the best!
Didn’t Islam call for the equality of women and men? Didn’t Islam urge parents to educate their children of both sexes equally!!


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Fußfesseln - Ende aller Probleme!

Donnerstag, 29. Dezember 2005, 3:55 Uhr

Als ich heute im Radio vom Vorschlag unseres Landesinnenministers Uwe Schünemann gehört habe, habe ich mir fest vorgenommen einen Artikel darüber zu schreiben. Zur Erklärung: Das deutsche Rechtssystem sieht einen Freiheitsentzug als Strafe für festgeschriebene und richterlich bewiesene Straftaten vor. Die Inhaftierung eines Menschen ist - darüber muss man sich im Klaren sein - eine Ausnahme der Regel laut Menschenrechten, denn eigentlich ist die Freizügigkeit und die Freiheit des Einzelnen laut Grundgesetz garantiert. So heisst es etwa …


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Regionalgruppe Transparency International Niedersachsen

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 2:48 Uhr

Gerade gefunden:

Regionalgruppentreffen Niedersachsen

Die Regionalgruppe [Transparency International] Niedersachsen lädt zu ihrem 4. Treffen ein für Freitag, 13. Januar 2006 in Hannover von 17 bis 19 Uhr im Hotel “Loccumer Hof”: Kurt-Schumacher-Straße 14/16 (Tel 0511 12640); Nähe Hbf; Raum: “Luthers Lesekemenate”; begrenzt Parkmöglichkeit nach tel. Vorklärung.


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Have a great day!

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 2:34 Uhr

Laila El-Haddad ist Journalistin für den Fernsehsender Aljazeera. Auf ihrem persönlichen Weblog “Raising Yousuf”, berichtet sie aktuell aus dem Gaza-Streifen. Diesen Artikel fand ich besonders interessant:

I then scanned Haaretz, which reported that the Israeli Army will begin enforcing their 5km buffer zone tonight (which covers 2 major northern gaza towns), and advise Palestinian residents to either “shut themselves up in their homes” or flee before they strike. “The army will warn residents that leaving their homes will mean putting themselves in danger.” The warnings will be given through thousands of flyers dropped by Israeli aircraft.

Well, at least they are being humane about all this. I wonder what the flyers will say. “Hi there! We’re going to destroy your neighborhood today, possibly your house. Just a head’s up. Have a great day!”


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Bälle in der Werbung

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 1:58 Uhr

Bravia - Advert 09

Daß Firmen wie Adidas und Nike Bälle für ihre Werbungen benutzen ist leicht verständlich. Ausser den geeigneten Schuhen braucht man für die meisten Ballsportarten zumindest einen Gegenspieler. Notfalls muss man sich einen “besorgen”.

Ein Ball hat aber auch die Eigenschaft, dass man sich gezwungen sieht, etwas mit ihm anfangen zu wollen (das trifft auch auf ballähnliche Objekte zu) - und alle wollen ihn haben!

Außerdem können Bälle in besonders hoher Anzahl und bei genügend hoher Geschwindigkeit sehr gefährlich - oder alternativ sehr interessant zu beobachten sein - kommt auf die Atmosphäre an. Auf bravia-advert.com kann man beobachten, wie es aussieht, wenn 250.000 (ich wiederhole, das sind zweihunderttausend!) Gummibälle (Flummis) über die steilen Strassen San Franciskos losgelassen werden. Das ganze ist eine Werbung für das neue LC-Display von Sony. Ich muss schon sagen, Respekt für diese Idee! Sowohl das Video (in zwei verschiedenen Längen), als auch die weiterlesen...

Osthoffs Entscheidung

Dienstag, 27. Dezember 2005, 20:11 Uhr

Bevor man sich das Recht zuspricht, die Entscheidung von Susanne Osthoffs, trotz der in Zukunft fehlenden Unterstützung durch die Bundesregierung ihre Arbeit im Irak fortzusetzen, sollte man sich unbedingt das Interview “Man kann ihre Arbeit nicht hoch genug einschätzen” mit dem Archäologen Michael Müller-Karpe durchlesen.

tagesschau.de: Warum sind die Widerstände denn so groß?
Müller-Karpe: Es ist eine für Deutschland höchst brisante und peinliche Angelegenheit. Deutschland ist einer der wenigen Staaten, die die Unesco-Konvention von 1970 zum Kulturgüterschutz nicht unterzeichnet haben. Diese Konvention besagt, dass man die Gesetze, die andere Länder zum Schutz ihres kulturellen Erbes erlassen haben, respektiert. Den eigenen Bürgern würde dann der Handel mit Raubgütern aus solchen Ländern untersagt.
[...]
Müller-Karpe: Da steckt eine finanzkräftige Lobby dahinter, die mit Hehlerware aus Raubgrabungen Geld verdient und die ganz offen mit dem Verlust deutscher Arbeitskräfte droht, wenn die Gesetze strenger werden.


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Wordpress 2.0

Dienstag, 27. Dezember 2005, 18:30 Uhr

Ok, nun ist endlich Wordpress 2.0 erschienen. Die Programmierer haben wirklich vorzügliche Arbeit geleistet, aber dass die Umstellung so einfach sein sollte, hätte ich mir nicht gedacht. Für mich hat der Upgrade eine Viertelstunde gedauert!


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