Too Much Cookies Network

Diätenerhöhung - ein gestörtes Verhältnis

Dienstag, 6. Mai 2008, 23:38 Uhr

Walter Langlott argumentiert auf tagesschau.de, dass die Diäten der Abgeordneten noch deutlich mehr erhöht werden sollten als geplant.

Nein. Parlamentarier verdienen nicht zu viel, sondern sogar noch viel zu wenig. Wenn man in den Parlamenten und Ministerien nicht nur Berufspolitiker und Funktionäre haben will, die nichts anders gelernt haben, als ihren Parteien und Verbänden zu gehorchen, sondern qualifizierte Repräsentanten des Landes aus unterschiedlichen Berufen, dann muss man diese Leute auch angemessen bezahlen.


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Die Selbstfesselung - oder: Die Mischung machts!

Mittwoch, 16. April 2008, 23:18 Uhr

Paul-Hermann Gruner - Künstler und gelernter Politikwissenschaftler - bemängelt im Deutschland Radio Feuilleton die politische Korrektheit ((man ist heute niemand, wenn man nicht zumindest einmal gegen die ach-so-schreckliche politische Korrektheit gewettert hat)), die in der deutschen Politik grassieren soll. Dabei vermischt er Äpfel mit Fleischklössen (c) und glaubt am Ende noch, einen moralischen Standpunkt zu verteidigen.


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DNA-asiatische Kindstöterin noch nicht gefasst

Mittwoch, 16. April 2008, 10:30 Uhr

Anders deutsch kommentiert den taz-artikel “Tätersuche in sprachlosen Communitys“. Ein herrlicher Artikel, der die Wirren und Ungereimtheiten vieler Medienberichte herausstellt. Da ist die Rede von DNA-Asiatinnen, Kindstöterinnen und deren obligatorische professionelle Vertreter - sofern sie Migranten sind, da diese eher zu Sprachlosigkeit neigen - und von der Schnittmenge zwischen “Muslimen” - die sich per se einer strengen Hierarchie unterordnen - und Asiaten, deren Töchter keine Freiräume haben. Lesebefehl!! Am besten laut vorlesen..

“Vielleicht konnte die Mutter des toten Babys kein Deutsch und hatte nie von einer Babyklappe gehört?“ (taz)

Das kann schon sein, dass sei kein Deutsch konnte. Es kann auch sein, dass sie nichts von einer Babyklappe wusste. So wie viele andere Frauen in Deutschland. Wie kommt es zu genau dieser Vermutung? Warum werden gerade Sprachschwierigkeiten als Grund für den Tod des Kindes ins Spiel gebracht?


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Politischer Live-Chat gegen Politikverdrossenheit?

Freitag, 11. April 2008, 21:53 Uhr

Schade. Beim ersten Live-Chat auf bundestag.de konnte ich nicht miterleben. Ehrlich gesagt hätte ich mich nur gelangweilt. Die Tagesschau hat das “Event” dokumentiert. Ich frage mich nur, warum Politiker glauben, dass es daran liegt, wie sie ihre Phrasen technisch an den Mann bringen, dass viele ihnen nicht glauben oder sich erst gar nicht für das Gesagte interessieren..

In meinen Augen setzt Politikverdrossenheit da ein, wo man von der Politik und wie sie ausdiskutiert wird enttäuscht wird. Einige Beispiele:


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Entenpfanne Islamisierung

Montag, 7. April 2008, 21:20 Uhr

Schon wieder eine dieser Meldungen, die als halbgare Ente bei einem Boulevardblatt anfängt, die Runde durch die Blogosphäre macht, um dann als “exklusiver Bericht” sowohl bei den aktensammelnden Islamisierungsspürnasen als auch bei den praktisch Irren von nebenan ((komischer weise machen sie meinen Recherchen zufolge just in diesem Fall eine Ausnahme..)) zu landen und schließlich dem copy-and-paste Meister als weiterer Fall eines dramatischen Kniefalls vor dem Islam zu dienen. Diesmal hat sich sogar relativ schnell herausgestellt, dass es eine Ente war. Auf eine Korrektur ihrer Fehler würde ich nicht wetten wollen.. Hier also der Bericht, wie er von vielen islamophoben Bloggern mehrfach kopiert ((kopiert = zur Wahrheit gemacht)) wurde:


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Die Tagesschau auf Wilders’ Kursen

Samstag, 29. März 2008, 7:36 Uhr

Es ist schon erstaunlich, zu welchem Schluß der SWR-Korrespondent Peter Heilbrunner kommt, als er die Veröffentlichung des Films “Fitna” von Geert Wilders einzuschätzen versucht:

Und was lehrt uns das? Wir müssen gelassener werden im Umgang mit Islam-Kritik. Meinungsfreiheit ist eine der größten Errungenschaften der freien Welt und die sollten wir nicht übervorsichtig opfern aus Angst vor erbosten Reaktionen. Mit Selbstzensur jedenfalls stellen wir das Licht unser westlichen Tradition unter den Scheffel - einen Dialog der Kulturen muss man offen führen können und ohne vorauseilenden Gehorsam.

Dabei hat er bei der Analyse schon die richtigen Stichwörter genannt, nur der Schluß passt einfach nicht dazu! Er fängt an, indem er diagnostiziert, der Inhalt des Films gerate “nach dem Wirbel im Vorfeld” in die Nebensächlichkeit. Der Film sei unter “normalen Umständen” aus unterschiedlichen Gründen keiner Erwähnung wert..


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Warum tötest du, Zaid? - erste Eindrücke

Dienstag, 25. März 2008, 0:11 Uhr

Nachdem Kathrin nun das Buch durchgelesen hat und eine Rezension soweit abgearbeitet hat, darf ich mir das Buch “Warum tötest du, Zaid” von Jürgen Todenhöfer schnappen und habe die ersten paar Seiten gelesen. Noch bin ich mitten in der Geschichte vom jungen Iraker Zaid und wie ihn Herr Todenhöfer im Irak trifft und zum Interviewtwerden bewegt.

Der junge Zaid ist Widerstandskämpfer im Irak - und nicht Terrorist! Diese Unterscheidung ist eigentlich trivial, denn bei einer Besatzung wird es immer Freiheitskämpfer geben und daneben gibt es heutzutage politisch gesondert motivierte Terroristen, die im Falle des Iraks sogar zum größten Teil aus dem Ausland kommen. Es ist trotzdem beruhigend, dass der Author auch diesen Aspekt nicht unerwähnt lässt, da sich bei einigen Zeitgenossen der Eindruck erhärtet hat ((auf der Grundlage der gängigen Berichterstattung)), dass alle Gegner der US-Politik per se Terroristen sind.


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Das “Problem der Juden”

Freitag, 21. März 2008, 17:56 Uhr

Gerade habe ich ein interessantes Interview auf Deutschland Radio Funk gehört, das mit Kardinal Paul Josef Cordes geführt worden ist. Darin geht es einerseits um die späte Antwort des Vatikans auf die Tibet-Schlachtungen, andererseits wird eine Änderung in der Karfreitagsfürbitte des Papstes angesprochen, gegen die der Zentralrat der Juden protestiert haben soll:

Kardinal Cordes, ich möchte mit Ihnen noch einen Blick auf das kommende Osterwochenende richten und auf den Streit, der sich rankt um die neu formulierte Karfreitagsfürbitte von Papst Benedikt XVI. Darin heißt es, man bitte für die Juden, damit Gott sie erleuchte und sie Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Korn, sprach gegenüber der “Frankfurter Rundschau” von einem Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten. Verstehen Sie die Kritik?

Seine Antwort hierauf ist m.E. höchst merkwürdig…


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Big Buck Bunny - Trailer

Mittwoch, 19. März 2008, 12:25 Uhr

Der Trailer für den zweiten open source Film aus dem Hause der Blender Foundation wurde heute veröffentlicht [via]. Die Grafik stimmt meines Erachtens, die Charakteranimation auch. Hoffentlich ist es auch eine spannende Geschichte!


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Rowan Williams und Scharia - Medienübertragung “unvermeidlich”

Samstag, 15. März 2008, 23:04 Uhr

Vor etwa einem Monat hat der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, laut Medienmeldungengefordert, “die Scharia in bestimmten Fällen in Großbritannien anzuwenden”. Und genauso wie zu erwarten ist, dass sich so einige Muslime über Karikaturen aufregen würden, die vorgeben, den Propheten Muhammad (saws) darzustellen, war abzusehen, dass die Worte Rowan Williams Entrüstungswellen nach sich ziehen würden.

Im ersten Artikel habe ich versucht, den Inhalt der Rede wiederzugeben. Der Erzbischof veröffentlicht seine Reden auf seiner eigenen Internetseite und ist recht offen im Umgang mit Medien. Er wurde noch am selben Tag nach der Rede von BBC Radio 4 zum Thema interviewt. Irgend etwas scheint trotzdem schief gelaufen zu sein, an der Art, wie die Medien die Meldung übertragen haben. In diesem Artikel soll es um den Transport des Inhalts der Rede des Erzbischofs gehen.


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Seit November 2004 berichtet 'Too Much Cookies Network' live und radikal aus der Parallelgesellschaft. Die Themenwahl ist willkürlich, der Sprachstil filigran und der Gegner unklar. Zum Netzwerk gehören weiterhin folgende Seiten: