Sonntag, 4. Mai 2008, 22:56 Uhr
In einem “nationalen Sicherheitsrat” sollen nach einem Papier, das laut der “Welt am Sonntag” der Unionsfraktion am Dienstag vorgelegt werden soll innere und äußere Sicherheit koordiniert werden.
„Um ein kohärentes Zusammenwirken aller Kräfte der inneren und äußeren Sicherheit zu gewährleisten, ist ein Nationaler Sicherheitsrat als politisches Analyse-, Koordinierungs- und Entscheidungszentrum einzurichten“, heißt es in dem „Entwurf für eine Sicherheitsstrategie für Deutschland“.
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Mittwoch, 16. April 2008, 23:18 Uhr
Paul-Hermann Gruner - Künstler und gelernter Politikwissenschaftler - bemängelt im Deutschland Radio Feuilleton die politische Korrektheit ((man ist heute niemand, wenn man nicht zumindest einmal gegen die ach-so-schreckliche politische Korrektheit gewettert hat)), die in der deutschen Politik grassieren soll. Dabei vermischt er Äpfel mit Fleischklössen (c) und glaubt am Ende noch, einen moralischen Standpunkt zu verteidigen.
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Tags: china, Deutschland, deutschland radio, Geert Wilders, George W. Bush, integration, Israel, Köln, muslime, politische Korrektheit, Ralph Giordano, Roland Koch, Stammtisch, Tibet
Montag, 7. April 2008, 21:20 Uhr
Schon wieder eine dieser Meldungen, die als halbgare Ente bei einem Boulevardblatt anfängt, die Runde durch die Blogosphäre macht, um dann als “exklusiver Bericht” sowohl bei den aktensammelnden Islamisierungsspürnasen als auch bei den praktisch Irren von nebenan ((komischer weise machen sie meinen Recherchen zufolge just in diesem Fall eine Ausnahme..)) zu landen und schließlich dem copy-and-paste Meister als weiterer Fall eines dramatischen Kniefalls vor dem Islam zu dienen. Diesmal hat sich sogar relativ schnell herausgestellt, dass es eine Ente war. Auf eine Korrektur ihrer Fehler würde ich nicht wetten wollen.. Hier also der Bericht, wie er von vielen islamophoben Bloggern mehrfach kopiert ((kopiert = zur Wahrheit gemacht)) wurde:
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Samstag, 29. März 2008, 7:36 Uhr
Es ist schon erstaunlich, zu welchem Schluß der SWR-Korrespondent Peter Heilbrunner kommt, als er die Veröffentlichung des Films “Fitna” von Geert Wilders einzuschätzen versucht:
Und was lehrt uns das? Wir müssen gelassener werden im Umgang mit Islam-Kritik. Meinungsfreiheit ist eine der größten Errungenschaften der freien Welt und die sollten wir nicht übervorsichtig opfern aus Angst vor erbosten Reaktionen. Mit Selbstzensur jedenfalls stellen wir das Licht unser westlichen Tradition unter den Scheffel - einen Dialog der Kulturen muss man offen führen können und ohne vorauseilenden Gehorsam.
Dabei hat er bei der Analyse schon die richtigen Stichwörter genannt, nur der Schluß passt einfach nicht dazu! Er fängt an, indem er diagnostiziert, der Inhalt des Films gerate “nach dem Wirbel im Vorfeld” in die Nebensächlichkeit. Der Film sei unter “normalen Umständen” aus unterschiedlichen Gründen keiner Erwähnung wert..
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Dienstag, 25. März 2008, 0:11 Uhr
Nachdem Kathrin nun das Buch durchgelesen hat und eine Rezension soweit abgearbeitet hat, darf ich mir das Buch “Warum tötest du, Zaid” von Jürgen Todenhöfer schnappen und habe die ersten paar Seiten gelesen. Noch bin ich mitten in der Geschichte vom jungen Iraker Zaid und wie ihn Herr Todenhöfer im Irak trifft und zum Interviewtwerden bewegt.
Der junge Zaid ist Widerstandskämpfer im Irak - und nicht Terrorist! Diese Unterscheidung ist eigentlich trivial, denn bei einer Besatzung wird es immer Freiheitskämpfer geben und daneben gibt es heutzutage politisch gesondert motivierte Terroristen, die im Falle des Iraks sogar zum größten Teil aus dem Ausland kommen. Es ist trotzdem beruhigend, dass der Author auch diesen Aspekt nicht unerwähnt lässt, da sich bei einigen Zeitgenossen der Eindruck erhärtet hat ((auf der Grundlage der gängigen Berichterstattung)), dass alle Gegner der US-Politik per se Terroristen sind.
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Tags: Anti-Terror, Ausland, Besatzung, blogs, FAZ, irak, Jürgen Todenhöfer, Krieg, medien, Politik, Terrorismus, USA, Volker Pispers, War
Samstag, 15. März 2008, 23:28 Uhr
Gewalt - egal von welcher Seite - führt zu keiner Lösung der offenen Fragen.
Das soll Angela Merkel zu den derzeitigen Ermordungen in Tibet durch die chinesische Regierung gesagt haben.
Eine ganz andere Meinung zu Gewalt scheint sie im Bezug auf Israel zu haben. Nicht nur, dass sie ((zusammen mit anderen Staatsregierungen)) die Bombardierung Gazas und des Libanons und das Töten Hunderter letztes Jahr billigend in Kauf genommen hat, auch heute noch schweigt sie sich zur neuerlichen Gewalt aus und bekräftigt die “deutsche Verantwortung” Israel gegenüber.
Tickt sie noch richtig?
Umso interessanter ist es, Stimmen zu hören, die einen kritischen Umgang mit Israel fordern:
Zum Stand der israelisch-palästinensischen Beziehungen
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Freitag, 14. März 2008, 10:19 Uhr
Vor etwa einem Monat hat der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, laut Medienmeldungen gefordert, “die Scharia in bestimmten Fällen in Großbritannien anzuwenden”. Und genauso wie zu erwarten ist, dass sich so einige Muslime über Karikaturen aufregen würden, die vorgeben, den Propheten Muhammad (saws) darzustellen, war abzusehen, dass die Worte Rowan Williams Entrüstungswellen nach sich ziehen würden. ((Vielleicht ein besserer Vergleich: Die Regensburger Rede des Oberhauptes der katholischen Kirche, die die wenigsten Muslime gelesen hatten, die sich lauthals darüber aufgeregt hatten - denn dies trifft auch für die meisten Kritiker Williams zu..))
Das Thema ist so groß, dass ich mehrere Artikel darüber schreiben werde, in der Hoffnung ein wenig mehr Licht in dieses Thema zu bringen. Die wenigsten Menschen scheinen die Rede des Erzbischofs gelesen zu haben und die meisten Medien scheinen sie misverstanden zu haben. Deshalb fange ich mit einer Bestandaufnahme dessen an, was in der Rede zum Thema gesagt wurde.
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Dienstag, 4. März 2008, 22:11 Uhr
Leider habe ich persönlich keine Zeit, selbst einen Kommentar zum derzeitig andauernden Abschlachten zu geben, deshalb nur ein paar Verweise:
Ein interessantes Interview hat “Democracy Now” mit Mohammed Omer - einem palästinensischen Journalisten - und Amira Hass - einer israelischen Journalistin geführt. Darin beschreibt Herr Omer ausführlich, welches Unheil in den letzten Tagen durch das israelische Militär im Gaza-Streifen angerichtet wurde. Das ist das Ende einer Gruppe von Erklärungen, die er abliefert, nach der Frau Hass verwundert erklärt, dass diese Informationen nicht an die israelische Bevölkerung herangetragen werden, die dementsprechend ihr Leben normal weiterleben..
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Mittwoch, 20. Februar 2008, 12:54 Uhr
BBC berichtet, dass das kalifornische Gericht dem Hoster der Seite wikileaks.org - dynadot - angeordnet hat, die Seite offline zu nehmen, nachdem eine Schweizer Bank das Gericht angerufen hat.
Die Schweizer Bank Julius Baer hatte vor Gericht geklagt, da auf der Seite wikileaks.org Dokumente zu finden waren, die Geldwäsche- und Steuerhinterziehungsaktivitäten betreffen. Per Gerichtsbeschluss darf der Hoster den Domainnamen noch nicht einmal zum Umzug freigeben. Außerdem sollen Zugangsdaten zur Seite offen gelegt werden, wahrscheinlich um den Autor der Artikel zu identifizieren. Auf heise steht dazu:
Vorausgegangen war ein Rechtsstreit mit der Niederlassung des Schweizer Bankhauses Julius Baer auf den Cayman Islands. Wikileaks hatte im Januar mehrere hundert Dokumente veröffentlicht, die Steuerhinterziehung und Geldwäsche in dem Bankhaus belegen sollen. Darunter sind interne Schreiben, Korrespondenz und Kalkulationen. Die Wikileaks-Aktivisten geben an, dass sie die Daten an die entsprechenden Steuerbehörden weitergeleitet haben, damit die weitere Recherchen anstellen – meldet aber auch selbst Zweifel an der Korrektheit der Daten an. Die Wikileaks-Betreiber beschränken sich nicht auf die Veröffentlichung der Dokumente, sondern versuchen, kollektiv die Richtigkeit der Angaben zu überprüfen und durch weitere Informationen zu ergänzen.
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Montag, 18. Februar 2008, 20:54 Uhr
The Daily Show erinnert US-Amerikaner wieder an den Irak.
Zitate:
You’re talking about Al-Qaida like it’s a brand!
Dann, die Bewerbungstipps zum Al-Qaida-Job:
Step Two, make you Interview an Interv-You. … Don’t be afraid to open up. Who are some of your favorite scapegoats. And don’t just say ‘the Jews’! That’s like saying your favorite hobby is reading.. Be specific: Sunnis, Shiites, Kite runners, people who just happen to be outside..
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Category: Ausland, Politik, Witz, medien
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