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Araber und arbeitslos? Das US-Militär hat was für dich!

Freitag, 16. Februar 2007, 04:19

Das US-Militär sucht offensichtlich Araber, die sie als Komparsen in einem Kriegsschauspiel brauchen, um für ihre Soldaten ein Irak in Deutschland zu simulieren.

American forces in Germany have placed newspaper advertisements seeking Arabs to join them in war games before troops are shipped out to Iraq.

In Berlin and other large towns this week, the US military set up a casting agency to hire 600 Arabic speakers.

From March 20 to April 11 at a base in Germany, the American army is creating a “mini-Iraq”, with the emphasis being on making it as close to the real thing as possible. Arabs who sign up will live for three weeks at the High Rock Combat Manoeuvre Training Centre between Nuremberg and Regensburg.

Damit leistet die USA wieder einmal einen tollen Dienst an Deutschland: integrationsresistente arabische Migranten können nun ihre Parallelgesellschaft ausleben - inklusive invadierender westlicher Militärmacht!

Im Ernst: T-/Spiegel Online Meldung beschreibt das Vorhaben ein wenig detaillierter:

Für ein realistisches Flair

Vom 20. März bis 11. April will die US-Armee die Lage im Irak simulieren, und dafür braucht sie realistisches Flair. Die Araber sollen drei Wochen lang ohne Unterbrechung im “Hohenfels Combat Maneuver Training Center” leben - mitten in der Oberpfalz in Bayern, zwischen Nürnberg und Regensburg.

Natürlich ist die Szenerie keineswegs realistisch, solange nicht genügend Menschen dabei sterben. Deshalb brauchen sie wahrscheinlich soviele Araber (600).. Ein weiteres Problem stellt natürlich die Sprache dar, aber in der Simulation wird sichergestellt, dass die Komparsen sowohl Deutsch, als auch Englisch können.. Sehr sinnvoll!!

Aber nein, das US-Militär ist sehr sensibel und möchte auf die Gepflogenheiten der Iraker (oder Libanesen? Palästinenser? Ach, Araber, oder sowas..) eingehen.

Die Frauen müssen Kopftuch tragen, die Männer Turbane.

Jetzt wird man sich zurecht fragen: Turbane im Irak?? Ach, halb so schlimm, Turban oder diese anderen Kopfbedeckungen - wen kümmert’s?

Regeln und Respekt

Außerdem sollen die Soldaten im Umgang mit Arabern geschult werden: “Ihnen sollen Regeln und Respekt beigebracht werden.” Viele von ihnen wüssten sich vor solchen Übungen in fremden Kulturen einfach nicht zu benehmen. Kein Wunder - die meisten der 19- bis 24-jährigen US-Soldaten haben nie zuvor ihre Heimat verlassen. Wenige Wochen nach dem Trainingslager in Deutschland sollen sie dann schon im Irak kämpfen.

Ok, hier die erste Lektion im Umgang mit Arabern: Wir haben in der Vergangenheit durch diverse Tests herausgefunden, dass sie nicht sehr gut auf Tode in der eigenen Familie oder auf elektrische Impulse durch die Hoden reagieren! Vielleicht können die Soldaten ein wenig hiervon beherzigen??

Ansonsten ist das US-Militär mehr als willkommen, solche und ähnliche Spielfilme durchzuführen - Arbeitslose haben wir zur Genüge..

Vielleicht interessant: beim letzten Mal, wo das US-Militär die Folgen des Irakkriegs simulieren wollte, soll ein intelligenter Kommandant der gedachten irakischen Truppen1 alternative Kriegsmethoden benutzt haben und damit innerhalb kurzer Zeit die angreifenden US-Streitkräfte besiegt haben..

Treat

Das erste Video kannte ich seit einiger Zeit. Darin wird die von mir beschriebene Kriegsvorbereitungsszene beschrieben - neben anderen Dingen. Die anderen beiden habe ich auch nur gefunden, als ich dieses gesucht habe.. Viel Spaß.

Between Iraq and a hard place

Beyond Iraq and a hard place

beneath Iraq and a hard place


  1. In der Simulation war das einer aus dem US-Militär []
7 Kommentare

Kommentar von Melantrys

Made Freitag, 16 of Februar , 2007 at 14:53

Na, so ein Ärger, daß du momentan so mit dem Studium beschäftigt bist, daß du dafür keine Zeit hast. ;)

Jetzt wird man sich zurecht fragen: Turbane im Irak?? Ach, halb so schlimm, Turban oder diese anderen Kopfbedeckungen - wen kümmert’s?

Eben. Ist doch völlig egal, wie die sich jetzt die Windel um den Kopf wickeln oder was auch immer.

Und was den Umgang mit den Irakern angeht….. hey, woher soll man als zivilisierter westlicher Mensch denn wissen, daß Leute, die zum Beten auf dem Boden rumrutschen, nicht generell auf Sado/Maso-Kram stehen?

Hm, das steht zwar offenbar nicht in den Anzeigen, aber vielleicht sollte ich mich auch bewerben? Könnte doch sein, daß die ein paar Nazis gebrauchen können. Ich könnte übrigens billig Halsbänder und Hundeleinen besorgen….

Kommentar von Kathrin

Made Freitag, 16 of Februar , 2007 at 15:21

@ melantrys: Vielen Dank für deinen Sarkasmus. Jetzt hab ich die Tränen, die sich beim Lesen von Omars Text ankündigten, wenigstens gelacht…

Kommentar von Melantrys

Made Freitag, 16 of Februar , 2007 at 23:01

Bitte, gerne geschehen.

[...] Ein Beitrag von Omar Abo-Namous (Too Much Cookies Network) [...]

Kommentar von Frenzie

Made Samstag, 17 of Februar , 2007 at 22:24

Ich denke eher, daß wir die Iraker wie die Orks in The Lord of the Rings repräsentieren sollten. Der Turban würde ihnen gut stehen.

Kommentar von Melantrys

Made Sonntag, 18 of Februar , 2007 at 16:50

P.S.: Omar, du blödes Schwein, du! ;) Jetzt hab’ ich hier den halben Nachmittag damit vertrödelt, die ersten beiden Videos zu gucken…. Was sind das für Leute; die sind f***ing brilliant…

So, dann geh’ ich mal Kaffee, äh, Mittag kochen. *Omar böse anschiel* :P

Kommentar von 2020

Made Mittwoch, 28 of Februar , 2007 at 14:05

Da native speakers gesucht werden, gehe ich mal davon aus, dass sie als Kriegsgefangenendarsteller für die amerikanische Frontnachrichtentruppe fungieren sollen. [Ich war selbst mal einer ;) ]

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