Das zweiseitige Grauen! - Sind wir noch zu retten?
Mittwoch, 24. Januar 2007, 11:05
Heute schlage ich die Zeitung auf und was sehen meine Augen?
Folgende Geschichten schlagen dem nichtsahnenden Leser auf knapp zwei Seiten entgegen:
- “Sie wollten sich scheiden lassen” - In Gehrden hat ein Mann seine Frau auf offener Straße mit Benzin übergossen und angezündet, nachdem sie sich von ihm scheiden lassen wollte. Ein Auszug aus dem Interview darunter “Eine öffentliche Hinrichtung”:
Die Tat ist eine Art Hilferuf. Der Mann will seine persönliche Angelegenheit, über die er verzweifelt - nämlich die Scheidungsabsicht seiner Frau - in die Öffentlichkeit tragen und erhofft sich Hilfe.
Ich weiss ja nicht, aber wenn das wirklich so ist, dann sollten wir schleunigst öffentliche Foren einrichten, in denen die schmutzige Wäsche von Eheproblemen ausgetragen werden! Der Artikel “Gewalt in Familien nimmt zu” ist aber auch irreführend, denn der Autor (Stefan Koch) richtet - schon wieder in der HAZ!! - den Zeigefinger auf die Herkunft der Familie und beschreibt, dass die Familie aus Kasachstan komme und dass Türken und Araber bei der Gewalt in der Familie führen würden, aber dicht gefolgt von “Zuwanderern aus der früheren Sowjetunion”. Deutsche sind auch familiengewalttätig, “aber deutlich seltener” laut dem Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen.
-
Ein Mann ohne Regung - Hier geht es um den Fall von Karen Gaucke und ihrer Tochter Clara Gaucke, die seit dem 15. Juni 2006 vermisst werden. Der Angeklagte - Exfreund bzw. Vater der Opfer - will nun - wie er dem Gericht sagt - schweigen, nachdem vorgestern eine Mithäftling ausgesagt haben soll, dass der Angeklagte ihm gegenüber die Tat gestanden hatte. Der Mithäftling ist selbst verurteilt worden, da er seine Lebensgefährtin am 2. Juni 2006 erstochen haben soll - nur Tage bevor Karen Gaucke als vermisst gemeldet worden ist!
Wie kann man sich das eigentlich im Gefängnis vorstellen? Tauschen die Leute Mordsgeschichten aus?
Interessant mag noch der Artikel unten auf der Seite sein “Seit sechs Uhr vor der Tür”, der beschreibt, wie die Menschen sich bereits um 7.45 vor dem Gericht gesammelt hatten, um den Prozess zu verfolgen.
- Leiche aus Kanal geborgen - Der Titel sagt schon aus. Im Mittellandkanal in Vahrenwald wurde die Leiche einer Frau gefunden. Da die Leiche schlimm hergerichtet ist, wird die Obduktion schwierig sein.
Das ist bereits der sechste Artikel in der Serie “Sind wir noch zu retten?” und ich weiß ehrlich gesagt nicht, in welche Richtung das weitergehen kann. Manchmal muss ich aber hierdurch einfach mal Luft ablassen. Bei diesem speziellen Fall wüsste ich wirklich gerne, ob die HAZ-Redakteure sich gedacht haben, dass eine Konzentration solcher Nachrichten auf zwei Seiten sinnvoll ist, ob das nur Zufall war. Dabei habe ich noch nicht einmal vom Kind und dem Bulldoggen gesprochen.
Tags: Familie, frauen, Gewalt, Grauen, HAZ, Inland, medien, Menschen, Mord, Sind_wir_noch_zu_retten, Totschlag
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Kommentar von Kathrin
Made Mittwoch, 24 of Januar , 2007 at 12:47
“Zuwanderern aus der früheren Sowjetunion”
Das sind doch zu einem großen Teil Deutsche, oder nicht? Die Statistik würde mich mal interessieren, in der dieser Teil der Deutschen erfasst wird. Meines Wissens nachtaucht die Herkunft doch gar nicht mehr auf.
Kommentar von Aya
Made Mittwoch, 24 of Januar , 2007 at 14:25
Wenn man seine Ehefrau anzündet, hat das nichts mit der Herkunft
bzw. der Staatsangehörigkeit des Schuldigen zu tun.
Gewalt ist nicht angeboren (oder ?) - sondern wird gelehrt.
Kommentar von ferramis
Made Mittwoch, 24 of Januar , 2007 at 19:28
Angeboren? Nach Omars post über das Toleranzgen
Muslimen kann man heute fast alles vorwerfen.
Kommentar von Omar Abo-Namous
Made Donnerstag, 25 of Januar , 2007 at 07:28
@all: Nebenbei: ich hoffe, der Seitenaufbau hat sich inzwischen deutlich verbessert, oder?
Kommentar von ferramis
Made Donnerstag, 25 of Januar , 2007 at 22:52
Es ist um etliches schneller. Ist das noch Deutsch was ich hier schreibe? ![]()
Kommentar von Melantrys
Made Freitag, 26 of Januar , 2007 at 00:03
Ich weiß nicht. Wie steht’s mit den Genen? Vielleicht fehlt da was, was mit der Fähigkeit zur deutschen Schriftsprache…..?
Dann wär’s natürlich nicht Deutsch, egal wie Deutsch es aussieht. Die Wissenschaft lügt nicht.
Oh, Goooooott, ich bin heute seltsam, Hilfe!
Ist übrigens wirklich schneller geworden, die Seite.
Kommentar von Kathi
Made Samstag, 27 of Januar , 2007 at 13:48
@Kathrin (”Zuwanderern aus der früheren Sowjetunion”):
Aussiedler und Spätaussiedler werden getrennt in Untersuchungen mit “Nationalitätsbezug” betrachtet, genauso übrigens Leute, die erst seit kurzem die dt. Staatsbürgerschaft haben. Es gibt da sehr viele Kategorien, gestaffelt wiederum nach Aufenthaltsjahren.

