Mehr deutsche Muslime - Muslime mehr Deutsch

Inzwischen dürfte es jeder gehört haben: Immer mehr Deutsche entscheiden sich, den Islam als Lebensweg anzunehmen. Das Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland soll “demnächst”1 eine Studie veröffentlichen, in der gezeigt wird, dass in 2006 rund 5000 Deutsche zum Islam übergetreten sind und dass das Interesse am Islam im Allgemeinen zugenommen hat.

Während die Nachricht für einige Christen wie der Alptraum vom christlichen Untergang2 und für einige Muslime wie der Traum von der Deutschen Islamischen Republik3 aussieht4, gebührt der Studie eine nähere und vor allem ruhigere Betrachtung. Die Studie enthält traditionell mehr als nur die Zählung neuer Muslime, sondern auch die Befragung von Muslimen zu gesellschaftlich relevanten Themenschwerpunkten - nicht zuletzt auch die Frage, wen sie wählen würden5. Weiterhin wird in der vom Innenministerium in Auftrag gegebenen Studie die Organisationsstruktur der in Deutschland lebenden Muslime durchleuchtet und Veränderungen zum Vorjahr aufgezeigt.

Ein Schwerpunkt der Studie ist weiterhin die Integration von Muslimen. Anders als andere Studien durchleuchtet das Islam-Archiv die Innensicht in der muslimischen Community. Es wird interessant sein, diesen Punkt in der Studie nachzulesen und ich hoffe, ich komme dazu nach Erscheinen Selbiger.

Interessant?

Für wen ist eigentlich diese Studie am interessantesten? Politische Parteien können sich durch die Ergebnisse auf Diskussionen mit islamischen Wählern vorbereiten, sich ein Bild davon machen, was Muslimen wichtig ist - genauso wie sie es auch bei anderen Wählergruppen6 tun.

Die Regierung wird sich aus demselben Grund für die Studie interessieren, denn letztendlich sind Muslime für sie nicht nur Wähler, sondern auch Bürger, die sie vertreten müssen. Zudem ist ein generell positives Ergebnis für die Aussenpolitik der Regierung ein diplomatisch verkaufbares Gut - nicht nur mit vorwiegend muslimischen Ländern. Das Ansehen eines Landes wird eben sehr stark von der Lage seiner Minderheiten bestimmt.

In meinen Augen sollte die Studie aber Augenöffner für muslimische Vereine sein. Zur Erklärung möchte ich kurz aushohlen:

Vor etwa drei Jahren hat sich eine Gruppe von Muslimen in Hannover getroffen und versucht, zwei Dinge für hannoversche Moscheen zu erreichen:

  • Ein Moscheeverzeichnis, der Aufschluss über die verschiedensten Moscheen gibt und mit zusätzlichen Angaben wie “ordentliche Frauenräume” oder “Parkplätze” Soft-Skills von Moscheen angibt, die meist bei der Entscheidung für den Gang zu einer Moschee von Interesse sind.
  • Zeitgleich sollten Qualitätsmerkmale einer “idealen Moschee” aufgelistet werden. Interessant dabei war für mich, dass ind er Gruppe sehr oft gefordert wurde, dass Moscheen sowohl deutschsprachige Ausschilderungen, sowie deutschsprachige Predigten (oder zumindest Übersetzungen) anbieten sollten.

Während also das Ergebnis der Konvertierungszahlen für die deutsche Gesellschaft und Politik insgesamt heissen mag, dass sie sich auf mehr Muslime einzustellen hat, bedeutet das gleichzeitig für die Moscheen in Deutschland, dass sie sich “deutscher” verhalten und präsentieren müssen, als sie’s jetzt schon tun. Das drückt sich kurzfristig in flächendeckende deutschsprachige Ausschilderungen, sowie in der Übersetzung (oder kompletten Umstellung) der Freitagspredigt. Langfristig muss sich die Zunahme deutscher Muslime in den Vereinsvorständen und -Formalien niederschlagen.

Überregional scheint es bereits funktioniert zu haben, wenn man sich den Vorstand des Zentralrats der Muslime e.V. anschaut7. Regional ist meiner Erfahrung nach dieser Prozess noch nicht angelaufen.

Die Eindeutschung der Vereine könnte weiterhin eine Chance bieten, die Unterschiede in den Herkunftsländern aufzulösen. Auf der anderen Seite, sollte dieser Prozess nicht aktiv angegangen werden, dürfte sich keiner wundern, wenn es demnächst neben den schon längst überflüssigen “türkischen”, “bosnischen”, “arabischen”, “pakistanischen” und “afrikanischen” Moscheen auch noch “deutsche” Moscheen gibt - und zwar streng nach Herkunftsland getrennt.. Das wäre natürlich für die Erstgenannten eine integrationstechnische Katastrophe!

Die Frage ist also meines Erachtens nicht nach der “Islamisierung Deutschlands”, sondern vielmehr nach der “‘Verdeutschung’ der islamischen Gemeinschaft”!

  1. laut Islam-Archiv warten sie auf die Freigabe durch das Innenministerium[]
  2. Das betrifft leider nicht nur gewisse “politisch falsche unkorrekte” ehemalige Sportlehrer, sondern auch Redakteure in Massenmedien, die vom schnell mal vom militärisch angehauchten “Vormarsch” des Islams sprechen..[]
  3. Ja, es bleiben ja “nur” knappe 40 Millionen nichtmuslimische Deutsche[]
  4. was im Übrigen bei weitem nicht dasselbe ist!![]
  5. gewissermassen die “Freitagsfrage”, wenn man so will..[]
  6. wenn man Menschen überhaupt “gruppieren” kann[]
  7. mit Ayyub Köhler als Vorsitzenden und Maryam Brigitte Weiß als erste stellvertretende Vorsitzende[]

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Comments

  • By Laoukili Mimoun, 14. Januar 2007 @ 22:43

    assalamou ala man itaba al houda

    Für wen ist eigentlich diese Studie am interessantesten?

    Bei der frage wird mir ganz komisch im Bauch.

    Ich sehe schon die ersten Ausgaben der Bild-Zeitung mit einem moslimen mit Vollbart und einer flagge mit einem “Allahu Akbar” Schriftzug in der Rechten Hand, der titel konnte in etwa “Islamischer vormarsch in Deutschland” oder schlimmer “Unterwanderung Islamischer fundamentalisten in Deutschland” heisen. Bin mal gespannt was die Medien daraus machen.

    Es ist bei der aktuellen Situation keine Schwierigkeit vorauszusagen was in den Medien Publiziert werden könnte, die Antwort auf die Studie des “Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland” wird das kann ich jetzt schon mal voraussagen (was den Axel Springer Verlag angeht) Ablehnung, Desinformation und unberechtigte Angst sein.

    Übrigens: Eine gelungener Blog der mich Inspiriert hat.

    Gruss Laoukili Mimoun

  • By Kathrin, 14. Januar 2007 @ 23:41

    Salam Omar,

    Ich habs gestern auch bei Spiegelonline gelesen, dass sich die Zahl der Neuzugänge vervierfacht haben soll. Dann hat die schlechte Presse doch noch was gebracht. Ich frag mich nur ob die Zahlen repräsentativ sind. Es meldet sich doch nicht jeder beim Zentralarchiv, oder? Es konvertiert ja noch nicht mal jeder in einer Moschee. Oder hast du Infos darüber, wie die Zahlen bei einer solchen Studie zusammen kommen? Ich kenne so viele Muslime, die einfach so konvertiert sind.

    Was deutschsprachige Predigten angeht, so bin ich immer noch der Meinung, dass dies nur dann wirklich einen Vorteil darstellt, wenn Deutsch die Sprache ist, die von den meisten Zuhörern am besten verstanden wird. Die Predigt soll die Leute schließlich erreichen und berühren. Ich denke aber, dass dies in den meisten Moscheen (noch) nicht so ist und, dass sich dies wohl eher durch nachkommende hier aufgewachsene Generationen auswachsen wird, wenn sie denn in die Moschee gehen.

  • By Omar Abo-Namous, 15. Januar 2007 @ 06:16

    @Laoukili: Dass die Meldung für manche als Horrormeldung durchkommt, wird leider der Fall sein. Auf jeden Fall herzlich willkommen in der Bloggosphäre.

    @Kathrin: Ich werde versuchen, das Islam-Archiv noch einmal anzurufen, aber zunächst einmal werden von allen möglichen Vereinen die Anzahl der Neumuslime mitgeteilt. Zwei “Arten” von Neumuslimen werden nicht gezählt:

    1. Welche, die vollkommen alleine den Islam “finden” und erst danach langsam in eine Moscheegemeinschaft rutschen.

    2. Welche, die in einer Moschee den Islam finden, die nicht viel Wert auf Organisatorisches legt.

    In beiden Fällen glaube ich, dass die Anzahl gering ist und somit als Schwankung festhaltbar ist. Wie gesagt, ich versuche mir mal die Studie nach Erscheinen durchzulesen..

    Die Verwendung der deutschen Sprache dient ja nicht nur Herkunftsdeutschen, sondern auch Migrantenkindern. Weiterhin ist die gemeinsame Sprache der muslimischen Migranten eben deutsch. Die *ausschliessliche* Verwendung der eigenen Sprache hat in der Vergangenheit die Kommunikation etwa zwischen Türken und Arabern stark beeinträchtigt.

    Deshalb plädiere ich tatsächlich dafür, dass dass Vereinswesen der Moscheen durchgehend deutschsprachig wird. Dass man trotzdem (je nach Herkunft der Mehrheit der am Freitagsgebet teilnehmenden) eine andere Sprache für die Predigt benutzt, ist ein vollkommen anderer Punkt, der meinetwegen langsamer auf deutsch umgestellt werden kann. Es sollte aber auch in diesem Fall zumindest eine Übersetzung ins Deutsche angeboten werden.

    nur meine 2ct.

    Salam.

  • By Kathrin, 15. Januar 2007 @ 13:43

    achso, jetzt hab ich dich verstanden. Ja da bin ich völlig deiner Meinung, was die Sprache angeht, ich dachte das bezog sich nur auf die Khutba. Da hätte ich gleich noch den Wunsch auch doch bitte das Organisatorische einzudeutschen in den Vereinen, sprich: einfach mal organisierter und professioneller werden und die Strukturen demokratisieren. Das Durcheinander was ich da an verschiedenen Orten miterlebt habe, ist ja anfangs ganz symphatisch…

    Was das Islamarchiv angeht und warum man dort nicht registriert sein könnte:

    zu Punkt 1. So sind ca. 50 % der Konvertiten, die ich kenne, Muslim geworden, ob sie jetzt schon eine Moschee kannten oder nicht. Auf jeden Fall außerhalb der Moschee/des Vereins.

    zu Punkt 2. Da wären wir wieder bei der Organisation…

  • By Ekrem Senol, 15. Januar 2007 @ 18:56

    Als ich die Meldung gelesen habe, habe ich mich gefragt, wieviele Moslems sich wohl jährlich in Deutschland vom Islam abwenden.

  • By annett, 16. Januar 2007 @ 23:28

    salam omar,
    DANKE!!
    …wie wäre es mit der deutschen moschee z.B. in der kornstraße 45? dann wären wir alle zusammen,(oder eben nicht!), so richtig schön gemütlich…

  • By Omar Abo-Namous, 17. Januar 2007 @ 01:45

    für alle nicht-Hannoveraner: Kornstrasse 25 ist eine “kurdische” Moschee, während Konrstr. 35 eine “arabische” ist. Aber Annett, ich fürchte, eine 45 gibt es auf der Kornstrasse gar nicht, oder? Ansonsten, genau das meine ich!

  • By Maria, 18. Januar 2007 @ 11:46

    Ist die Studie denn inzwischen veröffentlicht? Oder gibt es immernoch nur die Zahlen aus dem Spiegel?

    Ich hatte da den gleichen Gedanken wie Ekrem Senol: Werden auch Austritte registriert und weitergemeldet?

    Außerdem lese man an eine Untersuchung einer anderen Studie (ebenfalls finanziert vom BMI) des Islam-Archiv:
    http://www.sicherheit-heute.de/gesellschaft/gesellschaft,160,Repraesentative_Zahlenspielerei_-_Islam-Politik_mit_Statistik,news.htm
    die noch auf andere Probleme aufmerksam macht, bspw. Doppelzählungen, auf nicht angegebenen Schätzungen beruhende Zahlen, politische Manipulation von Vereinsbedeutung, starke Zweifel an der Repräsentativität der Studie, …

    Daher halte ich die Zahlen bislang für aufgeblasen. Und das ist wiederum vielleicht nicht nur Schlamperei:

    “Soest, 12. September 2006 (ise). Eine Quotierung für Menschen mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst, im Bereich von Aus­bildung und in den Medien hat das Kuratorium der Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland Stiftung auf seiner letzten Sitzung in Ahlen (Westf.) gefordert.

    Nach Vorstellungen des Kuratoriums muß eine solche Quotierung gesetzliche Vorschrift werden.

    Die Quotierung müsse sich an den Verhältniszahlen der Migratengesellschaft vor Ort, im Kreis, im Land bzw. in der Bundesrepublik orientieren.”
    http://www.islamarchiv.de/akver/in_online.html

    “Die Frage ist also meines Erachtens nicht nach der “Islamisierung Deutschlands”, sondern vielmehr nach der “‘Verdeutschung’ der islamischen Gemeinschaft”!”

    Das sehe ich eigentlich auch so. Anders aber die „Türkiye“, Titel von Sonntag: „Die Deutschen entscheiden sich für den Islam“.

  • By Omar Abo-Namous, 18. Januar 2007 @ 12:17

    @Maria: Ich hab die Studie noch nicht gesehen.

    Was die Zahlen angeht: Kritik ist berechtigt und ich glaube in beide Richtungen kann man Korrekturbedarf sehen. Letztlich kann aber der Trend alleine von Bedeutung sein. Trotzdem glaube ich, muss man bei Frau Manea von ideologisch motivierter Schreibe ausgehen.

    Ich werde versuchen, mir die Studie anzuschauen, wenn sie endlich erschienen ist.. wobei ich persönlich weniger an den absoluten Zahlen interessiert bin, sondern an den weiteren Fragen.

  • By Maria, 19. Januar 2007 @ 15:03

    @Omar

    Der Artikel ist nicht von Elham Manea, sondern von Hildegard Becker und kritisiert die Frühjahrsumfrage 2005 des „Zentral-Institut Islam-Archiv“ (ZIIAD) mit Zahlen und Fakten (Auszüge siehe unten).

    Die Studie des Islam-Archiv scheint vor allem an 2 Punkten eine kritische Lektüre zu brauchen:
    1)
    Welche methodischen Standards werden eingehalten? Wenn bspw. grundsätzlich nur Zuwächse und keine Austritte registriert werden, kann es gar keinen anderen Trend als: Zuwachs! geben… Werden Schätzungen als solche gekennzeichnet und werden durchgängig Quellenangaben gemacht?
    2)
    Versteht sich das ZIAD als Lobbyorganisation bzw. tritt es so auf? Hat es die erforderliche Unabhängigkeit ?(Bspw. wurde der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland 1986 in Berlin auf Initiative des Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland gegründet, das auch jahrelang Mitglied des Islamrats war) Sind in die Studie entsprechende Bevorzugungen oder Bewertungen eingeflossen?

    Falls die Studie solche Bedenken bestätigt, wäre sie nutzlos und zu überlegen, ob dafür Steuergelder (BMI) verwendet werden sollten.
    Ich hoffe man wird die gesamte Studie lesen können…

    Aus dem Artikel:

    “Die Beweggründe dafür, dass die Mitgliederzahl des ZMD für 2004 mit 12.000 und für 2005 mit 35.000 angegeben wird, bleiben ebenfalls im Dunkeln. Mit der Faktenlage hat das wenig zu tun, denn es gibt beim ZMD innerhalb des vergangenen Jahres sicher keinen Zuwachs von 21.000 Mitgliedern (das wäre ein Zuwachs um fast 200 %).
    Einige Fachleute vermuten vielmehr, dass der zahlenmäßig bei weitem größte (türkische) ZMD-Verband ATIB Mitglieder verloren habe. Und über die Gründe des ZIIAD-Leiters, dem ZMD im vergangenen Jahr nur 12.000 Mitglieder „zuzugestehen“, kann man höchstens spekulieren.

    Bezüglich der eigens aufgeführten „Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen“ (IRH) ist die in der ZIIAD-Umfrage nicht erwähnte Tatsache zu berücksichtigen, dass deren 11.000 Mitglieder Einzelmitglieder sind, von denen einige wiederum Mitglied im ZMD, die meisten jedoch Mitglieder der IGMG, also des Islamrats sind – auch hier also lässt sich wiederum auf eine Doppelzählung schließen.

    Unter „Sondergemeinschaften“ werden zwar die Ahmadiyya, nicht aber die anatolischen Aleviten genannt. Die kommen dann später mal vor und werden auf 420.000 beziffert. Da aber werden sie unter “Sunniten und Schiiten” subsumiert. (S. 11). Ob die Aleviten dahin gehend eingeordnet werden wollen, ist sehr zu bezweifeln.

    Verblüffend ist, dass nach dieser “repräsentativen” Umfrage nur 18 % der Befragten angegeben haben sollen, nicht organisiert zu sein. Da fragt man sich denn doch: Wen hat das ZIIAD denn eigentlich befragt? Schließlich leugnet ja auch M.S. Abdullah nicht die allseits bekannte Tatsache, dass ca. 70 bis 80 % der Muslime in Deutschland nicht organisiert sind. Dazu stehen die diesbezüglichen Antworten der Umfrage (18 %) in keinem Verhältnis.”

    “Interessengeleitete Schätzzahlen allerdings in einer Umfrage, die sich als repräsentativ verstanden wissen möchte, derart schlicht als Fakten auszugeben, ist schon dreist.”

  • By Maria, 25. Januar 2007 @ 16:25

    Studie scheint immernoch nicht veröffentlicht.
    Aber hier noch ein Skeptiker:

    “Der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hält die Zahlen des Islam-Archivs auf Grund seiner eigenen Erfahrungen in seiner Gemeinde in Aachen allerdings für nicht nachvollziehbar. Er könne diese signifikante Steigerung nicht erkennen.”

    http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1168601609552&openMenu=1013016724320&calledPageId=1013016724320&listid=1018881578370

  • By Omar Abo-Namous, 25. Januar 2007 @ 16:45

    @Maria: na endlich klappt das. Ich weiss nicht, womit das System ein Problem hatte. Den Link poste ich nochmal hier:

    Hinwendung zur Religion ist kein rein islamisches Phänomen

    Danke dafür.

    Ich persönlich würde einen Anstieg schon bestätigen, aber keinen so dramatischen - aber das kann ich schlecht abschätzen.

    Einen Punkt möchte ich aber herausstellen:

    “Verblüffend ist, dass nach dieser “repräsentativen” Umfrage nur 18 % der Befragten angegeben haben sollen, nicht organisiert zu sein.”

    In meiner Erfahrung - und ich bin selbst einer, der (derzeit zumindest) keinem islamischen Verein angehört - fühlen sich viel mehr Muslime organisiert/vertreten als es tatsächlich formal sind. So könnte ich mir diese Divergenz vorstellen. Eine Abneigung gegenüber dem Beitritt zu einem Verein kann entweder Angst vor Beobachtung durch den Verfassungsschutz und in der Konsequenz die Verhinderung im beruflichen (oder gar beamtlichen) Leben oder aber die Unwissenheit im Bereich des Vereinslebens.

    In beiden Fällen hoffe ich auf Besserung, sehe sie derzeit aber noch nicht.

  • By catweasel77, 12. März 2008 @ 12:25

    Das Thema „Deutsche Konvertiten“ interessiert mich ganz besonders aus beruflicher Hinsicht. Ich arbeite als Redakteurin beim Fernsehen, und suche Menschen mit interessanten Meinungen – gerade zu diesem hochaktuellen Thema. Mir geht es darum, persönliche Geschichten von Menschen authentisch zu erzählen, die verschiedenen Meinungen, die man dazu haben kann, aufzuzeigen und vor allem die Probleme anzusprechen, die dabei (vor allem innerhalb der Familie ) entstehen können. Ich suche Leute, die mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gehen möchten und anderen mit ihren Erfahrungen helfen können. Ich würde mich über einen Kontakt sehr freuen.

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