Niedersächsische Justiz auf Vista umgestiegen

Die niedersächsische Regierung hat endlich einen Erfolg zu vermelden:

Nur zwei Wochen, nachdem Windows Vista an seine Geschäftskunden ausgeliefert wurde, führt die niedersächsische Justiz das neue Betriebssystem als erste europäische Verwaltung bei einer Behörde ein. “Dies ist der Auftakt eines technologischen Innovationsschubes, den die Justiz im Bereich der IT in den nächsten zwei Jahren durchlaufen wird”, erklärte die Niedersächsische Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann.

Abseits der Frage, ob diese Umstellung vorteilhaft ist1, frage ich mich, warum die Regierung glaubt, sich damit brüsten zu können? Was ist daran so innovativ, die Verwaltung auf ein neueres Betriebssystem umzustellen?

Seit heute arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtsgerichts Uelzen auf ihrem PC erstmals mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista. Ebenso wie die komplette IT-Infrastruktur in Uelzen künftig mittels modernster Software fernadministriert wird, werden die Beschäftigten von heute an über eine Hotline vom neuen Service-Desk in Wildeshausen unterstützt. “Die Zeiten, in denen örtliche Systemverwalter mühsam von PC zu PC laufen mussten, um manuell Software aufzuspielen oder um Anwendern bei Problemen beizustehen, gehören bald endgültig der Vergangenheit an”, so Heister-Neumann.

Ich seh’ die Schlagzeilen: Gerichtsunterlagen geklaut ; Dieb hat offene Türen bei der IT vorgefunden.

Neuartig hingegen ist die Umstellung des französischen Parlaments auf den Einsatz von Open-Source-Applikationen. Finde ich persönlich sehr viel sympathischer..

Die rund 1.154 Computer der Parlamentsmitarbeiter sollen komplett auf Linux umgerüstet werden, wie das Parlament mitteilte. Bis Juni 2007 soll diese Umstellung abgeschlossen sein, berichtet ZDNet zudem. Als Bürosoftware wird OpenOffice.org zum Einsatz kommen, die Wahl des Webbrowsers fiel auf Mozilla Firefox. Ferner wird auch ein freier E-Mail-Client installiert, die Entscheidung für ein bestimmtes Programm wurde aber noch ebensowenig getroffen wie die für eine Linux-Distribution, so ein Parlamentssprecher. Hoffnungen wird sich hier wohl die französische Distribution Mandriva machen dürfen.

  1. eine Frage, die durch die generelle Einstellung zu Microsoft bereits vorbelegt ist[]

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Comments

  • By mjchael, 11. Januar 2007 @ 17:17

    Frankreich setzt auf Linux. Das kostet den Steuerzahler rellativ wenig.

    Ich hoffe nicht, dass die hessische Regierung auf die Idee kommt Windows-Vista anzuschaffen. Die Kosteneinsparnis durch Linux und Opensource kann man an anderer Stelle sinnvoller ausgeben.

    gruß mjchael

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