Killerspiele vs. Spielekiller - Teil 1
Donnerstag, 23. November 2006, 02:05
Simulation einer Sabine-Christiansen-Show zum aktuellen Thema: Der Mörder von Emsdetten
Scholl-Latour: Wenn ich mich meiner zahlreichen Reisen nach Emsdetten entsinne, also, wissen Sie, Frau Christiansen, da kann ich nur sagen: Emsdetten - das ist überall!
Josef Kraus (schüttelt heftig den Kopf): Es ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, mehr Interesse am Mitmenschen zu praktizieren.
Scholl-Latour: Denunziant! Dilettant! Unkulturist!
Josef Kraus (besänftigend): Man muss natürlich aufpassen, dass daraus nicht eine Unkultur der Denunziation wird. Herr Scholl-Latour!
Mutter Beimer: Ich bin zutiefst schockiert, der arme Junge! Wie kann so etwas in Deutschland bloß passieren?
Christiansen: Herr Bahr? Sie kommen doch aus der Gegend
Daniel Bahr: Meine Herkunft tut hier nichts zu Sache. Die Menschen sind frei.
Christiansen: Frau Roth?
Claudia Roth: Es - ist - UNFASSBAR. Wir müssen handeln.
Jörg Schönbohm (nickt besorgt): Killerspiele leisten einen verhängnisvollen Beitrag zur leider wachsenden Gewaltbereitschaft und fördern aggressives Verhalten
Gewaltbereiter Jugendlicher: Äh
Christiansen: Herr Schönbohm, Sie waren noch nicht zu Ende
Schönbohm: Schön, dass ich ausreden darf. Ich muss konsequent gegen Spiele vorgehen, die Gewalt verherrlichen.
Bahr (hitzig): Mit einem Verbot lösen Sie nicht das strukturelle Problem im gesamten Jugendbereich!
Schönbohm: Ver-bie-ten!
Scholl-Latour (sachlich): “Es handelt sich im Prinzip ja um einen Selbstmörder.
Tags: Amoklauf, Computerspiele, Emsdetten, Inland, Killerspiele, Selbstmordanschlag, taz, Terrorismus, Witz
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