Killerspiele vs. Spielekiller – Teil 1

Simulation einer Sabine-Christiansen-Show zum aktuellen Thema: Der Mörder von Emsdetten

Scholl-Latour: Wenn ich mich meiner zahlreichen Reisen nach Emsdetten entsinne, also, wissen Sie, Frau Christiansen, da kann ich nur sagen: Emsdetten – das ist überall!

Josef Kraus (schüttelt heftig den Kopf): Es ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, mehr Interesse am Mitmenschen zu praktizieren.

Scholl-Latour: Denunziant! Dilettant! Unkulturist!

Josef Kraus (besänftigend): Man muss natürlich aufpassen, dass daraus nicht eine Unkultur der Denunziation wird. Herr Scholl-Latour!

Mutter Beimer: Ich bin zutiefst schockiert, der arme Junge! Wie kann so etwas in Deutschland bloß passieren?

Christiansen: Herr Bahr? Sie kommen doch aus der Gegend

Daniel Bahr: Meine Herkunft tut hier nichts zu Sache. Die Menschen sind frei.

Christiansen: Frau Roth?

Claudia Roth: Es – ist – UNFASSBAR. Wir müssen handeln.

Jörg Schönbohm (nickt besorgt): Killerspiele leisten einen verhängnisvollen Beitrag zur leider wachsenden Gewaltbereitschaft und fördern aggressives Verhalten

Gewaltbereiter Jugendlicher: Äh

Christiansen: Herr Schönbohm, Sie waren noch nicht zu Ende

Schönbohm: Schön, dass ich ausreden darf. Ich muss konsequent gegen Spiele vorgehen, die Gewalt verherrlichen.

Bahr (hitzig): Mit einem Verbot lösen Sie nicht das strukturelle Problem im gesamten Jugendbereich!

Schönbohm: Ver-bie-ten!

Scholl-Latour (sachlich): “Es handelt sich im Prinzip ja um einen Selbstmörder.

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