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Idomeneo, die virtuelle Bedrohung der falschen Oper

Sonntag, 15. Oktober 2006, 01:29

Nun ist der Absetzungs-Schock der Inszenierung “Idomeneo” an der Deutschen Oper in Berlin einige Tage alt. Die Gemüter haben sich auch nicht wieder beruhigt, obwohl wieder angekündigt wurde, dass eine Wiederaufnahme der Oper möglich sei1. Es ist m.E. an der Zeit, den Vorfall eingehender zu durchleuchten..

Idomeneo-Inszenierung durch Hans Neuenfels

Mythos

Die Aufführung spielt im Original eine griechische Geschichte nach, in der Idomeneus bei einer Schiffsreise in einen Sturm geriet und dem griechischen Meeresgott Poseidon für die Rettung die Opferung der ersten Person verspricht, der er bei Heimkehr begegnet. Tragischerweise trifft er als erstes seinen Sohn, sonst wäre die Geschichte mit der Ermordung eines unschuldigen Unbekannten fröhlich zuende gegangen - seinen Sohn wollte er denn doch nicht opfern.. Der Mythe zufolge verzeiht Poseidon ihm, als die Familie sich statt des Sohns opfern will..

Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart hat der Mythe ein Element hinzugefügt: eine Liebesgeschichte! Parallel zur Geschichte, wie sie im Mythos geschildert wird, soll Idamente - Sohn des Königs Idomeneus - in Ilia - Prinzessin von Troja, der Stadt, die sein Vater brutal angegriffen hatte - verliebt sein, die ihn zurückliebt. Gleichzeitig wurden sich Idamente und Elettra - Tochter des argonautischen Königs Agamemnon - versprochen - eine typische griechische Dreierbeziehung.. Idomeneus will weiterhin, dass sein Sohn Elettra heiratet, deshalb besteht das Happy-Ending in der Mozart-Oper darin, dass Poseidon die Ernennung Idamentes zum König fordert mit Ilia als Königin an seiner Seite. Was mit Elettra geschieht interessiert natürlich niemanden..

Hans Neuenfels

Die Uraufführung von Hans Neuenfels’ Inszenierung von Ideomeneos in 2003 hat wenig Aufregung hervorgebracht. In dieser Inszenierung geht das Licht nach der letzten Mozart-Original-Szene wieder an und Idomeneus zeigt die abgetrennten Köpfe, die Poseidon, Buddha, Jesus und Mohammed gehören sollen. Bei Neuenfels wurde aus der Königsmythe eine Auseinandersetzung zwischen Mensch und “Gott”. Die Szene mit den abgeschlagenen Köpfen hat bereits in 2003 für Buh-Rufe im Auditorium geführt:

Da geschah es. Idomeneo, König von Kreta, kehrte noch einmal zurück auf die leere Bühne und packte salomémäßig blutige Plastikköpfe aus: Buddha, Neptun, Mohammed - alle alten Götter kurzerhand geschlachtet! Sogar Jesus, der gerade eben noch im Bettuch über die Bühne gewallt war, ein Kopf kürzer! Scheppernd tönt Höllenlachen aus den Lautsprechern. Wütend schallt das Buh-Geschrei aus dem Auditorium zurück: Gottlob, es gibt Krawall, die Oper lebt, alles beim alten.

Absetzung und Bekanntwerden

Der Ablauf, der zur Absetzung der Oper und dem Bekanntwerden Letzterem geführt hat, ist inzwischen nicht mehr eindeutig nachvollziehbar. Einige Punkte kann man aber festhalten:

Anonymer Anruf und Gefahrenanalyse

Im Juni diesen Jahres hatte eine anonyme Anruferin sich bei der Bundespolizei gemeldet und zu bedenken gegeben, dass die Szene, in der die vier Köpfe abgetrennt werden, problematisch sein könnte. Einige Medien hatten gemeldet, dass es Flugblätter gegeben habe, die “auf denen gegen die umstrittene Schlussszene agitiert worden sei”. Dies scheint sich aber inzwischen als Hoax herausgestellt zu haben, denn keiner konnte genaueres über diese angeblichen Flugblätter produzieren. Ob die Anruferin überhaupt ein Problem von Seiten von Muslimen sah, wird nirgendwo gesagt. Vielmehr scheint es eine Schlussfolgerung des Innenministeriums bzw. des Landeskriminalamts Berlin zu sein:

Eine anonyme Anruferin hatte im Juni über die Hotline der Bundespolizei ihre Bedenken vorgetragen. Nach dem Anruf erstellte das Landeskriminalamt eine Analyse, die den “Idomeneo” als “eine Gefährdungslage mit schwer abzuschätzenden Folgen für die öffentliche Ordnung und Sicherheit” einschätzte. Körting bestätigte gestern, dass er dies der Intendantin in einem Telefonat mitgeteilt habe.

An anderer Stelle soll sich die Anruferin als Opernfreundin ausgegeben haben.

Die Intendantin und die Opernfanatiker

Die Intendantin hatte nach einem Anruf vom Berliner Innensenator Ehrhart Körting die Absetzung der Oper entschieden. Anfangs sollte das nicht an die große Glocke gehängt werden. Hier kommt nun ein sehr interessanter Punkt:

Die Intendantin erwähnt hingegen nicht, daß die Absetzung ursprünglich gar nicht mitgeteilt werden sollte. Erst auf den Tip eines Informanten hin begann sich Ende letzter Woche Markus Geiler vom Evangelischen Pressedienst (epd) für die Sache zu interessieren. Tatsächlich fand sich im Spielplan der Deutschen Oper kein „Idomeneo“ mehr, ja nicht einmal ein Hinweis auf dessen Nicht-Wiederaufnahme. Nachfragen Geilers beim Landeskriminalamt und dem Opernhaus brachten schließlich das Gegenteil ans Licht. Getrieben von der öffentlichen Nachfrage und nachdem bereits die Meldung des epd die Redaktionen erreichte, gab das Opernhaus am Montag eine Pressemeldung heraus: „Idomeneo im November entfällt“.

Nach der offiziellen Verlautbarung sind die Wogen hochgegangen. Von “Einknicken” ist die Rede, vom Untergang des Abendlandes und vom Sieg der Islamisten - die Islamisten, die sich im ganzen “Konflikt” nicht zu Wort gemeldet haben.. Verfechter waren sowohl Innenminister von Bund und Ländern - allen voran Wolfgang Schäuble - als auch frisch selbsternannte Verfechter der abendländischen Kultur. Durch die vielen Kommentare entsteht schnell der Eindruck, dass die europäische Kultur bereits so viele Zugeständnisse geliefert hat und dass nun ein Punkt erreicht sei, der nicht mehr erträglich ist.

Al Dschazira berichtet von dem Fall und in der gesamten westlichen Weltöffentlichkeit, wird über ein „non plus ultra“ diskutiert, es wird wieder viel über den Untergang des Abendlandes lamentiert: “wenn man nicht mal mehr Mozart aufführen darf”. Und in Talkshows werden einander allerlei wohlfeile Beispiele möglicherweise anstößiger Werke der Weltliteratur, beifällig nickend, in grimmigem Einvernehmen, zugeworfen. (Hier sei nur angemerkt, daß die Inszenierung, nicht die Vorlage strittig ist)

Vielleicht sollten sich Muslime in vorauseilendem Gehorsam dazu bereit erklären, jeden Mist, der sich Kunst zu nennen wagt, anzuschauen und dabei zu grinsen!

Beleidigte Muslime?

Inzwischen hat sich der Eindruck etabliert, Muslime würden sich bei jeder Kleinigkeit beleidigt fühlen und sich beschweren. Aus falsch verstandener political correctness und aus Angst würden sich deutsche und europäische Politiker und Gesellschaften dem zunehmend beugen und hätten inzwischen eine “Schere im Kopf”, mit der sie Selbstzensur betrieben und automatisch islamkritische Szenen, Aussagen und Filme vorsorglich herausstrichen. Fragt sich nur, warum die islamkritischen und die islamverleumdenden Aussagen immer weiter zunehmen??

Werden nicht gerade durch diese Sicht2 erst radikalisierte Kämpfer im propagierten Kulturkampf angeworben? Man erinnere sich nur mal an den “Karikaturenstreit”: Der Aufruf, man solle als Zeitung, Webseite oder dergleichen die Karikaturen veröffentlichen, um sich nicht dem Islam zu beugen, waren unüberhörbar sowohl in der Politik als auch in den Medien und der Zivilgesellschaft. Dabei sollte gerade das Recht auf freie Meinungsäusserung verfestigt werden, also auch das Recht, die Karikaturen nicht abzudrucken.. Wird nun jeder, der die Opernaufführung oder die Szene mit den abgeschlagenen Köpfen nicht besonders mag zum “gutmenschlichen” Verbeuger vor der “islamischen Vorherrschaft” in Europa??

Exkurs: wütend auf “Wut”?

Im Zusammenhang des “vorauseilendem Gehorsams” wird öfters auch die Verschiebung des TV-Films “Wut” genannt, der in ARD ausgestrahlt wurde. Erst sollte er am Mittwoch, den 27. September um 20:15 ausgestrahlt werden ist dann aber auf Freitag 22:00 verlegt worden. Der Regisseur Züli Aladag und der WDR-Intendant Fritz Pleitgen (der WDR hat den Film produziert) haben sich beschwert - vollkommen verständlich, denn schliesslich beschwert sich jede Spiele-Schmiede, wenn ihre Software erst ab einem fortgeschrittenen Alter freigegeben wird..

Ich habe mir den Film angetan, obwohl ich die Schlussszenen, in denen es immer gewalttätiger wurde nicht mehr mitbekommen habe.3

Ich hatte nur marginal Probleme damit, dass der Film Klischees bedient - schließlich sind Jugendgangs nichts türkisches und Drogen haben Deutsche auch ganz ohne fremdländische Hilfe kennengelernt.. Ich wäre mehr daran interessiert gewesen, die Rolle des Vaters von Can - der nur in zwei Szenen zum Vorschein kam - näher zu beleuchten. Auch wäre ich am allgemeinen Drogenproblem interessiert, das nur nebensächlich thematisiert wurde. Fast ausnahmslos haben alle Charaktere Drogen genommen (auch der Akademikervater) ohne dass eine moralische Wertung auch nur ansatzweise vorkam. Das ist für mich bereits ein Grund, den Film nicht für Jugendliche freizugeben bzw. später in den Abend zu verschieben.

Aber davon abgesehen war interessant zu beobachten, wie auch hierbei Muslime für die Verschiebung verantwortlich gemacht wurden, indem Idomeneo und “Wut” in einem Satz genannt wurden und von Selbstzensur die Rede war:

Aus Anlass Verschiebung des Sendetermins für den Fernsehfilm und der Absetzung der Inszenierung “Idomeneo” in der Deutschen Oper Berlin sagte Neumann am Dienstag, wenn die Sorge vor möglichen Protesten “schon zur Selbstzensur führt, dann gerät die demokratische Kultur der freien Rede in Gefahr”.

Mehr zum TV-Film “Wut”

Vergleiche

Zurück zur Oper halten wir einmal fest: Muslime haben eine Absetzung nie verlangt! Auf der anderen Seite: was wäre eigentlich wenn Muslime eine solche Absetzung verlangt hätten? Was wäre eigentlich daran so problematisch? Schließlich wären sie nicht die einzigen, die die Einschränkung der Meinungsfreiheit fordern.

In Zwei Leserbriefen wurden in der taz nur zwei Fälle genannt, in denen die Meinungsfreiheit “angegriffen” wurde (und zwar tatsächlich, nicht wie im Opernbeispiel nur “virtuell”). Erster Leserbrief:

[Februar diesen Jahres] zog der Regionalverband Frankfurt der Evangelischen Kirche seine Genehmigung der Veranstaltung in der Heiliggeistkirche kurzfristig zurück, nachdem ihm seitens der jüdischen Gemeinde Frankfurt sowie der jüdischen Initiative “Honestly Concerned” mit massiven Protesten und Störungen gedroht worden war.

Im Gegensatz zur “Idomeneo”-Aufführung, wo es nur vage Vermutungen gab, wurden in Frankfurt gezielt Drohungen von jüdischen Fundamentalisten ausgestoßen. Wo blieben da die Proteste und Kritik der Politiker?

Wenn man nun sagt, das sei ein politisches Feld (was soll der Unterschied sein?), dann schaue man sich das zweite Beispiel an:

Anno 2000 legte die CDU/CSU das Recht auf freie Rede noch etwas anders aus. Bei der deutschlandweit geplanten Aufführung von Terenc McNallys “Corpus Christi”, in der eine homosexuelle Beziehung zwischen Jesus und einem seiner Jünger angedeutet wird, forderten 40 CDU/CSU-Bundestags- und Europaparlamentsabgeordnete in einem offenen Brief die sofortige Absetzung des Stücks. In nahezu allen Bundesländern, in denen eine Aufführung geplant war, legten CDU-Abgeordnete lautstark Widerspruch ein. In Ulm kam es gar zu Bombendrohungen und Morddrohungen gegen den Intendanten Ansgar Haag. Der knickte letzten Endes ein, als ihm CDU Stadträte zu verstehen gaben, dass mit Etatkürzungen rechnen müsse, sollte das Stück aufgeführt werden. Die CDU ist nicht die richtige Instanz, um für kulturelle Demokratie einzustehen.

Schlußfolgerung

  1. Welcher Muslim hat sich denn wegen der (nicht nur unter Muslimen unbekannten) Oper beschwert? Oder hat es gar Drohungen gegeben? Die nüchternen Antworten: “keiner” und “nein”!
  2. Sind Muslime die einzigen, die sich wegen Veröffentlichungen beschweren? Ganz diesen Eindruck vermittelt die heutige Debatte doch sehr! Dabei ist das weit davon entfernt der Fall zu sein!
  3. Muslime sind schuld, auch wenn sie nichts sagen und nichts tun! Hierzu sollte der geneigte Leser meine vorauseilende Distanzierung von einem möglichen “Krieg gegen Weihnachten” lesen.

Vielleicht sollten sich Muslime in vorauseilendem Gehorsam dazu bereit erklären, jeden Mist, der sich Kunst zu nennen wagt und den Islam oder die Muslime negativ thematisiert, anzuschauen und dabei zu grinsen und ansonsten den Mund zu halten!


  1. nun, da genügend Menschen wissen, was Idomeneo eigentlich ist.. []
  2. eben dass das Abendland sich dem Islam beugt []
  3. Es geht im Allgemeinen um eine Akademikerfamilie, die von einem türkischen “Freund” (Can) des Sohns (Felix) terrorisiert wird. Daran ist nicht zuletzt Felix selbst schuld, denn offensichtlich ist er der einzige, der von der Jugendgang Cans verfolgt wurde. Davon abgesehen, versucht sich Felixs Vater einzumischen und bekommt mit, wie wenig Respekt Can oder seine Gruppe vor ihm als mögliche Authoritätsperson haben. Um den gestohlenen Schuh seines Sohns wiederzubekommen, spricht er mit Cans Vater, der offensichtlich überfordert ist, aber dann durch Einschüchtern und Schlagen seines Sohns die erhoffte Wirkung erzielt. Can fängt dann aber erst an, Felix’ Vater an der Uni zu besuchen und hört auch nicht auf, den Sohn zu verfolgen. Auch Felix selbst hört nicht auf, sich mit Can relativ freiwillig zu treffen und ihm Drogen abzukaufen. Zum Schluss schleicht sich Can in das Akademiker-Haus ein und überfällt die Mutter, wonach er anscheinend vom Vater ersäuft wird.. []
10 Kommentare

Kommentar von Kathrin

Made Sonntag, 15 of Oktober , 2006 at 01:49

Danke für diese wirklich präzise Zusammenfassung. Die ganze Diskussion ist so abstrus und selbstvergessen… Ich frage mich wohl schon zum 10.000sten Mal wo ich eingentlich lebe?!

Ramadan kareem!

Kommentar von Omar Abo-Namous

Made Sonntag, 15 of Oktober , 2006 at 02:13

Danke und dir auch einen gesegneten Ramadan. Dieser Artikel hat mir schon so lange in den Fingern gekribbelt..

Davon abgesehen, werde ich dir wahrscheinlich irgendwann den “schnellst-cookie-Leser”-Preis verleihen! ;)

Kommentar von Ekrem Senol

Made Sonntag, 15 of Oktober , 2006 at 03:05

Gratuliere! Das ist gutes Bloggen!

Kommentar von Kathrin

Made Sonntag, 15 of Oktober , 2006 at 21:00

tja, Bloglesen lenkt halt so schön von der Uniarbeit ab :)

Kommentar von Tugba

Made Montag, 16 of Oktober , 2006 at 09:03

Salam

wirklich gut recherchiert. Da könnten sich einige eine Scheibe von Dir abschneiden.

Ich kann mich erinnern (komme aus Süddeutschland), da soll es auch Bombendrohungen in einer Kleinstadt gegeben haben.

tse tse tse

ich lese grade, was Feindbild bedeutet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Feindbild

“Häufig werden sie(die Feindbilder) jedoch mithilfe von Propaganda bewusst und gezielt aufgebaut.”

Gruß.

Pingback von Nur Gedanken :: DIE ERFINDUNG DES PRÄEMPTIVEN GEHORSAMS :: October :: 2006

Made Dienstag, 17 of Oktober , 2006 at 13:37

[...] Klasse Analyse des Streits um die Idomeneo_Inszenierung bei Too Much Cookies Network. Lesen! [...]

Trackback von Atlantic Review

Made Freitag, 20 of Oktober , 2006 at 13:58

Financial Times: “US Prophets of Europe’s Doom are Half Wrong”…

"Europeans of a nervous disposition should probably avoid going into bookshops on their next visit to the US. If they venture inside, they will come across an array of titles with a blood-curdlingly bleak view of their continent’s future.&qu…

Pingback von Too Much Cookies Network » 5. Carnival of German-American Relations

Made Montag, 11 of Dezember , 2006 at 16:02

[...] In “Idomeneo Censorship in Berlin” stellt “der Sänger” die Ereignisse rund um die Idoemeneo-Inszenierung als Aufgabe “westlicher Werte” (zumindest “our beliefs, culture and some of the most beautiful music ever written”). Seiner Meinung ist das der Anfang vom Ende! Dass tatsächlich weder die Karikaturen noch die Oper zensiert oder verboten wurden, wird leider nicht mehr nachkorrigiert. Warum andere Zensierungen (die ich hier angesprochen habe) keine Ängste bei ihm schüren, muss sich der geneigte Leser auch fragen. [...]

Pingback von Identitätsprobleme » Too Much Cookies Network

Made Montag, 2 of April , 2007 at 12:34

[...] Idomeneo [...]

Kommentar von Biontagent

Made Dienstag, 31 of Juli , 2007 at 21:26

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