Ein Laptop pro Kind
Die Organisation olpc hat sich vorgenommen, ein 100 US$ teures Notebook herzustellen und ist nun fast schon bereit, die Notebooks auszuliefern. Diverse Länder haben bereits Interesse am Projekt bekundet und einige haben bereits Aufträge eingereicht.
Das interessante am Projekt ist eigentlich, dass die Notebooks sehr viel optimierter sind, als die herkömmlichen Mediamarkt-Notebooks. Das Display ist zwar nur 7,5″ groß, bildet aber 1200 x 900 Pixel ab! Außerdem verbraucht er weit weniger als herkömmliche Displays. Insgesamt soll das Notebook (oder das Display?) 1 W verbrauchen!
Zur Energieversorgung soll eine breite Palette an Energiespeicher oder -lieferanten benutzt werden: So können sowohl Autobatterien, als auch handbetriebene Kurbeln die Batterie aufladen können. Um einen praktischen Umgang zu gewährleisten wird die Batterie etwa 24 Stunden halten können. Außerdem soll eine einminütige Kurbelung für etwa 10 Minuten Betrieb ausreichen.
Außerdem soll beim 100$-Notebook auf drehende Teile (Festplatte) verzichtet werden. Deshalb enthält das Notebook 500-MB an Flash-Speicher. Verglichen mit den Dutzenden an GBs, die heutige Rechnergenerationen standardmäßig mitbringen, ist das sicherlich nicht viel, allerdings erhöht das die Laufzeit des Notebooks und es ist immer noch möglich, zusätzliche Speichermedien per USB anzuschließen.
Für die Kommunikation sind zwei Wireless-LAN-Antennen vorgesehen, die - zusammen mit der nötigen Software - ein sog. Mesh-Netzwerk ermöglichen sollen. Dabei wird jedes einzelne Notebook zum Knoten, mit dem ein bereits bestehendes Netzwerk erweitert wird. (Speicherverbrauch?)
Auf die Gruppe bin ich gestossen, als ich die Nachricht darüber gelesen hatte, dass Libyen Interesse am Projekt bekundet hat.
Libya could become the first country to provide every school-age child with a laptop computer and internet connection under a scheme supported by the UN Development Programme.
In a £134m deal with One Laptop Per Child (OLPC), an American non-profit group, Libya will acquire 1.2m computers with internet connection.
Natürlich wird auch zum Teil übertrieben:
Last August, Saif al-Islam - who is regarded as a likely successor to his father - spoke of wiring-up the country with optical fibres, mobile networks and computers in every home to provide “electronic government” where Libyans can interact with officialdom.
Ich kann mich an eine satirische Forderung in einem arabischen Theaterstück erinnern: Ein Cadillac für jedes Kind..
Verwandte Beiträge
Comments
Noch keine Kommentare.
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI