Fremde Gedanken zur Papst-Rede
Das Schlagloch von Hilal Sezgin
An den dänischen Karikaturen konnte ich mich nur mäßig stoßen, weil sie vom Inhalt her ja eher laienhaft waren; die Äußerungen Benedikts XVI. aber halte ich für auf so bezeichnende Art islamophob, dass sie mit einer Entschuldigung kaum ungeschehen zu machen wären.
Keine Frage: Lächerlich ist es, deswegen beleidigt und fäustereckend durch die Straßen zu laufen. Auch mag es durchaus sein, dass manche muslimischen Kritiker des Papstwortes nur eigene strategische Interessen im Auge haben oder eine aggressive Stimmung schüren wollen; auch hatten sicher viele der schnellsten Kritiker die Rede gar nicht selbst gelesen. Haben aber die Kritiker jener Kritiker sie gelesen - und zwar komplett?
Hilal Sezgin bestätigt im Kommentar “Stolzes Vorurteil” meine eigene Einschätzung, dass der Papst sehr wohl die Einstellung teilt, der Islam seo eine zurückgebliebene Ideologie. Sie bricht islamophobe Einstellungen sehr schön in ihre Bestandteile auf:
- Der Islam (und damit der Prophet Muhammad (sas)) sei gewalttätig.
- Der Prophet sei ein sexhungriger Mann gewesen - und in Folge alle Muslime auch.
- Der Islam - und damit auch Muslime - sei irrational und unvernünftig.
Der letzte Vorwurf - so Frau Sezgin - sei relativ neu.
Die gehässige Rede vom Schwert des Islam und die vom Mann Mohammed lassen sich jahrhundertelang zurückverfolgen und können offenbar wie die antisemitischen Stereotype von der vermeintlichen jüdischen Geldgier oder Fädenzieherei (Weltverschwörung) immer wieder reaktiviert werden. Das dritte Vorurteil vom Vernunftdefizit des Islams hingegen scheint neueren Datums; noch Aufklärung, Klassik und Romantik suchten bekanntlich die intellektuelle Nähe zwischen Ost und West.
Erst im zwanzigsten Jahrhundert wurde das “Argument” populär, dass es dem Islam an philosophisch-theologischer Tiefe, manche würden sagen: an einer universalisierungsfähigen Moralauffassung mangele. Vielleicht hilft dieses Bild vom Islam einfach ein neues ideologisches Desiderat zu füllen in einer Zeit, in der das Primat westlich-kapitalistischer Demokratien neu, nämlich UNO-kompatibel “vernünftig” legitimiert werden muss.
Glaube, Vernunft, Gewalt – Gedanken zur Debatte um die Papstrede
Silvia Horsch zeichnet hingegen in ihrem Kommentar zur Papst-Rede ein Bild, wonach die päpstliche Beschuldigung der Unvernunft an den Islam auf eine lange Tradition fusst.
Wer von der Verbindung griechischen Wissens mit westlichem Christentum sprechen will, kann von der Rolle der muslimischen Philosophie nicht schweigen, die das griechische Wissen nicht nur „konserviert“, sondern kreativ weiterentwickelt hat. Für die Idee vom „christlichen Abendland“ scheint eine solche Verdrängungsleistung jedoch elementar zu sein.
Was früher heftig bekämpft wurde, wird heute einfach ausgeschlossen, und die Erinnerung drängt sich auf an Gemälde des Spätmittelalters und Renaissance, die Thomas von Aquin als Sieger über Averroes zeigen, der gekrümmt und mit zusammengeschlagenem Buch zu seinen Füßen liegt. [...] Solche Abwehrreaktionen offenbaren, was sie verbergen sollen: dass Thomas von Aquin seine Synthesen ohne die Auseinandersetzung mit den Schriften des Ibn Ruschd nicht hätte entwickeln können, dass die christlich-lateinische Scholastik ohne den Einfluss der islamischen Philosophie nicht denkbar gewesen wäre. Möglicherweise ist in dem verdrängten Wissen um die Tatsache, dass das westeuropäische Christentum dem Islam einen guten Teil seiner Vernunft verdankt, ein uneingestandener Grund dafür zu sehen, dass sich der Papst mithilfe des beanstandeten Zitats an anderer Stelle – in der Frage der Gewalt – vom Islam abzugrenzen versucht.
Sehr interessant finde ich ihre Abhandlung über die Parallelen in der theologischen Auseinandersetzung zwischen Islam und Christentum. Ich fürchte, dass die Richtigstellung des Begriffs “Dschihad” (englisch: Jihad), der eben nicht “heiliger Krieg” bedeutet, auf taube Ohren stossen wird. Auch die Gegenüberstellung der Begriffswahl “Haus des Islams”/”Haus des Krieges” und Respublica Christiana bietet viel Diskussionsstoff.
Parallelen bestehen in der jeweiligen Zweiteilung der Erde in christliches/islamisches und heidnisches/nichtislamisches Gebiet. Während im christlichen Konzept der Missionsauftrag Gewalt rechtfertigt, wenn durch den Papst einem Fürsten heidnisches Gebiet zur christlichen Mission zugewiesen wird, war das Ziel der von muslimischen Herrschern geführten Kriege nicht die Ausdehnung des Glaubens, sondern des Herrschaftsgebietes.
Sollte das nicht Gegenstand von interreligiösen Diskussionen sein??
Mohamed Laabdallaoui
Kritischer Dialog: Ein muslimischer Versuch die Papst-Vorlesung zu verstehen:
Der Papst entzog sich hier jedoch der Konfrontation mit dem Eigenen und projizierte dieses vornehmlich christlich-europäische Problem in den Islam, um es dann souverän aus der Ferne behandeln zu können. Damit erfand er leider nichts Neues: Es gehört seit jeher zur Wahrnehmung des Islam durch das christliche Europa, dass es eigene Probleme und Sehnsüchte in ihn hinein projiziert. So spielt der Harem in der europäischen Vorstellung von der islamischen Welt eine viel größere Rolle als bei den Muslimen. Das Problem Europas mit seinem Klerus und folgerichtig auch die Notwendigkeit der Aufklärung nach europäischem Vorbild, das Problem des Schriftverständnisses und die Notwendigkeit der historisierenden Hermeneutik analog zur Bibelhermeneutik: der Islam ist in der Vorstellung eines großen Teils des europäischen Geistes dem „dunklen“ mittelalterlichen Christentum verblüffend ähnlich: Der Islam als das dunkle Alterego der eigenen Vergangenheit. Warum also das eigene Problem über den Umweg der fernen Geschichte angehen, wenn es sich doch an einem gegenwärtigen Phänomen anschaulich darstellen lässt?
Stephen Colbert
Bei einer solchen Auflistung darf natürlich Stephen Colbert nicht fehlen! Er hat recht gute Vorschläge an Muslime..
We all know last tuesday the pope gave a speech and quoted 14.th century byzantine emporer Manuel Paleologos II., who said everything introduced by Islam is “evil and inhuman”. Well i say don’t back down your holy pope! ‘Cause it’s true! What did they ever give us? Optics, Hydraulic Engineering, Algebra? The is not an 8.th-grader in the world, who would convict you, sir!
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By Friedrich August von Hayek, 21. September 2006 @ 12:07
Worüber der Papst eigentlich geredet hat
Natürlich ist die in den Medien dokumentierte, von Gewalt- und Drohposen geprägte moslemische Reaktion auf die Rede Dr. Ratzingers indiskutabel. Und natürlich macht der Vorsitzende des türkischen Religionsamtes, Herr Bardakoglu, keine besonders gute Figur, wenn er eine Rede verurteilt, die er nach eigenen Angaben vorher gar nicht gelesen hat. Das alles darf nun aber nicht bedeuten, dass wir in Deutschland angesichts der Ratzinger’schen Aussagen in einer offensichtlich neu entdeckten (wahrscheinlich in archaischen „Er-ist-einer-von-uns“ Instinkten schlummernden) kritiklosen „Vatikanophilie“ erstarren.
Selbstverständlich muss es erlaubt sein, zu fragen, warum Herr Ratzinger nur das, in einigen Auslegungen des Islam zweifellos vorherrschende irrationale Verhältnis von Religion und Gewalt zum Ausgangpunkt und rhetorischem Aufhänger seiner Überlegungen machte. Warum hat er sich nicht – in aller Bescheidenheit – aus dem reichen Fundus bedient, den die katholische Kirchengeschichte in dieser Hinsicht bietet? Da wäre zum Beispiel der hl. Bernard von Clairvaux, einer der wortgewaltigsten Prediger des zwölften Jahrhunderts. Er zog – auf päpstlichen Wunsch – durch ganz Europa und predigte für den 2. Kreuzug und war maßgeblich am Zustandekommen dieses Unternehmens beteiligt. In seiner berühmten „Predigt von Vézelay“ finden sich Sätze wie “Ein Ritter Christi tötet mit gutem Gewissen; noch ruhiger stirbt er. Wenn er stirbt, nützt er sich selber; wenn er tötet, nützt er Christus”. Warum also Mohammed und nicht Clairvaux als Ausgangspunkt der Ratzinger’schen Überlegungen? Die Geschichte zeigt, dass auch das Christentum anfällig für irrationalen Fundamentalismus ist.
Islamkritik bildete aber nicht den Schwerpunkt der Ratzinger’schen Rede. Was lässt sich zum eigentlichen Inhalt sagen? Man kann sicherlich die beiden folgenden Thesen als inhaltliche Schwerpunkte der Rede herausgreifen: (1) Die metaphysische Hypothese der Vernunftgebundenheit Gottes („Nicht vernunftgemäß handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider.“) ist der metaphysischen Hypothese der absoluten Willensfreiheit Gottes („Sein Wille ist an keine unserer Kategorien gebunden und sei es die der Vernünftigkeit.“) vorzuziehen. (2) Die Methodik der Erfahrungswissenschaften, die Beurteilung axiomatischer Theorien am Grad ihrer empirischen Bewährung, lässt sich nicht auf metaphysische Theorien übertragen.
Man kann beiden Thesen persönlich zustimmen, ohne ihre Behandlung durch Ratzinger für besonders überzeugend zu halten: Für die erste These spricht vor allem, dass die normativen (ethischen) Sätze, die aus metaphysischen Theorien von ihren Anhängern abgeleitet werden, nur dann widerspruchsfrei sein können, wenn die metaphysischen Theorien selbst widerspruchsfrei sind. Aus einer metaphysischen Theorie, die auf der Annahme beruht, dass Gott nicht an die Vernunft gebunden ist, sondern aufgrund seiner absoluten Willensfreiheit sich auch logische Widersprüche leisten darf, lassen sich aber ethische Sätze ableiten, die sich gegenseitig widersprechen können. Das kann dann natürlich fatale Konsequenzen für die an diesen ethischen Sätzen orientierte Lebenspraxis der Anhänger dieser metaphysischen Theorien haben. Diese Überlegung spricht also dafür, dass metaphysische Theorien in ihren Ausgangsannahmen, zu denen ihr Gottesbild zählt, keine logischen Widersprüche dulden sollten. Natürlich ist dieses hier bei der Beurteilung einer metaphysischen Theorie angelegte „Kriterium der lebenspraktischen Konsequenzen“ nicht logisch zwingend. Man kann lediglich, wie hier versucht, „gute Gründe“ für seine Anwendung geltend machen. Auch wenn eine Argumentation mit „guten Gründen“ nicht logisch zwingend sein kann, für den Meinungsbildungsprozess in einer funktionierenden Wertegemeinschaft ist der Austausch solcher Argumente von großer Bedeutung.
Ratzinger geht aber ganz anders vor bei seinem Plädoyer für die Hypothese der Vernunftgebundenheit Gottes. Er greift dabei auf etwas zurück, was man das „Offenbarungsmodell der metaphysischen Erkenntnis“ nennen könnte: Er verweist auf das vom Hellenismus inspirierte Johannesevangelium („Im Anfang war der Logos“), eine Vision des heiligen Paulus („…diese Vision darf als Verdichtung des von innen her nötigen Aufeinanderzugehens zwischen biblischem Glauben und griechischem Fragen gedeutet werden.“) und auf eine von ihm ausgewählte Stelle des Alten Testamentes, der Offenbarung Gottes in einem brennenden Busch („Schon der geheimnisvolle Gottesname vom brennenden Dornbusch, der diesen Gott aus den Göttern mit den vielen Namen herausnimmt und von ihm einfach das Sein aussagt, ist eine Bestreitung des Mythos, zu der der sokratische Versuch, den Mythos zu überwinden und zu übersteigen, in einer inneren Analogie steht.“).
Zur Rechtfertigung für diesen Rückgriff auf das „Prinzip Offenbarung“ argumentiert Ratzinger am Ende seiner Rede: „Für die Philosophie und in anderer Weise für die Theologie ist das Hören auf die großen Erfahrungen und Einsichten der religiösen Traditionen der Menschheit, besonders aber des christlichen Glaubens, eine Erkenntnisquelle, der sich zu verweigern eine unzulässige Verengung unseres Hörens und Antwortens wäre.“ Dass ein Rückgriff auf Erfahrungen und Einsichten, die sich auch in Traditionen widerspiegeln können, durchaus sinnvoll sein kann, wird sich nur schwer bestreiten lassen. Das löst aber nicht die Grundfrage des „Offenbarungsmodells der metaphysischen Erkenntnis“, nämlich wer legt mit welchem Recht fest, welche oder wessen Offenbarung verbindlich sein soll? Herr Ratzinger etwa?
Die zweite These Herrn Ratzingers, nach welcher die Methodik der Erfahrungswissenschaften sich nicht auf metaphysische Theorien übertragen lässt, dürfte sich kaum bestreiten lassen. Die Sätze metaphysischer Theorien lassen sich aufgrund ihrer logischen Struktur nicht durch empirische Erfahrung widerlegen. In einem – in makro- und mikrophysikalischer Hinsicht – unendlichen Weltall, lässt sich eine Hypothese wie „Es gibt irgendwo einen Gott“ nicht durch empirische Beobachtungen widerlegen. Kein Erfahrungswissenschaftler wird deshalb dergleichen versuchen. Er muss sich sinnvollerweise auf Hypothesen beschränken, die sich empirisch überprüfen lassen – auf empirische Hypothesen eben.
Dies bedeutet nun aber ganz und gar nicht, dass ein Erfahrungswissenschaftler als Mensch nicht auch Anhänger einer metaphysischen Theorie sein kann. Herr Ratzinger scheint aber ebendies implizit zu unterstellen. Seiner Einschätzung nach lehnt ein großer Teil aller Erfahrungswissenschaftler jegliche Form metaphysischer Theorien ab, weil diese ihrer Natur nach nicht empirisch überprüft werden können. Diese implizite Unterstellung Herrn Ratzingers ist nun natürlich selbst eine empirische Hypothese. Sie wäre, etwa durch eine repräsentative Umfrage bei Erfahrungswissenschaftlern, empirisch überprüfbar. Leider liefert Herr Ratzinger für seine Hypothese aber keinerlei empirische Belege. Dass es eine ganze Reihe von bekannten Erfahrungswissenschaftlern, auch im Bereich der Naturwissenschaften, gibt, die sich offen zu einer Religion – und damit zu einer in aller Regel recht üppig ausgestatteten metaphysischen Theorie – bekennen, spricht dafür, dass die empirische Einschätzung Herr Ratzingers auch falsch sein könnte. Aus rein logischer Sicht spricht auch dafür, dass kein Erfahrungswissenschaftler, der sich zu einer Religion bekennt, damit notwendigerweise in einen logischen Widerspruch zu der von ihm verwendeten erfahrungswissenschaftlichen Methode begeben muss. Die in den meisten Weltreligionen enthaltenen metaphysischen Theorien lassen Auslegungen zu, die nicht im Widerspruch zur erfahrungswissenschaftlichen Methode stehen (solange diese auf den Bereich der Erfahrungswissenschaften beschränkt bleibt).
Völlig unbenommen aber von der empirischen Richtigkeit der soziologischen Hypothese Ratzingers, kann aber darauf hingewiesen werden, dass prominente Vertreter, der von Ratzinger beschriebenen erfahrungswissenschaftlichen Methodik, wie etwa Karl Popper, nie behauptet haben, dass metaphysische Theorien sinnlos oder gar widersprüchlich sein müssen und deshalb abzulehnen sind. Popper hat das Problem, dass die von ihm propagierte Methodik der Erfahrungswissenschaft, nicht völlig auf metaphysische Hypothesen verzichten kann, ausführlich behandelt. Die Hypothese, dass es eine empirische Realität gibt, die unhabhängig von unserem subjektiven Bewusstsein existiert (dass also nicht „alles bloß ein Traum“ ist), kann in letzter Konsequenz nicht empirisch überprüft werden. Ihre Gültigkeit muss aber vorausgesetzt werden, wenn die erfahrungswissenschaftliche Methodik sinnvoll angewendet werden soll. Ebenso kommt kein Erfahrungswissenschaftler letztlich daran vorbei, die Hypothese zu unterstellen, dass seine Sinneseindrücke ihm, in welche Form auch immer, zutreffende Informationen über diese unabhängige Realität liefern. Auch diese Hypothese kann in letzter Konsequenz nicht empirisch überprüft werden, muss aber vorausgesetzt werden, wenn die erfahrungswissenschaftliche Methodik angewendet werden soll. Die erfahrungswissenschaftliche Methodik kann also nach Ansicht eines ihrer prominenten Vertreter nicht ohne Fundierung auf einer metaphysischen Theorie betrieben werden.
Freilich handelt es sich bei den hier genannten beiden metaphysischen Hypothesen um eine „metaphysische Minimaltheorie“, die viele Menschen emotional nicht befriedigen wird. Aber es steht jedem Menschen offen, sich diese metaphysischen Minimalhypothesen in eine emotional befriedigendere metaphysische Theorie zu integrieren oder, falls er die damit verbundenen subjektive Beliebigkeit in gewisser Weise vermeiden möchte, sich einer Glaubensgemeinschaft anzuschließen, die eine solche metaphysische Theorie vertritt.
Kurzum, die Hypothese, dass sich die erfahrungswissenschaftliche Methodik notwendigerweise im Widerspruch zu metaphysischen Theorien stehen muss, ist logisch nicht haltbar. Herr Ratzinger scheint hier mit seinen Ansichten dem Zeitgeist Tribut zu zollen, der sich ja auch in sehr ähnlichen Äußerungen von aktuellen Vertretern des Neomarxismus oder Poststrukturalismus niederschlägt. Was diese Denkströmungen offensichtlich gemeinsam haben, ist ihr Unbehagen an der Tatsache, dass es in einem sehr wichtigen Bereich der Wissenschaft, in den Erfahrungswissenschaften nämlich, eine Autorität gibt, die sich der Kontrolle geschlossener Lehrdoktrinen ebenso wie aller Arten von geistigen, politischen und ökonomischen Machthabern dieser Welt entzieht: die Kritik, die aus dem Widerspruch zwischen einer Theorie und einer empirischen Erfahrung resultiert.