Gedanken zum Papst-Besuch
Samstag, 16. September 2006, 10:43
Immer mehr erscheint mir der Auftritt des neuen Papstes Benedikt XVI wie eine “perfekte Inszenierung”. Jedes Bild, jede Bewegung und jedes Wort - alles scheint vorgespielt. Anhand der Wortwahl ermitteln Analysten, was er denn nun damit aussagen wollte und welche Tragweite eine bestimmte Forderung oder eine bestimmte Aussage hat - eben so wie bei einem Politiker! Was hat er eigentlich zu sagen - welche Hauptaussagen kann man seinen Reden entziehen. Und ist er wirklich - wie Radiosendungen uns weismachen wollen - ein vernünftiger Mensch?
Wer glaubt, ist nie allein!
Die katholische Kirche hat m.E. ein grosses Problem mit dem Glaubensgehalt, den ihr Papst unter die Leute bringen möchte. Woran soll der gute Katholik denn nun glauben? An Gott? An Jesus als Gott oder als Gottes Sohn? Oder vielleicht an die Kirche? Wo bleibt der Papst bei diesem Konzept? Wer ist er und wozu gibt es ihn? Ist er immer noch Vermittler und jemand, der von Gott beauftragt ist, Leuten Heil zu versprechen? Oder vielleicht ein Prophet, dem dauerhaft die Worte Gottes gegeben werden?
An den Erwartungshaltungen dirverser Kommentatoren, die die Unterschiede in der Rhetorik des neuen Papstes mit der vorheriger Päpste vergleichen, mag man zu erkennen glauben, dass der Papst so etwas wie ein Parteichef ist. Zurück zur Ausgangsfrage: Woran glauben Katholiken?
Aber in seiner Grundkonzeption besteht das Bekenntnis nur aus drei Hauptstücken, und es ist von seiner Geschichte her nichts anderes als eine Erweiterung der Taufformel, die der auferstandene Herr den Jüngern für alle Zeiten übergeben hat, als er ihnen sagte: Geht hin, lehrt und tauft alle Völker auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt 28, 19).
Wenn wir das sehen, dann zeigt sich zweierlei: Der Glaube ist einfach. Wir glauben an Gott - an Gott, den Ursprung und das Ziel menschlichen Lebens. An den Gott, der sich auf uns Menschen einlässt, der uns Herkunft und Zukunft ist. So ist Glaube immer zugleich Hoffnung, Gewissheit, dass wir Zukunft haben und dass wir nicht ins Leere fallen. Und der Glaube ist Liebe, weil Gottes Liebe uns anstecken will.
“Wir glauben an Gott.” Damit kann man sich auch als Muslim identifizieren, aber dann fängt der Papst wieder an, von Patenschaften und Adoption zu sprechen, dass uns Jesus (der nach christlichen Vorstellungen ja tot ist!!!) “alle zu einer großen Familie in der weltweiten Gemeinschaft der Kirche” macht. Damit führt er denn auch ein weiteres Puzzlestück ein: Die Kirche.
Weltliche Vertretung?
Wenn die Grundaufforderung des katholischen Christentums der Glaube an Gott ist, warum dann wird so sehr auf die Wichtigkeit der Kirche als Organisation gesetzt? Was soll sie leisten, wenn Religiosität doch so einfach ist? Weder kann die Kirche in das Herz eines Individuums blicken und erkennen, ob er wahrhaftig glaubt, noch kann sie dafür sorgen, dass er wahrhaftig glaubt. Tatsächlich ist jeder Mensch auf sich allein gestellt, wenn es darum geht mit Gott “im reinen” zu sein.
Die Kirche und ihr Oberhaupt müssten sich also fragen, wozu sie noch exisitieren - und eine ‘vernünftige’ Antwort sind sie allen noch schuldig. Ich sollte anmerken, dass nicht die Religion sich diese Frage zu stellen hat (welche auch immer), sondern eher die Organisation Kirche.
Stoibersches Gebrabbel
Ende letzter Woche hatte der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sich zum Unterschied zwischen dem Islam und dem Christentum geäussert.
Das Christentum unterscheidet sich etwa vom Islam dadurch, dass wir Intoleranz ablehnen, Religionsfreiheit gewähren, die Gleichberechtigung von Mann und Frau vertreten, Zwangsheiraten ganz entschieden nicht billigen. Für uns ist jeder Mensch einzigartig, jeder Mensch hat Würde, Freiheitsrechte und ist gleichberechtigt.
Tatsächlich ist das Gegenteil dessen, was er über das Christentum gesagt hat, beweisbar, wenn man sich die nahe Vergangenheit der christlichen Organisationen anschaut. Die Aussagen Stoibers können als Reinwaschen verstanden werden und Aufpolierung des Ansehens der Kirche. Schließlich sind es gerade christliche Geistliche oder Theologen, die die Abstufung der Frau als seelenloses Lebewesen vorantrieben. So wird Papst Pius (1405-1464) zitiert:
Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!
Und selbst Johannes Paul II. soll 1988 gesagt haben:
Eine Frau soll still zuhören und sich ganz unterordnen. Ich gestatte es keiner Frau zu lehren und sich über den Mann zu erheben. Zuerst wurde ja Adam erschaffen, und dann erst Eva.
Das erklärt in meinen Augen auch die Reaktionsmuster europäischer “Islamkritiker”, die die früheren Fehler der christlichen Kirchen nun in den Islam projizieren. Tatsächlich hatte der Islam von Anfang an die Individualrechte der Frau hervorgehoben und - entgegen der allgemeinen Wahrnehmung - Frauenrechte gestärkt. So haben Frauen im Islam stets das Recht auf eigenen Besitz, sowie eigenen Nachnamen gehabt. Sie wurden an den wichtigsten Glaubens- und Verantwortungsversen, in denen das Rechenschaftsablegen hervorgehoben wird, explizit - obwohl zunächst einmal grammatikalisch unnötig - erwähnt. Gleichzeitig hat es laut islamischen Quellen nie eine Alleinschuld Havvas (Eva) oder eine Verführung durch sie gegeben. Im Gegenteil: Die Hauptschuld wird auf Adam gelegt, auch wenn erwähnt wird, dass Havva sich auch falsch verhalten hatte (beide hatten vom verbotenen Baum gegessen!).
Weiterhin braucht man sich eigentlich nicht über Religionsfreiheit oder Toleranz unter der katholischen Kirche zu unterhalten. Auch die Gleichberechtigung und die Anerkennung der Würde des einzelnen Menschen ist im Angesicht der kirchliche Legitimation der Sklaverei in höchstem Masse zynisch!
Distanziert sich der Papst von den Aussagen Stoibers??
Wäre es Stoiber gewesen, hätte es mich nicht gekümmert. Stoiber was being Stoiber. Seine Reden und Zitate - äh - haben inzwischen Kulturerhaltungsstellenwert. Erst letzten Nomvember hatte das österreichsische Höchstgericht die Aussage “Stoiber ist ein Rassist” für zulässig befunden. Schon lange davor wurde Edmund Stoiber nicht mehr ernst genommen. Nun bezichtigt er den Islam der Gewaltherrlichkeit.. was soll man machen?
Nun kommt aber auch noch der Papst hinzu. Er zitierte einen Kaiser aus einer Zeit vergangenen Zeit, die man lieber nicht besuchen sollte. Man muss anmerken, dass das Zitat, das von Medien weithin getragen wurde, im Gesamtkontext des Vortrags des Papstes zu verstehen ist, und alleine wiedergegeben eher destruktiv ist. Trotzdem masst sich der Papst meines Erachtens zuviel an. Er übt sich anfangs in die Auslegung und Einordnung von Koranversen, indem er behauptet
In der von Professor Khoury herausgegebenen siebten Gesprächsrunde (διάλεξις – Kontroverse) kommt der Kaiser auf das Thema des Djihād, des heiligen Krieges zu sprechen. Der Kaiser wußte sicher, daß in Sure 2, 256 steht: Kein Zwang in Glaubenssachen – es ist eine der frühen Suren aus der Zeit, wie uns die Kenner sagen, in der Mohammed selbst noch machtlos und bedroht war. Aber der Kaiser kannte natürlich auch die im Koran niedergelegten – später entstandenen – Bestimmungen über den heiligen Krieg.
Tatsächlich wurde der Grundsatz “Kein Zwang im Glauben” relativ konstant von muslimischen Regierungen aufrechterhalten1 - auch als Muslime militärisch stärker wurden. Vielleicht rührt das daher, dass Jihad eben nicht “Heiliger Krieg” bedeutet, wie es Papst Benedikt XVI als gegeben formuliert. In seiner Rede erweckt er aber den Eindruck, dass er den Aussagen des Kaisers zustimmen würde. Seine Schlußfolgerung ist indes nicht schlecht:
Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann…
Dann geht der Kirchenoberhaupt weiter und erläutert einen Unterschied zwischen dem Kaiser Manuel II. und Muslimen:
Der Herausgeber, Theodore Khoury, kommentiert dazu: Für den Kaiser als einen in griechischer Philosophie aufgewachsenen Byzantiner ist dieser Satz evident. Für die moslemische Lehre hingegen ist Gott absolut transzendent. Sein Wille ist an keine unserer Kategorien gebunden und sei es die der Vernünftigkeit.
Während die Vernunft tatsächlich etwas ist, das zeitlich veränderbar ist - es war damals halt auch ‘vernünftig’, Menschen aus Afrika zu nehmen und diese in Amerika zu verskalven - sollten doch hoffentlich Gottes Worte und religiöse Gebote konstant sein und über die Zeit ein und dieselbe Moral festigen! Dass der Papst sich einer solchen Logik nicht verschrieben fühlt zeugt doch nur davon, dass er es nicht so ernst nimmt mit der Religion und dass er die Kirche tatsächlich als eine Art politische Partei sieht! Er - als neuer Parteivorsitzender - darf nun - da der alte Vorsitzende “abgesetzt” wurde - bestimmen, welche Richtung die Kirche einzuschlagen hat..
Wenn sich Katholiken damit zurechtfinden und jedem Papst erneut woanders folgen möchten, so ist das ihre Wahl2, andersherum wird ein Schuh draus, wenn der Papst in der Erhabenheit Gottes die Unvernunft sieht..
Europäischer Papst
Was mich an der päpstlichen Rede wundert, ist seine Art desintegrativ daherzureden. Offensichtlich spricht er nicht europäischen Christen das Christliche ab:
Das Zusammentreffen der biblischen Botschaft und des griechischen Denkens war kein Zufall. Die Vision des heiligen Paulus, dem sich die Wege in Asien verschlossen und der nächtens in einem Gesicht einen Mazedonier sah und ihn rufen hörte: Komm herüber und hilf uns (Apg 16, 6 – 10) – diese Vision darf als Verdichtung des von innen her nötigen Aufeinanderzugehens zwischen biblischem Glauben und griechischem Fragen gedeutet werden.
Dabei war dieses Zugehen längst im Gang. Schon der geheimnisvolle Gottesname vom brennenden Dornbusch, der diesen Gott aus den Göttern mit den vielen Namen herausnimmt und von ihm einfach das „Ich bin“, das Dasein aussagt, ist eine Bestreitung des Mythos, zu der der sokratische Versuch, den Mythos zu überwinden und zu übersteigen, in einer inneren Analogie steht.
Dadurch, dass der Papst das Christentum in einer Art Symbiose mit der europäischen Geschichte sieht, verkennt er, dass “draussen in der weiten Welt” auch Christen sind, die aber noch nie von griechischem Denken gehört haben und sich auch nicht darum kümmern müssen. Was will dieser Papst eigentlich stärken? Das Zusammenfinden von Christen oder das von christlichen Europäern?
Komische Welt
Fällt was auf? George W. Bush wirft dem Islam Faschimus-Eigenschaften vor, ein katholischer Papst wirft dem Islam Unvernunft, Gewaltherrlichkeit und Intoleranz vor..
Noch eine Kleinigkeit: Ich fühle mich keineswegs beleidigt! Ich glaube, dass der Papst unvernünftig argumentiert hat und sich übernommen hat. Wenn er sich als Politiker versteht, so ist das verständlich - wenn er aber tatsächlich als Theologe und Oberhaupt der Katholiken sprechen möchte, dann kann ich nicht verstehen, wie er sich dermassen verhalten kann. Die katholische Kirche hat (s.o.) weit mehr Probleme, die sie zu lösen hätte und sollte sich deshalb nicht soweit aus dem Fenster lehnen, dass sie eine andere Religion dermassen kritisiert - vor allem nicht, wenn sie gleichzeitig zum Dialog aufrufen möchte. Wie dem auch sei, auch die katholische Kirche und der Papst sollten in der Lage sein, Kritik zu vertragen. Weiss Gott, es gibt genügend zu kritisieren..
Gleichzeitig: waren Katholiken in Bayern beleidigt?
„Während es Oberbürgermeister Ude als „Geschenk“ des Papstes empfindet, dass sich Benedikt XVI. nach dem Gebet an der Mariensäule am 9. September dieses Jahres auch noch im Goldenen Buch der Stadt verewigen wird, lässt sein grüner Koalitionspartner im Vorfeld des Papstbesuches keine Möglichkeit aus, erneut den Papst zu schmähen.
…
Erneut ist es den Grünen vollkommen egal, ob sie durch ihr Handeln die religiösen Gefühle Hunderttausender, die zum Papstbesuch im September erwartet werden, verletzen.“
Die Grüne Fraktion im münchener Stadtrat hatte eine Anfrage gestartet mit dem Titel “Weltanschaulich – Religiöse Neutralität bei der Stadtsparkasse?”, in der das Engagement der Stadt München und der Stadtsparkasse München kritisiert wurde, den Papst und die katholische Kirche zu bevorteilen. Das war für den Antwortenden eine “mehrfache Entgleisung”!
Weitere Kommentare
- Küng: Toleranzdefizite in beiden Religionen via
- Papa Nazi Hitlerblog (lesen, bevor ihr mich vorverurteilt!!
) - Vordemokratischer Ausnahmezustand
Ich merke gerade, meine Texte werden immer länger - wird sie überhaupt jemand lesen??
Kommentar von Kathrin
Made Samstag, 16 of September , 2006 at 13:36
Salam,
ich hab deinen Text zu Ende gelesen
Sehr gut, danke.
Ich bin allerdings schon ein wenig schockiert gewesen von Teilen der Rede des Papstes. Vor allen Dingen, weil ja die Behauptung aufgestellt wird, dass das chritliche Gottesbild ein auf Vernunft basierendes sei, ganz im Gegensatz zum islamischen Gottesbild. Wer glaubt sowas? Das kann doch wirklich nur von glatter Unkenntnis zeugen, oder im Fall des Papstes von Mutwilligkeit.
Dann kommt noch dazu, dass in der Rede völlig ahistorisch argumentiert wird. Guter Link dazu:
http://www.taz.de/pt/2006/09/16/a0198.1/text
Ansonsten hoffe ich, dass, wenn überhaupt Antworten dazu aus der muslimischen Welt kommen, diese doch bitte detailliert auf die Aussagen des Papstes eingehen und nicht wieder nur plumpe Gewalt zum Inhalt haben. Wird wohl ein Wunsch bleiben
nachdem ich gestern in den Nachrichten wieder grölende Demonstranten gesehen habe.
Kommentar von dauni
Made Samstag, 16 of September , 2006 at 18:25
zu Stoibers Gebrabbel:
Man muss es sich mal vor Augen halten. Bis in die fünfziger Jahre hinein galten diese Gesetze in der BRD.
Der Mann entscheidet bei allen das gemeinsame eheliche Leben betreffenden Angelegenheiten.
Der Mann bestimmt den Wohnort und die Wohnung.
Der Mann kann, falls die Frau die Familienpflichten durch ihre Berufstätigkeit vernachlässigt, den Arbeitsvertrag der Frau von sich aus gegenüber dem Arbeitgeber kündigen.
Der Mann verwaltet das Vermögen der Frau, das sie mit in die Ehe gebracht hat.
Die Frau hat am Zugewinn in der Ehe keinen Anteil.
Das uneheliche Kind gilt als nicht verwandt mit dem Vater. Das Sorgerecht hat der Amtsvormund.
Der Mann hat in Angelegenheiten der Familie und der Kinder das letzte Wort.
Soviel zu dem Thema: Gleichberechtigung in Deutschland.
Kommentar von Omar Abo-Namous
Made Samstag, 16 of September , 2006 at 21:26
@Kathrin: Den Text hatte ich eigentlich angefangen, da hiess er noch anders. Ich wollte vor etwa einer Woche lediglich über Stoibers Äusserungen sprechen und abschliessen mit der Bitte an den Papst, dass er ein deutliches Zeichen gegen derartige Ignoranz setzt. Leider haben mich die Ereignisse überholt..
Jetzt hat der Papst “sein Bedauern” geäussert, aber:
Was er aber dabei nicht bedacht hat: Mit einem solchen Zitat bricht er in den Augen von Muslimen ein Tabu. Das wissenschaftliche, distanzierte Zitieren von tabuisierten Äußerungen wird so in der islamischen Welt nicht praktiziert. Der Papst hat sich noch zusätzlich distanziert und gesagt, der Kaiser habe damals sehr schroff argumentiert. Damit hat der Papst klar gemacht: Das ist nicht mein Gedanke, sondern ich zitiere ihn nur, um in das Argument hineinzukommen. Diese Art der Distanzierung wird von der islamischen Seite nicht nachvollzogen.
Wenn der Papst sagt, dass der Kaiser schroff war, dann heisst das ja noch lange nicht, dass er ihm nicht zustimmt! Es heisst ja dann nur “ich hätte es nicht so ausgedrückt.”
Gleichwohl teile ich deine Sorgen bezüglich Reaktionen.. und kann nur den Kopf darüber schütteln.
@dauni: ich wollte bei Stoiber nicht ins Detail gehen, damit mir keine Anzeige ins Haus flattert. Aber es bleibt ein Rätsel, was die Bayern an ihm so schätzen.. Was das deutsche Gesetz angeht: Möglich, dass einige dieser Gesetze wiedereingeführt werden, wenn es nach dem “Eva-Prinzip” ginge…
Kommentar von Tugba
Made Dienstag, 19 of September , 2006 at 10:33
Salam@all,
ja, ich lese hier auch.
Weiter so!
Gruß.
Kommentar von Anna
Made Samstag, 30 of Juni , 2007 at 19:06
Ja Hallo ich bin ein wirklich sehr großer Papstfan wie oft geschiht es schon das man einen Papst hatt der aus dem selben Land freiland kommt wie man selbt nicht oft!
naja ich hätte um das ganze Papst thema eigentlich nur eine Frage: POLITIK!!!
was geschah alles im Jahre 2005, 2006, 2007, und wie siht die politische zukunft der Römisch/Katholischen Kirche aus? An all diese Infos ist es echt schwer zu kommen die Plitische Vergangenheit ist ja noch einfach aber die Zukunft die mich am meisten interessirt über die ist nichts zu finden was ich echt schade finde! naja abgesehen meine nervenden Fragen nur noch eins der Artikel oben is echt gut!
Dankeschön Anna Theresa Costa 14,Bayrischeer Wadld,Vichtach der 30 Juni 2007
Kommentar von Anna2
Made Mittwoch, 5 of März , 2008 at 01:56
Bei der katholischen Kirche überrascht mich gar nichts, weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart.
Allerdings finde ich den Islam zu positiv dargestellt. Ich möchte keine muslimische Frau sein, denn die islamische Lehre vom Geschlechterverhältnis hat meiner Meinung nach nichts mit Gleichberechtigung zu tun, das sind schlicht erzkonservative Ansichten. Wieso sollte z.B. der Mann alleinzuständig für das Einkommen der Familie sein?? (weitverbreitete Ansicht in der 50er Jahren in Deutschland) Und dafür möchte ich auch den gleichen Anteil erben wie meine Brüder, usw.
Mein Mann hat mich gegen den Willen seiner Eltern geheiratet. Wäre das im Islam erlaubt? (Ich hätte da übrigens natürlich auch den Willen meiner Eltern ignoriert, aber sie hatten nichts dagegen.)
Dass Musliminnen Muslime heiraten sollen, aber für männliche Muslime auch Christinnen und Jüdinnen in Frage kommen, was ist daran Gleichberechtigung. Gleiche Regeln für beide wäre Gleichberechtigung.
Soviel zum Geschlechterbild, jetzt zu “kein Zwang im Glauben”. Das bedeutet doch auch, aus dem Islam austreten zu dürfen und eine andere Religion annehmen zu dürfen. Und weiterhin ein gleichberechtigtes Mitglied der Gesellschaft zu sein. Natürlich auch mit gleichen Pflichten. Und gleicher Steuerpflicht. Sieht das der Islam so vor? Laut diesem Artikel nicht
http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2002/09/21/a0331
“Kein Zwang im Glauben” bedeutet auch, die Existenz Gottes öffentlich abstreiten zu dürfen. Das gehört zur Religionsfreiheit und zur Meinungsfreiheit. Ist das OK im Islam, auch wenn man muslimische Eltern hat??
Kommentar von Anna2
Made Mittwoch, 5 of März , 2008 at 02:14
P.S: Zu den Münchner Grünen: Erfrischend, dass sich nicht alle Leute in der Politik an die Religionen schleimend anbiedern, wie das in der Politik üblich geworden ist. Der eine schmückt sich mit dem Papst, der andere mit dem Dalai Lama oder mit beiden. Nicht dass ich was dagegen hätte, dass sich Politiker mit Vorsitzenden von Religionsgemeinschaften treffen, aber die Art und Weise der öffentlichen Anbiederung, um sich in der Anhängerschaft der jeweiligen Religion Wählerklientel zu halten, ist manchmal schon ziemlich peinlich.
Die CDU setzt sich plötzlich für Schwule ein, wenn es um den Islam geht…. (bzw. sie meint, sich da plötzlich heldenhaft für Schwule einsetzten zu müssen, wieso eigentlich?) ….sowas, aber nur in diesem Zusammenhang. Stoiber ist gegen die “Schwulenehe” (d.h. gegen die eingetragene Partnerschaft) vors Bundesverfassungsgericht gegangen.
Schon in der Ära Kohl gab es die Forderung, Vergewaltigung in der Ehe strafbar zu machen, das ist die ganze Zeit aber nicht geschehen. Erst im Jahr 2000, wie Rot-Grün die Bundestagsmehrheit hatte, seit 2000 ist es endlich strafbar. Die Liste liese sich fortsetzen. Die CDU hat mit Frauenrechten nicht viel am Hut.
Die CDU soll auf diesem Gebiet vor der eigenen Haustüre kehren und vor der katholischen Türe.
“Die Ehe ist eine Geschlechtsgemeinschaft und verpflichtet grundsätzlich zum ehelichen Verkehr. Die Verweigerung von Anfang an ist unter Umständen Aufhebungsgrund, die spätere Verweigerung Scheidungsgrund. Zum ehelichen Leben gehört auch, die Unlust des Partners zu überwinden. Der Ehemann ist nicht darauf aus, ein Verbrechen zu begehen - manche Männer sind einfach rabiater.” Wolfgang von Stetten, CDU, 1995
