Bush in Stralsund
Ich weiss, es ist vorbei, der Kriegstreiber aus Texas ist weitergeflogen. Übrig bleibt der bittere Geschmack von “was soll das?”.
Ich wollte schon vorher die Sicherheitsvorkehrungen ansprechungen und sie mit einer Geschichte über den zweiten Kalifen - Omar Ibn Al-Khattab - im islamischen Staat vergleichen. Aus Persien sollte ihm ein Botschafter eine Nachricht zukommen lassen. Der Botschafter kam nach Medina - dem damaligen Hauptsitz - und suchte längere Zeit nach dem Kalifen, dem Amir wie man gemeinhin sagte, der den sich schnell ausbreitenden Staat regierte und erwartete ein Schloß vorzufinden. Als er dann in einer Moschee fragte, wo er den Kalifen Omar finden könnte, hat man ihm geraten, unter einem bestimmten Baum nachzuschauen, wo er ihn schlafend vorgefunden hat - ein Umstand, der ihn verständlicherweise sehr erstaunte. Er kam zum Schluss: “Adalta, fa aminta, fa nimta.” - “Du warst gerecht, dann sicher und konntest (in Ruhe) schlafen.” Ein Ausspruch, dessen Umkehrschluss Muslime manchmal recht nostalgisch mit heutigen Despoten und totalitären Herrschern verbinden..
Nostalgisch oder nicht, das kam mir als Erstes in den Sinn, als ich von den zugeschweißten Gulli-Deckeln, dem Ausgehverbot für die Bewohner und die allgemein enormen Sicherheitsvorkehrungen, die getroffen werden gehört habe. Es müsste uns Sorge bereiten, dass wir als Demokratie unseren eigenen und fremden Vertretern Proteste vorenthalten wollen. Schließlich ist der Kern einer Demokratie im Demonstrationsrecht zu finden - und zwar nicht nur, nachdem der Angesprochene und Kritisierte wieder abgezogen ist!
In Russland - ist schon komisch, mit wem inzwischen ein harmonischer Vergleich angestellt werden kann - geht es nicht anders.
Dozens of activists have been arrested on their way to protest at the G8 summit in St Petersburg this weekend, as Russia seeks to clamp down on dissent ahead of the meeting.
A spokesman for Network against the G8 - a group organising demonstrations expected today amid tight security in the city centre - who gave his name as Maxim, said 86 people had been taken off trains on their way to St Petersburg in the past few days. He added that a further eight people had been sentenced to short term custodial sentences, and that a further 30 had been fingerprinted and then released.
Was haben sie getan?
Und weil das Schweinchen scheinbar einen so großen Effekt auf Bush hatte, fragt Nick Hauser:
mit den letzten Besuch von Bush komme ich nicht ganz mit. Was wolte er?
Es konnte doch nicht nur wegen der Wildsau sein, oder?
Und die beste Antwort bisher:
Während man gemeinsam die Wildsau verspeist, schafft man gutes Gesprächsklima, um gemeinsam zu überlegen, wer als nächster drankommt, gegrillt zu werden.
Auch interessant: The Kiss - dialog international
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Comments
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By Metze, 25. Juli 2006 @ 14:36
Wir waren echt zufällig in Heiligendamm als Busch dort … residierte??!!
Auf jeden Fall dort im Hotel geschlafen hatte, weswegen der kleine, hübsche, beschauliche Ort … eher einem Kriegsgebiet glich.
Ein Wahnsinn was an Beamten, Sicherheitsdienst, Gerätschaften und M.-Fzg. angeschafft worden war!!!
Schade das solche Maßnahmen notwendig sind/waren ….
Schade, das die Meinung vieler nicht … zugelassen war ..
Schade, das ich nicht so super schlau bin, und mich immer noch frage: “Was sollte das eigentlich???”
Auf der anderen Seite hätte ich nie die Gelegenheit bekommen interessante Gespräche mit den einzelnen Beamten führen zu können.
Boaahh, ein echt langer Kommentar meinerseits.
Wünsche eine gute Woche.
LG