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Beschneidung und AIDS

Donnerstag, 13. Juli 2006, 23:21

FAZ - Schützt Beschneidung vor Aids?:

Als im vergangenen Jahr eine afrikanisch-französische Gruppe von Aidsforschern die Ergebnisse einer Studie zur Vorbeugung von Aidsinfektionen in „Orange Farm“ in der Nähe von Johannesburg präsentierte, erntete sie nicht nur Lob, obwohl die Resultate durchaus Eindruck hinterließen. Danach schien das Risiko beschnittener Männer, sich bei einer infizierten Frau anzustecken, offenkundig statistisch um sechzig Prozent geringer zu sein als das der unbeschnittenen Männer.

Die Statistiken, die die Studie liefert, sind bemerkenswert. Gleichzeitig kann man nicht ausschliessen, dass andere Faktoren eine stärkere Rolle bei der Vermeidung von AIDS-Infektionen gespielt haben. So bemerkt ein Leser bei der FAZ:

Die ‘Forscher’ in diesem Fall verweisen erneut auf die banale, alte Beobachtung, daß Aids sich weniger verbreitet in Afrika, wo Beschneidung am meisten praktiziert wird. Religieuöse Überzeugung, insbesondere Islam, ist sowohl mit Beschneidung als auch Enthaltsamkeit assoziiert. Eine Vorgehensweise, um diesen Faktor zu berücksichtigen, haben die Autoren nicht vorgestellt.

Tatsächlich kann sexuelle Enthaltsamkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen bei der Verringerung der Verbreitung des HIV. Enthaltsamkeit ist aber leider nicht wirklich messbar (es sei denn man startet in Afrika eine Umfrage und überprüft, wie die Häufigkeit der Partnerwahl sich auf die Verbreitung vom HI-Virus auswirkt..

In der Studie wird ein Graph dargestellt, der die Verbreitung von HIV in Relation zur Häufigkeit der Beschneidung setzt. Für die HIV-Häufigkeit wird aber eine logarithmische Skala benutzt, was den Hauptpunkt der Studie ein wenig schwächer darstellt. Wenn man eine normale Skala benutzt, ergibt sich ein besseres Bild von der Relation:

HIV zu Beschneidungsrate - klein

Hier wird dann deutlich: Aus der Reihe tanzen einige der Länder. Swaziland hat eine hohe HIV-Infektionsrate, obwohl sie mit 50% weit mehr Beschnittene Männer hat, als bspw. Lesotho (scheinbar keine Beschneidung?!). Gleichzeitig halten Rwanda und Burundi ihre HIV-Infektionsraten relativ niedrig, obwohl dort auch nur selten beschnitten wird. Für diese Ausreisser (die in der Studie nicht weiter benannt werden, soweit ich querlesen konnte) müssten noch Erklärungen gefunden werden. Deutlich aber, dass mit zunehmender Beschneidungsrate die Varianz der HIV-Rate abnimmt.

[TIP of the hat: sapere aude]

1 Kommentar

Kommentar von Medic

Made Donnerstag, 22 of Februar , 2007 at 21:38

It’s my understanding that the HIV virus dies once it leaves the body so mutual masturbation and oral sex (especially if you don’t come in your partner’s mouth) are both relatively safe. WBR LeoP

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