Japan will sich auch selbstverteidigen
Montag, 10. Juli 2006, 21:50
In Japan wird im Konflikt um Nordkoreas Raketentests über einen möglichen Präventivschlag gegen die Raketenstellung nachgedacht. Dabei gehe es vor allem um die Frage, ob dies mit Japans Verfassung und dem dort festgeschriebenen Recht auf Selbstverteidigung vereinbar wäre, sagte ein Regierungssprecher gestern.
Warum nicht, die USA (und die Koalition der Willigen) verteidigen sich in Afghanistan und im Irak und möglicherweise demnächst im Iran und Israel verteidigt sich im Gaza-Streifen; also warum sollte Japan ihr verbrieftes (und gesetzlich festgehaltenes) Recht auf Selbstverteidigung nicht auch als Recht auf Präventivschläge deuten?? Die USA hätten sicherlich nichts dagegen einzuwenden, solange sich dieses Recht auf einen Anschlag auf Nordkorea beschränkt..
Kommentar von Olaf Petersen
Made Mittwoch, 12 of Juli , 2006 at 13:47
NK hat schon vor ein paar Jahren “zur Übung” einige Raketen über japanisches Territorium hinweg in den Pazifik geschossen und wurde bereits scharf gewarnt, dass sowas in Zukunft dazu führen könnte, dass nordkoreanische Raketenstellungen vernichtet werden, sobald sie hochgefahren fahren.
Es ist töricht, seine Feinde erst dann zu kategorisieren, wenn man bereits bombardiert wird.
Kommentar von Omar Abo-Namous
Made Donnerstag, 13 of Juli , 2006 at 10:37
Auf der einen Seite glaube ich, dass Nordkorea provoziert, allerdings sollte m.E. ein viel grösserer Aufwand betrieben werden, diese an Verhandlungstische zu locken mit gleichzeitiger Anerkennung ihres Willens, zur grösseren Militärmacht zu werden.. (ein Grund mehr, sie in feste Vereinbarungen einzubringen) Leider läuft alles heute darauf hinaus, jedem der stärker zu werden droht, den Kopf abzuschlagen. Das ist nicht nur ein Charakteristikum des “New American Century”, sondern etwas, was viele Länder betreiben. Dadurch entsteht noch mehr unbegründeter Krieg. Denn schliesslich kann man auch mit einer militärisch starken Macht Frieden schliessen (der zudem auf gegenseitigen Respekt (meinetwegen auch Furcht) basiert).
