Geiseln freigekommen

René Bräunlich und Thomas Nitzschke - die beiden deutschen Ingenieure, die im Irak gefangengenommen wurden, wurden freigelassen und haben sich geäussert.

Bräunlich beschrieb die Entführer als “Moslems mit großem Engagement”. Sie hätten fünfmal am Tag gebetet. “Sie haben uns, soweit es ging, über das Gute im Islam erzählt und oft im Koran gelesen. Aber fanatisch waren die nicht. Die haben signalisiert: Wir akzeptieren auch andere”, sagte Bräunlich weiter.

Beide Geiseln schilderten die Gefangenschaft als “eine Art Folter”. Das Schlimmste sei die Ungewissheit über 99 Tage hinweg gewesen. Sie hätten ständig zwischen Todesangst und Hoffnung gelebt. Bräunlich sagt, die Entführer hätten ihnen gesagt, dass Deutschland gut und es viel Wert gewesen sei, dass das Land nicht am Irak-Krieg teilgenommen hat. Dafür dankten die befreiten Geiseln ausdrücklich Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Auch wenn wir inzwischen wissen, dass Deutschland nicht ganz unbeteiligt gewesen ist, zahlt sich zumindest die öffentliche Haltung immer noch aus..

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