BMW wird von Google gestraft

Wozu braucht sich gerade BMW auf solche Tricks zu stützen, um in Google weiter oben aufzutauchen? Naja, jedenfalls hat Google reagiert und die deutschen Seiten des Autobauers mit einem Pagerank 0 versehen.

Davon mal abgeshen, hat sich jemand mal den Quelltext der Seite angeschaut? Wie schlecht muss man programmieren, um einen solchen Salat auszuspucken? Nur als Schmankerl:

var x=21;
var z=Math.random();

if(z > 0.33 && z <=0.66){
x=4;
}
else if(z > 0.66) {
x=0;
}

/*if(z > 0.14 && z <=0.28){
x=1;
}else if(z > 0.28 && z <=0.43){
x=2;
}else if(z > 0.43 && z <=0.57){
x=3;
}else if(z > 0.57 && z <=0.71){
x=4;
}else if(z > 0.71 && z <=0.85){
x=5;
}else if(z > 0.85){
x=6;
}
if(z > 0.16 && z <=0.33){
x=2;
}else if(z > 0.33 && z <=0.5){
x=3;
}else if(z > 0.5 && z <=0.66){
x=4;
}else if(z > 0.66 && z <=0.83){
x=5;
}else if(z > 0.83){
x=6;
}
if(z > 0.33 && z <=0.66){
x=5;
}else if(z > 0.66){
x=8;
}*/

// x=0;no randomizing, homepage

Muss denn diese ganze “Wahrscheinlichkeitsrechnung” unbedingt ständig mitübertragen werden? Für Nicht-Prgrammierer: Ab /*if(z > 0.14 && z <=0.28){ ist alles bereits auskommentiert, d.h. ist ohne Belang. Aber das ist noch nicht einmal das einzige Problem. Der Webdesigner von BMW scheint die Idee einer HTML-Seite nicht begriffen zu haben. So funktioniert die Seite nur mit eingeschaltetem Javascript, was für einen kommerziellen Auftritt einer Katastrophe gleichkommt. Ausserdem werden Bots nach Inhalt suchen, bis sie kotzen müssen vor lauter Arrays, onmouseovers, DOM-Zugriffen und Tabellen wo das Auge reicht, durch die sich ein Durchhangeln erst gar nicht lohnt, da sie eh’ keinen Inhalt enthalten. Kein Wunder, dass die Seite zu Tricks greifen muss, um überhaupt auf dem allgemeinen Radar sichtbar zu werden…

Deshalb mein Tip an BMW: Feuert den Webdesigner, schafft euch einen fünfjährigen an, der die Grundelemente von HTML kennt und lasst ihn euren Auftritt planen.

z4 Coupe

Wen BMW keinesfalls feuern sollte ist der Designer des neuen z4-Coupé. Erinnert mich zwar im Heck (zumindest in der Seitenansicht) sehr an Porsche, aber was soll’s, sieht gut aus! Wer nicht überzeugt ist, sollte sich das Video auf Autoblog.com anschauen. Achja, und zum Vergleich kann man sich natürlich jederzeit meinen Roadster anschauen ;).

Verwandte Beiträge

Comments

  • By Elias Schwerdtfeger, 6. Februar 2006 @ 15:05

    So ein “toller” Source wie im BMW-Beispiel entsteht gerne in Umfeldern, wo die technischen Entscheidungen von Menschen getroffen werden, die über keinen Funken technischer Kompetenz verfügen. Das Gute daran: Auf solchen Sites sehe ich mit meinem standardmäßig abgeschalteten Javascript in aller Regel gar nichts, und ich verpasse damit auch nichts - außer vielleicht ein paar kleine Effekte, die davon ablenken sollen, dass es an wirklichen Inhalten fehlt.

    Übrigens werden solche Aufgaben in vielen Firmen an Praktikanten oder Azubis gegeben, die sich dann an idiotischen Vorgaben irgendwelcher Auftraggeber “abarbeiten” können. Wenn man dann euphemistisch ist, nennt man das “den Erwerb praktischer Kenntnisse und realistischer Projekterfahrung” und verbirgt hinter diesen Nebelworten, dass eine Ausbildung in Sinne einer Vermittlung von Fertigkeiten gar nicht stattfindet. (Nein, ich nenne keine Firmennamen, aber es handelt sich nicht nur um “kleine Klitschen”, die so vorgehen.)

  • By Omar Abo-Namous, 7. Februar 2006 @ 10:51

    Hallo Elias,

    ich weiss aus eigener Erfahrung, dass diese Aufgabe bei BMW nicht an Praktikanten abgegeben wird (allein aus verwaltungstechnischen Gesichtspunkten (Zugangsdaten…)), allerdings übernehmen das die traditionell von der Firma beauftragten Werbemenschen.

    Meist sind das Firmen, die aus dem Print- oder Fernsehwerbe-Bereich kommen und sich im webdesignen ausprobieren möchten, schliesslich kann das wysiwyg-designen einer Internet-Seite nicht so viel schwieriger sein, als der Umgang mit einem dtp-Programm… Wenn man erkennt, dass tatsächlich auch programmiert werden soll, dann ist es meist zu spät und man hat bereits den Programmierer soweit eingeengt in der Entscheidungsmöglichkeit (und im Budget), dass sowas bei rauskommt!

  • By Jan, 8. Februar 2006 @ 00:16

    Ohne den kompletten Quellcode vor Augen zu haben: Welchen Sinn macht eine Zufallszahlauswertung (sei sie auch auskommentiert) auf einer Homepage? Ist das vielleicht für die zufällige Auswahl eines Aufmachers: dem einen wird der E90, dem anderen ein E61 präsentiert?

  • By Omar Abo-Namous, 8. Februar 2006 @ 00:25

    Hi Jan,

    ich konnte auch nicht ausmachen, was der Unterschied zwischen den Seiten ausmacht. Aber es ist nun wirklich billig - auch wenn man zufallsgesteuert Inhalte präsentieren möchte - das im Browser auswerten zu lassen… Billig und äusserst waghalsig, da diejenigen, die ohne javascript auskommen möchten nichts zu sehen bekommen!

    Aber kannst du dich erinnern, als ich das datenbank-Projekt machen sollte und dann diese Frau ankam, die das alles “organisieren” wollte? Wie komisch die sich angestellt hat, da war mir offensichtlich, dass eine solche Firma sich diese Aufträge (oder auch Serienaufträge) nicht entgehen lassen wird - und die Firmen haben leider zu wenig Ahnung, um zu entscheiden, was technisch möglich und sinnvoll ist…

    ABER: den z4 coupe gesehen? Lust auf Praktikum…

Other Links to this Post

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Einen Kommentar schreiben