Daten zu verkaufen - wer bietet weniger?
Freitag, 3. Februar 2006, 01:07
Ich bin noch für fünf Jahre davor geschützt (mehr oder weniger), da ich mir in letzter Sekunde einen alten Reisepass ausstellen liess. Für alle anderen gilt: Eure Daten werden demnächst verhökert!
Die Daten auf den neuen digitalen Personalausweisen sollen käuflich werden. Sowohl Behörden als auch Unternehmen aus der Wirtschaft sollen nach Informationen der Analysten Kuppinger Cole und
Partner (KCP) auf die Daten zugreifen können. Kostenpunkt pro Datensatz: 40 bis 50 Cent. KCP beruft sich dabei auf eine Quelle im Bundesinnenministerium.
Richtigstellung
Dirkmeister hat eine Richtigstellung hierzu:
Laut netzpolitik.org ist keine zentrale Datenbank geplannt sondern die Daten werden direkt vom Ausweis mit Einwilligung durch den Besitzer ausgelesen werden. Das System soll folglich hauptsächlich als Identitiätsnachweis dienen. Die Regierung will für jedes Auslesen 40 bis 50 Cent kassieren.
Danke! Das beruhigt ein wenig.
Category: Datenschutz, Inland
Tags: Bananenrepublik, Datenschutz, Inland, rfid, Wirtschaft
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Kommentar von TheHiddenHitchhiker
Made Freitag, 3 of Februar , 2006 at 05:53
Wer braucht den einen Reisepass ?
Ausserhalb Europa* ist doch sowieso überall die Kacke am dampfen - da will doch keiner hin
Neuer Perso muss natürlich vor 2007 her.
*nicht das Europa auf dem richtigen Weg wäre
Kommentar von henry
Made Freitag, 3 of Februar , 2006 at 09:14
…also ich hatte noch nie einen… ![]()
Pingback von dirkmeister.de»Blog Archive » Bundesregierung plant der Verkauf von Reisepassdaten?
Made Freitag, 3 of Februar , 2006 at 09:52
[...] Gerade der Artikel von de.internet.com über den netzpolitik.org zuerst berichtete, bot deshalb auch Anlaß zur Spekulation. Über die zweite umfassendere Quelle von KCP wurde erst später berichtigt. Da wurde dann auch eine Korrektur des Artikels auf netzpolitik.org veröffentlicht. Die Aussage “netzpolitik.org skandalisiert” wie hier zu lesen, halte ich deswegen für falsch. Als bessere Quellen verfügbar gewesen sind, wurde dies auch veröffentlicht. Auch der Artikel bei Chip spricht von “Personalausweis-Daten auf Bestellung”. Es ist also auch kein Wunder, dass einige Blogs Dinge behaupten wie “Eure Daten werden demnächst verhökert” wie auch hier oder hier, hier und noch an vielen andern Stellen. Für mich zeigt sich darin nur mal wieder, dass es sich bei solchen Dingen lohnt netzpolitik.org zu lesen, da man dort bei solchen Themen am Ball bleibt. Der Unterschied zu heute besteht meiner Auffassung nach doch darin, dass der Staat mitkassiert, wenn man eine zuverlässige digitale Identitätskontrolle haben möchte. Diese Möglichkeit besteht heute nur im Rahmen des Post-Ident-Verfahrens oder bei Sichtung des Ausweises. Jemanden meinen Personalausweis zur Identitätsprüfung zeigen, kann ich aber auch in Zukunft noch ohne Kosten. [...]
Kommentar von Omar Abo-Namous
Made Freitag, 3 of Februar , 2006 at 10:45
@TheHiddenHitchhiker: Ich muss ehrlich sagen, seitdem ich einen deutschen Pass habe, habe ich ihn nicht benutzt. Überhaupt bin ich bis auf fünf Monate in München ausschliesslich in Norddeutschland geblieben. Soviel zur vergeudeten Freiheit…
@Dirkmeister: Danke. Hinweis ist eingefügt.
@henry: Willkommen auf hannoverblogs.de!
Pingback von julitopia.de : Blog Archive : Plant die Bundesregierung den Verkauf von Reisepaßdaten?
Made Dienstag, 6 of Juni , 2006 at 19:35
[...] Gerade der Artikel von de.internet.com über den netzpolitik.org zuerst berichtete, bot deshalb auch Anlaß zur Spekulation. Über die zweite umfassendere Quelle von KCP wurde erst später berichtigt. Da wurde dann auch eine Korrektur des Artikels auf netzpolitik.org veröffentlicht. Die Aussage “netzpolitik.org skandalisiert” wie hier zu lesen, halte ich deswegen für falsch. Als bessere Quellen verfügbar gewesen sind, wurde dies auch veröffentlicht. Auch der Artikel bei Chip spricht von “Personalausweis-Daten auf Bestellung”. Es ist also auch kein Wunder, dass einige Blogs Dinge behaupten wie “Eure Daten werden demnächst verhökert” wie auch hier oder hier, hier und noch an vielen andern Stellen. Für mich zeigt sich darin nur mal wieder, dass es sich bei solchen Dingen lohnt netzpolitik.org zu lesen, da man dort bei solchen Themen am Ball bleibt. Der Unterschied zu heute besteht meiner Auffassung nach doch darin, dass der Staat mitkassiert, wenn man eine zuverlässige digitale Identitätskontrolle haben möchte. Diese Möglichkeit besteht heute nur im Rahmen des Post-Ident-Verfahrens oder bei Sichtung des Ausweises. Jemanden meinen Personalausweis zur Identitätsprüfung zeigen, kann ich aber auch in Zukunft noch ohne Kosten. [...]
