Filesharing unter besserem Licht
Wie mehrere Seiten berichten [1], [2], [3], [4], [5] haben 30 Abgeordnete im französischen Parlament ein Gesetz durchbringen können, das den Austausch von urheberrechltich geschützten Dateien via P2P-Netzwerken wie bittorrent, EMule oder andere zu legalisieren soll. Finanziert soll diese Legalisierung über eine “Kulturpauschale”, die zu entrichten wäre. Da dies diejenigen benachteiligen würde, die zwar einen Breitbandanschluss besitzen, aber keine Filme herunterladen, glaube ich, dass das Gesetz nicht wirklich lange Bestand haben wird. Interessant ist in meinen Augen, wie einfach es nach französischem Recht ist, das Paralament auszuhebeln!
[netzpolitik] Ganze 58 Parlamentarier waren bei der Debatte und den Abstimmungen der Änderungsanträge dabei - 577 Abgeordneten zählt das Parlament normalerweise. Der Änderungsantrag zum Thema Filesharing legalisieren wurde dabei in einer Kampfabstimmung beschlossen. Lustige Sache: 30 Abgeordnete stimmten dafür, 28 dagegen. Französische Politik funktioniert anscheinend anders als in Deutschland, dort emanzipiert sich das Parlament wenigstens noch von der Regierung.
Dass sich bittorrent und P2P im Allgemeinen auch anders nutzen lassen, beweist indes die Firma Stormregion, die zu Weihnachten das Strategiespiel S.W.I.N.E kostenlos zum Download anbietet. Um traffic-Kosten zu sparen gehen sie den Weg, den auch Linux-Distributoren schon länger für sich gefunden haben: P2P.
Verwandte Beiträge
Comments
Noch keine Kommentare.
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI