Der Ewige Muslim
Ein Artikel im taz-Magazin zum Buch “Der Mord an Theo van Gogh.Geschichte einer moralischen Panik” vom niederländischen Bestsellerautor Geert Mak hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Darin vergleicht der Autor Theo Van Goghs “Submission” mit dem NS-“Dokumentarfilm” “Der Ewige Jude”.
Tatsächlich werde suggeriert, “dass alle moslemischen Männer ihre Frauen schlagen, indem in den Filmszenen die Misshandlungen immer wieder mit Korantexten unterlegt werden”. Und dann folgt jener Satz, der in den Niederlanden bis heute erregt: Wahrscheinlich unbewusst würde “mit demselben Schema gearbeitet, das von Joseph Goebbels 1940 in seinem berüchtigten Film ,Der ewige Jude’ doppelt verwendet wurde: abstoßende Bilder vom Judentum zu zeigen und daneben - in diesem Fall auch noch fingierte - Zitate aus dem Talmud”. Dieser subtile Propagandatrick funktioniere immer: “Mit dem Fehlverhalten einer Hand voll Menschen stellt man, mithilfe der Konfession, eine ganze Minoritätengruppe an den Pranger.”
Das Buch kommt beim Suhrkamp-Verlag raus, kostet nur 8,- € und wenn es in hoffentlich drei Tagen bei mir ist, kann ich Näheres dazu wiedergeben.
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